26. November 2025
Wir beten zu dir, / weil wir verarbeiten wollen, / was wir erlebt haben: / schöne Momente, / die uns berührt haben / und für die wir dankbar sind, / schwierige Situationen, / in den wir uns entscheiden mussten / und die uns nicht mehr loslassen. / Amen
Georg Rieger, Nürnberg
25. November 2025
Wunschgott / Ich wünsche dich erhaben. / Ich wünsche dich lieb. / Ich wünsche dich mächtig, das Unrecht rächend. / Ich wünsche dich verzeihend, befreiend. / Ich wünsche, dass du bist, da bist, hilfst. // Wer bist du wirklich / Gott? / Wie wirkst du? / Wem soll ich glauben? / Dem, der dich wünscht? / Oder der, die dich glaubt? // Und wenn Gott nicht wirklich ist / Sondern im Wunsch aufsteht / Kann Gott nicht gleichwohl wirken? // Wenn ich ihn glaube, /Gott,/ ich glaube, /Dass du mich nie verlässt / Und bis nach dem Tod bei mir bleibst. / Dass du nach dem Untergang wieder aufgehst. / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
24. November 2025
Gott / Wie ein guter Vater oder wie eine gute Mutter / stehst Du hinter mir / und schenkst mir Halt. / Ermutigst mich / aus zu atmen / aus zu sprechen / aus zu tragen und aus zu stehen / wohin du mich mit deiner Verheissung ziehst. / Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
23. November 2025
Erlöser unser, / es heißt, wir sollen die Toten tot sein lassen. / Aber wie denn ganz ohne sie leben? // Wir vergessen sie nicht einfach. / Die wir lieben und die uns geliebt haben. / Ja, auch nicht die anderen. / Du weißt, was vom Vergangenen / in Zukunft sinnvoll wird. // In der erfüllten Gegenwart, / voller Erinnerung / und bis an den Rand / voll mit Zuversicht trotz allem / hängen wir am Leben an Dir / und beten für Frieden / mit denen Vor uns / und für das gute Leben für die nach uns. // Das eben, / das jetzt schon beginnt / und das erfüllt wird, / wenn du kommst. / Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
Wochenrückblick
Gott, / mit eigenen Ohren haben wir es gehört, / unsere Vorfahren haben es uns erzählt: /
Eine Tat hast du getan in den Tagen der Vorzeit. [Ps 44,2] // Daran erinnere uns täglich; / denn uns gellen die Ohren vom Hörensagen, / von Gerüchten, / Haß und Hetze. // Wir sind nicht taub, Gott; / aber wir haben Tinnitus - / es rauscht vom Geraune von allen Seiten. // Es fällt uns immer schwerer, / uns zu orientieren zwischen Friedenssehnsucht und Kriegsgefahr, / zwischen einer Treue zur Tradition und einer Offenheit für Neues, / zwischen der Bewahrung der Schöpfung / und dem Festhalten an liebgewordenen Gewohnheiten, / zwischen Wahrhaftigkeit und Lüge. // Öffne unsere Ohren für deine Wahrheit, / daß wir sie hören, verstehen und weitergeben! // Öffne unsere Ohren für die Botschaft von deiner Liebe, / daß wir sie spüren und miteinander teilen lernen! // Öffne unsere Ohren und unsere Herzen für die Schreie der Verzweifelten, / daß sie Gehör finden und Hilfe erfahren; // und öffne unsere Ohren und Herzen auch für das Weinen der Trauernden, / daß sie getröstet und getragen werden. // Öffne, guter Gott, dein Ohr, / höre und erhöre unser Gebet! // Dir sei Lob und Preis in Ewigkeit. // Amen.
Stephan Schaar
21. November 2025
Gott – du Glanz in der Finsternis / Erweck uns Herz und Mut! // Die Pandemie hat uns in unseren Gewissheiten erschüttert. / Nichts ist mehr wie früher. Trotz Vorsicht und Impfungen. / Da ist die Angst um uns selber, / die Sorge um unsere Lieben / und das Entsetzen, / wenn wir miterleben, / wie manche um ihr Leben ringen / oder der Krankheit erliegen. // Der Tod rückt uns mit den täglichen Meldungen näher. // Wir suchen Halt / und finden uns umgeben von Ratlosigkeit / oder gar von Streit und Hass.
Gott – du Licht vom Licht / Fall auf unser matt Gewissen! // Die internationalen Konferenzen haben außer großen Worten / wenig konkrete Lösungen für das Weltklima / und die globale Gerechtigkeit gebracht. // Die weltweiten Gefahren rücken uns mit den täglichen Meldungen näher. // Wir möchten selbst aktiv werden / und fühlen uns oft wie gelähmt / und von Skepsis und Gleichgültigkeit bedroht.
Gott – bitte begleite uns bei unseren ängstlichen Schritten. / Wir brauchen Halt und Zuversicht, / Fantasie und Mut / und Vertrauen in dich, was auch kommen mag.
Amen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
20. November 2025
Guter Gott, / wir kommen zu Dir / mit all den Erlebnissen / und Erfahrungen der letzten Tage. // Es waren schöne Begegnungen dabei, / für die wir dankbar sind. / Wir haben gute Worte gehört, / die uns Mut gemacht haben. / Wir haben aber auch Sorgen getragen / und anderen Sorgen bereitet. / Manches Wort würden wir gerne wieder zurücknehmen, / weil es verletzend war. // Großer Gott, / wir möchten glauben, Dir vertrauen / und tun es auch oft. / Dankbar erleben wir Deine segnende Nähe, / spüren, dass Dein Wort uns aufhilft, / tröstet und befreit. //
Aber da sind auch die Zeiten, / in denen uns der Glaube abhandenkommt, / das Vertrauen angefochten ist / und wir voller Zweifel sind. // So vieles greift nach uns / und will Macht über unser Leben haben. / So vieles hat Einfluss auf uns / und wir können uns ihm nicht entziehen – / manchmal wollen wir es auch nicht. / Dann scheinst Du so weit weg. / Unerreichbar für uns. // Gnädiger Gott, / rede heute Morgen mit uns. / Wir wollen hören, was nur Du / - und kein anderer - uns sagen kannst. // Amen
Jochen Denker
19. November 2025
Gott, / wir danken dir uns bitten dich: / Du weißt um die Gewalt in aller Welt / und auch in uns. / Schenke uns Ideen, / Probleme friedlich zu lösen. / Nimm dich all derer an, / die Opfer von Gewalt sind. / Mach uns sensibel für deren Anliegen, / in Frieden zu leben. / Amen
Georg Rieger, Nürnberg
18. November 2025
Lasst den Titel weg / Lasst ihn Jesus sein / Sohn von Maria und Joseph / Beschnittener Jude / Zimmermann von Beruf wie sein Vater / Von Johannes dem Täufer getauft im Jordan / Von Gott adoptiert / In der Wüste bis auf die Knochen geprüft / Wanderprediger mit Jüngerkreis / Dichter von Gleichnissen / Heiler von Körper und Seele / Frauenversteher / Herausforderer der religiösen Besserwisser / Kritiker der Mächtigen und Reichen //
Werdet wie die Kinder / Vertrauensvolle Verbindung zu Gott als Vater nicht als Herr / Ja sei ja, nein sei nein / Wo er ist / da ist das Reich Gottes in Reichweite / Deshalb von den religiösen Führern als Gotteslästerer eingestuft / Von Pilatus dem römischen Statthalter verurteilt zum Tod am Kreuz mit dem Vorwand König der Juden sein zu wollen / Gefoltert und hingerichtet durch das Kreuz / Gestorben / Begraben / Auferstanden zum Christus, dem vorhergesagten Messias / Erschien erst den Jüngerinnen dann den Jüngern / Von Gott heimgeholt / Wohnt in Gott bis die Zeit erfüllt ist //
Dann wird er richten die Lebenden und die Toten / im Geist der Liebe Gottes / welcher allem Geschaffenen die Augen öffnet / Seht ihn, den Sohn Gottes, den Christus Jesus im Licht / Er ist euer Bruder / Seid Geschwister / Haltet Frieden / Pflegt die Erde mit Tieren und Pflanzen als Garten des Lebens / Achtet einander und achtet auf Gott / Bis ihr ihm begegnet von Angesicht zu Angesicht / Hallelujah
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
17. November 2025
HERR, mein Gott und Vater. / Mit dir an meiner Seite wage ich einen neuen Anfang. / Altes loszulassen, / zu unterscheiden, was Halt gibt / und was bindet ist schwer. // Seit Generationen bist du bezeugt / als der gute Hirte. / Wenn andere vor mir diese Erfahrung gemacht, / kann ich mich auch darauf verlassen. // Deine Kraft entfaltet ihre Wirkung, / wenn meine aufgebraucht ist. / Darauf vertraue ich, / wenn ich jetzt aufbreche. // Noch fehlen mir Kraft und Mut, / noch versucht das Alte / mich immer wieder zurück zu halten. / DU aber bist stärker. / Ich glaube HERR, / hilf meinem Kleinglauben. // Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
16. November 2025
Gott, / wie sollen wir bestehen, / wenn du kommst, / über uns zu richten. / Wir denken heute zurück an das Unheil der Kriege, / die von unserem Volk ausgegangen sind, / an das zerstörte Glück / und das zerstörte Leben / so vieler Menschen. // Wir versuchen, der Schuld unseres Volkes standzuhalten, / sie nicht zu verharmlosen, / sie nicht wegzureden, / aber wir trauern auch um unsere Gefallenen / und um die Opfer der Bombennächte. // Gott, / du bist ein Gott des Friedens, / wir bitten dich: / richte uns mit Barmherzigkeit. / Lass Versöhnung wachsen, / wo Feindschaft war / und Trost einkehren, / wo Menschen noch leiden. // Breite den schönen Glanz deines Friedens aus / über Zion / und über allen Völkern der Welt. // Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick
Barmherziger Gott, / »Dieser Gott ist tot« – / das haben schon so viele Menschen vor uns gedacht: / nach Kriegen, nach Schicksalsschlägen,
nach Missbrauchsskandalen, / nach Enttäuschungen mit der Kirche. //
»Dieser Gott ist tot« – / das denken viele Menschen in Deutschland, / Jahr um Jahr kehren sie der Kirche den Rücken. / Bald sollen nur noch halb so viele Mitglieder wie heute. //
Was läuft da schief in unserem Land? / Anderswo wachsen die Kirchen, nur bei uns nicht. / Unsere Kirchen sind reich, / Ist unsere Verkündigung arm? / Predigen wir den Reichen einen Gott, / den sie billiger haben können? / Predigen wir den Armen einen Gott, / der sich nur im Wohlergehen ertragen lässt? / »Dieser Gott ist tot« – ein solcher Satz verunsichert uns und mahnt zur Umkehr. //
Lebendiger Gott, / wir ahnen, dass Du anders bist / als unsere Vorstellungen zu fassen vermögen: / Weiter weg und doch näher, / ohnmächtiger und doch überzeugend, / göttlicher und doch Mensch. //
Hilf uns, das zu ahnen in unserer Not. / Bleibe bei uns, Herr. / Und bleibe bei denen, / die außer Dir nichts mehr haben, / worauf sie hoffen können. // Amen
Achim Detmers, Hannover
14. November 2025
Du Lebendige/r siehst mich / auch wenn es regnet - / in gutem Licht / und sanfter Frische. / Ermutigst meine grauen Tage, / förderst meine Herbstfreuden / in denen ich der Vergänglichkeit fröne / und ganz im Vertrauen auf das ewige Leben / alles gebe um so gering und nah zu werden, / dass der Schmerz nachlässt. / Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
13. November 2025
Ewiger Gott – // Wir danken dir für den breiten Strom der Tradition durch die Jahrhunderte, durch den auch wir zum Glauben kommen konnten. / Wir danken dir für unsere Kirche, die für uns Heimat geworden ist. // Rüste uns aus mit kritischer Vernunft, um zu prüfen, was uns überliefert ist. // Hilf, dass wir nicht leichtfertig über Bord werfen, was Glaubende vor uns als dein Wort erkannt haben und in ihr Leben wirken ließen. / Hilf aber auch, dass wir nicht in blindem Gehorsam alles für wahr halten, was Glaubende vor uns in ihrer Zeit als Lehre formuliert haben.// Ewiger Gott – Du bist unsere Zukunft / Lass uns in der Gegenwart bestehen und Salz der Erde sein / durch waches politisches Urteil / durch rückhaltlosen Einsatz für Gerechtigkeit / durch tätige Liebe. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
12. November 2025
Gott des Himmels und der Erde, / Öffne den Himmel / und schau hinunter in unsere Tiefe / bis in unsere Abgründe. / Du siehst unser Leiden und unsere Schmerzen. / Du erbarmst dich der Geringen und Verachteten, / der Einsamen und Kranken, / der Schuldigen und Gescheiterten. / Du erbarmst dich unser. // Gott des Himmels und der Erde, / wir danken dir, / dass du mit uns bist, / uns behütest, / wohin wir auch gehen / und uns nicht verlässt. / Amen
Meike Waechter, Berlin
11. November 2025
Gnädiger Gott! / Ich verstehe nicht, / warum Menschen / so gnadenlos / miteinander umgehen, / sich nicht mehr zuhören, / Worte verdrehen, / Perspektiven ausblenden. / Ich verstehe mich selbst / manchmal nicht. / Wenn ich so bin.
Georg Rieger, Nürnberg
10. November 2025
Wir glauben / Dass das Leben nicht aus sich selbst entstanden ist sondern aus Gott // Wir glauben / Dass es von Anfang an von Gott geliebt wurde // Wir glauben / Dass es von Gott von Anfang an begleitet wurde // Wir glauben / Dass der Jude Jesus aus Galiläa der Gottesträger auf Erden war und kraftvoll aus Gott gelebt hat sichtbar hörbar und erfahrbar // Sein Leben ist für uns Vorbild / Es ermutigt uns zur Nachfolge in Sorgfalt und Respekt vor allem was lebt // Wir glauben, dass Jesu gewaltsamer Tod am Kreuz für uns der Anfang war in ein neues Leben ohne Machtanspruch / Dank ihm bekommen wir Kraft / uns für den Frieden zu entscheiden und unser Leben für andere einzusetzen / Bis Gott selbst mit dem heiligen Geist zusammen sein Reich einläutet / Zur grossen Erlösung aller Menschen Tiere und Pflanzen // Wir glauben / Dass menschliches Fehlverhalten nicht vermag / Gottes Fürsorge für das Leben zu entmachten // Glaube Hoffnung Liebe sind am Werk / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
9. November 2025
Ewiger Gott, / Birg uns im Mantel deiner Liebe, / wenn uns kalt wird von innen her, / wenn Trauer und Trostlosigkeit über uns herfallen / und alles nur noch sinnlos erscheint. //Gewähre uns Zuflucht, / wenn wir nur noch darüber grübeln / was wir versäumt / oder falsch gemacht haben / und wenn uns die Erinnerung / an ungelebte Träume einholt. // Halt uns fest, du starker Gott, / wenn der Boden unter uns wankt / und unsere Lebensentwürfe zerbrechen, / wenn wir erkennen, wie hohl vieles ist, / was wir darstellen und behaupten, / oder wenn uns das Ziel unseres Daseins verschwimmt. // Gott, mit der Verworrenheit unserer Gefühle, / mit Fragen und Zweifeln / flüchten wir uns zu dir. / Herr, erbarme dich über uns! / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick
Ach Gott, / was ist es mir nach Jammern zu Mute / angesichts all der Dunkelheit in der Welt. / Jetzt im November kriecht das Elendsgefühl / besonders erbarmungslos in mich hinein. / Mein Herz ist schwer. // Doch vorgestern, da habe ich meinen Blick gehoben / und im Dunkel der Nacht den Mond bestaunt. / So gross und rund hing er / geradezu trotzig / im dunklen Nachthimmel. / Umgeben von unendlich vielen Sternen. / Und ich staunte. // Ich staune noch heute darüber. / Staune über die Vielfalt der Sterne, / über das Licht in dunkler Nacht. / Ich staune über die Vielfalt der Schöpfung / und kann es kaum glauben, / dass ich Teil des Ganzen bin. / Und dir wichtig, Gott. // Ach Gott, es ist dieser Tage nicht wirklich heller geworden, / aber ich bin vielleicht etwas empfindsamer und empfänglicher / für das Licht in dunkler Nacht. / Ich sauge es auf, / sauge es ein, / jeden Lichtmoment, / jeden Hoffnungsfunken, / jede gute Nachricht. // Und je mehr ich es aufsauge, / desto heller wird es in mir - / dank dir.
Carolin Springer, Leer
7. November 2025
Deine Gebote, Herr, hören wir. / Dein Gesetz, Gott, haben wir im Ohr. / Gib deinen Geist, dass wir es uns auch zu Herzen nehmen. / Dass wir daran froh werden / und freundlich gegen jedermann, / dass es uns leicht wird, zu tun, was dir gefällt. // Wenn es aber komplizierter wird, / als dein Gesetz es weiß, / dann erhelle uns den rechten Weg durch dein Wort. / Und vergib uns, / wenn wir meinen, es besser wissen zu wollen als du. / Amen
Jürgen Kaiser, Berlin
6. November 2025
Allgütiger Gott, / manchmal ist es zum Verzweifeln. / Da wird uns alles zu viel. / Wir machen uns Sorgen um uns selbst / um unsere Lieben, / um die Zukunft unserer Welt. // Wir beten und rufen zu Dir. / Wie oft haben wir das getan? / Und Du hüllst Dich in Schweigen. // Beten wir falsch? / Beten wir das Falsche? / Sind wir die Falschen, die zu Dir rufen? // Doch woher nähmen wir das Recht, / mit Dir ins Gericht zu gehen? // Aber ist es doch die Hoffnung, / die Du in unser Herz gegeben hast, / die uns zu Dir rufen lässt! / Es ist doch Dein Wort, / dass uns mehr verheißt / als wir heute sehen! // Wir trauen Deinem Wort mehr / als unserer Erfahrung, / wenn wir zu Dir kommen / und beharrlich bitten, / dass Du erscheinst, / dass Du hilfst, / dass Du unsere Hoffnung ansiehst / und aus dem Funken, / der uns manchmal nur noch bleibt / ein neues Feuer schlägst. // Zu Deiner Ehre soll das geschehen / und zu unserem Heil. // Amen.
Jochen Denker
5. November 2025
Hallo Gott – unsere Vorfahren haben uns beigebracht, dich als Vater anzurufen. / Sorgst du dich auch um deine Kinder und Enkel? / Wie kann ich daran glauben? / Warum hast du ihr Leben und Überleben ausgerechnet uns überlassen? Uns, die wir so viele hungern und verhungern lassen. / Uns, die wir kein Mittel finden gegen Missbrauch und Ausbeutung. / Uns, die wir mit unserer Politik danebenliegen. / Das war keine gute Idee von dir. Sorry... Amen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
4. November 2025
Verständiger Gott! / Es ist manche Tage unerträglich, / die Lügen anzuhören, / die verbreitet werden. / Über Menschen, die anders sind. / Über Menschen, die anders denken. // Wie dem begegnen, / wenn Argumente nicht mehr zählen? / Wenn die Wahrheit nicht mehr gilt? // Oder gibt es noch eine Wahrheit / hinter dem, was mir wahr erscheint? / Kannst du mir das entschlüsseln?
Georg Rieger, Nürnberg
3. November 2025
Großer, liebevoller Gott, / Danke für deine Liebe, / die uns umgibt wie die Luft zum Atmen. / Danke für alles Gute, / das du uns und deiner ganzen Schöpfung schenkst, / ohne zu fragen, / ob wir es verdient hätten – / seit langer Zeit / und immer, immer wieder –. // Gütiger Gott – / wir hören deinen Auftrag, / dich zu lieben, wie du uns liebst, / und unsere Brüder und Schwestern genauso. / Und wir bekennen, / dass es uns oft nicht gelingt. / Vergib uns, / wo wir diese Liebe schuldig bleiben – / sei es aus Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit, / oder weil uns Angst, Konflikte und Feindschaft im Weg stehen. // Gott, wir bitten dich: / gib uns den Mut, / für all die Brüder und Schwestern / liebevoll da zu sein, / die uns in der Nähe und Ferne / als Geschwister brauchen: / dass wir ihre Bedürfnisse und ihre Not sehen / und das tun, was wir tun können. Und dass wir überwinden können, / was trennt und verletzt. // Wir vertrauen darauf, dass deine Liebe uns dabei hilft. / Amen
Friederike Ursprung
2. November 2025
Ewiger Gott, / aus deiner Hand empfangen wir / die Zeit unseres Lebens. / Anfang und Ende liegen bei dir. / Aber wir möchten / selber über alles verfügen. / Wir reiben uns wund / an den Grenzen unserer Kraft / und unseres Daseins. // Gott, lehre uns, / unser Maß zu finden. / Steh uns bei, / wenn wir loslassen müssen / von unserer Jugend, / von unsrer Gesundheit, / von unserem Glück. // Gott, gib / auch unserem begrenzten Leben / einen dauerhaften Sinn / und birg uns am Ende / in deinem Erbarmen. / bei dir. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal