Aktuelle Termine


Mit Kindern nach Goldenstedt und Jugendlichen nach Kroatien
Freizeiten und Bildungsmaßnahmen für 2018 im Überblick
Die Evangelisch-reformierte Kirche hat ihr Freizeitprogramm für das Jahr 2018 veröffentlicht. In dem Programmheft finden sich mehr als 50 Freizeiten und Seminare für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.


Der Reformierte Schleiermacher - Symposion anlässlich seines 250. Geburtstages
16. und 17. November 2018, Schleiermacherhaus (Halle)
Eine Kooperation
der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
und der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität, der Internationalen Schleiermacher-Gesellschaft, dem Reformierten Kirchenkreis und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie


Geldericus Crumminga - Die Bücherwelt eines Emder Juristen
Johannes a Lasco Bibliothek, 23. August 2018 bis 31. Januar 2019




Dazwischen. 200 Jahre evangelische Kirchenkreise in Westfalen
24. September bis 30. November 2018, Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld
Ausstellung: 200 Jahre evangelische Kirchenkreise in Westfalen


Reformationsfeiertag und Judentum
30. Oktober 2018, Nordhorn
Die Evangelisch-reformierte Kirche will sich am Reformationstag 2018 mit dem Verhältnis zwischen Christen und Juden beschäftigen.


UEK: 200 Jahre Union zwischen lutherischen und reformierten Kirchen
Veranstaltungen in den Jahren 2017, 2018 und 2021
Im Jahr 2017 wird nicht nur 500 Jahre Reformation, sondern auch 200 Jahre Unionen zwischen lutherischen und reformierten Kirchen gefeiert.


'Es droht ein Schritt hin zu einer neuen Qualität von Waffen'

EKD-Friedensbeauftragter: Anschaffung von Drohnen nochmals überdenken

© Pixabay

Renke Brahms sprach sich stattdessen für Investitionen in eine gewaltfreie und zivile
Konfliktbearbeitung aus.

Der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Renke Brahms, steht der Absicht der Bundesregierung, die Bundeswehr mit waffenfähigen Drohnen auszustatten, „sehr kritisch“ gegenüber. „Hier sind völkerrechtliche, aber auch ethische Fragen in Bezug auf Kampfdrohnen noch völlig ungeklärt, um eine solche Entscheidung zu treffen“, warnt der Leitende Geistliche der Bremischen Evangelischen Kirche. Zudem stehe damit längerfristig auch im Raum, dass Deutschland dem Trend zu automatisierten und autonomen Waffensystem Vorschub leiste. Hier seien aber internationale Vereinbarungen über eine Ächtung dieser Waffensysteme nötig, so Renke Brahms.

In dieser Woche sollen voraussichtlich der Verteidigungs- und der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages über die Genehmigung von Leasing-Verträgen für fünf bewaffnungsfähige Drohnen einer israelischen Firma entscheiden. Nach Medienberichten sind dafür fast eine Milliarde Euro vorgesehen.

Zwar wolle die Bundeswehr die Drohnen zu Aufklärungszwecken einsetzen, sehr kritisch seien jedoch die weiteren Entwicklungen im Blick auf die neuen Waffentechnologien zu bewerten. „Noch hat die Bundeswehr keine ,Killerroboter´ im Einsatz, es droht aber ein Schritt hin zu einer neuen Qualität von Waffen. Dann besteht die Gefahr, dass Maschinen über Leben und Tod entscheiden. Und damit werden Grenzen überschritten“, kritisiert der EKD-Friedensbeauftragte. Gleichzeitig könne durch solche Waffensysteme die Bereitschaft für einen Waffeneinsatz durch Drohnen auch bei Einsätzen der Bundeswehr steigen. „Damit werden Kriege leichter führbar“, befürchtet der Renke Brahms.

Aber auch völkerrechtlich sei vieles noch unklar, betont Renke Brahms. „Die Unterscheidung zwischen Zivilbevölkerung und Soldaten ist schwierig, was Berichte über Drohneneinsätze immer wieder gezeigt haben. Auch gezielte Tötungen außerhalb eines bewaffneten Konflikts widersprechen dem Völkerrecht“, so der Theologe. All dies seien offene Fragen, über die gesprochen werden müsste: „Hier stehen die nötigen Debatten, nicht zuletzt im Parlament, noch aus.“

der Pressemitteilung des EKD-Friedensbeauftragten vom 11. Juni 2018 Gleichzeitig kritisiert der EKD-Friedensbeauftragte die hohe Summe für die fünf Drohnen. „Die Anschaffung der Kampfdrohnen ist teuer. Dieses Geld fehlt bei Investitionen in eine gewaltfreie und zivile Konfliktbearbeitung“, mahnt Renke Brahms. „Stattdessen wird hier wieder auf militärische Mittel gesetzt und ein neuer Rüstungswettlauf in Kauf genommen“, warnt der EKD-Friedensbeauftragte. Er appellierte an die Bundestagsabgeordneten, die Entscheidung über die Anschaffung von Kampfdrohnen nochmals zu überdenken.


Quelle: EKD / Junker
  • Twitter
  • Facebook
  • Google Bookmarks
 

Nach oben   -   E-Mail  -   Impressum   -   Datenschutz