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'Populismus klopft europaweit an Kirchentüren'

Hessen-Nassau: Spendenaktion Hoffnung für Osteuropa

Kirchentür in St. Emilion © EKHN/Volker Rahn

Wie steht's mit der Solidarität in Europa? "Es ist eine große Versuchung, nur noch auf sich zu schauen", gibt Propst Matthias Schmidt die Antwort. Die Sorge um das Staatenbündnis ist unüberhörbar bei der Eröffnung der aktuellen evangelischen Spendenaktion „Hoffnung für Osteuropa“.

 Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) haben die diesjährige Spendenaktion „Hoffnung für Osteuropa“ am Sonntag mit einem Festgottesdienst in Bad Schwalbach eröffnet. Die 1994 gegründete Initiative steht in diesem Jahr unter dem Motto „Solidarisch über Grenzen hinweg“. Sie soll vor allem das Bewusstsein für die Situation der östlichen Nachbarländer über die Grenzen der EU hinaus schärfen. Drei Jahrzehnte nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist dieser Teil Europas immer noch auf Solidarität und Unterstützung angewiesen.

Bei der Eröffnung der Hilfsaktion am Sonntag wies der evangelische Propst für Oberhessen, Matthias Schmidt, auf die europaweiten Herausforderungen der Kirchen hin. Dazu zählten neben zurückgehenden Mitgliederzahlen und einer Tendenz zur Entkirchlichung der Gesellschaft auch neue politische Phänomene. „Auch der Populismus macht an den Kirchentüren nicht Halt“, sagte der Leitende Geistliche der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Es sei derzeit „die große Versuchung, nur noch auf das eigene zu schauen, den eigenen Kirchturm, die eigene Nation, die eigenen Interessen“.

Nach Ansicht Schmidts fordere Christus aber dazu heraus, „dieser Versuchung zu widerstehen und dorthin zu schauen und zu gehen, wo er ist: bei den Schwachen und Ausgegrenzten“. Es seien aktuell vor allem Frauen und Kinder, die in Osteuropa die Lasten der gewaltigen sozialen Veränderungen trügen, ergänzte er. Schmidt: „Gemeinsam mit unseren Geschwistern in den Kirchen der Region wollen wir helfen, Lasten aufzufangen.“

Solidarität praktisch erlebbar machen

 

Oberlandeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß, Dezernentin für Diakonie und Ökumene der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, erläuterte, dass die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ von vielen Gemeinden beider Landeskirchen unterstützt werde. Es gebe seit vielen Jahren vielfältige und gute Kontakte auf allen kirchlichen Ebenen zu den osteuropäischen Kirchen. Besonders beeindruckend sei dabei, wieviel „Hoffnung und Glaubenskraft“ in den Kirchen in Osteuropa zu finden sei. Mit Blick auf den Schwerpunkt der diesjährigen Aktion betonte Brinkmann-Weiß: „Es ist es ein wichtiges Anliegen der Aktion, den europäischen Gedanken zu stärken und die Verbundenheit und Solidarität praktisch erlebbar zu machen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst stellten Initiativgruppen, Kirchengemeinden und kirchliche Werke ihre Projekte und Arbeitsschwerpunkte in der Bad Schwalbacher Reformationskirche vor. Vertreten waren Hilfsinitiativen wie das „Gustav-Adolf-Werk“, die insbesondere evangelische Gemeinden in Osteuropa und Zentralasien unterstützen und das gegenseitige Kennenlernen und das Verstehen der eigenen Standpunkte und Kulturen fördern.

 


Quelle: EKHN
 

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