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Gedenkgottesdienst am 27. Januar

Der Opfer des Nationalsozialismus gedenken

Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin

Der Ökumenische Arbeitskreis Rheiderland „Gedenkgottesdienst 27. Januar“ stellt sein Synodalverbandsprojekt vor.

Die Gemeinden des Rheiderlands haben sich den "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" zu eigen gemacht, indem sie am 27. Januar einen Gedenkgottesdienst feiern.
1996 erklärte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zu einem Tag des Gedenkens. Herzog sagte in seiner Proklamation:
"Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken."
Am 1. November 2005 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Januar zum internationalen Holocaustgedenktag.
Die Kirchen des Rheiderlands haben sich den Gedenktag zu eigen gemacht, weil das "Gedenken" zentraler Bestandteil des biblischen Zeugnisses ist und weil die Kirchen Raum geben wollen, Schuld zu benennen, Verantwortung aufzuzeigen und dem Vergessen (dem zweiten Tod der Opfer) zu widerstehen. Dabei ist das Gedenken auch eine Kraft, die hilft, auch schon den Anfängen "der Wiederholung entgegenzuwirken".
Am 27. Januar 1997 wurde der erste ökumenische Gedenkgottesdienst gefeiert. Zur Vorbereitung des jährlichen Gedenkens bildete sich der Ökumenische Arbeitskreis Rheiderland "Gedenkgottesdienst 27. Januar". Der "feste Kern" des Arbeitskreises umfasst 6 Personen, die sich über das Anliegen des Gedenkens hinaus besonders an der Lokalgeschichte interessieren: Theus Graalmann (ref.), Sabrina Koetsier (luth.), Karin Mittwollen (baptistisch), Gerda Pruin (ref.), Johannes Willms (luth.), Barbara Ostendorp (röm.-kath), Pastor Jürgen van Wieren (ref.).
Das Rheiderland ist der westliche Teil Ostfrieslands, Landkreis Leer, grenzend an die Niederlande im Westen, den Dollart im Norden, ans Emsland im Süden. Zum Synodalverband Rheiderland gehören 21 reformierte Gemeinden mit ca. 19.000 Gemeindegliedern. Neben den vielen reformierten Gemeinden gibt es im Rheiderland vier lutherische, eine katholische und eine altreformierte Gemeinde sowie drei Baptistengemeinden.

Der Gedenkgottesdienst
Der Gottesdienst am 27. Januar wird von Jahr zu Jahr abwechselnd in einer der Rheiderländer Gemeinden gefeiert. Zur Vorbereitung kommen zum "Festen Kern" des Arbeitskreises Mitglieder aus der gastgebenden Gemeinde hinzu.
Die Gottesdienste haben immer folgenden Aufbau:

  • Gedenkteil (für jede "Opfergruppe" eine Kerze)
  • thematischer Teil
  • Predigt (jeweils der Pastor/die Pastorin der gastgebenden Gemeinde)
  • Gemeindegesang, Gebete, musikalische Beiträge, Kollekte

An den abendlichen Gottesdienst schließt sich eine Einladung zu einer Teetafel an.
Der thematische Teil befasst sich mit den verschiedenen "Opfergruppen" (siehe Liturgie); dabei werden fast immer lokale Themen angesprochen: u.a. Zwangsarbeiterlager im Rheiderland; Juden aus dem Rheiderland, die in Auschwitz ermordet wurden; Situation der Kinder; behinderte Menschen, die als "lebensunwert" ermordet wurden.
Zu diesen Gottesdiensten kommen etwa 150 bis 200 Menschen aus dem Rheiderland. Die drei Bürgermeister der Kommunen des Rheiderlands tragen den Gedenkgottesdienst mit und weisen in jedem Jahr in einem eigenen Aufruf zum Gedenktag auf den ökumenischen Gottesdienst hin. Auch die Schulen erhalten ein gesondertes Einladungsschreiben, die Resonanz ist aber eher schwach.
Für den Gedenkgottesdienst am 27. Januar 2008 ist es dem Arbeitskreis, in Absprache mit der Synode des Synodalverbandes Rheiderland und den einzelnen Kirchengemeinden, gelungen, einen zentralen ökumenischen Gottesdienst am Sonntagvormittag auf den Weg zu bringen. Dadurch wird hoffentlich das Anliegen des Gedenktages noch stärker in den Kirchengemeinden verankert.

Jürgen van Wieren

Kontakt:
Pastor Jürgen van Wieren
Wynham Nord 4
26831 Bunde-Dollart
Tel.: 04959/256
juergen.van.wieren@freenet.de

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Liturgie eines Gottesdienstes am 27. Januar

Der Ökumenische Arbeitskreis Rheiderland "Gedenkgottesdienst 27. Janaur" stellt die Liturgie eines Gedenkgottesdienstes vor.
Magdalene L. Frettlöh, Magdeburg

Solange der auferweckte Gekreuzigte Gott mit der Frage konfrontiert: Warum? - Warum lässt Du dies Leid zu? hat auch unsere Frage ihren Ort in Gott selbst: »Wo warst du, Gott, in Buchenwald?«

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