Bibel
Durchgehende Lesung biblischer Bücher
27 Weigere dich nicht, dem Gutes zu tun, der ein Anrecht darauf hat, wenn es in deiner Macht steht, es zu tun. 28 Sage nicht zu deinem Nächsten: Geh und komm später wieder, morgen will ich dir etwas geben - wenn du es jetzt vermagst. 29 Plane nichts Böses gegen deinen Nächsten, der friedlich bei dir wohnt. 30 Streite mit niemandem ohne Grund, wenn er dir nichts Böses getan hat. 31 Einen Gewalttätigen beneide nicht, und wähle keinen seiner Wege, 32 denn wer Irrwege geht, den verabscheut der HERR, die Rechtschaffenen aber sind seine Freunde. TVZ
4 Denn so spricht der HERR zum Haus Israel: Sucht mich und bleibt am Leben! 5 Und sucht nicht Bet-El auf, und geht nicht nach Gilgal, und zieht nicht hinüber nach Beer-Scheba! Denn Gilgal muss in die Verbannung, und Bet-El wird zunichte! 6 Sucht den HERRN und bleibt am Leben, damit er im Haus Josef nicht aufflammt wie das Feuer, das um sich frisst und dann keiner da ist von Bet-El, der löscht. 7 Die das Recht in Wermut verkehren und die Gerechtigkeit zu Boden geworfen haben! 8 Der das Siebengestirn und den Orion gemacht hat und tiefste Dunkelheit in Morgen verwandelt und den Tag verfinstert zu Nacht, der das Wasser des Meeres rief und es ausgegossen hat über den Erdboden: HERR ist sein Name! 9 Verwüstung lässt er hereinbrechen über das, was stark ist, und Verwüstung kommt über das, was befestigt ist. 10 Sie hassen den, der den Entscheid fällt im Tor, und verabscheuen den, der untadelig redet. 11 Darum, weil ihr dem Hilflosen Pachtzins auferlegt und Abgaben vom Getreide von ihm nehmt: Häuser aus Quadersteinen habt ihr gebaut, doch darin wohnen werdet ihr nicht; prächtige Weinberge habt ihr gepflanzt, doch ihren Wein werdet ihr nicht trinken! 12 Denn ich weiss, dass eure Vergehen zahlreich und eure Sünden gewaltig sind, die ihr den Gerechten bedrängt, Bestechung annehmt und die Armen wegstosst im Tor. 13 Darum schweigt, wer klug ist, in jener Zeit, denn es ist eine böse Zeit. 14 Sucht das Gute und nicht das Böse, damit ihr am Leben bleibt! Dann wird der HERR, der Gott der Heerscharen, bei euch sein, so wie ihr es immer gesagt habt. 15 Hasst das Böse und liebt das Gute und bringt das Recht zur Geltung im Tor. Vielleicht ist der HERR, der Gott der Heerscharen, dem Rest Josefs gnädig. TVZ
7 Ihr Lieben, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott gezeugt, und er erkennt Gott. 8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. 9 Darin ist die Liebe Gottes unter uns erschienen, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. 10 Darin besteht die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt hätten, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühne für unsere Sünden. 11 Ihr Lieben, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir verpflichtet, einander zu lieben. 12 Niemand hat Gott je geschaut. Wenn wir aber einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist unter uns zur Vollendung gekommen. TVZ
1 Hallelujah. Wohl dem, der den HERRN fürchtet, an seinen Geboten grosses Gefallen hat. 2 Mächtig werden seine Nachkommen sein im Land, das Geschlecht der Aufrichtigen wird gesegnet. 3 Wohlstand und Reichtum sind in seinem Haus, und seine Gerechtigkeit bleibt für immer bestehen. 4 In der Finsternis erstrahlt den Aufrichtigen ein Licht, gnädig, barmherzig und gerecht. 5 Gut ist, wer freigebig und zu leihen bereit ist und seine Geschäfte gerecht besorgt. 6 Denn niemals wird er wanken, ewig wird der Gerechte im Gedächtnis sein. 7 Vor bösem Gerücht fürchtet er sich nicht, fest ist sein Herz, voll Vertrauen auf den HERRN. 8 Getrost ist sein Herz, er fürchtet sich nicht, bis sein Blick sich weidet an seinen Feinden. 9 Er verteilt und gibt den Armen, seine Gerechtigkeit bleibt für immer bestehen, hoch in Ehren ragt sein Horn. 10 Der Frevler sieht es voller Wut, er knirscht mit den Zähnen und vergeht, zunichte wird das Verlangen der Frevler. TVZ
18 Du sollst nicht Rache üben an den Angehörigen deines Volks und ihnen nichts nachtragen, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR. TVZ
25 Da stand ein Gesetzeslehrer auf und sagte, um ihn auf die Probe zu stellen: Meister, was muss ich tun, damit ich ewiges Leben erbe? 26 Er sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du da? 27 Der antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit all deiner Kraft und mit deinem ganzen Verstand, und deinen Nächsten wie dich selbst. 28 Er sagte zu ihm: Recht hast du; tu das, und du wirst leben. 29 Der aber wollte sich rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? 30 Jesus gab ihm zur Antwort: Ein Mensch ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber. Die zogen ihn aus, schlugen ihn nieder, machten sich davon und liessen ihn halb tot liegen. 31 Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab, sah ihn und ging vorüber. 32 Auch ein Levit, der an den Ort kam, sah ihn und ging vorüber. 33 Ein Samaritaner aber, der unterwegs war, kam vorbei, sah ihn und fühlte Mitleid. 34 Und er ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm. Dann hob er ihn auf sein Reittier und brachte ihn in ein Wirtshaus und sorgte für ihn. 35 Am andern Morgen zog er zwei Denare hervor und gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn! Und was du darüber hinaus aufwendest, werde ich dir erstatten, wenn ich wieder vorbeikomme. 36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist dem, der unter die Räuber fiel, der Nächste geworden? 37 Der sagte: Derjenige, der ihm Barmherzigkeit erwiesen hat. Da sagte Jesus zu ihm: Geh auch du und handle ebenso. TVZ
10 Mose aber sagte zum HERRN: Herr, ich bin kein Mann von Worten. Ich war es früher nicht und bin es auch nicht, seit du zu deinem Diener redest; schwerfällig sind mein Mund und meine Zunge. 11 Da sprach der HERR zu ihm: Wer hat dem Menschen einen Mund gemacht, wer macht stumm oder taub oder sehend oder blind? Bin nicht ich es, der HERR? 12 Und nun geh, ich selbst werde mit deinem Mund sein und dich lehren, was du reden sollst. 13 Er aber sagte: Herr, sende, wen immer du senden willst! 14 Da entbrannte der Zorn des HERRN über Mose, und er sprach: Ist da nicht dein Bruder Aaron, der Levit? Ich weiss, dass er zu reden versteht. Sieh, schon kommt er dir entgegen, und wenn er dich sieht, wird er sich von Herzen freuen. 15 Rede mit ihm, und lege ihm die Worte in den Mund; ich selbst werde mit deinem und mit seinem Mund sein und euch lehren, was ihr tun sollt. 16 Er wird für dich zum Volk reden, und er wird dein Mund und du wirst sein Gott sein. 17 Diesen Stab aber nimm in deine Hand, mit ihm wirst du die Zeichen tun. TVZ
8 Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen. 9 Öffne deinen Mund, richte gerecht, und schaffe Recht dem, der elend ist und arm. TVZ
17 Nicht wahr? Nur noch eine kleine Weile, dann verwandelt sich der Libanon in einen Baumgarten, und der Karmel wird dem Wald gleich geachtet. 18 Und die taub sind, werden an jenem Tag die Worte des Buchs hören, und befreit von Dunkel und Finsternis werden die Augen der Blinden sehen. 19 Und die Armen werden sich wieder freuen über den HERRN, und die Ärmsten der Menschen werden jubeln über den Heiligen Israels. 20 Denn es ist aus mit dem Tyrannen, und der Schwätzer ist am Ende, und ausgerottet werden alle, die auf Unheil aus sind, 21 die in einer Rechtssache Menschen zur Sünde verleiten und dem, der sie im Tor zurechtweist, eine Falle stellen und den Gerechten mit Nichtigem verdrängen. 22 Darum, so spricht der HERR, der Abraham erlöst hat, zum Haus Jakob: Nun wird Jakob nicht mehr zuschanden werden, und sein Angesicht wird nun nicht mehr erbleichen. 23 Denn wenn er seine Kinder, das Werk meiner Hände, in seiner Mitte sieht, wird man meinen Namen heilig halten, und man wird den Heiligen Jakobs heilig halten, und vor dem Gott Israels wird man sich fürchten. 24 Und die irren Geistes sind, werden erkennen, was Erkenntnis ist, und die Nörgler werden lernen, was Einsicht ist. TVZ
1 Saulus aber schnaubte noch immer Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn. Er ging zum Hohen Priester 2 und bat ihn um Briefe an die Synagogen in Damaskus, dass er, wenn er Anhänger dieses neuen Weges dort finde - Männer und auch Frauen -, sie gefesselt nach Jerusalem bringen solle. 3 Als er unterwegs war, geschah es, dass er in die Nähe von Damaskus kam, und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel; 4 er stürzte zu Boden und hörte eine Stimme zu ihm sagen: Saul, Saul, was verfolgst du mich? 5 Er aber sprach: Wer bist du, Herr? Und er antwortete: Ich bin Jesus, den du verfolgst. 6 Doch steh auf und geh in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst. 7 Die Männer aber, die mit ihm unterwegs waren, standen sprachlos da; sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemanden. 8 Da erhob sich Saulus vom Boden; doch als er die Augen öffnete, konnte er nicht mehr sehen. Sie mussten ihn bei der Hand nehmen und führten ihn nach Damaskus. 9 Und drei Tage lang konnte er nicht sehen, und er ass nicht und trank nicht. 10 In Damaskus aber war ein Jünger mit Namen Ananias, und zu diesem sprach der Herr in einer Vision: Ananias! Er sagte: Hier bin ich, Herr. 11 Der Herr aber sagte zu ihm: Mach dich auf und geh in die Strasse, die man ‹die Gerade› nennt, und frag im Haus des Judas nach einem Mann aus Tarsus mit Namen Saulus! Du wirst sehen, er betet, 12 und er hat in einer Vision einen Mann namens Ananias gesehen, der zu ihm hereinkam und ihm die Hände auflegte, damit er wieder sehe. 13 Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen Seiten gehört, wie viel Böses dieser Mann deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat. 14 Und von den Hohen Priestern hat er hier die Vollmacht, alle festzunehmen, die deinen Namen anrufen. 15 Der Herr aber sagte zu ihm: Geh hin, denn gerade er ist mein auserwähltes Werkzeug, meinen Namen zu tragen vor den Augen von Völkern und Königen und vor den Augen der Israeliten. 16 Ich werde ihm zeigen, wie viel er wird leiden müssen um meines Namens willen. 17 Da machte sich Ananias auf und ging in das Haus hinein, legte ihm die Hände auf und sprach: Saul, mein Bruder, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf dem Weg, den du gekommen bist: Du sollst wieder sehen und erfüllt werden von heiligem Geist! 18 Da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen, und er sah wieder; und er stand auf und liess sich taufen. 19 Und er nahm Speise zu sich und kam wieder zu Kräften. TVZ
