Westfälische Kirche intensiviert Präventionsarbeit zu sexualisierter Gewalt

EKvW: Neue Fachstelle in Bielefeld


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Zum 1. August dieses Jahres nimmt in Bielefeld die neue landeskirchliche Fachstelle für Prävention und Intervention ihren Dienst auf. Dort können auch Verdachtsfälle auf sexualisierte Gewalt gemeldet werden.

Mit der Schaffung einer neuen Fachstelle in Bielefeld verstärkt die Evangelische Kirche von Westfalen ihren Einsatz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Eine Aufgabe der neuen Einrichtung soll die konzeptionelle Begleitung von Kirchenkreisen und kirchlichen Einrichtungen sein. So wird sie Standards zur Entwicklung von Schutzkonzepten definieren, Handreichungen erarbeiten, Multiplikator*innen vor Ort schulen und deren Vernetzung, Koordination und Austausch untereinander fördern.

Darüber hinaus steht die Fachstelle für die Meldung von Verdachtsfällen auf sexualisierte Gewalt zur Verfügung. Mitarbeitende aus dem kirchlichen Kontext können sich zur Einschätzung eines Verdachts an sie wenden. Leitungsverantwortliche erhalten bei Bedarf Interventionsberatung. Personell ausgestattet sein wird die neue Fachstelle mit zwei Referent*innen und einer Verwaltungskraft.

Auf Basis des ‚Kirchengesetzes zum Schutz vor sexualisierter Gewalt‘, das die Landessynode für den Bereich der EKvW im Jahr 2020 beschlossen hatte, erarbeiten alle Kirchenkreise und kirchlichen Einrichtungen in Westfalen für ihre jeweiligen Wirkungsfelder Schutzkonzepte und führen Schulungen für haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende durch.

Die Aufgaben der Meldestelle und allgemeinen Präventionsarbeit wurden bislang durch die ‚Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung‘ (FUVSS) beim Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. wahrgenommen. Mit dem Aufbau der eigenen landeskirchlichen Fachstelle verdeutlicht die westfälische Landeskirche den außergewöhnlich hohen Stellenwert, den sie der Prävention und dem Schutz vor sexualisierter Gewalt in allen kirchlichen Zusammenhängen beimisst.


Quelle: EKvW

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