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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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22. Oktober 2026

Gott, / dein Wort durchdringt / den Panzer, / mit dem wir unsere Seele schützen / vor dem Schmerz / zu großer Hoffnung / und zu großer Liebe. // Du öffnest / den Schleier / aus Trauer und Wut, / der sich auf unsere Augen gelegt hat / und uns den Blick trübt / für alles Neue. // Du rührst / an unsere vergrabene Sehnsucht, / dass sich Tränen in Lachen, / Kummer in Freude / und Tod in Leben / verwandeln mögen. // Und was du versprichst, Gott, / das ist wahr! // Lass uns fassen, / was wir hören / und hoffen, / was noch wie ein Traum erscheint. / Herr, unser Gott, erbarme dich unser! // Amen


Sylvia Bukowski
21. Oktober 2026 Dein Name, Gott, sei gepriesen, der du oben im Himmel thronst und nicht nur zu uns in die Tiefe schaust. // Du thronst oben in den Himmeln und kommst sogar selbst hinab zu uns auf Erden. // Du wendest dich uns zu, uns den geknickten und gebrochenen Menschen, / den Geringen und Armen, / den Irrenden und Zweifelnden, / den Fragenden und Suchenden.// Dafür danken wir und bitten dich,/ hilf uns, dir und damit dem Leben zu vertrauen, damit wir weitergehen können jeden Tag Schritt für Schritt. Amen
Meike Waechter
20. Oktober 2026 Herr, unser Gott, / an vielen Stellen der Welt herrschen Unfrieden, Krieg und Gewalt. / In den Medien sehen wir das Leid und die Zerstörung. / Wir erleben das Gegeneinander-Aufhetzen von Menschen. // Mal geht es um Landesgrenzen, um Rohstoffe oder um Ideologien: / Immer scheint die Gewalt das unumgängliche Mittel der Auseinandersetzung. / Schenke du der Welt Frieden, Gott! / Frieden, wie du ihn verstehst: / der in den Herzen entsteht und gehalten wird. / Auch in unseren Herzen, die wir nicht direkt beteiligt sind. // Amen
Georg Rieger
19. Oktober 2026 Gott, / so vieles stürmt auf uns ein, / die Wogen brausen, / die Meinungen wüten, / wir sind hin- und hergerissen, / getrieben von Krise zu Krise. / Lass uns Ruhe finden, / beruhige die Welt, / beruhige uns, / lass uns Ruhe finden / in dir. / Amen. 
Jürgen Kaiser
18. Oktober 2026 Du Gott der Wahrheit / so offen würden wir niemals behaupten, / wir seien so sicher, was richtig ist / und was falsch im Glauben. / Als Suchende möchten wir uns sehen, / als Menschen, die offen sind zu lernen. // Aber oft lassen auch wir / nur unseren eigenen / Glaubensweg gelten / und ohne zu merken werden wir, / was wir anderen unterstellen: / selbstgerecht und intolerant. // Gott, dein Wort / leuchte uns heraus / aus allen frommen Lebenslügen / und leite uns in Wahrheit / zu dir. // Amen
Sylvia Bukowski
Wochenrückblick

Gott!
Ich möchte lernen
von Deiner Sanftmut,
von Deiner Barmherzigkeit,
von Deiner Güte.
Ich möchte daraus leben,
dass Du mich liebst!

Doch in mir wühlen
Unverständnis und Selbstbehauptung,
Ignoranz und Bequemlichkeit
und allzu oft auch Gefühle,
die ich mir selbst nicht eingestehen mag.
Ich laufe mit dem Schritt der Zeit,
bin selbst gefordert
und fordere andere.
Ungeliebt. Lieblos.

Und dann höre ich:
„Ich schaff’s nicht mehr!
Es ist zu viel!
Zu viel an achtloser Härte,
Unbarmherzigkeit,
Gnadenlosigkeit.
Zu wenig Respekt.“
Und ich sehe Menschen,
überall,
gezeichnet von Lieblosigkeit.

Und ich selbst?
Ich möchte lernen.
Und Dein Wort, Gott, immer wieder neu hören
und weitersagen.
Ich möchte Liebe üben.
Liebe erspüren, sie annehmen und ihr vertrauen können.
Und Liebe geben
in Dankbarkeit aus gefüllten Schalen.

Amen!


Simon Froben, Bayreuth
16. Oktober 2026 Jesus – du ganz Anderer // Sorgt euch nicht, sagst du. Wir aber sind voller Zukunftsangst. / Liebt eure Feinde, sagst du. Wir aber wissen nicht, wie wir mit den Unvernünftigen und Gewalttätigen umgehen können. / Übt Verzicht, sagst du. Wir aber hängen an unserem Besitz. / Strebt nach Gerechtigkeit, sagst du. Wir aber sehen auf unseren Vorteil. / Fürchtet euch nicht, sagst du. Wir aber haben Angst. / Folgt mir nach, sagst du. Wir aber haben deine Spuren verloren. / Bleibt in mir, sagst du. // Jesus – du ganz Anderer // Wir möchten so gerne ein wenig anders werden. Mit Gottes Hilfe. AMEN
Gudrun Kuhn
15. Oktober 2026 Wäre ich nicht die ich bin / Gott / Du hast mich geformt / Durch dich bin ich geworden / Ohne dich hätte mich ein Zufall gemacht / Mutter Natur / Der Trieb zu leben // Als ich aus der Mutter kam / Warst du bei mir und ganz nah / Mensch da bist du ja / Endlich bist du da // Seither formt mich Liebe / Wer will mich verformen / Weder Hohes noch Tiefes / Engel noch Gewalten // Weil du Gott bist / Gehöre ich zu dir / Und bin die ich bin / Dank dir
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
14. Oktober 2026 Barmherziger Gott, / Du liebst das Leben. / Du schenkst uns das Leben. / Dafür danken wir. // Doch wir bekennen auch, / dass wir das manchmal vergessen. // Wir vergessen, wem wir unser Leben zu verdanken haben. / Wir vergessen, wer uns bewahrt und erhält. / Wir vergessen, woher wir kommen. // Wir versuchen, uns selbst am Leben zu erhalten. / Wir versuchen, unsere eigenen Wege zu gehen / und verlieren uns selbst und gehen in die Irre. // Wir wissen nicht mehr, wohin oder zu wem wir gehören. / Barmherziger Gott, rufe uns, erinnere uns, sei bei uns. // Amen
Meike Waechter
13. Oktober 2026 Gott / Gold rot gelbe Hänge zeichnen sichtbare Horizonte, / die sich sich mit der Jahreszeit sichtbar verwandeln. / Auch Menschen verwandeln sich mit den Jahren, die sie leben,/  mit den Erfahrungen, die sie machen. / So bin auch ich geprägt von meiner Geschichte / in Deiner Geschichte. // Lehre mich mit dem Herzen gut zu sehen, / mit den Ohren gut zu hören, / meine Sinne zu schärfen / und dem Augenschmaus der Werbungen ein bisschen zu misstrauen - // Schönheit ist wandelbar und du wohnst nicht nur im Schönen. / Lass mich auch zuversichtlich bleiben, / wenn ich den weniger schönen Wandel sehe. / Und dankbar für die Weite der bleibenden Horizonte. / Glücklich für die geschenkte Zeit. // Amen
Kathrin Rehmat
12. Oktober 2026 Gott / Lass uns annehmen, / was wir nicht loswerden können. / Gott, wir fühlen uns oft schuldig für Dinge, / die wir getan haben. // Gib uns die Möglichkeit, / das eine oder andere wieder gut zu machen. / Vergib uns, was wir nicht wieder gut machen können / und unterstütze uns, wenn wir unser Leben ändern wollen. // Amen
Georg Rieger
11. Oktober 2026 Gott, / wir danken dir für alle Erfahrungen / von Vergebung und neuem Anfang. / Oft tun wir uns schwer. / auch nur uns selber einzugestehen, / dass wir schuldig geworden sind, / weil wir uns selber nichts nachsehen können, / weil jeder Riss in unserem Selbstbild / uns aus der Bahn wirft, / und wir Angst haben, durch unser Versagen / nichts mehr wert zu sein. // Wie gut tut es da, / wenn wir erleben, / dass ein anderer uns nicht / auf unsere Schuld festnagelt, / uns nicht verachtet für unser Scheitern, / sondern uns trotzdem noch Neues zutraut. // Wie gut tut es, / vertrauen zu dürfen: / Du bist ein Gott, / der uns vergibt! // Amen
Sylvia Bukowski
Wochenrückblick Barmherziger Gott, / du hast uns diese Welt anvertraut, / damit wir sie bewahren, gestalten und voller Hoffnung an die kommenden Generationen weitergeben. / Wir wissen: / Das ist eine große Aufgabe, / die wir nur gemeinsam lösen können – über Staats- und Parteigrenzen hinweg. //
Darum bitten wir Dich: / Schenke allen, / die politische Macht ausüben, / den Mut zu Ehrlichkeit und Anstand. / Gib ihnen die Einsicht, / dass Freiheit ohne Verantwortung für den Nächsten verkümmert, / und schenke ihnen die Kraft, / Entscheidungen zum Wohl des ganzen Volkes zu treffen. //
Wir bitten dich für unsere Erde und das Klima. / Schenke uns die die Bereitschaft zu verzichten, / um mit den Ressourcen deiner Schöpfung achtsam umzugehen. / Hilf, / dass auch unsere Kinder und Nachkommen eine Lebensgrundlage vorfinden. //
Wir bitten Dich für die Menschen, / die jeden Tag hart arbeiten – / in den Supermärkten, in der Pflege, in der Reinigung –, / oft für wenig Geld. / Wir bitten dich für alle, / die in Armut leben oder sich abgehängt fühlen. / Lass uns eine Gesellschaft werden, / in der die Starken ihre Verpflichtung für die Schwachen übernehmen. //
Wir bitten Dich, / behüte unsere Demokratie vor Spaltung, / Hetze und einfachen Wahrheiten. / Stärke in uns das Bewusstsein für die Würde jedes einzelnen Menschen, / für Gleichberechtigung, / Meinungsfreiheit und die Vielfalt des Lebens. //
Wir bitten Dich, / hilf uns als Christenmenschen, / Werte wie Barmherzigkeit, / Mäßigung und Zivilcourage vorzuleben. / Lass uns Menschen der Versöhnung und Hoffnung sein, / wo andere Halt und Zuversicht finden. //
Barmherziger Gott, / du begleitest uns durch alle Zeiten und Wandel. / Nimm unsere Sorgen und Hoffnungen an und führe uns auf dem Weg des Friedens. / Darum bitten wir durch Christus, unseren Bruder und Herrn. / Amen. 
Achim Detmers, Hannover
9. Oktober 2026 Gott im Himmel! / Sei mir nah, wenn ich nach dir rufe, / sieh mich an, wenn ich Angst habe, / stärke mich, wenn ich schwach bin, / halte mich, wenn andere mich bedrängen, / mach die Seele satt mit deiner Güte, die so tröstlich ist. / Amen. 
Jürgen Kaiser
8. Oktober 2026 Barmherziger Gott, Vater und Mutter im Himmel, / um deines Sohnes Jesus Christus willen. / Wenn die Blätter von den Bäumen fallen ist Herbst, / Wenn die Bomben vom Himmel fallen, ist Krieg. // Wenn Menschen sich verteidigen müssen, / gegen die Zerstörung ihres Lebensraums, / gegen die Zerstörung dessen, was Zivilisation ermöglicht, / dann muss denen geholfen werden, oder? // Sonne, Mond und Sterne sind noch an ihrem Platz, / dann ist das Ende der Zeiten noch nicht da; / wir brauchen aber trotzdem dein Kommen, deine Nähe! / Deinen Geist hast du versprochen – gieß ihn aus HERR, / reiß die Himmel auf und lass es gießen. / Folter und Vergewaltigung und Verschleppung müssen aufhören. / Mensch soll Mensch erkennen und dich im Gegenüber. /// Amen
Gerhard von der Heyden
7. Oktober 2026 Gott / Lehre mich / Was ich beten soll / Wie ich beten soll / Ich kann nicht beten / Ich will nicht so tun als ob // Ich finde die Worte nicht / Die aus meinem Herzen kommen / Es sind alles vertrocknete Buchstaben / Sie machen keinen Sinn / Nur Geschwafel / Aus einer verstaubten Schuhschachtel // Gott / Gott / Gott / Was ist das nur mit mir und dir / Hast du Worte? Frische Worte? / Für mich?
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
6. Oktober 2026 Ach, Gott, wir haben so viele Sorgen – eine ärztlichen Diagnose / ein drohender Verlust des Arbeitsplatzes / vergebliche Wohnungssuche / das Ende einer Liebe / Streit in der Familie / die Zukunft unserer Kinder und Enkel / und noch viel mehr … // Ja, Gott, wir sollen und dürfen unsere Sorgen auf dich werfen. / Aber wir zögern – sind unsere Wünsche erfüllbar? / kreisen wir zu viel um uns selber? / sind wir zu tatenlos? / machen wir uns Illusionen? / können wir überhaupt mit dir rechnen? // Bitte zeig uns, dass du für uns sorgst! / Vielleicht ja ganz anders als wir es erwarten. / Und bitte zeig uns, wie wir für andere sorgen können. / AMEN
Gudrun Kuhn
5. Oktober 2026 Lobe den Herrn meine Seele, Halleluja. / Ja, barmherziger Gott, / dich loben und preisen wollen wir. // Zu dir können wir kommen, / immer wieder aufs Neue / mit all unseren Sorgen und Nöten, / beladen mit Schuld und mit Beklommenheit im Herzen. // Du bist ein Gott, / der die Niedergeschlagenen aufrichtet / und die Belasteten erquickt. // Dafür wollen wir dir danken. / Amen
Meike Waechter
4. Oktober 2026

Gott, / wir danken dir, / dass du uns sättigst / an Leib und Seele. / Richte unsere Augen / auf deine Barmherzigkeit. // Wir klagen dir / den großen Hunger auf unserer Erde, / den wir mit verschulden / durch unseren Lebensstil. / Richte unsere Augen / auf deine Gerechtigkeit. // Wir warten / gemeinsam mit allen Geschöpfen, / dass du Himmel und Erde endlich erneuerst, / und Frieden wächst / auf unserer Welt. // Richte unsere Augen / auf dein Kommen. // Amen


Sylvia Bukowski
Wochenrückblick

Ach Gott, / diese Woche übeich mich mal wieder im Danken. / Gar nicht leicht. / Aber ich versuche es. // Danke für meine Wut, / die mich nicht schweigen lässt, / wenn Macht missbraucht wird. // Danke für meinen Trotz, / der in mir sagt: / Es muss doch einen Weg geben. // Danke für meine Empfindlichkeit, / die mir zeigt, / wenn Unrecht geschieht. // Danke für meine Ungeduld, / die mich nicht warten lässt, / wenn ich etwas verändern kann. // Danke für mein kindliches Vertrauen, / das mir sagt: / Du bist nicht allein. // Amen


Carolin Springer, Leer
2. Oktober 2026 Gott, / wir sehen das Unrecht um uns herum. / Wir sehen das Unrecht, / dass andern geschieht. / Wir sehen das Unrecht, / dass uns widerfährt. / Wir sehen, wo wir Unrecht getan haben. // Aber du bist Hoffnung. / Die Hoffnung auf eine andere Welt. / Die Hoffnung auf Recht. / Die Hoffnung auf deinen stärkenden, heil-machenden Geist. // Lass uns Abstand gewinnen von dem was uns beschwert. / Lass uns deine Hoffnung wieder sehen. / Lass uns Erfahrungen machen mit dir und deinen Zusagen. / Lass uns einen gestärkten Glauben entdecken. // Amen.
Selma Dorn
1. Oktober 2026 Gott, / danke, dass Jesus gekommen ist. / Danke, dass er nicht nur tat, / was die Not gewendet hat. / Danke, dass er auch tat, / was uns erfreut. / Damals und immer wieder. / Gib mir Mut und auch einen Schuss Übermut. / Gib mir Geduld / und auch einen guten Schuss Gelassenheit. / Lass mich nüchtern bleiben, / aber nicht langweilig werden. / Amen.
Jürgen Kaiser
30. September 2026 Gott / Es tut so gut, dich bei mir zu haben, / auch wenn ich weiß, dass ich nicht über dich verfügen kann. / Du überraschst mich, stellst mich vor Herausforderungen, mutest mir viel zu. / Lass mich den Glauben nicht verlieren, dass alles einen Sinn hat, / den du kennst und dem ich vertrauen kann – ohne ihn zu kennen. / Amen
Georg Rieger
29. September 2026 Wort / Ich muss dich lassen / Ich finde dich nicht mehr / Es liegt eine Störung vor / Die Meldung kommt nicht durch / Ich bringe sie nicht durch // Es liegt eine Störung vor / Habe ich gesagt / Es ist ein Wort gestorben / Auf der Fahrt ins Leben / O Gott // Kommst du noch durch zu mir?
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
28. September 2026

Du einer und einziger und treuer Gott – wir wollen nichts verharmlosen / wir sind umgeben von Gefahren / teuflisch nennen wir sie. // Und wir klagen sie dir: versteckter und offener Rechtsradikalismus / Aushöhlung der Demokratien / unkontrollierte Herrschaft des Kapitals / Anstieg des Pflegenotstandes / und ach, unser armer Planet … // Wir fühlen uns so hilflos und ausgeliefert. // Bitte bewahre uns vor Resignation. / Bewahre uns vor der Verführung durch einfache Weltbilder. / Bewahre uns davor, andere zu verteufeln. / Mach uns zu deinen Engeln für andere. / Und lass andere für uns zu Engeln werden. // AMEN


Gudrun Kuhn
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