Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Sylvia Bukowski
Herr // Ein neuer Krieg. / Oder ein alter, nur ganz entfesselt? / Hoffnungen, Angst, große Ungewissheit. / Tod, Zerstörung und Gefahr auf jeden Fall. / Bei einem Großakteur statt Plan und Verantwortung religionsverbrämter Wahn-Sinn. / Völkerrecht und humanes Völkerrecht wieder einmal nur ein Traum, der nichts gilt?// Jede verpasste Nachrichtensendung ein Gewinn. / Da ist die große Versuchung, / sich das alles so weit wie möglich vom Leibe zu halten. / Weil ich das hier ja noch kann. / Also der Welt, dieser Welt, den Rücken? Nein!// Lieber die Hände falten / und weiter für den Frieden beten. / Hoffen, dass der Irrsinn Grenzen und Ende findet. / Für die eigene Verwirrtheit und Müdigkeit von einem der Alten hören: / Nur das Evangelium macht getröstete und mutge Gewissen!// Ewiger, schütze die Menschen im Iran und in Israel. / Tröste mich, wie nur du tröstest, / und gib mir Klarheit und Mut für mein Denken, Reden und Handeln. / Durch Jesus Christus, Amen.
Stefan Maser
Marina, 9 Jahre
Catherine MacMillan
Jürgen Kaiser
Großer, liebevoller Gott, // Danke für deine Liebe, / die uns umgibt wie die Luft zum Atmen. / Danke für alles Gute, das du uns und deiner ganzen Schöpfung schenkst, / ohne zu fragen, ob wir es verdient hätten – / seit langer Zeit und immer, immer wieder – //
Gütiger Gott – wir hören deinen Auftrag, dich zu lieben, / wie du uns liebst, und unsere Brüder und Schwestern genauso. / Und wir bekennen, dass es uns oft nicht gelingt. / Vergib uns, wo wir diese Liebe schuldig bleiben – / sei es aus Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit, / oder weil uns Angst, Konflikte und Feindschaft im Weg stehen. //
Gott, wir bitten dich: gib uns den Mut, / für all die Brüder und Schwestern liebevoll da zu sein, / die uns in der Nähe und Ferne als Geschwister brauchen: / dass wir ihre Bedürfnisse und ihre Not sehen / und das tun, was wir tun können / Und dass wir überwinden können, / was trennt und verletzt. //
Wir vertrauen darauf, dass deine Liebe uns dabei hilft. AMEN
Friederike Ursprung
Walter Wickihalder
Gott, / wenn wir erfahren, / was Menschen anderen Menschen antun, / mit welcher Skrupellosigkeit / sie immer neue Qualen erdenken / und mit welcher Kälte / sie ihre Verbrechen ausführen, / dann kocht in uns ohnmächtige Wut. // Und wenn wir die Klagen der Opfer hören, / oder sehen, wie sie leiden, / dann empfinden wir wütende Ohnmacht. //
Gott, es ist schwer, / diese Gefühle auszuhalten, / und nicht irre zu werden / an dir. / Steh auf, Herr, / erhebe deine Hand / und vergiss die Elenden nicht! / Lass uns nicht fliehen / in die Gleichgültigkeit, / gestatte uns nicht den privaten Rückzug. //
Bewahre uns einen wachen Blick, / bewege und befähige uns, / aller Gemeinheit zu widerstehen / und den Opfern Hilfe zu bieten. / Und du, Gott: / Zerbrich den Arm der Gewalttäter, / und suche ihre Bosheit heim, / dass man nichts mehr davon finde! // Amen
Sylvia Bukowski
Merkwürdig: Wir verlieren uns an die Dinge, / die nicht wichtig sind. / Prinz Andrew ist ein Thema. / Und die Royals allüberall. / Die Champions League und ihre angeblichen Dramen. / Der Medaillenspiegel, der enttäuschend war. / Und die Schuldzuweisungen danach. / Aber was ist mit dem Altersheim gleich nebenan? / Muss es auch schließen? / Und der kleine Betrieb zwei Straßen weiter? / Ist er auch pleite? / Und der Schulhof in Hörweite? / Ist der sicher vor Messern und Drogen? // Merkwürdig: Wie sehr Wichtiges und Unwichtiges bei uns durcheinander gehen. / Und wie sehr Unwichtiges wichtig wird. / Und Wichtiges unwichtig. / Merkwürdig: Wie schwer es die Vernunft bei uns hat. / Weil Emotionen hochkochen./ Weil es um Macht und Einfluss geht. / Weil Menschen gewählt werden wollen. / Weil Schlagwörter herrschen. //
Und die Wahrheit, Herr? / Deine Wahrheit? / Gib, dass sie es nicht schwer bei uns hat. / Gib, dass sie uns freimacht. / Gib, dass wir sie so bezeugen können, / dass Menschen getröstet sind. / Gib, dass sie viele zusammen mit uns auf dem Weg zu Dir hält. / Noch ist das Jahr nicht alt. / Noch kann in den nächsten Monaten vieles geschehen. / Und vor manchem, was geschehen kann, / haben wir Angst. / Da sei Du vor. / Darum bitten wir Dich. / Amen.
Klaus Bröhenhorst
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Meike Waechter, Berlin
Jürgen Kaiser
Kathrin Rehmat
Georg Rieger
Sylvia Bukowski
Ewiger Gott,
ich kann es nicht mehr hören!
Diese Klagen, wie schlecht es uns geht
Dass wir vor dem Abgrund stehen
Dass uns alles genommen werden soll
Dass wir nur noch an uns denken dürfen
Dass uns Andere ausnutzen
Dass wir uns wehren müssen
Ja, wir müssen uns einschränken
Wenn wir unsere Welt nicht weiter zerstören wollen
Wenn wir Menschen in anderen Weltgegenden nicht alleine lassen wollen
mit den Folgen, die sie für unseren Wohlstand tragen
Wenn wir auch in unserem Land an alle denken
Wenn wir großzügig statt egoistisch sein wollen
Aber wir könnten das – gemeinsam
Wir könnten aufeinander achten
Wir könnten andere Lebensinhalte entdecken als Reichtum
Wir könnten glücklich miteinander sein
Konflikte achtsam austragen
Dir vertrauen
Uns selbst vertrauen
Amen
Georg Rieger RefApp
Gudrun Kuhn
Meike Waechter
Nicht nur
Wir schreiben nicht nur Gebete / Auch wenn sie schön gelesen werden / Wir meinen die Gebete / Wir beten sie / Und du Gott / Wir meinen dich / Wir verbinden das Leben mit dir / Verbinde dich mit uns
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Gott // Viele Menschen interessieren sich leider nicht oder nicht mehr für dich. / Die Gottesdienste sind zunehmend schlecht besucht. / Vielleicht ist das ein Nebenprodukt unseres Wohlstand / und der vielen anderen Alternativen, die sich uns bieten. // Dennoch haben die Menschen auch Hunger nach Sinn, / nach Angenommensein, nach Halt. // Hilf uns als deine Botschafter so zu leben, / dass wir genau das ausstrahlen. / Hilf uns, unsere Gottesdienste so zu feiern, / dass sie einladend wirken / und die Menschen dort Antworten finden auf ihre Fragen, / Sicherheiten finden in allen Unsicherheiten, / Ruhe finden in aller Unruhe. // Mögen die Menschen erfahren, / dass du unser Hirte bist / und uns bei dir nichts mangeln wird. // Amen
Annegret Lambers
Mein Schöpfer, / Erlöser und Quelle der Lebensfreude, / mit jedem Atemzug empfange ich das Leben von dir. / Mit jedem Seufzer gebe ich dir von meiner Last ab. // Öffne mich für diesen Tag. / Öffne mich für dein belebendes Wort. / Öffne mich für deine Berührung, / auch in den Menschen, dir mir heute begegnen. / Danke für deine Gegenwart. // Amen.
Catherine MacMillan
Barmherziger Gott, / Nicht nur Feinde von außen bedrohen uns, / der schlimmste Feind / verbirgt sich manchmal in unserem Innern, / flüstert uns Angst ein, / untergräbt unser Selbstbewußtsein, / und verbietet uns die Sehnsucht nach Glück. // Du bist nichts wert, / macht er uns glauben, / du kannst nichts, / du taugst nichts, / du hast kein Recht, / stolz zu sein auf deine Erfolge. // Mit vielen Stimmen / redet er uns unsere Lebensfreude kaputt, / und fromme Sprüche benutzt er gerne, / um unsere Seele niederzuhalten. / Gott, wir sind diesem Feind so wenig gewachsen! / Wir schaffen oft nicht einmal, / ihn zu enttarnen, / geschweige denn, / ihn zu besiegen. // Bis in die Träume verfolgt er uns, / und selbst in Augenblicken des Glücks / gelingt es ihm manchmal, / uns zu überfallen. //
Gnädiger Gott, wir bitten dich: / befrei uns aus seinem Würgegriff. / Lass unsere Seele aufatmen / unter deinem Zuspruch. / Denn du sagst doch ja zu uns. / Dir sind wir recht / auch mit unseren Schwächen, / du vergibst uns unsere Schuld, / damit wir leben können / aufrecht und frei. / Gott, stärke uns / durch dein Erbarmen. // Amen
Sylvia Bukowski
Innehalten. / Wenn das Leben ins Stocken gerät, / Pläne zerfallen / und neue Wege gefunden werden müssen. // Witterung oder Streik können mich ärgern oder verunsichern, / doch schenken mir Ruhepausen auch unverhofft Kraft. / Um wie viel mehr die Sonntage, / ein einziger Gottesdienst, / manchmal nur ein Wort oder Lied. // Kraft schöpfen. / Neue Gedanken ausprobieren. / Zuspruch erfahren. // Inmitten des Chaos / eine Zeit der Ruhe. / Mitgehen auch im Leid. / Beistand geben und erfahren. / Dich suchen, Gott, / der Du doch auch im Dunkel wohnen willst. / Deinen Schalom finden / in dieser Welt, / in meinem Leben. // Erfülle meinen Weg / zur Passionszeit. // Amen!
Simon Froben
Jürgen Kaiser
Georg Rieger
