Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Stefan Maser
Georg Rieger, Nürnberg
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Gott – / du hast das Universum und unsere kleine Erde darin geschaffen / du hast dich in Jesus anschaubar gemacht // Fließ aus den Wolken / Spring aus der Erde / Leucht in die Finsternis // Mach dich sichtbar / Lass uns deine Spuren erkennen / Auf den umstrittenen politischen Wegen. / Mach dich hörbar / Lass uns deine Stimme vernehmen / Unter den Mitmenschen, die nach Hilfe rufen. / Mach dich fühlbar / Lass uns deinen Trost spüren / In unseren Seelen. // Mach unsere müden Hände wieder stark / und unsere weichen Knie wieder fest. / Gib uns die Gewissheit deiner Nähe. / Nimm uns unsere Angst. // So viel fernes Leid macht uns traurig und bestürzt. / So viele eigenen Nöte belasten uns.
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Barmherziger Gott / wir möchten uns öffnen / für dein Kommen, / Wir sehnen uns / nach deiner Nähe / und hoffen, / dass du unsere Erde verwandelst / in einen Ort / des Friedens und der Gerechtigkeit. // Aber gerade in dieser Zeit, / in der wir uns vorbereiten sollen / auf deine Ankunft / sind wir mit so vielem anderen beschäftigt, / dass wir den Hunger unserer Seele betäuben. / Wir erschrecken, / wenn wir merken, / wie leer und ausgebrannt / wir in Wahrheit sind. //
Gott, bahne du dir den Weg zu uns, / über alle Hindernisse. / Öffne du Tor und Tür bei uns / für die Fülle deiner Liebe / und halte in uns / die Erwartung wach / dass mit dem Kommen deines Sohnes / Himmel und Erde erneuert werden. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, wir bitten dich am heutigen Tag für all die Menschen, die sich vor den kommenden Wochen fürchten – nicht nur weil die Adventszeit und Weihnachten keine schönen Aussichten bietet, sondern einfach deswegen, weil Winter ist.
Für viele Menschen bedeutet diese kalte Jahreszeit eine besondere Not. Sie frieren, weil sie kein warmes Quartier haben oder die Heizung zu teuer ist.
Besonders denken wir an die Menschen in der Ukraine, die den vierten Kriegswinter erleben und denen alle voraussagen, dass es der schlimmste werden wird.
Gott, wie werden die Menschen das aushalten? Und wie sie die nächsten vergeblichen Versuche verkraften, zu einem Ende des Krieges zu gelangen?
Wir hören und sehen so viel Leid und doch lassen wir es nicht an uns heran. Es macht uns ein schlechtes Gewissen und gleichzeitig hilflos. Wie können wir solidarisch mit den Menschen sein? Was können wir tun?
Lass uns vor allem nicht zynisch werden, Gott! Lass uns einfühlsam bleiben und für mehr Gerechtigkeit sorgen – da, wo wir es können. Und wir können einiges. Mit deiner Hilfe. Amen
Georg Rieger, Nürnberg
Gott des Himmels und der Erde, / komm zu uns. Öffne den Himmel, / komm herab, / wie damals / als Jakob die Himmelsleiter / im Traum sah. // Lass uns ein Stückchen deiner Herrlichkeit sehen, / einen Hauch deines Segens spüren, / eine Melodie der Loblieder / deiner Engel hören. / Lass uns erkennen, / wie wir von dir erkannt werden. // Sei und bleibe bei uns / und verlass uns nicht. / Amen
Meike Waechter, Berlin
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Georg Rieger, Nürnberg
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Gott / Wie ein guter Vater oder wie eine gute Mutter / stehst Du hinter mir / und schenkst mir Halt. / Ermutigst mich / aus zu atmen / aus zu sprechen / aus zu tragen und aus zu stehen / wohin du mich mit deiner Verheissung ziehst. / Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
Erlöser unser, / es heißt, wir sollen die Toten tot sein lassen. / Aber wie denn ganz ohne sie leben? // Wir vergessen sie nicht einfach. / Die wir lieben und die uns geliebt haben. / Ja, auch nicht die anderen. / Du weißt, was vom Vergangenen / in Zukunft sinnvoll wird. // In der erfüllten Gegenwart, / voller Erinnerung / und bis an den Rand / voll mit Zuversicht trotz allem / hängen wir am Leben an Dir / und beten für Frieden / mit denen Vor uns / und für das gute Leben für die nach uns. // Das eben, / das jetzt schon beginnt / und das erfüllt wird, / wenn du kommst. / Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
Stephan Schaar
Gott – du Glanz in der Finsternis / Erweck uns Herz und Mut! // Die Pandemie hat uns in unseren Gewissheiten erschüttert. / Nichts ist mehr wie früher. Trotz Vorsicht und Impfungen. / Da ist die Angst um uns selber, / die Sorge um unsere Lieben / und das Entsetzen, / wenn wir miterleben, / wie manche um ihr Leben ringen / oder der Krankheit erliegen. // Der Tod rückt uns mit den täglichen Meldungen näher. // Wir suchen Halt / und finden uns umgeben von Ratlosigkeit / oder gar von Streit und Hass.
Gott – du Licht vom Licht / Fall auf unser matt Gewissen! // Die internationalen Konferenzen haben außer großen Worten / wenig konkrete Lösungen für das Weltklima / und die globale Gerechtigkeit gebracht. // Die weltweiten Gefahren rücken uns mit den täglichen Meldungen näher. // Wir möchten selbst aktiv werden / und fühlen uns oft wie gelähmt / und von Skepsis und Gleichgültigkeit bedroht.
Gott – bitte begleite uns bei unseren ängstlichen Schritten. / Wir brauchen Halt und Zuversicht, / Fantasie und Mut / und Vertrauen in dich, was auch kommen mag.
Amen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Guter Gott, / wir kommen zu Dir / mit all den Erlebnissen / und Erfahrungen der letzten Tage. // Es waren schöne Begegnungen dabei, / für die wir dankbar sind. / Wir haben gute Worte gehört, / die uns Mut gemacht haben. / Wir haben aber auch Sorgen getragen / und anderen Sorgen bereitet. / Manches Wort würden wir gerne wieder zurücknehmen, / weil es verletzend war. // Großer Gott, / wir möchten glauben, Dir vertrauen / und tun es auch oft. / Dankbar erleben wir Deine segnende Nähe, / spüren, dass Dein Wort uns aufhilft, / tröstet und befreit. //
Aber da sind auch die Zeiten, / in denen uns der Glaube abhandenkommt, / das Vertrauen angefochten ist / und wir voller Zweifel sind. // So vieles greift nach uns / und will Macht über unser Leben haben. / So vieles hat Einfluss auf uns / und wir können uns ihm nicht entziehen – / manchmal wollen wir es auch nicht. / Dann scheinst Du so weit weg. / Unerreichbar für uns. // Gnädiger Gott, / rede heute Morgen mit uns. / Wir wollen hören, was nur Du / - und kein anderer - uns sagen kannst. // Amen
Jochen Denker
Georg Rieger, Nürnberg
Lasst den Titel weg / Lasst ihn Jesus sein / Sohn von Maria und Joseph / Beschnittener Jude / Zimmermann von Beruf wie sein Vater / Von Johannes dem Täufer getauft im Jordan / Von Gott adoptiert / In der Wüste bis auf die Knochen geprüft / Wanderprediger mit Jüngerkreis / Dichter von Gleichnissen / Heiler von Körper und Seele / Frauenversteher / Herausforderer der religiösen Besserwisser / Kritiker der Mächtigen und Reichen //
Werdet wie die Kinder / Vertrauensvolle Verbindung zu Gott als Vater nicht als Herr / Ja sei ja, nein sei nein / Wo er ist / da ist das Reich Gottes in Reichweite / Deshalb von den religiösen Führern als Gotteslästerer eingestuft / Von Pilatus dem römischen Statthalter verurteilt zum Tod am Kreuz mit dem Vorwand König der Juden sein zu wollen / Gefoltert und hingerichtet durch das Kreuz / Gestorben / Begraben / Auferstanden zum Christus, dem vorhergesagten Messias / Erschien erst den Jüngerinnen dann den Jüngern / Von Gott heimgeholt / Wohnt in Gott bis die Zeit erfüllt ist //
Dann wird er richten die Lebenden und die Toten / im Geist der Liebe Gottes / welcher allem Geschaffenen die Augen öffnet / Seht ihn, den Sohn Gottes, den Christus Jesus im Licht / Er ist euer Bruder / Seid Geschwister / Haltet Frieden / Pflegt die Erde mit Tieren und Pflanzen als Garten des Lebens / Achtet einander und achtet auf Gott / Bis ihr ihm begegnet von Angesicht zu Angesicht / Hallelujah
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Barmherziger Gott, / »Dieser Gott ist tot« – / das haben schon so viele Menschen vor uns gedacht: / nach Kriegen, nach Schicksalsschlägen,
nach Missbrauchsskandalen, / nach Enttäuschungen mit der Kirche. //
»Dieser Gott ist tot« – / das denken viele Menschen in Deutschland, / Jahr um Jahr kehren sie der Kirche den Rücken. / Bald sollen nur noch halb so viele Mitglieder wie heute. //
Was läuft da schief in unserem Land? / Anderswo wachsen die Kirchen, nur bei uns nicht. / Unsere Kirchen sind reich, / Ist unsere Verkündigung arm? / Predigen wir den Reichen einen Gott, / den sie billiger haben können? / Predigen wir den Armen einen Gott, / der sich nur im Wohlergehen ertragen lässt? / »Dieser Gott ist tot« – ein solcher Satz verunsichert uns und mahnt zur Umkehr. //
Lebendiger Gott, / wir ahnen, dass Du anders bist / als unsere Vorstellungen zu fassen vermögen: / Weiter weg und doch näher, / ohnmächtiger und doch überzeugend, / göttlicher und doch Mensch. //
Hilf uns, das zu ahnen in unserer Not. / Bleibe bei uns, Herr. / Und bleibe bei denen, / die außer Dir nichts mehr haben, / worauf sie hoffen können. // Amen
Achim Detmers, Hannover
Kathrin Rehmat, Zürich
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Meike Waechter, Berlin
Georg Rieger, Nürnberg
Wir glauben / Dass das Leben nicht aus sich selbst entstanden ist sondern aus Gott // Wir glauben / Dass es von Anfang an von Gott geliebt wurde // Wir glauben / Dass es von Gott von Anfang an begleitet wurde // Wir glauben / Dass der Jude Jesus aus Galiläa der Gottesträger auf Erden war und kraftvoll aus Gott gelebt hat sichtbar hörbar und erfahrbar // Sein Leben ist für uns Vorbild / Es ermutigt uns zur Nachfolge in Sorgfalt und Respekt vor allem was lebt // Wir glauben, dass Jesu gewaltsamer Tod am Kreuz für uns der Anfang war in ein neues Leben ohne Machtanspruch / Dank ihm bekommen wir Kraft / uns für den Frieden zu entscheiden und unser Leben für andere einzusetzen / Bis Gott selbst mit dem heiligen Geist zusammen sein Reich einläutet / Zur grossen Erlösung aller Menschen Tiere und Pflanzen // Wir glauben / Dass menschliches Fehlverhalten nicht vermag / Gottes Fürsorge für das Leben zu entmachten // Glaube Hoffnung Liebe sind am Werk / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
