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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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4. Dezember 2025 Wieder ist Advent. Der Gerechte und der Helfer ist versprochen, und ich soll sein Kommen ansagen. Aber viele Fragezeichen versperren mir den Blick nach vorne.// Was wird mit den Plänen unserer Gemeinde für Weihnachten? Was mit denen, die sich nach Gottesdiensten und Treffen sehnen? Was mit den Kranken und denen, die sie lieb haben? Was mit den erschöpften Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Krankenhaus, bis vor zwei Jahren meine Kolleginnen und Kollegen? Was mit neuen Gefahren? Was mit den Uneinsichtigen und Lauten? Was mit der Gerechtigkeit, auch zwischen armen und reichen Ländern, zwischen Jungen und Alten? Was mit anderen Überlebensfragen, hier und anderswo? Und wie lange geht das alles noch?// Treuer Gott, du siehst, was wir nicht sehen. Du weißt, was wir nicht wissen. Du denkst schon Dinge, an die wir noch nie gedacht haben.// Das zu beten erschüttert und tröstet zugleich. Wie klein und begrenzt ist das, worum ich mich meistens kümmere. Und wie groß die Welt, die deine Gerechtigkeit und deine Hilfe braucht und bekommen soll.// Du allein bist die Hoffnung für unsere aus den Fugen geratende Welt, im Großen und im Kleine. Darum komm und bleib nicht ferne, lass uns nicht ohne Gerechtigkeit und Hilfe!// Das bitten wir durch Jesus Christus. Amen.
Stefan Maser
3. Dezember 2025 Gott, / der du uns die Augen öffnest / für unsere Verantwortung: / Stärke uns als Gemeinde, / als Kirche, / als Christen / und als Menschen in unserer Gesellschaft /und bring uns dazu, / dass wir deinem Bild entsprechen. / Komm du uns entgegen / und mach uns Mut, / dass wir dir entgegengehen. // Amen
Georg Rieger, Nürnberg
2. Dezember 2025 Wo du bist ist Advent / Wenn du bei mir ankommst / Geht mir ein Licht auf / Du bist viel mehr als ich / Du übersteigst alle Ichs / In deinem Licht werden wir Wir / Eine Gemeinschaft / Die warten kann / Weil sie darauf hofft / Von dir erleuchtet zu werden // Du holst alle dazu / Die draßen frieren / Damit wir deine wachsende Liebe / spüren und zu spüren geben / Du meinst auch mich / Ja mich / Danke
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
1. Dezember 2025

Gott – / du hast das Universum und unsere kleine Erde darin geschaffen / du hast dich in Jesus anschaubar gemacht // Fließ aus den Wolken / Spring aus der Erde / Leucht in die Finsternis // Mach dich sichtbar / Lass uns deine Spuren erkennen / Auf den umstrittenen politischen Wegen. / Mach dich hörbar / Lass uns deine Stimme vernehmen / Unter den Mitmenschen, die nach Hilfe rufen. / Mach dich fühlbar / Lass uns deinen Trost spüren / In unseren Seelen. // Mach unsere müden Hände wieder stark / und unsere weichen Knie wieder fest. / Gib uns die Gewissheit deiner Nähe. / Nimm uns unsere Angst. // So viel fernes Leid macht uns traurig und bestürzt. / So viele eigenen Nöte belasten uns.


Gudrun Kuhn, Nürnberg
30. November 2025

Barmherziger Gott / wir möchten uns öffnen / für dein Kommen, / Wir sehnen uns / nach deiner Nähe / und hoffen, / dass du unsere Erde verwandelst / in einen Ort / des Friedens und der Gerechtigkeit. // Aber gerade in dieser Zeit, / in der wir uns vorbereiten sollen / auf deine Ankunft / sind wir mit so vielem anderen beschäftigt, / dass wir den Hunger unserer Seele betäuben. / Wir erschrecken, / wenn wir merken, / wie leer und ausgebrannt / wir in Wahrheit sind. //

Gott, bahne du dir den Weg zu uns, / über alle Hindernisse. / Öffne du Tor und Tür bei uns / für die Fülle deiner Liebe / und halte in uns / die Erwartung wach / dass mit dem Kommen deines Sohnes / Himmel und Erde erneuert werden. / Amen


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Gott, wir bitten dich am heutigen Tag für all die Menschen, die sich vor den kommenden Wochen fürchten – nicht nur weil die Adventszeit und Weihnachten keine schönen Aussichten bietet, sondern einfach deswegen, weil Winter ist.
Für viele Menschen bedeutet diese kalte Jahreszeit eine besondere Not. Sie frieren, weil sie kein warmes Quartier haben oder die Heizung zu teuer ist.
Besonders denken wir an die Menschen in der Ukraine, die den vierten Kriegswinter erleben und denen alle voraussagen, dass es der schlimmste werden wird.
Gott, wie werden die Menschen das aushalten? Und wie sie die nächsten vergeblichen Versuche verkraften, zu einem Ende des Krieges zu gelangen?
Wir hören und sehen so viel Leid und doch lassen wir es nicht an uns heran. Es macht uns ein schlechtes Gewissen und gleichzeitig hilflos. Wie können wir solidarisch mit den Menschen sein? Was können wir tun?
Lass uns vor allem nicht zynisch werden, Gott! Lass uns einfühlsam bleiben und für mehr Gerechtigkeit sorgen – da, wo wir es können. Und wir können einiges. Mit deiner Hilfe. Amen


Georg Rieger, Nürnberg
28. November 2025

Gott des Himmels und der Erde, / komm zu uns. Öffne den Himmel, / komm herab, / wie damals / als Jakob die Himmelsleiter / im Traum sah. // Lass uns ein Stückchen deiner Herrlichkeit sehen, / einen Hauch deines Segens spüren, / eine Melodie der Loblieder / deiner Engel hören. / Lass uns erkennen, / wie wir von dir erkannt werden. // Sei und bleibe bei uns / und verlass uns nicht. / Amen


Meike Waechter, Berlin
27. November 2025 Aus der Tiefe rufe ich / Hört mich jemand? / Oder ist mein Schreien umsonst? / Aus der Tiefe rufe ich, / Wo bist du, Gott? / Aus der Tiefe rufe ich, hast du Ohren, mich zu hören? // Aus der Tiefe rufe ich / Aus den Abgründen meines Lebens/ Es ist nicht alles gut, was ich getan habe / Es ist nicht alles gut / Was mir zugestoßen ist. // Bist du es Gott, der dieses krumme Leben gerade macht? / Bist du es, der mir einst alle Fragen beantworten wird? / Bist du die Güte selbst? // Aus der Tiefe rufe ich / Ich warte so sehr auf eine Antwort / Wie jemand, der die ganze Nacht durchwacht hat / Und ich höre von ferne die Stimmen meiner Vorfahren aus Abrahams und Saras Schoß // Ja, mit ihnen allen werde ich aus der Tiefe aufgehoben werden und bei Dir, Gott, aufgehoben sein. Amen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
26. November 2025 Wir beten zu dir, / weil wir verarbeiten wollen, / was wir erlebt haben: / schöne Momente, / die uns berührt haben / und für die wir dankbar sind, / schwierige Situationen, / in den wir uns entscheiden mussten / und die uns nicht mehr loslassen. / Amen
Georg Rieger, Nürnberg
25. November 2025 Wunschgott / Ich wünsche dich erhaben. / Ich wünsche dich lieb. / Ich wünsche dich mächtig, das Unrecht rächend. / Ich wünsche dich verzeihend, befreiend. / Ich wünsche, dass du bist, da bist, hilfst. // Wer bist du wirklich / Gott? / Wie wirkst du? / Wem soll ich glauben? / Dem, der dich wünscht? / Oder der, die dich glaubt? // Und wenn Gott nicht wirklich ist / Sondern im Wunsch aufsteht / Kann Gott nicht gleichwohl wirken? // Wenn ich ihn glaube, /Gott,/  ich glaube, /Dass du mich nie verlässt / Und bis nach dem Tod bei mir bleibst. / Dass du nach dem Untergang wieder aufgehst. / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
24. November 2025

Gott / Wie ein guter Vater oder wie eine gute Mutter / stehst Du hinter mir / und schenkst mir Halt. / Ermutigst mich / aus zu atmen / aus zu sprechen / aus zu tragen und aus zu stehen / wohin du mich mit deiner Verheissung ziehst. / Amen


Kathrin Rehmat, Zürich
23. November 2025

Erlöser unser, / es heißt, wir sollen die Toten tot sein lassen. / Aber wie denn ganz ohne sie leben? // Wir vergessen sie nicht einfach. / Die wir lieben und die uns geliebt haben. / Ja, auch nicht die anderen. / Du weißt, was vom Vergangenen / in Zukunft sinnvoll wird. // In der erfüllten Gegenwart, / voller Erinnerung / und bis an den Rand / voll mit Zuversicht trotz allem / hängen wir am Leben an Dir / und beten für Frieden / mit denen Vor uns / und für das gute Leben für die nach uns. // Das eben, / das jetzt schon beginnt / und das erfüllt wird, / wenn du kommst. / Amen


Kathrin Rehmat, Zürich
Wochenrückblick Gott, / mit eigenen Ohren haben wir es gehört, / unsere Vorfahren haben es uns erzählt: / Eine Tat hast du getan in den Tagen der Vorzeit. [Ps 44,2] // Daran erinnere uns täglich; / denn uns gellen die Ohren vom Hörensagen, / von Gerüchten, / Haß und Hetze. // Wir sind nicht taub, Gott; / aber wir haben Tinnitus - / es rauscht vom Geraune von allen Seiten. // Es fällt uns immer schwerer, / uns zu orientieren zwischen Friedenssehnsucht und Kriegsgefahr, / zwischen einer Treue zur Tradition und einer Offenheit für Neues, / zwischen der Bewahrung der Schöpfung / und dem Festhalten an liebgewordenen Gewohnheiten, / zwischen Wahrhaftigkeit und Lüge. // Öffne unsere Ohren für deine Wahrheit, / daß wir sie hören, verstehen und weitergeben! // Öffne unsere Ohren für die Botschaft von deiner Liebe, / daß wir sie spüren und miteinander teilen lernen! // Öffne unsere Ohren und unsere Herzen für die Schreie der Verzweifelten, / daß sie Gehör finden und Hilfe erfahren; // und öffne unsere Ohren und Herzen auch für das Weinen der Trauernden, / daß sie getröstet und getragen werden. // Öffne, guter Gott, dein Ohr, / höre und erhöre unser Gebet! // Dir sei Lob und Preis in Ewigkeit. // Amen.
Stephan Schaar
21. November 2025

Gott – du Glanz in der Finsternis / Erweck uns Herz und Mut! // Die Pandemie hat uns in unseren Gewissheiten erschüttert. / Nichts ist mehr wie früher. Trotz Vorsicht und Impfungen. / Da ist die Angst um uns selber, / die Sorge um unsere Lieben / und das Entsetzen, / wenn wir miterleben, / wie manche um ihr Leben ringen / oder der Krankheit erliegen. // Der Tod rückt uns mit den täglichen Meldungen näher. // Wir suchen Halt / und finden uns umgeben von Ratlosigkeit / oder gar von Streit und Hass.

Gott – du Licht vom Licht / Fall auf unser matt Gewissen! // Die internationalen Konferenzen haben außer großen Worten / wenig konkrete Lösungen für das Weltklima / und die globale Gerechtigkeit gebracht. // Die weltweiten Gefahren rücken uns mit den täglichen Meldungen näher. // Wir möchten selbst aktiv werden / und fühlen uns oft wie gelähmt / und von Skepsis und Gleichgültigkeit bedroht.

Gott – bitte begleite uns bei unseren ängstlichen Schritten. / Wir brauchen Halt und Zuversicht, / Fantasie und Mut / und Vertrauen in dich, was auch kommen mag.

Amen


Gudrun Kuhn, Nürnberg
20. November 2025

Guter Gott, / wir kommen zu Dir / mit all den Erlebnissen / und Erfahrungen der letzten Tage. // Es waren schöne Begegnungen dabei, / für die wir dankbar sind. / Wir haben gute Worte gehört, / die uns Mut gemacht haben. / Wir haben aber auch Sorgen getragen / und anderen Sorgen bereitet. / Manches Wort würden wir gerne wieder zurücknehmen, / weil es verletzend war. // Großer Gott, / wir möchten glauben, Dir vertrauen / und tun es auch oft. / Dankbar erleben wir Deine segnende Nähe, / spüren, dass Dein Wort uns aufhilft, / tröstet und befreit. //

Aber da sind auch die Zeiten, / in denen uns der Glaube abhandenkommt, / das Vertrauen angefochten ist / und wir voller Zweifel sind. // So vieles greift nach uns / und will Macht über unser Leben haben. / So vieles hat Einfluss auf uns / und wir können uns ihm nicht entziehen – / manchmal wollen wir es auch nicht. / Dann scheinst Du so weit weg. / Unerreichbar für uns. // Gnädiger Gott, / rede heute Morgen mit uns. / Wir wollen hören, was nur Du / - und kein anderer - uns sagen kannst. // Amen


Jochen Denker
19. November 2025 Gott, / wir danken dir uns bitten dich: / Du weißt um die Gewalt in aller Welt / und auch in uns. / Schenke uns Ideen, / Probleme friedlich zu lösen. / Nimm dich all derer an, / die Opfer von Gewalt sind. / Mach uns sensibel für deren Anliegen, / in Frieden zu leben. / Amen
Georg Rieger, Nürnberg
18. November 2025

Lasst den Titel weg / Lasst ihn Jesus sein / Sohn von Maria und Joseph / Beschnittener Jude / Zimmermann von Beruf wie sein Vater / Von Johannes dem Täufer getauft im Jordan / Von Gott adoptiert / In der Wüste bis auf die Knochen geprüft / Wanderprediger mit Jüngerkreis / Dichter von Gleichnissen / Heiler von Körper und Seele / Frauenversteher / Herausforderer der religiösen Besserwisser / Kritiker der Mächtigen und Reichen //

Werdet wie die Kinder / Vertrauensvolle Verbindung zu Gott als Vater nicht als Herr / Ja sei ja, nein sei nein / Wo er ist / da ist das Reich Gottes in Reichweite / Deshalb von den religiösen Führern als Gotteslästerer eingestuft / Von Pilatus dem römischen Statthalter verurteilt zum Tod am Kreuz mit dem Vorwand König der Juden sein zu wollen / Gefoltert und hingerichtet durch das Kreuz / Gestorben / Begraben / Auferstanden zum Christus, dem vorhergesagten Messias / Erschien erst den Jüngerinnen dann den Jüngern / Von Gott heimgeholt  / Wohnt in Gott bis die Zeit erfüllt ist //

Dann wird er richten die Lebenden und die Toten / im Geist der Liebe Gottes / welcher allem Geschaffenen die Augen öffnet / Seht ihn, den Sohn Gottes, den Christus Jesus im Licht / Er ist euer Bruder / Seid Geschwister / Haltet Frieden / Pflegt die Erde mit Tieren und Pflanzen als Garten des Lebens / Achtet einander und achtet auf Gott / Bis ihr ihm begegnet von Angesicht zu Angesicht / Hallelujah 


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
17. November 2025 HERR, mein Gott und Vater. / Mit dir an meiner Seite wage ich einen neuen Anfang. / Altes loszulassen, / zu unterscheiden, was Halt gibt / und was bindet ist schwer. // Seit Generationen bist du bezeugt / als der gute Hirte. / Wenn andere vor mir diese Erfahrung gemacht, / kann ich mich auch darauf verlassen. // Deine Kraft entfaltet ihre Wirkung, / wenn meine aufgebraucht ist. / Darauf vertraue ich, / wenn ich jetzt aufbreche. // Noch fehlen mir Kraft und Mut, / noch versucht das Alte / mich immer wieder zurück zu halten. / DU aber bist stärker. / Ich glaube HERR, / hilf meinem Kleinglauben. // Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
16. November 2025 Gott, / wie sollen wir bestehen, / wenn du kommst, / über uns zu richten. / Wir denken heute zurück an das Unheil der Kriege, / die von unserem Volk ausgegangen sind, / an das zerstörte Glück / und das zerstörte Leben / so vieler Menschen. // Wir versuchen, der Schuld unseres Volkes standzuhalten, / sie nicht zu verharmlosen, / sie nicht wegzureden, / aber wir trauern auch um unsere Gefallenen / und um die Opfer der Bombennächte. // Gott, / du bist ein Gott des Friedens, / wir bitten dich: / richte uns mit Barmherzigkeit. / Lass Versöhnung wachsen, / wo Feindschaft war / und Trost einkehren, / wo Menschen noch leiden. // Breite den schönen Glanz deines Friedens aus / über Zion / und über allen Völkern der Welt. // Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Barmherziger Gott, / »Dieser Gott ist tot« – / das haben schon so viele Menschen vor uns gedacht: / nach Kriegen, nach Schicksalsschlägen,
nach Missbrauchsskandalen, / nach Enttäuschungen mit der Kirche. //
»Dieser Gott ist tot« – / das denken viele Menschen in Deutschland, / Jahr um Jahr kehren sie der Kirche den Rücken. / Bald sollen nur noch halb so viele Mitglieder wie heute. //
Was läuft da schief in unserem Land? / Anderswo wachsen die Kirchen, nur bei uns nicht. / Unsere Kirchen sind reich, / Ist unsere Verkündigung arm? / Predigen wir den Reichen einen Gott, / den sie billiger haben können? / Predigen wir den Armen einen Gott, / der sich nur im Wohlergehen ertragen lässt? / »Dieser Gott ist tot«  – ein solcher Satz verunsichert uns und mahnt zur Umkehr. //
Lebendiger Gott, / wir ahnen, dass Du anders bist / als unsere Vorstellungen zu fassen vermögen: / Weiter weg und doch näher, / ohnmächtiger und doch überzeugend, / göttlicher und doch Mensch. //
Hilf uns, das zu ahnen in unserer Not. / Bleibe bei uns, Herr. / Und bleibe bei denen, / die außer Dir nichts mehr haben, / worauf sie hoffen können. // Amen


Achim Detmers, Hannover
14. November 2025 Du Lebendige/r siehst mich / auch wenn es regnet  - / in gutem Licht / und sanfter Frische. / Ermutigst meine grauen Tage, / förderst meine Herbstfreuden / in denen ich der Vergänglichkeit fröne / und ganz im Vertrauen auf das ewige Leben / alles gebe um so gering und nah zu werden, / dass der Schmerz nachlässt. / Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
13. November 2025 Ewiger Gott – // Wir danken dir für den breiten Strom der Tradition durch die Jahrhunderte, durch den auch wir zum Glauben kommen konnten. / Wir danken dir für unsere Kirche, die für uns Heimat geworden ist. // Rüste uns aus mit kritischer Vernunft, um zu prüfen, was uns überliefert ist. // Hilf, dass wir nicht leichtfertig über Bord werfen, was Glaubende vor uns als dein Wort erkannt haben und in ihr Leben wirken ließen. / Hilf aber auch, dass wir nicht in blindem Gehorsam alles für wahr halten, was Glaubende vor uns in ihrer Zeit als Lehre formuliert haben.// Ewiger Gott – Du bist unsere Zukunft / Lass uns in der Gegenwart bestehen und Salz der Erde sein / durch waches politisches Urteil / durch rückhaltlosen Einsatz für Gerechtigkeit / durch tätige Liebe. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
12. November 2025 Gott des Himmels und der Erde, / Öffne den Himmel / und schau hinunter in unsere Tiefe / bis in unsere Abgründe. / Du siehst unser Leiden und unsere Schmerzen. / Du erbarmst dich der Geringen und Verachteten, / der Einsamen und Kranken, / der Schuldigen und Gescheiterten. / Du erbarmst dich unser. // Gott des Himmels und der Erde, / wir danken dir, / dass du mit uns bist, / uns behütest, / wohin wir auch gehen / und uns nicht verlässt. / Amen
Meike Waechter, Berlin
11. November 2025 Gnädiger Gott! / Ich verstehe nicht, / warum Menschen / so gnadenlos / miteinander umgehen, / sich nicht mehr zuhören, / Worte verdrehen, / Perspektiven ausblenden. / Ich verstehe mich selbst / manchmal nicht. / Wenn ich so bin.
Georg Rieger, Nürnberg
10. November 2025

Wir glauben / Dass das Leben nicht aus sich selbst entstanden ist sondern aus Gott // Wir glauben / Dass es von Anfang an von Gott geliebt wurde // Wir glauben / Dass es von Gott von Anfang an begleitet wurde // Wir glauben / Dass der Jude Jesus aus Galiläa  der Gottesträger auf Erden war und kraftvoll aus Gott gelebt hat sichtbar hörbar und erfahrbar // Sein Leben ist für uns Vorbild / Es ermutigt uns zur Nachfolge in Sorgfalt und Respekt vor allem was lebt // Wir glauben, dass Jesu gewaltsamer Tod am Kreuz für uns der Anfang war in ein neues Leben ohne Machtanspruch / Dank ihm bekommen wir Kraft / uns für den Frieden zu entscheiden und unser Leben für andere einzusetzen / Bis Gott selbst mit dem heiligen Geist zusammen sein Reich einläutet / Zur grossen Erlösung aller  Menschen Tiere und Pflanzen // Wir glauben / Dass menschliches Fehlverhalten nicht vermag / Gottes Fürsorge für das Leben zu entmachten // Glaube Hoffnung Liebe sind am Werk / Amen 

 


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
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