Aktuelle Termine


UEK: 200 Jahre Union zwischen lutherischen und reformierten Kirchen
Veranstaltungen zum 200. Jubiläum im Jahr 2017
Im Jahr 2017 wird nicht nur 500 Jahre Reformation, sondern auch 200 Jahre Unionen zwischen lutherischen und reformierten Kirchen gefeiert.


Münster: Die Macht des Wassers – Taufen in der Reformation
1. September bis 14. Januar
Große Taufausstellung des Stadtmuseums gemeinsam mit dem Evangelischen Kirchenkreis Münster im Rahmen des Reformationsjubiläums - 500 Jahre Reformation


Anders als du glaubst
Tournee der Berliner Compagnie, deutschlandweit, bis zum 17. Mäz 2018
Ein Theaterstück über Juden, Muslime, Christen und den Riss durch die Welt


Mit Kindern nach Goldenstedt und Jugendlichen nach Kroatien
Freizeiten und Bildungsmaßnahmen für 2018 im Überblick
Die Evangelisch-reformierte Kirche hat ihr Freizeitprogramm für das Jahr 2018 veröffentlicht. In dem Programmheft finden sich mehr als 50 Freizeiten und Seminare für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.


Theologie - wie geht das?
Leuenberg (Basel, Schweiz), 16.-19. Juli 2018
49. Internationale Tagung der Karl Barth-Gesellschaft


Start up – Fit für Kids!
Jugendbildungsstätte Kupferberg, Detmold, 17.-18. Februar
Mitarbeiterschulung für Ehrenamtliche


Israel erleben – Menschen begegnen
Reise vom 3. – 13. Mai 2018


Landessynode Rheinland: Plädoyer für christlich-muslimischen Dialog

Christen sollen freimütig von ihrem Glauben reden

Die Landessynode hat zum christlich-muslimischen Dialog eine Positionsbestimmunng verabschiedet

Die Evangelische Kirche im Rheinland hält am christlich-muslimischen Dialog auch in schwierigen Situationen fest und beschreibt ihn als „kirchlichen Auftrag“, den Christinnen und Christen gebunden an ihr Bekenntnis zu Jesus Christus wahrnehmen. Das hat die Landessynode heute Mittag in der theologischen Positionsbestimmung „Für die Begegnung mit Muslimen“ bekräftigt. „Jesus Christus selbst wendet sich unterschiedlichsten Menschen in Liebe zu und ist Christen und Christinnen darin ein Vorbild auch in der Begegnung mit Musliminnen Muslimen“, heißt es in dem Positionsbestimmung.

Die Landessynode ermutigt Christinnen und Christen, ihren Glauben freimütig zur Sprache zu bringen. Der christlich-muslimische Dialog ziele dabei „auf das gegenseitige Kennenlernen, das gemeinsame Handeln, das Aushalten von Differenzen sowie eine vertiefte Wahrnehmung der je eigenen Tradition, nicht aber auf eine Konversion zur jeweils anderen Religion“. In ihrer theologischen Positionsbestimmung formuliert die Landessynode in diesem Kontext auch, dass sie den Glauben muslimischer Menschen als Bindung an den einen Gott wahrnimmt.

Die Grundlage des theologischen Gesprächs mit Musliminnen und Muslimen sieht die Landessynode im Bezug beider Religionen auf die „biblischen Traditionen, in der Wertschätzung der Muslime für Jesus als besonderen Propheten und im Leben vor Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.“ Gemeinsamkeiten und Differenzen sollen dabei offen angesprochen werden.

Die theologische Positionsbestimmung beschreibt weiter die gemeinsame Verantwortung für das Gemeinwesen, den Einsatz gegen alle Formen von Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, religiösen Extremismus und Fundamentalismus. Sie spricht sich für einen islamischen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach aus und fordert die interkulturelle Öffnung des eigenen Arbeitsrechts. Ausdrücklich nimmt die Landessynode auch zum Recht auf Religionsfreiheit Stellung: „Als Christen und Christinnen treten wir ein für Religionsfreiheit als ein universales Menschenrecht. Die Religionsfreiheit beinhaltet zu glauben, nicht zu glauben und seinen Glauben zu wechseln sowie ihn öffentlich zu leben und zu bekennen.“

Mit ihrer theologischen Positionsbestimmung „Für die Begegnung mit Muslimen“ möchte die Landessynode „Ermutigung zur und Orientierung in der Begegnung“ liefern, wie Superintendentin Dr. Ilka Werner, die Vorsitzende des theologischen Ausschusses der rheinischen Kirche zu Beginn der Synodenwoche sagte. Der heute vorgelegte Text versteht sich als Wegmarke in einem seit mehr als vierzig Jahre währenden christlich-muslimischen Dialog, der weitergeführt werden soll. Die Positionsbestimmung gibt deshalb ausdrücklich Impulse für die Weiterarbeit. So wird die Kirchenleitung gebeten, die Rückmeldungen auf das im Jahr 2015 vorgelegte Diskussionspapier „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“ auszuwerten.


Quelle: Evangelische Kirche im Rheinland
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