PredigtmeditationenPlus im christlich-jüdischen Kontext. Zur Perikopenreihe II

EKD-Ratsvorsitzende Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann: Der Bezug auf das Judentum gehört in den sonntäglichen Gottesdienst

Der neue Band ''Predigtmeditationen im christlich-jüdischen Kontext" erscheint im November 2009 mit einem Plus zu biblischen Eseln: ''Von Eseln, die sich in den Weg stellen, gefunden werden und den König tragen''. Im Abo nur 10 Euro für Texte zu jedem Sonntag des Kirchenjahres 2009/10. Mit einem Geleitwort von Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann.

PredigtmeditationenPlus
im christlich-jüdischen Kontext
Zur Perikopenreihe II
Plus „‘Biblische Esel‘ – Von Eseln, die sich in den Weg stellen, gefunden werden und den König tragen“

Erscheinungsdatum: November 2009 ca. 400 Seiten Preis: 14,80 € + Versandkosten. Im Abonnement: 10,00 € + Versandkosten

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Geleitwort der EKD-Ratsvorsitzenden Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann

"Mit diesem Band der „Predigtstudien im christlich-jüdischen Gespräch“ legen die Herausgebenden bereits zum 14. Mal ein vollständiges Predigtjahr vor. Für diese Ausdauer gilt ihnen und Studium in Israel ein tief empfundener Dank.

In meiner eigenen Predigtarbeit nutze ich die Studien immer wieder mit Interesse und Gewinn. Denn im Laufe der Jahre haben die Predigtstudien mir wie vielen anderen im Predigtdienst geholfen, teilweise tief sitzende antijüdische Stereotype und Vorurteile zu vermeiden und falsche Abgrenzungen zu überwinden. Das haben wir gelernt: Der christliche Glaube braucht nicht länger den negativ gezeichneten Hintergrund eines Judentums, um sein Eigenes zu sagen. Doch mit der Warnung vor solchen Stolpersteinen ist der Beitrag der Predigtstudien noch lange nicht erschöpft.

Die Studien vertiefen unser Wissen vom gemeinsamen Ursprung von Juden und Christen im biblischen Israel. Indem wir auch auf die Stimmen jüdischer Schriftauslegung hören, lernen wir biblische Texte neu zu sehen, und neue Seiten an ihnen zu entdecken. Das macht unser Schriftverständnis reicher. Christen und Christinnen lernen, manches neu zu sagen: „eine Sprache, die ich bisher nicht kannte“ (Ps 61,6)

Und schließlich beziehen die Predigtstudien gegenwärtige jüdische Stimmen in das Gespräch über den Bibeltext mit ein und zeigen auf diese Weise ganz praktisch, was es bedeutet: Der christliche Glaube ist auf die bleibende Verbundenheit von Juden und Christen angewiesen, wenn er nicht verarmen soll.

Gerade eine Kirche der Reformation, die sich immer wieder neu auf das biblische Wort gründet, wird diese Bereicherung schätzen und für ihre Predigt und Verkündigung, für das „gut Geschrey“ (Luther) des Evangeliums, fruchtbar machen.

Ein zweiter herzlicher Dank gebührt den Herausgebenden dafür, dass sie das Kirchenjahr vollständig bearbeiten. So wird deutlich, dass der Bezug auf das Judentum in den sonntäglichen Gottesdienst gehört, und nicht in die Nischen einiger Gedenktage abgeschoben werden kann oder Aufgabe besonderer Fachleute ist. Sonntag für Sonntag erklingt das Lob des Einen Gottes in unseren Kirchen, wie es auch Sabbat für Sabbat in den Synagogen erklingt – so fügen sich die unterschiedlichen je eigenen Stimmen wie in einem Konzert zum Lobe des Einen Gottes zusammen.

So wünsche ich, dass auch dieser Jahrgang zu einer gesegneten und fruchtbaren Lektüre wird."                                                          

EKD-Ratsvorsitzende Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann

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PredigtmeditationenPlus
im christlich-jüdischen Kontext
Zur Perikopenreihe II

ISBN_10: 3-9809932-4-8
ISBN_13: 987-3-9809932-4-1
Herausgegeben von "Studium in Israel"
c/o Pfr. Dr. Johannes Wachowski
Wernsbach 32, 91629 Weihenzell
predigtmeditationen@studium-in-israel.de


Barbara Schenck

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von Manuel Goldmann

''Rabbi Jizchak von Worki erzählte: „Als ich einmal mit meinem heiligen Lehrer, Rabbi David von Lelow, unterwegs war und wir in einer fernen Stadt verweilten, fiel plötzlich auf der Gasse eine Frau über ihn her und schlug auf ihn ein. Sie glaubte in ihm ihren Mann zu erkennen, der sie vor vielen Jahren verlassen hatte. Als nach wenigen Augenblicken der Irrtum sich klärte, brach sie in ein fassungsloses Weinen aus. ‚Sei ruhig’, sagte Rabbi David zu ihr, ‚du hast doch nicht mich, sondern deinen Mann geschlagen.’ Und er fügte leiser hinzu: ‚Wie oft schlägt man auf einen ein, weil man ihn für einen anderen hält, als er ist!’“ - Buber, 662 f.''