Kolumne

Jede Woche eine klare Meinung. Hier die bisherigen Ausgaben zum Nachlesen.

Die Beiträge aus der Redaktion und von externen Autor*innen über aktuelles Zeitgeschehen, philosophische oder theologische Fragen.

Wo ist mein Feminismus geblieben?

Mittwochs-Kolumne. Von Barbara Schenck
Vor zwanzig Jahren hab' ich mal feministische Theologie studiert. Heute arbeite ich halbtags, verdiene nur einen Bruchteil von dem, was mein Mann als Gemeindepfarrer zum Familieneinkommen beiträgt und verbringe dafür etwas mehr Stunden mit Haus und Kind.

Denken lernen, Sich-Entscheiden lernen

Mittwochs-Kolumne. Von Barbara Schenck
Was ist wirklich wichtig zu lernen? Die "Entscheidung" zu treffen "für das, worüber es sich nachzudenken lohnt", so David Foster Wallace*.

Kirche, Geist, Gelassenheit

Mittwochs-Kolumne. Von Barbara Schenck
Was braucht die Kirche? "Gelassenheit", so eine Antwort, die ich vom Kirchentag mitnehme. ChristInnen müssten sich darin üben, hinzunehmen, getragen zu sein, anstatt kaninchengleich auf die böse Schlange Demographie zu starren, die die Zahl der Kirchenmitglieder beständig dezimiert. Darin waren sich drei leitende Theologen aus Bremen, Leer und Oldenburg einig.

Was ist der Unterschied zwischen Gott und einem Historiker?

Kurz vor Eröffnung der Ausstellung ''Macht des Glaubens'' ein Blick in die Geschichte der Kurpfalz um 1600. Die Mittwochs-Kolumne von Barbara Schenck.
Einen dicken, nagelneuen Ausstellungskatalog zu 450 Jahren Heidelberger Katechismus halte ich in der Hand und eine Fülle von online Medien steht mir zur freien Verfügung. Dennoch gelingt es nicht, ein stimmiges Bild einzelner calvinistisch gesinnter Fürsten der Pfalz vor meinem inneren Auge zu sehen. Die Auskünfte der zitierten Quellen scheinen sich zu widersprechen und die Urteile der Historiker erst echt.

Glaube, Macht und Manna

Ist heute der Kairos für Frage 110 des Heidelberger Katechismus? Mittwochs-Kolumne von Barbara Schenck
"Macht des Glaubens", das ist kein Titel für ein Protestantentreffen im Jahr 2013. Dieses Motto gehört ins 16. Jahrhundert. Die Synthese von Glaube und Macht titelt die Ausstellung zum Katechismusjubiläum im Heidelberger Schloss. Dem 21. Jahrhundert bleibt das Manna der Wüste vorbehalten: "Soviel du brauchst".

Was mich als Jugendliche davor bewahrte, vom Glauben abzufallen

Der ''Konfer'' ein Schock, ''Atheistsich an Gott glauben'' die Rettung. Mittwochs-Kolumne von Barbara Schenck
"Bei dir muss das als Jugendliche wohl anders gelaufen sein", meint eine Freundin, die ihren verlorenen Glauben gern zurück hätte. "Dir ist Gott nicht abhanden gekommen, sonst wärst du ja nicht Pastorin geworden." Mein jugendlicher Glaube, wie stand's um den? Da sind sie wieder die Achtziger.

Neue Worte braucht die Kirche

Mittwochs-Kolumne von Barbara Schenck
Die erste Erfindung Gottes war das Wort. Mit diesem Starterkit erfinden Menschen munter weiter neue Bausteine ihrer Sprachen. Gotteshaus und Glaubensbekenntnis waren Neuschöpfungen des 17. Jahrhunderts. Die Kirche aus dem Griechischen und das lateinische Credo waren dem Dichter Philipp von Zesen nicht deutsch genug. Er erfand die Synonyme Gotteshaus und Glaubensbekenntnis. Reingotten, Weinachten, Ohstern, Pfiffingsten und Sündfunke sind brandaktuelle Erfindungen im Anklang an christlichen Fachjargon, aufgelistet unter den „698 neuen Worten für alle Lebenslagen“ von Sascha Lobo.

Trost im Retro-Look

Nostalgie im Katechismusjubiläum. Mittwochs-Kolumne von Barbara Schenck
„Wer up to date sein will, schaut zurück.“

Nach Ostern: Den Tod überleben - wie Edward und Bella?

Die Suche geht weiter zwischen Blattlaus, Computerhirn und Katechismus. Eine nachösterliche Mittwochs-Kolumne von Barbara Schenck
Schuld an dieser Kolumne ist die Blattlaus. Ihr Sieg hat mich geradezu gezwungen Ostereier zu suchen. Ich bin ihr dankbar. Das Glück des Suchens ist nicht jedem gegönnt. Der Reihe nach: Am Gründonnerstag erscheint chrismon online mit der Schlagzeile: „Eins zu Null für die Blattlaus“.

'Hey, du Opfer!'

Jugendsprache vs. Tradition. Wer besetzt den Wortsinn?
Die Sprachwissenschaftler sind sich einig: Seit dem Jahr 2000 benutzen Jugendliche das Wort „Opfer“, um sich gegenseitig verächtlich abzuwerten. Notat to go - von Georg Rieger
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