Ökumenische Delegation besucht Kuba

WGRK: Kirchen warnen vor humanitärer Krise

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Die Teilnehmenden reisen nach Havanna, um auf die wachsende humanitäre Krise aufmerksam zu machen. Im Fokus stehen die Folgen verschärfter Sanktionen für die Bevölkerung.

Eine hochrangige ökumenische Delegation wird vom 28. bis 31. März 2026 zu einem Solidaritätsbesuch in Havanna erwartet. Die Reise geht auf eine Initiative der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen zurück und reagiert auf die sich zuspitzende humanitäre Lage sowie die internationale Sorge über die Auswirkungen wirtschaftlicher Sanktionen.

Kirchliche Organisationen warnen seit Längerem vor den Folgen der Sanktionen, die zuletzt auch die Treibstoffversorgung der Insel erheblich beeinträchtigen. Die Vereinten Nationen forderten am 24. März einen überarbeiteten Aktionsplan, um die Auswirkungen auf zentrale Bereiche wie Gesundheitsversorgung, Bildung sowie die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser abzufedern. Berichten zufolge führen sinkende Energiereserven zu akuten Risiken, da ein Großteil der grundlegenden Dienstleistungen von Öl abhängt.

Von den Versorgungsengpässen sind unter anderem Millionen chronisch kranke Menschen betroffen, deren Behandlungen gefährdet sind. Auch die Wasserversorgung bleibt kritisch, da viele Menschen auf Tankwagen angewiesen sind.

Die Delegation setzt sich aus führenden Vertretern verschiedener Kirchen zusammen und will während ihres Aufenthalts Gespräche mit kirchlichen Akteuren, Regierungsvertretern und lokalen Gemeinschaften führen. Im Mittelpunkt stehen die humanitäre Lage sowie die Frage, wie politische Maßnahmen stärker an der Wahrung der Menschenwürde ausgerichtet werden können.


Quelle: WGRK