Bibel
Durchgehende Lesung biblischer Bücher
1 Hallelujah. Gut ist es, unserem Gott zu singen, schön ist es, ein Loblied anzustimmen. 2 Der HERR baut Jerusalem auf, er sammelt die Versprengten Israels. 3 Er heilt, die gebrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. 4 Er bestimmt den Sternen die Zahl, ruft sie alle mit Namen. 5 Gross ist unser Herr und reich an Kraft, unermesslich ist seine Weisheit. 6 Der HERR hilft den Gebeugten auf, erniedrigt die Frevler in den Staub. 7 Antwortet dem HERRN mit Dank, spielt unserem Gott auf der Leier. 8 Der den Himmel mit Wolken bedeckt, der Erde den Regen schafft, der auf Bergen Gras spriessen lässt, 9 der dem Vieh Nahrung gibt, den Raben, wonach sie krächzen. 10 An der Kraft des Rosses hat er keine Freude, kein Gefallen an den Schenkeln des Mannes. 11 Gefallen hat der HERR an denen, die ihn fürchten, an denen, die auf seine Gnade harren. 12 Jerusalem, rühme den HERRN, lobe, Zion, deinen Gott. 13 Denn die Riegel deiner Tore hat er festgemacht, deine Söhne in deiner Mitte gesegnet. 14 Deinen Grenzen schafft er Frieden, mit dem besten Weizen sättigt er dich. 15 Er sendet sein Wort zur Erde, schnell eilt sein Wort. 16 Er spendet Schnee wie Wolle, streut aus den Reif wie Asche. 17 Wie Brocken wirft er das Eis, wer könnte bestehen vor seinem Frost? 18 Er sendet sein Wort und bringt alles zum Schmelzen, er lässt den Wind wehen, und es rinnt das Wasser. 19 Er verkündet Jakob sein Wort, Israel seine Satzungen und Gesetze. 20 An keinem Volk hat er gleich gehandelt, und seine Gesetze kennen sie nicht. Hallelujah. TVZ
3 Das geknickte Rohr zerbricht er nicht, und den verglimmenden Docht löscht er nicht aus, treu trägt er das Recht hinaus. TVZ
31 Und wieder kam er, als er das Gebiet von Tyrus verlassen hatte, durch Sidon an den See von Galiläa mitten hinein in das Gebiet der Dekapolis. 32 Da bringen sie einen Taubstummen zu ihm und bitten ihn, ihm die Hand aufzulegen. 33 Und er nahm ihn beiseite, weg aus dem Gedränge, legte die Finger in seine Ohren und berührte seine Zunge mit Speichel, 34 blickte auf zum Himmel und seufzte, und er sagt zu ihm: Effata! Das heisst: Tu dich auf! 35 Und sogleich taten seine Ohren sich auf, und das Band seiner Zunge löste sich, und er konnte richtig reden. 36 Und er befahl ihnen, niemandem etwas zu sagen, doch je mehr er darauf bestand, desto mehr taten sie es kund.
37 Und sie waren völlig überwältigt und sagten: Gut hat er alles gemacht, die Tauben macht er hören und die Stummen reden. TVZ
1 Alle Bewohner der Erde aber hatten eine Sprache und ein und dieselben Worte. 2 Als sie nun von Osten aufbrachen, fanden sie eine Ebene im Land Schinar und liessen sich dort nieder. 3 Und sie sagten zueinander: Auf, wir wollen Ziegel formen und sie hart brennen. So diente ihnen der Ziegel als Baustein, und der Asphalt diente ihnen als Mörtel. 4 Und sie sagten: Auf, wir wollen eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, und uns so einen Namen machen, damit wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen. 5 Da stieg der HERR herab, um die Stadt zu besehen und den Turm, die die Menschen bauten. 6 Und der HERR sprach: Sieh, alle sind ein Volk und haben eine Sprache. Und dies ist erst der Anfang ihres Tuns. Nun wird ihnen nichts mehr unmöglich sein, was immer sie sich zu tun vornehmen. 7 Auf, lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner mehr die Sprache des andern versteht. 8 Und der HERR zerstreute sie von dort über die ganze Erde, und sie liessen davon ab, die Stadt zu bauen. 9 Darum nannte man sie Babel, denn dort hat der Herr die Sprache aller Bewohner der Erde verwirrt, und von dort hat der HERR sie über die ganze Erde zerstreut. TVZ
1 Da antwortete Hiob und sprach: 2 Auch heute ist meine Klage Widerspruch, die Last seiner Hand lässt mich stöhnen. 3 Wüsste ich doch, wie ich ihn finden, zu seiner Stätte gelangen könnte! 4 Ich wollte den Rechtsfall vor ihm darlegen und meinen Mund mit Beweisen füllen. 5 Ich möchte wissen, was er mir erwidert, und erfahren, was er mir zu sagen hat. 6 Würde er mit mir streiten in der Fülle seiner Macht? Wollte er doch nur auf mich achten! 7 Ein Aufrechter würde dort mit ihm streiten, und für immer hätte ich mein Recht gesichert. 8 Seht, geh ich nach Osten, so ist er nicht da, und nach Westen, so erkenne ich ihn nicht. 9 Wirkt er im Norden, so erblicke ich ihn nicht, verbirgt er sich im Süden, so sehe ich ihn nicht. 10 Er aber kennt meinen Weg, wenn er mich prüfte, wäre ich wie Gold. 11 Mein Fuss ist auf seiner Spur geblieben, seinen Weg hielt ich ein und wich nicht ab. 12 Ich liess nicht ab vom Gebot seiner Lippen, die Worte seines Mundes bewahrte ich in meiner Brust. 13 Er aber hat es beschlossen, und wer könnte ihn umstimmen? Und was er wollte, hat er getan. 14 Er wird vollenden, was mir bestimmt ist, und hält noch mehr davon bereit. 15 Darum erschrecke ich vor ihm. Denke ich daran, macht er mir Angst. 16 Gott hat mein Herz verzagt gemacht, und Schaddai hat mich erschreckt. 17 Denn nicht von der Finsternis werde ich vernichtet, und nicht, weil Dunkelheit mein Angesicht bedeckt. TVZ
1 Und der HERR sandte Natan zu David. Und der kam zu ihm und sprach zu ihm: Es waren zwei Männer in einer Stadt, der eine war reich, und der andere war arm. 2 Der Reiche besass Schafe und Rinder in grosser Zahl, 3 der Arme aber besass nichts ausser einem einzigen kleinen Lamm, das er gekauft hatte, und er zog es auf, und zusammen mit seinen Kindern wurde es bei ihm gross. Es ass von seinem Bissen, trank aus seinem Becher und schlief an seiner Brust, und es war für ihn wie eine Tochter. 4 Da kam ein Besucher zu dem reichen Mann, und diesen reute es, eines von seinen eigenen Schafen oder Rindern zu nehmen, um es für den Reisenden zuzubereiten, der zu ihm gekommen war. Und so nahm er das Lamm des armen Mannes und bereitete es für den Mann zu, der zu ihm gekommen war. 5 Da entbrannte der Zorn Davids heftig über den Mann, und er sprach zu Natan: So wahr der HERR lebt: Der Mann, der das getan hat, ist ein Kind des Todes! 6 Und das Lamm soll er vierfach ersetzen, weil er das getan hat und weil er kein Mitleid hatte.7 Natan aber sprach zu David: Du bist der Mann! So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt und habe dich aus der Hand Sauls gerettet. 8 Und ich habe dir das Haus deines Herrn gegeben, und die Frauen deines Herrn habe ich an deine Brust gelegt, und ich habe dir das Haus Israel und Juda gegeben, und wenn das zu wenig ist, will ich dir darüber hinaus noch manches geben. 9 Warum hast du das Wort des HERRN verachtet und getan, was ihm missfällt? Urija, den Hetiter, hast du mit dem Schwert erschlagen, und seine Frau hast du dir zur Frau genommen, und ihn selbst hast du durch das Schwert der Ammoniter umgebracht. 10 So soll nun das Schwert nie von deinem Haus weichen, weil du mich verachtet und die Frau Urijas, des Hetiters, genommen hast, damit sie deine Frau werde. 11 So spricht der HERR: Sieh, ich werde aus deinem eigenen Haus Unheil gegen dich heraufführen, und deine Frauen werde ich dir vor deinen Augen wegnehmen und sie deinem Nächsten geben, und er wird unter den Blicken dieser Sonne mit deinen Frauen schlafen. 12 Du hast es heimlich getan, ich aber werde dies vor ganz Israel und vor der Sonne tun. 13 Da sprach David zu Natan: Ich habe gegen den HERRN gesündigt. Und Natan sprach zu David: So sieht der HERR über deine Sünde hinweg: Du musst nicht sterben! 14 Aber weil du mit dieser Tat den HERRN so verachtet hast, muss nun der Sohn, der dir geboren worden ist, sterben! 15 Und Natan ging in sein Haus. Und der HERR schlug das Kind, das die Frau Urijas David geboren hatte, und es erkrankte schwer. TVZ
4 Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat uns in seiner grossen Liebe, die er uns entgegenbrachte, 5 mit Christus zusammen lebendig gemacht, obwohl wir tot waren in unseren Verfehlungen - durch Gnade seid ihr gerettet -, 6 und hat uns mit ihm zusammen auferweckt und uns einen Platz in den Himmeln gegeben, in Christus Jesus. 7 So wollte er in den kommenden Zeiten den überwältigenden Reichtum seiner Gnade zeigen durch die Güte, die er uns erweist in Christus Jesus. 8 Denn durch die Gnade seid ihr gerettet aufgrund des Glaubens, und zwar nicht aus euch selbst, nein, Gottes Gabe ist es: 9 nicht durch eigenes Tun, damit niemand sich rühmen kann. 10 Denn sein Gebilde sind wir, geschaffen in Christus Jesus zu einem Leben voller guter Taten, die Gott schon bereitgestellt hat. TVZ
1 Hallelujah. Lobt, ihr Diener des HERRN, lobt den Namen des HERRN. 2 Der Name des HERRN sei gepriesen von nun an bis in Ewigkeit. 3 Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name des HERRN. 4 Der HERR ist erhaben über alle Nationen und seine Herrlichkeit über die Himmel. 5 Wer ist dem HERRN gleich, unserem Gott, der hoch droben thront, 6 der tief hinunterschaut auf Himmel und Erde! 7 Der aus dem Staub den Geringen aufrichtet, aus dem Kot den Armen erhebt, 8 um ihn neben Edle zu setzen, neben die Edlen seines Volkes. 9 Der der Unfruchtbaren Hausrecht gibt als fröhliche Mutter von Kindern. Hallelujah. TVZ
8 Denn durch die Gnade seid ihr gerettet aufgrund des Glaubens, und zwar nicht aus euch selbst, nein, Gottes Gabe ist es. TVZ
36 Einer der Pharisäer aber bat ihn, mit ihm zu essen. Und er ging in das Haus des Pharisäers und setzte sich zu Tisch. 37 Und da war eine Frau, die galt in der Stadt als Sünderin. Als sie erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers bei Tisch sass, brachte sie ein Alabastergefäss voll Balsam. 38 Und sie kam von hinten, beugte sich über seine Füsse, weinte und begann mit ihren Tränen seine Füsse zu benetzen. Und sie trocknete sie mit ihrem Haar, küsste seine Füsse und salbte sie mit dem Balsam. 39 Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, sagte er sich: Wäre dieser ein Prophet, so wüsste er, wer das ist, was für eine Frau ihn da berührt, nämlich eine Sünderin. 40 Und Jesus antwortete ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er erwidert: Meister, sprich! 41 Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine schuldete ihm fünfhundert Denar, der andere fünfzig. 42 Da beide es nicht zurückzahlen konnten, schenkte er es beiden. Welcher von ihnen wird ihn nun mehr lieben? 43 Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr geschenkt hat. Da sagte er zu ihm: Du hast Recht. 44 Und indem er sich zur Frau umwandte, sagte er zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen: Wasser für die Füsse hast du mir nicht gegeben, sie aber hat meine Füsse mit ihren Tränen benetzt und mit ihrem Haar getrocknet. 45 Einen Kuss hast du mir nicht gegeben, sie aber hat, seit sie hereingekommen ist, nicht aufgehört, meine Füsse zu küssen. 46 Mit Öl hast du mein Haupt nicht gesalbt, sie aber hat mit Balsam meine Füsse gesalbt. 47 Darum sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. 48 Zu ihr aber sagte er: Dir sind die Sünden vergeben. 49 Da begannen die Gäste untereinander zu sagen: Wer ist dieser, dass er sogar Sünden vergibt? 50 Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet. Geh in Frieden! TVZ
