In ihrer Neujahrspredigt hatte Ratsvorsitzende Käßmann gesagt, in Afghanistan schüfen Waffen "offensichtlich auch keinen Frieden" und "mehr Fantasie für den Frieden" gefordert. Dies löste unter Politikern der Regierung und der Opposition Kritik an der Stellungnahme der Bischöfin aus.
Präses Schneider unterstützte Käßmann am Montag (4.1.) in ihren Äußerungen. Es müsse dringend nach "Alternativen beziehungsweise Ergänzungen" zum aktuellen Afghanistan-Einsatz gesucht werden, sagte er gegenüber dem epd (Meldung auf www.ekd.de >>>). Schneider verwies auf die EKD-Denschrift "Aus Gottes Frieden leben - für gerechten Frieden sorgen", die der Legitimation militärischer Gewalt enge Grenzen setze.
Bereits Ende November hatte der evangelische Militärbischof Dr. Martin Dutzmann in einem Interview auf SWR2 eine Wende zum Zivilen im deutschen Afghanistan-Engagement gefordert (reformiert-info berichtete >>>).
In Bremen unterstützen 35 Pastorinnen und Pastoren die Forderung des Bremer Friedensforums nach Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan (reformiert-info berichtete >>>).
Quellen und weitere Informationen:
www.ekd.de/aktuell_presse/news_2010_01_04_schneider_afghanistan.htmlwww.ekd.de >>>
Neujahrspredigt von EKD-Ratsvorsitzender Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann >>>
www.evangelisch.de >>>