'Die Liebe ruft auch heute die Bösen zur Umkehr'

ÖRK-Vollversammlung ruft zu Versöhnung auf


© ekiba / David Groschwitz

Angesichts der bevorstehenden Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Karlsruhe haben Landesbischöfin Heike Springhart (Karlsruhe) und Kirchenpräsident Christian Albecker (Strasbourg) an die Geschichte der deutsch-französischen Versöhnung erinnert.

„Das gute Miteinander der Konfessionen und Religionen, der Kulturen und Nationen war am Ende wohl einer der entscheidenden Gründe, warum sich die Mehrheit der Kirchen für das Grenzland am Rhein als Austragungsort der Vollversammlung entschieden hat“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Bezugnehmend auf das Motto der Vollversammlung („Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“‘), heißt es in der Erklärung der leitenden Geistlichen der badischen Landeskirche und der Union der Evangelischen Kirchen in Elsaß-Lothringen: „Diese Liebe hat uns hier in dieser Region nach 1945 auf dem Weg zu Versöhnung und einem gerechten Frieden geleitet. Sie ruft auch heute die Bösen zur Umkehr. Sie macht auch heute den Leidenden Mut. Sie führt auch heute die Menschen in die Freiheit. Auch in Situationen, in denen sich niemand vorstellen kann, wie es je zu einer Versöhnung kommen wird, bewegt sie Menschen, Gottes Frieden zu trauen und mutig Schritte im Geist der Versöhnung zu gehen.“

Vom 31.8. bis zum 8.9. 2022 findet in Karlsruhe die 11. Vollversammlung des ÖRK statt. Das höchste Entscheidungsgremium des ÖRK tritt in der Regel alle acht Jahre zusammen. Erstmals nach dem schwedischen Uppsala (1968) tagt die Vollversammlung in diesem Jahr wieder in Europa. Mehr als 4000 Teilnehmende aus 352 Kirchen und 120 Staaten der Erde werden zur weltweit umfassendsten Zusammenkunft von Christinnen und Christen erwartet.

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Ausschreibung zum 80. Jahrestag der Ermordung am 12. August
Zum 80. Jahrestag der Ermordung von Werner Sylten am 12. August schreibt die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) zum siebten Mal den Werner-Sylten-Preis für christlich-jüdischen Dialog aus.

Quelle: EKMD