Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Meike Waechter, Berlin
Kathrin Oxen, Berlin
Ach Gott, vielleicht bin ich zu spät dran, aber ich hab doch noch nen Wunschzettel geschrieben. / Ich wünsche mir schlicht WENIGER! / Weniger Kriege, weniger Hass, weniger Terroristen und weniger Amokläufer. / Ich wünsche mir schlicht weniger. / Weniger Diktatoren und Machtgierige, weniger Egoismus, weniger Gleichgültigkeit und weniger Besserwisserei. / Ich wünsche mir schlicht weniger. / Weniger hungernde Kinder, weniger unterdrückte Frauen, weniger Diskriminierung, weniger Gewalt und weniger Vorurteile. / Ich wünsche mir schlicht weniger. / Weniger Umweltzerstörung, weniger Tierleid und weniger “Leben auf Kosten anderer”. / Ich wünsche mir schlicht weniger. / Weniger “das hat uns auch nicht geschadet” und weniger “das war schon immer so”. / Ich wünsche mir schlicht weniger. / Sag, kannst du mir den Wunsch erfüllen?
Carolin Springer
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Georg Rieger, Nürnberg
Stephan Schaar
O Gott – // wie eisig die Erde / wie kristallfern der Himmel / wie schwer die Riegel und Schlösser // wie finster die Welt / wie verschlossen der Himmel / wie jammervoll das Tal unserer Tränen // Krieg mitten in Europa / Krieg in Nahost / und wir / unversehens herausgerissen / aus unserer Sorglosigkeit / in die Verantwortung genommen / mit den Folgen unseres Handelns konfrontiert / hilflos Helfende / ratlos Planende / unschuldig Schuldige // wie eisig unsere Herzen / wie gefroren unser Glaube / wie nebelverhangen die Zukunft. // O Gott – hervor das Blümlein bring! Amen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Großer und ewiger Gott, / Vater von uns allen in den Himmeln, / wir sehnen uns nach einer gerechten Welt, / nach einem Ende von Krieg und Gewalt, / nach Frieden, der den Namen verdient. // Du hast uns Hoffnung gemacht, großer Gott. / Wie die Jungfrau zum Kind kam diese Hoffnung zu uns. // Dir verdanken wir unsere Sehnsucht. / Du bist es, den wir suchen. // Komm zu uns. / Sende Deinen Geist, / der die Brücke schlägt / von Dir zu uns / von uns zu Dir / und zwischen uns Menschen, / die wir, zerrissen und getrennt voneinander, / einander zu Wölfen werden. // Komm zu uns. / Sprich Dein Wort, / das unsere Herzen erreicht / und unseren Geist belebt, / dass wir Deine Kinder werden / und bleiben. // Amen
Jochen Denker
Gott, / wie viele Bitten musst du täglich hören, / wie viele Wünsche, wie viele Klagen. / Mit allem, was uns das Herz schwer macht, / kommen wir zu dir / und drängen auf Hilfe. / Aber wann hören wir dich, / deine Bitten an uns, / deinen Schmerz / und deine Sehnsucht! // Gott, / öffne uns Ohren und Herz / für deine Stimme. / Mach uns bereit, / dir Antwort zu geben / mit Worten und Taten. / Lass dich erfreuen durch unser Lob. // Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Stefan Maser, Marburg
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Großer, ewigreicher Gott, / zu Dir kommen wir mit unserer Armut, / an Liebe / an Hoffnung / an Glauben – / und bitten Dich: / schenk uns aus Deiner Fülle. // Barmherziger Gott, voller Gnade und Wahrheit bist Du. / Und wir kommen zu Dir / mit unserer Hartherzigkeit /
mit unserer Angst, / unseren Lebenslügen – / und bitten um Deinen Geist, / der all diese bösen Gespenster vertreibt. //
Liebender Vater von uns allen, / zu Dir kommen wir mit / unserem kleinen Glück / mit unseren Kindern / mit dem Wunder der Liebe, / die wir schenken und empfangen – / und danken Dir für diese guten Gaben. // Komm Du mit Deinem heiligen Geist nun zu uns. / Segne diese Stunde, / in der wir Dir stille halten / und pflanze Dein Wort in unser Herz, / dass es Frucht bringt / zu Deiner Ehre / und uns allen zum Wohl. // Amen
Jochen Denker
Georg Rieger, Nürnberg
Stephan Schaar
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Gott, / wir machen alles bereit / für das Fest deines Kommens. / Wir möchten es schön haben / mit unseren Familien und mit unseren Freunden / und wollen einander Freude machen. // Kein Schatten soll unsere Stimmung verdunkeln, / die innere Leere sich nicht ausbreiten, / sondern leicht soll das Herz sein, / das wünschen wir uns / und deshalb stimmen wir ein in die Bitte: / Gott, tröste uns wieder / und lass uns leuchten dein Angesicht, / so genesen wir. //
Herr, wir wünschten, die ganze Welt wäre vorbereitet / auf das Fest deines Kommens, / Streit und Gewalt nähmen endlich ein Ende, / alle Tränen könnten trocknen, / und die Wunden würden geheilt. / Mit der ganzen Schöpfung / erwarten wir unsere Erlösung. / Gott tröste uns wieder / und lass leuchten dein Angesicht, / so genesen wir. / Amen
Sylvia Bukowski
Ab und zu blitzt er auf, dieser Geist. / Dafür sind wir Dir von Herzen dankbar. / Häufig aber fehlt er. / Häufig tarnt sich die Unvernunft unter Schlagwörtern. / Wieso die Lust auf Radau in den Fußballstadien sich Fankultur nennen darf, ist rätselhaft. / Und wieso dann mit öffentlichen Geldern dieser angeblichen Fankultur Geleitschutz gegeben wird, / ist in gleicher Weise unverständlich. / In anderen Ländern ist das besser. / Warum nicht auch bei uns hier? / Ist zu viel Geld im Spiel? //
Warum sich zu Silvester erneut alle, / die dazu Lust haben, / mit Feuerwerkskörpern unkontrolliert in Szene setzen dürfen / und Dritte meinen, / dass das Brauchtum sei, ist ebenso schleierhaft. / Das angebliche Brauchtum füllt die Unfallstationen, / setzt tonnenweise Feinstaub frei und ist objektiv Tierquälerei. / Das wissen fast alle. / Und fast alle wollen das nicht. / Es erfordert keinen Mut, / da eine Grenze zu setzen. / Warum ist dazu der Mut nicht da? / Geht es ums Geschäft, / das nicht kaputt gemacht werden soll? / Oder hat man einen Begriff von Toleranz, / der Rücksichtslosigkeit und Willkür schützt? //
Dass unsere Welt / seit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine / eine andere ist, / dürfte den meisten bekannt sein. / Aber allen ist das nicht bekannt. / Wieso ist das verloren gegangen, / dass menschliches Recht des Schutzes / durch menschliche Gewalt braucht? / Wieso können einige meinen, / auf irgendeine Weise nicht dabei sein zu können? / Es heißt: Putins Angriffskrieg und die Reaktionen darauf / passten nicht in die Lebensplanung. / Wieso halten junge Menschen / und sogar einige Politiker / das für ein Argument? / Das ist unfasslich. //
Der gesunde Menschenverstand. / Er fehlt vielfach. / Der Geist der Ernüchterung. / Gib uns, Herr, diesen Geist. / Gib ihn allen, die ich brauchen. / Und lass uns im Warten auf Dich bleiben. //
Und im Seufzen zu Dir: / Kyrie eleison. / Amen.
Klaus Bröhenhorst
Gott – / unbegreiflich bist du, / aber nicht unansprechbar / wir können in den Worten unserer Vorfahren mit dir reden. // Tröste uns, wie Eltern ihre Kinder. / Nimm uns in deine Arme. / Blicke freundlich auf uns. / Mach uns Mut. // Vergib uns, was wir falsch gemacht haben / und hilf uns anderen zu vergeben. // Lehre uns, aus der Vergangenheit zu lernen / und die Zukunft mitzugestalten. // Sende uns deinen Geist, / damit wir anderen eine Stütze sein können / durch Schweigen / durch die richtigen Worte / durch anteilnehmendes Handeln. // Bleibe bei uns alle Tage / bis an unser Ende / und dann erst recht! // AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Stefan Maser
Georg Rieger, Nürnberg
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Gott – / du hast das Universum und unsere kleine Erde darin geschaffen / du hast dich in Jesus anschaubar gemacht // Fließ aus den Wolken / Spring aus der Erde / Leucht in die Finsternis // Mach dich sichtbar / Lass uns deine Spuren erkennen / Auf den umstrittenen politischen Wegen. / Mach dich hörbar / Lass uns deine Stimme vernehmen / Unter den Mitmenschen, die nach Hilfe rufen. / Mach dich fühlbar / Lass uns deinen Trost spüren / In unseren Seelen. // Mach unsere müden Hände wieder stark / und unsere weichen Knie wieder fest. / Gib uns die Gewissheit deiner Nähe. / Nimm uns unsere Angst. // So viel fernes Leid macht uns traurig und bestürzt. / So viele eigenen Nöte belasten uns.
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Barmherziger Gott / wir möchten uns öffnen / für dein Kommen, / Wir sehnen uns / nach deiner Nähe / und hoffen, / dass du unsere Erde verwandelst / in einen Ort / des Friedens und der Gerechtigkeit. // Aber gerade in dieser Zeit, / in der wir uns vorbereiten sollen / auf deine Ankunft / sind wir mit so vielem anderen beschäftigt, / dass wir den Hunger unserer Seele betäuben. / Wir erschrecken, / wenn wir merken, / wie leer und ausgebrannt / wir in Wahrheit sind. //
Gott, bahne du dir den Weg zu uns, / über alle Hindernisse. / Öffne du Tor und Tür bei uns / für die Fülle deiner Liebe / und halte in uns / die Erwartung wach / dass mit dem Kommen deines Sohnes / Himmel und Erde erneuert werden. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, wir bitten dich am heutigen Tag für all die Menschen, die sich vor den kommenden Wochen fürchten – nicht nur weil die Adventszeit und Weihnachten keine schönen Aussichten bietet, sondern einfach deswegen, weil Winter ist.
Für viele Menschen bedeutet diese kalte Jahreszeit eine besondere Not. Sie frieren, weil sie kein warmes Quartier haben oder die Heizung zu teuer ist.
Besonders denken wir an die Menschen in der Ukraine, die den vierten Kriegswinter erleben und denen alle voraussagen, dass es der schlimmste werden wird.
Gott, wie werden die Menschen das aushalten? Und wie sie die nächsten vergeblichen Versuche verkraften, zu einem Ende des Krieges zu gelangen?
Wir hören und sehen so viel Leid und doch lassen wir es nicht an uns heran. Es macht uns ein schlechtes Gewissen und gleichzeitig hilflos. Wie können wir solidarisch mit den Menschen sein? Was können wir tun?
Lass uns vor allem nicht zynisch werden, Gott! Lass uns einfühlsam bleiben und für mehr Gerechtigkeit sorgen – da, wo wir es können. Und wir können einiges. Mit deiner Hilfe. Amen
Georg Rieger, Nürnberg
Gott des Himmels und der Erde, / komm zu uns. Öffne den Himmel, / komm herab, / wie damals / als Jakob die Himmelsleiter / im Traum sah. // Lass uns ein Stückchen deiner Herrlichkeit sehen, / einen Hauch deines Segens spüren, / eine Melodie der Loblieder / deiner Engel hören. / Lass uns erkennen, / wie wir von dir erkannt werden. // Sei und bleibe bei uns / und verlass uns nicht. / Amen
Meike Waechter, Berlin
