Religion

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Religionswissenschaftler Perry Schmidt-Leukel sieht Widersprüche im neuen EKD-Papier zur Religionsvielfalt – „Gegenüber Judentum und Islam mit zweierlei Maß gemessen“

Münster, 23. Juni 2015 (exc) Theologische Widersprüche sieht der Theologe und Religionswissenschaftler Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ im neuen EKD-Dokument zur Religionsvielfalt.
EKD stellt Grundlagentext vor

EKD. Vielfalt ist Reichtum und Risiko. Eine größer werdende Zahl an Werten, Lebensformen und Glaubenshaltungen stellt auch Fragen an den christlichen Glauben. Die Kammer für Theologie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat im Auftrag des Rates der EKD einen Grundlagentext erarbeitet, der sich diesen Fragen stellt.

Religion

Der Glaube an Gott und die Argumente des neuen Atheismus. Von Wolf Krötke
Der "neue Atheismus", im Bestseller "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins einem breiten Publikum bekannt gemacht, trifft in Deutschland, besonders im Osten des Landes, auf den "alten" "Gewohnheitsatheismus". Wolf Krötke, bis 2004 Professor für Systematische Theologie in Berlin, zeigt Missverständnisse und Fragwürdigkeiten des Atheismus und klärt ihn mit dem Evangelium auf, dem Namen der Freiheit.

Prof. Dr. Wolf Krötke
Christlicher Fundamentalismus als Phänomen der Moderne
Auf reformiert-info: kritische Analysen des Fundamentalismus mit seinem theologischen und politischen Schwarz-Weiß-Denken sowie dem imperialistischen Zug, dem Streben nach "Weltbeherrschung".
SEK-Impulspapier zum Download: ''Solidarisieren und Handeln: Diskriminierte und bedrohte Christen in der Welt''
Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) weist in seinem Impulspapier „Solidarisieren und Handeln“ auf massive Verstösse gegen völkerrechtliche Vereinbarungen in Ländern mit islamischer Rechtsgrundlage hin. Er solidarisiert sich mit den Christen, die dort unterdrückt werden. Gleichzeitig fordert er die Christen auf, Gläubigen anderer Religionen mit Respekt zu begegnen.

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund, Medienmitteilung / Bern, 3. Juni 2009
''Die Religionen sollten anerkennen, dass unser Staat auf dem Recht beruht und nicht auf dem Bekenntnis zu einer bestimmten Religion''
Es braucht einen verbindlichen „Grundkonsens über die Voraussetzungen des Zusammenlebens“ zwischen den Religionen, so SEK-Ratspräsident Thomas Wipf während der Abgeordnetenversammlung des Kirchenbundes.

Medienmitteilung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds (SEK), Bern, 2. November 2009
Braucht es schärfere Gesetze, um den Glauben zu schützen?
Der Bamberger Bischof Ludwig Schick meint, das sei nötig. In manchen Ländern droht die Todesstrafe. Zwei Jahre Haft für die Pussy Riots. Protestanten halten sich aus der Diskussion heraus.

Georg Rieger
Kruzifix-Verbot in Schulzimmern Beitrag zur Religionsfreiheit
Wien (epd Ö) - Wer das Kreuz zum europäischen 'Kulturlogo' erkläre, "redet einer fragwürdigen Synthese von Christentum und Kultur das Wort", hält der evangelische Theologe Univ.-Prof. Ulrich Körtner in einem Gastkommentar für die Tageszeitung "Die Presse" (12.11.2009) fest.
Eine Publikation des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds
Mit der Publikation „Das Friedensengagement der Kirchen im Nahen Osten“ präsentiert der Kirchenbund die Erkenntnisse seiner Reise Ende 2010 in den Libanon, nach Syrien und Jordanien, Israel und Palästina. Gleichzeitig bezieht er Stellung zum „Kairos-Palästina-Dokument“ christlicher Palästinenser, einer Klage und einem Schrei der Hoffnung von Christen am Kreuzpunkt aller Spannungen in der Region.

Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund SEK, Medienmitteilung Bern, 11. Oktober 2011
Die skandalöse Offenheit Gottes
Das Buch Jona spricht die interreligiöse Begegnung direkt an. Der jüdische Prophet bringt wider Willen Menschen aus anderen Völkern zu Reue und Bekehrung. Am Ende bleibt die Frage offen: "Sollte Gott nicht Mitleid haben mit unzähligen Menschen, die nicht zwischen rechts und links unterscheiden können? ... Sollten nicht Jona und alle, die derselben Tradition angehören, offen sein für alle Implikationen, die darin enthalten sind?" Von Rabbiner Dr. Jonathan Magonet

Jonathan Magonet
Von Eberhard Busch
Lutherische Polemik stellte die Reformierten einst zu Muslimen und Juden: „Calvinus judaizans, hieß das einst: 'der judaisierende Calvin'. Sie haben sich dieses Vorwurfs nicht zu schämen. Sie haben aber Auskunft zu geben, inwiefern wir mit der älteren reformierten Dogmatik zwar nicht den Menschen Jesus mit Gott zu identifizieren, aber zu bekennen haben, daß Gott sich mit diesem Menschen ineinsgesetzt hat, nicht nur verbündet wie mit ganz Israel.“

Prof. Dr. Eberhard Busch
Kurze Einführung und Literaturtipps zur Verfahrensweise ''Komparativer Theologie'' im Umgang mit religiöser Pluralität
Friedmann Eißler, Referent für Islam und andere nichtchristliche Religionen sowie den interreligiöser Dialog in der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin (EZW), erläutert den Ansatz "Komparativer Theologie" im Vergleich zu einer "Theologie der Religionen".

bs, 16. Dezember 2011
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