Impuls
Kurzer theologischer Impuls
Impuls
Vater:
Welches ist das zehnte Gebot?
Kind:
Du sollst dich nicht von deinen Begierden leiten lassen.
Vater:
Was verbietet der Herr hiermit?
Kind:
Alle bösen Gelüste und Begierden.
Vater:
Was können wir dafür, wenn wir ein böses Verlangen spüren, solange wir nur nicht darin einwilligen?
Kind:
Dennoch ist es unrecht; denn wir wollen (ja auch) nicht, dass jemand gegen uns ein böses Verlangen hegt
Vater:
Richtig; wer Gott und seinen Nächsten wahrhaft liebt, den wird niemals mehr nach etwas dürsten, das gegen Gott und seinen Nächsten gerichtet ist – ebenso wenig, wie wir nach etwas verlangen können, das uns selbst zuwider ist. Wie aber können wir diesem Gebot immer mehr Gehorsam erweisen
Kind:
Wenn unser Herr Jesus in uns lebt, denn in uns ist nichts Gutes.
Vater:
Darum gibt uns das Gesetz allein die Sünde und Verdammnis zu erkennen. Der Herr aber ist es, der uns vom Fluch des Gesetzes erlöst.
Aus: Martin Bucer: Straßburger Catechismus (1534), in neuhochdeutscher Übersetzung
Aus: Bernd Becker, Hans Möhler (Hg.): Zähl nicht die Schafe, sondern sprich mit dem Hirten: 365 inspirierende Zitate und Sprüche
From the People: Participation in the Freedom Movement target campaigns for this summer, including volunteer services and membership in one of the Freedom Movement organizations.
(Von den Menschen: Teilnahme an den Zielkampagnen der Freiheitsbewegung für diesen Sommer, einschließlich Freiwilligendiensten und Mitgliedschaft in einer der Organisationen der Freiheitsbewegung.)
Im Jahr 1966 Jahren heftete der Friedensaktivist Martin Luther King - ähnlich wie Martin Luther - Thesen an die Rathauswand von Chicago. Der zitierte Text gibt zentrale Forderungen der Friedensbewegung von Chicago wieder: Gleichberechtigung für alle und eine Aufhebung der Rassentrennung.
Chicago, 10. Juli 1966
Gabrielle Zangger-Derron (1998) aus Lebenskunst - Stücke für jeden Tag
Ich habe lange gebraucht, um Ihnen zu antworten, aber das ist nicht meine Schuld. Ich wollte versuchen, etwas für Sie herauszufinden, um es Ihnen mitzuteilen; aber was ich herausfinden konnte, wird uns die Zeit wohl zeigen. Zunächst möchte ich Ihnen sagen, dass ein junger invalider Mann aus meinem Land, der bei einem Schuhmacher in dieser Stadt arbeitet, gehört haben will, dass ein c... seinem Bourgeois gesagt habe, dass der p... an ihre Provinz geschrieben habe, dass Frankreich bald ganz protestantisch sein würde. [D]er Sohn einer meiner Landsfrauen erzählte mir, dass ein Herr vorbeigekommen sei, vermutlich aus Paris und zu einem bestimmten Zweck nach Soyons geschickt, der nach dem Standort des Tempels gefragt habe. Als man ihn dorthin geführt habe, habe er gefragt, was man mit den Steinen dieses Tempels gemacht habe. Man gab ihm Auskunft, und] am Tag nach seiner Abreise sagte der Pfarrer des Ortes zu einem ehrbaren Katholiken, dass die Protestanten noch vor Ende dieses Jahres ihre volle Gewissensfreiheit erhalten würden. Dieser Katholik erzählte es dem Sohn meiner Landsfrau und versicherte ihm, dass es die Wahrheit sei.
An Pastor Paul Rabaut, 21. August 1762

