Erntedankfest am 3. Oktober 2010

Kirchenpräsident Jann Schmidt: ''Wohlstand ist nicht selbstverständlich''


Mitarbeiter eines Versuchsgartens in Äthiopien bereiten ein Versuchsfeld für das Auspflanzen von Gemüse-Setzlingen vor. Ein Projekt von Brot für die Welt. Foto: Helge Bendl / "Brot für die Welt"

Leer. Der Kirchenpräsident der Evangelisch-reformierten Kirche, Jann Schmidt, hat vor dem Erntedankfest am 3. Oktober an den engen Zusammenhang zwischen Mensch und Natur erinnert. „Mit dem Erntedankfest wollen wir Christen deutlich machen, dass der Mensch nicht Herrscher über die Schöpfung ist, sondern die Aufgabe hat, die Erde zu bewahren.“ Das Erntedankfest sei ein Zeichen der Dankbarkeit. „Mit dem Dank an Gott für seine Gaben wird zudem deutlich, dass unser Wohlstand nicht selbstverständlich ist“, so Schmidt.

Darum stehe in engem Zusammenhang mit dem Dank des Erntedankfestes auch der Aufruf für die Hungernden dieser Welt zu spenden. Schon traditionell werde daher in den evangelischen Kirchen am Erntedankfest für „Brot für die Welt“ gesammelt. Die evangelische Hilfsaktion steht in diesem Jahr unter dem Motto „Es ist genug für alle da“. Diese biblische Grundüberzeugung fordere gerade am Erntedankfest zur Solidarität mit den Armen dieser Welt auf.

In den erfahrungsgemäß besonders gut besuchten Gottesdienste am Erntedankfest sieht Kirchenpräsident Schmidt ein Zeichen, dass den Menschen Gottes Schöpfung nicht gleichgültig ist. In den evangelischen Kirchen wird das Erntedankfest in der Regel am ersten Sonntag nach dem Michaelistag am 29. September gefeiert.


Ulf Preuß, Pressesprecher, Evangelisch-reformierte Kirche, 1. Oktober 2010