Aktuelle Termine


50. Deutscher Hugenottentag in Magdeburg
23. bis 25. Juni 2017
Vom 23. bis zum 25. Juni 2017 veranstaltet die Deutsche Hugenotten-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Evangelisch-reformierten Gemeinde Magdeburg in Magdeburg den 50. Deutschen Hugenottentag.


Schepken Christi im Emder Hafen
23. Juni - 27. August: Ausstellung „Ich bin fremd gewesen. 500 Jahre Reformation – 500 Jahre Migration“ auf einem historischen Segelschiff im Emder Hafen
Feierliche Eröffnung mit Kirchenpräsident Dr. Martin Heimbucher und Oberbürgermeister Bernd Bornemann am 23. Juni, 11 Uhr


Gottesdienst auf dem Weg zur reformierten Weltversammlung
25. Juni in Schöttmar: Gottesdienst auf dem Weg zur Generalversammlung


2017: Generalversammlung der Weltgemeinschaft reformierter Kirchen (WGRK)
27. Juni - 7. Juli 2017
Das Thema der Generalversammlung 2017 – Lebendiger Gott, erneure und verwandle uns – spiegelt nicht nur die Tradition der WGRK wider, sondern stellt den Gott des Lebens in den Mittelpunkt der Vollversammlung und fordert die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu heraus, sich selbst und die Kirche zu erneuern, damit die Welt verwandelt werden kann.


Global Players für Gott und Welt
27.06.2017 bis 04.08.2017: Ausstellung in Leipzig
Wie die Reformation die Welt bis heute verändert


WCRC in Leipzig: Besucherprogramm
Leipzig 28. Juni bis 07. Juli 2017
„Lebendiger Gott, erneure und verwandle uns“ – unter diesem Motto steht die 26. Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) in Leipzig. Tagesfahrten nach Berlin und Wittenberg ergänzen das Programm. Das Treffen findet vom 29. Juni bis zum 7. Juli statt.


Flucht und Identität
Mi., 28. - Fr., 30. Juni 2017: Internationale Konferenz in der Johannes a Lasco Bibliothek
Exile and religious Identity in early modern Europe - Flucht und Identität. Die religiösen Flüchtlingsgemeinschaften im frühneuzeitlichen Europa.


Den lebendigen Gott vor der Welt bezeugen
2. Juli 2017, 9.30 – 10.15 Uhr im ZDF
Gottesdienst aus dem Berliner Dom anlässlich der Generalversammlung der Weltgemeinschaft reformierter Kirchen - mit Generalsekretär Chris Ferguson und Bischöfin Petra Bosse-Huber


Caspar Olevian - analog und digital
Ausstellung bis zum 4. Juli in der Stadtbibliothek - for ever: digital online - caspar-olevian-portal.de
In der Stadtbibliothek Trier gibt die Ausstellung „Caspar Olevian, die Reformation und Trier“ vielfältige Einblicke in das Leben und Wirken des 1536 in Trier geborenen Reformators. Ergänzt wird sie durch das neue virtuelle Caspar Olevian Portal, in dem viele Orignaldokumente digitalisiert und dauerhaft frei zugänglich sind.


Als die beste aller Welten fiel. Gerechtes Leben als Herausforderung der Theologie
5. Juli 2017, 16 Uhr c.t. in Münster, Schlossplatz 2, Hörsaal S 8
Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Anne Käfer, Direktorin des Seminars für Reformierte Theologie in Münster


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Auferstehung ist kaum zu glauben

Einspruch! - Mittwochs-Kolumne von Georg Rieger

(Foto: G. Rieger)

Anstoß ohne Puck auf dem glatten Eis österlicher Theologie

Im Ostergottesdienst gibt es bei uns in Nürnberg vor dem Segen immer noch einen Witz. Das diesjährige Osterlachen hatte folgenden Anlass:

Nach der Kreuzigung Christi kommt Nikodemus zu Josef von Arimathäa und bittet ihn, sein Grab für Jesus zur Verfügung zu stellen, doch dieser nennt Ausflüchte: „Ich brauche das Grab für mich und meine Familie.“  –  Darauf Nikodemus: „Stell dich nicht so an – ist doch nur übers Wochenende!“

Der Witz ist nicht neu, ich kannte ihn aber noch nicht und finde ihn gut. Weil er das Osterthema so herrlich unverkrampft rüberbringt.

Unverkrampft ist es ja sonst nicht. Wie an keinem der anderen großen christlichen Ereignisse scheiden sich die Geister an der Auferstehung. Zwar wird in den meisten Gottesdiensten um Ostern gepredigt, dass das Grab tatsächlich leer gewesen sei. Doch auf die Sitzreihen springt der Funke nicht über. Da hilft auch die theologische Überfrachtung mit symbolischen Deutungen wenig. Natürlich erleben wir in unserem Leben Auferstehungssituationen, Wendungen des Schicksals. Doch wirklich nachhaltig sind die nicht. Und die „Überwindung des Todes“ wird bei jedem Gang zum Friedhof aufs Neue eine fragwürdige Sentenz.

Nein, die Auferstehung wird wohl den Verdacht nie los, nur erfunden worden zu sein, um den Religionsgründer nicht tot sein lassen zu müssen. Als historisches Ereignis ist sie kaum zu glauben. Anderseits entsteht unmittelbar nach dem gewaltsamen Tod Jesu eine Bewegung, die für damalige Verhältnisse befreiender nicht sein konnte. Also muss etwas passiert sein. Und es passiert ja bis heute Einiges, das auf das Wochenende in Jerusalem Bezug nimmt.

Der zuletzt in Marburg lehrende Philosoph und Theologe Rudolf Bultmann ist in der deutschen Theologie unter die Räder der Jahrzehnte bestimmenden Theologie-Schulen geraten. Sehr zu Unrecht. Denn er hat dem modernen Menschen Brücken zu einem Verständnis der Bibel gebaut, indem er Fakten und Mythen unterschieden hat und  dann herausgearbeitet, was eigentlich die Kernbotschaft und der Grund unseres Glaubens ist.

Seine Deutung von Jesu Leben, Tod und Auferstehung macht sich von der Frage frei, ob das denn alles genau so oder auch nur irgendwie so damals geschehen sei. Dass es geglaubt würde, sei genug. Kreuz und Auferstehung eröffne dem Menschen eine radikal neue Interpretation seiner Existenz, mache uns unabhängig von der Vergänglichkeit, befreie uns von Sicherheitsdenken und mache uns frei für ein Leben in der Liebe Gottes. Auch ohne ein tatsächlich leeres Grab.

Ich behaupte einmal, dass dieses Verständnis in vielen Köpfen herumschwirrt - auch solcher Menschen, die weniger theologisch gebildet sind als es Bultmann war. Deshalb fände ich wert, solche Thesen mal wieder zu diskutieren und den Nebel österlicher Sentenzen zu lichten.

Überhaupt muss die Diskussion über das Verstehen der Bibel neu in Gang kommen. Der jüngste Streit zwischen EKD und Universität über die Rolle der Theologie im Jahr der Reformation könnte dazu ja ein weiterer Anstoß sein. Auch die Auseinandersetzung mit dem Islam und dessen heiligem Buch, dem Koran, macht unsere eigenen Unsicherheiten deutlich: Wie wörtlich, wie historisch und wie interpretationsbedürftig verstehen wir die Bibel?

Es ist Ostern, die Sonne wird wärmer. Aber das Eis ist immer noch glatt, auf dem wir uns theologisch bewegen. Hinfallen. Aufstehen. Eben wie ER an Ostern. In diesem Sinne: Auf in den Diskurs!

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