'Finsternis ist für dich wie das Licht'

73. Hauptversammlung des Reformierten Bundes - Andacht zum Samstag, den 11. September 2021


© Hans/Pixabay

Von Martina Wasserloos

Lied: In Dir ist Freude
aus der Evangelischen Hauptkirche Rheydt

Die Losung für den heutigen Tag lautet:

Der HERR wird vor euch herziehen und der Gott Israels euren Zug beschließen.
Jesaja 52,12

Jesus spricht: Wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.
Johannes 14,3

Überall, um sie, mit ihnen, für sie, ist Gott mit seinem Volk auf dem Weg. Überall, um uns, mit uns für uns nimmt Jesus uns zu sich, mit sich, hin zu Gott. In ihm ist Freude, in allem Leide. Ganzheitlich, würde man heute vielleicht neudeutsch sagen. Ganzheitlich die Gottesnähe. Ganzheitlich die Geborgenheit in IHM. ER hilft von Schanden, rettet von Banden. „Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet. An dir wir kleben im Tod und Leben. Nichts kann uns scheiden. Halleluja.“ Haben wir gerade gehört.
An einem 11. September wird diese Gewissheit schwach:
Wo warst Du, Gott? Was soll das?

Was uns helfen mag ist, wenn wir uns an die Seite derer stellen, die voll Gewissheit und Zuversicht ihre Freude über die Gottesnähe und ihr Vertrauen in ein Gebet legen – schweigend, hörend, oder mitbetend:

Lasst uns das mit Psalm 139 gemeinsam zum Ausdruck bringen.

Herr, du hast mich erforscht
und kennst mich genau.
Ob ich sitze oder stehe: Du weißt es.
Meine Absicht erkennst du von fern.
Ob ich gehe oder ruhe: Du merkst es.
Alle meine Wege sind dir bekannt.
Noch liegt mir kein Wort auf der Zunge,
schon weißt du, Herr, was ich sagen will.
Von hinten und von vorn hast du mich umfasst
und hast deine Hand auf mich gelegt.
Zu wunderbar ist dieses Wissen für mich.
Es ist mir zu hoch: Ich kann es nicht begreifen.
Wohin könnte ich gehen vor deinem Geist,
wohin fliehen vor deiner Gegenwart?
Würde ich in den Himmel steigen: Du bist dort.
Würde ich mich in der Unterwelt verstecken:
Dort bist du auch.
Würde ich hochfliegen, wo das Morgenrot leuchtet,
mich niederlassen, wo die Sonne im Meer versinkt:
Selbst dort nimmst du mich an die Hand
und legst deinen starken Arm um mich.
Da sagte ich: »Finsternis komme über mich!
Nacht soll mich umhüllen wie sonst das Licht!«
Doch für dich ist die Finsternis nicht finster,
und die Nacht leuchtet so hell wie der Tag:
Finsternis ist für dich wie das Licht.
Ja, du hast meine Nieren geschaffen,
mich im Bauch meiner Mutter gebildet.
Ich danke dir und staune,
dass ich so wunderbar geschaffen bin.
Ich weiß, wie wundervoll deine Werke sind.
Nichts war dir unbekannt am Aufbau meines Körpers,
als ich im Verborgenen geschaffen wurde –
ein buntes Gewebe in den Tiefen der Erde.
Ich hatte noch keine Gestalt gewonnen,
da sahen deine Augen schon mein Wesen.
Ja, alles steht in deinem Buch geschrieben:
Die Tage meines Lebens sind vorgezeichnet,
noch ehe ich zur Welt gekommen bin.
Wie kostbar sind für mich deine Gedanken, Gott!
Wie zahlreich sind sie doch in ihrer Summe!
Wollte ich sie zählen: Es sind mehr als der Sand.
Würde ich erwachen: Noch immer bin ich bei dir.
Ach Gott! Ich wünschte mir, dass du die Frevler tötest!
Und ihr Mörder, lasst mich doch endlich in Ruhe!
Ja, sie widersetzen sich dir in böser Absicht,
voller Tücke erheben sie sich – deine Feinde!
Sie hassen dich, Herr. Sollte ich sie nicht hassen?
Sollte ich deine Widersacher nicht verabscheuen?
Ja, ich hasse sie mit aller Leidenschaft.
Zu Feinden sind sie für mich geworden.
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz!
Verstehe mich und begreife, was ich denke!
Sieh doch, ob ich auf einem falschen Weg bin,
und führe mich auf dem Weg, der Zukunft hat!
(Text aus der Basisbibel)


Martina Wasserloos
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