Bibel
Durchgehende Lesung biblischer Bücher
Matthäus 13,53b-58
Danach zog er weiter, ging seinen Weg und kam nach Nazareth, in seine Vaterstadt. Dort trug er im Bethaus Lehren vor, die alle, die sie hörten, in Erstaunen versetzten: «Woher hat er das Wissen», fragten die Menschen, «woher die Kraft, Wunder zu tun? Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heisst nicht seine Mutter Maria? Seine Brüder sind Jakob, Joseph, Simon und Judas, und seine Schwestern leben bei uns. Woher hat er dies alles?» Da sagte Jesus zu ihnen: «Ein Prophet wird überall geehrt. Nur nicht in seiner Vaterstadt und im eigenen Haus», und weil die Menschen kein Vertrauen hatten, in Nazareth, tat er dort nur wenige Wunder.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 13,51-53a
Dann fragte Jesus: «Habt ihr dies alles verstanden?». Sie antworteten: «Ja, wir haben verstanden.» Und Jesus sagte: Der Gesetzeslehrer, / der zum Schüler im Himmelreich wird, / ist wie ein Vater im Haus: / Sein Vorrat ist reich, / Altes und Neues holt er hervor. Dies war das letzte Gleichnis, das Jesus erzählte.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 13,49-50
So kommen am Gerichtstag die Engel / und trennen die Bösen von den Gerechten / und werfen sie weg. / Und dann wird lautes Weinen sein / in den feurigen Öfen / und die Zähne werden knirschen vor Schmerz.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 13,47-48
Das Reich der Himmel:
Ein Netz, das die Fischer, um allerlei Seetiere zu fangen, ins Meer hinauswarfen. Das zogen sie, als es voll war, an Land, setzten sich hin, warfen die guten Fische in ihre Körbe, und die schlechten warfen sie weg.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 13,45-46
Das Reich der Himmel:
Ein Händler, der schöne Perlen suchte und eine kostbare fand. Da verkaufte er alles, was er besass, und kaufte die kostbare Perle.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 13,44
Das Reich der Himmel:
Ein Schatz, der im Acker versteckt war. Den entdeckte ein Mann und vergrub ihn aufs neue. Dann verkaufte er alles, was er besass, freute sich und kaufte den Acker.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 13,40-43
Wie das Unkraut gejätet, gehäuft und verbrannt wird, / so werden am Ende der Tage, / ausgesandt vom Menschensohn, / die Boten ausjäten aus seinem Reich, / was anstössig ist und wider das Gesetz, / und werden es häufen und im Feuerofen verbrennen. / Und dann wird lautes Weinen sein, / und die Zähne werden knirschen vor Schmerz. / Die Gerechten aber werden dann leuchten: / wie die Sonne leuchtet im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat, der höre!
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 13,36-39
Danach liess Jesus die Menschen allein und ging in sein Haus. Da kamen die Jünger zu ihm und sagten: «Unkraut auf dem Acker: Was bedeutet das? Erklär uns das Gleichnis!» Jesus antwortete ihnen: Der Mann, der die guten Saaten ausstreut: das ist der Menschensohn. / Der Acker: die Welt. / Die guten Saaten: die Kinder des Reichs. / Der Feind, der das Unkraut gesät hat: der Teufel. / Die Ente: das Ende der Welt. / Die Schnitter: das sind die Engel.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 13,35
So sollte das Wort in Erfüllung gehen, das der Prophet Jesaja gesagt hat: Öffnen will ich meinen Mund / und in Sinnbildern reden. / Verkünden will ich, / was Geheimnis ist, / seitdem die Welt entstand.
Übersetzung Walter Jens 1972
Matthäus 13,34
Diese Gleichnisse erzählte Jesus den Menschen, und er sprach nicht in einfacher Rede, sondern in Bildern.
Übersetzung Walter Jens 1972
