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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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4. März 2025

Du gütiger Gott – Wir haben allen Grund zur Dankbarkeit. Und vergessen es immer wieder. / Im Überfluss können viele von uns das Leben genießen, das feinste Essen und den besten Wein. / Hin- und Hergerissen sind wir dabei zwischen leichtfertigem Genuss und schlechtem Gewissen, zwischen Übergewicht und Magersucht, zwischen Feiern und Fastenkur. //

Im Kopf wissen wir, dass unsere Gier Umwelt und Menschen schädigt. Manchmal auch uns selber. / Dann wollen wir uns im Verzicht üben und überfordern uns doch damit. // Bitte lass uns das richtige Maß finden, wie wir uns an deinen Gaben erfreuen können, wie wir Genuss und Gewissen zusammenbringen können, wie wir uns und anderen Gutes tun können. //

Vor allem aber lass uns die nicht vergessen / die sich nur Billigprodukte leisten können / die Monat für Monat nur knapp über die Runden kommen / die wenig Grund zum Feiern haben. / Sie brauchen unseren offenen Widerspruch gegen gesellschaftliche Vernachlässigung / Und unsere offene Hand. AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
3. März 2025

Dein Wort, guter Gott, gibt uns Orientierung, / weist uns hin auf dein Werk, himmlischer Vater, / der du hell und dunkel voneinander geschieden hast, Wasser und Land, / und allem seinen Platz zugewiesen und es “gut” genannt, was du geschaffen hast. //

Aber wir bringen alles durcheinander / und wissen längst nicht mehr, / wo oben und unten ist, vorn und hinten, / was nützlich und was schädlich zu nennen wäre, / was wir tun und was wir lassen sollen. / Sende uns deinen Geist und lehre uns wieder zu unterscheiden / zwischen deinem Licht und den Irrlichtern, die um uns her flirren, / zwischen deiner Stimme und den Einflüsterungen, die uns Tag und Nacht umgeben. //

Lass uns dich hören, auf dich hören, / dir gehorchen und vertrauen und nicht verzagen. // Amen.


Stephan Schaar
2. März 2025

Jesus // Wir brauchen dich / Nicht als Gott / Sondern / Als Vorbild / Als Wegweiser / Aus Gewalt und Verbrechen / Als Wahrheit / inmitten von Lügengeschichten / Hin zum Frieden welchen wir Gott nennen. //

Du hast dich dafür hergegeben  / damit wir auch im Nebel nicht im Kreis gehen / Sondern auf die Sonne hoffen.


Marianne Reifers, Luxor (Egypt)
Wochenrückblick

Ach Gott, / was bin ich momentan empfindlich! / Es liegt nicht am Wetter und auch nicht an meiner hartnäckigen Erkältung. / Ist eher so ein Weltschmerzthema, denke ich. / Alles tut gerade weh. / Schön ist das nicht. //

Aber eigentlich bin ich ganz froh, dass ich so empfindlich bin. / Heißt es doch, dass mir all das Unrecht, die Nöte, die Weltlage nicht egal sind. / Es berührt mich, treibt mich um, setzt mich in Bewegung, / lässt mich hoffen, schreien, beten / und einsetzen für eine gute Zukunft, für Liebe und Gerechtigkeit.  //

Ja, ich bin empfindlich! / Aber ich glaube, ich bin auch trotzig und immer noch voller Hoffnung - / Dank dir

 


Carolin Springer
28. Februar 2025

Er ist uns abhandengekommen / Wir taumeln mit leeren Händen / Wie sollen wir Frieden schliessen / Wenn der Vertrag nichts zählt / Weil wir uns nicht vertragen wollen / Was sollen wir sagen / Wenn die Worte in Lügen zerbröseln / Was bleibt ist Rechthaberei / Verdrehte Geschichte / Der Esel steht am Berg / Und wir in der Klemme //

Du hast Worte / Gott / Du hast den Willen / Dein Wille geschehe / Auf Erden / Wir wollen Worte finden / Die uns aus der Sackgasse befreien / Und uns zum Frieden helfen / Amen


Marianne Reifers
27. Februar 2025

Mein Gott, wie endlos ist deine Liebe! / Deine Gaben sind neu; / Und Morgen Barmherzigkeit von oben / Sanft destillieren wie frühen Tau //

Du hast die Vorhänge der Nacht verbreitet, / Großer Wächter meiner Schlafstunden; / Dein souveränes Wort stellt das Licht wieder her, / Und beschleunigt alle meine wachen Kräfte. //

Ich gebe meine Befehle zu deinem Befehl, / Zu dir weihe ich meine Tage; / Ewiger Segen von deiner Hand /
Fordere ewige Lieder des Lobes.


Isaak Watts (1674-1748) / aus: A Book of Reformed Prayers
26. Februar 2025

Herr, unser Gott, du guter Hirte! / Du suchst, / wenn wir uns verirrt haben. / Du suchst uns, / wenn wir uns entfernt haben von dir. / Viel mehr, / als wir dich suchen, / suchst du uns. //

Und: Du findest uns. / Wir gehen nicht verloren. //

Wir bitten dich: / Suche weiter! / Suche uns hier und heute, / und morgen und in fernen Zeiten. //

Wir wollen uns von dir finden lassen, / wo immer wir sind. / Und: Nimm uns mit auf der Suche / nach den Verlorenen. / Amen.


Jürgen Kaiser, Berlin
25. Februar 2025

Gott / Bewahre uns davor, / uns immer nur in Konkurrenz zu anderen zu sehen, / uns mit anderen zu vergleichen und auf ihre Kosten groß herauszustellen.  //

Lass uns lernen, / dass wir einander ergänzen, / dass wir uns gegenseitig stark machen / und uns in unseren schwachen Momenten / gegenseitig unterstützen. //

Gib uns die Kraft, / miteinander aufrichtig zu sein, / einander zu akzeptieren und zu stärken. //

Amen


Georg Rieger, Nürnberg
24. Februar 2025

Gott – du nimmst uns als deine Kinder an. / Mach uns deiner Zuwendung würdig. / Hilf uns, an dich zu glauben, damit wir auch an uns glauben können. / Hilf uns, dir zu vertrauen, damit andere uns vertrauen können / Hilf uns, nach dem Vorbild Jesu zu fragen, damit wir zwischen Gut und Böse unterscheiden. //

Gott – du hast uns deinen Geist eingepflanzt. / Mach uns deiner Gabe würdig. / Hilf uns, deinen Trost zu spüren, wenn uns Unglück trifft. / Hilf uns, deine Weisung zu spüren, wenn wir nach dem Rechten fragen. / Hilf uns, deine  Kraft zu spüren, wenn wir nicht verstanden oder angegriffen werden. //

Gott – du lässt uns nicht alleine in der Welt. / Danke.


Gudrun Kuhn
23. Februar 2025

Gnädiger Gott, / wir danken dir für dein Wort. / Es richtet Niedergeschlagene auf, / macht Verzweifelten Mut / und weist uns alle ein /in ein friedliches Zusammenleben. //

Wir bringen heute vor dich / unsere Sorge angesichts der Verrohung der Sprache / in unserer Gesellschaft: / Es wird so viel Hass verbreitet, / so viel Lüge, / so viel falsche Angst. //

Das Vertrauen in die Politik wird untergraben, / und das Misstrauen untereinander wächst. / Gott, wir wollen das nicht! / Zeig uns Wege aus dieser vergifteten Atmosphäre herauszufinden, / ehe sie unser Land noch tiefer spaltet, / ehe aus bösen Worten noch mehr böse Taten entstehen. //

Wir bitten dich für alle, / die Zielscheibe von Hassreden werden, / verleumdet und beleidigt, / eingeschüchtert und bedroht. / Lass sie starken Beistand finden / auch unter uns. //

Wir bitten dich für alle, / die für das Recht der Schwachen aufstehen, / die Lügen entlarven, / und gegen Unmenschlichkeit protestieren / mit Wort und mit Tat: / Bewahre ihnen ihre Empfindsamkeit, / ihren kritischen Geist, / ihre aufrechte Haltung / und reih uns bei ihnen ein. //

Gott, schütze uns allen / das zerbrechliche Glück, / die Lebenslust, den Humor, / und erfülle uns mit deinem Geist, / dem Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. // Amen


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Ewiger, Herzenskünder, Trösterin und Rat,//

es war eine Woche zum keine-Nachrichten-mehr-Sehen. / Jede noch schlimmer als die letzte./ Auf sogenannter höchster Ebene / Lüge, grobes Unrecht, aufgekündigte Verlässlichkeit, Kumpanei der Despoten und der Superreichen. //

Einzelnen Menschen und Einrichtungen, / die doch wichtig waren und auf denen Hoffnungen ruhten, / der Boden unter den Füßen weggezogen. / Bisher kaum vorstellbare Pläne. / Kein Grundsatz des Zusammenlebens scheint mehr zu gelten./ Ich erfahre von Ängsten und Verzweiflung / in der Nähe und in der Ferne. / 

Eine schon genug gespaltene Gesellschaft und Welt driftet immer weiter auseinander./ Am Sonntag Wahl in meinem Land. Wie viel von dem allen werden wir im Wahlergebnis und dann in der Politik hier bei uns sehen?//

Aber wer hat denn gesagt, / dass Wahrheit und Recht, Verlässlichkeit und Fairness, / das Denken über irgendwelche ganz eigenen Interessen hinaus immer bleiben, / wachsen und Geschichte machen?/ War das Täuschung auf der bequemen Seite des Lebens und der Welt, / und jetzt kommt die unvermeidliche Ent-Täuschung?//

Ewiger, Herzenskünder, Trösterin und Rat,//

du weißt, wie es mir geht am Ende dieser Woche, / kennst meine Trostlosigkeit und Ratlosigkeit, / das Gefühl, dass nichts mehr gilt und hält.//

Aber dein Wort bleibt und gilt und hält, / ist Wahrheit und Recht, fester Grund und Treue. / Es tröstet mich und ist mir Rat genug. / Auf jeden Fall für die nächsten Schritte. / Auch zu Menschen in Angst und Verzweiflung.// 

Amen.


Stefan Maser
21. Februar 2025

Gott / Wir beten zu dir, / weil wir uns für die schönen Dinge / bedanken wollen, / die wir erleben durften;//

weil wir unsere Sorgen teilen wollen / und uns Klarheit erhoffen; / weil wir uns Entlastung erhoffen / für Entscheidungen, / die wir falsch getroffen haben; /und weil wir dich um Kraft dafür bitten wollen, / zu unseren Fehlern zu stehen. //

Amen.


Georg Rieger, Nürnberg
20. Februar 2025

Gott, / Du gibst uns Raum, / das Leben so zu sehen, wie es ist, / ohne Beschönigung, ohne Ausreden. //

Wir brauchen dein Wort als Ermutigung und Ermahnung, / um etwas zu ändern. / Wir brauchen deine Barmherzigkeit, / um zu neuen Anfängen zu finden. / Wir brauchen deine Kraft, / um lieben zu können, wie du es von uns verlangst. //

Amen.


Selma Dorn
19. Februar 2025

Barmherziger Gott, / Du versprichst uns neue Zukunft. / Zukunft, in der aufrecht geht, / was heute niedergetreten wird, / in der lacht und singt, / was heute weint und klagt. //

Du versprichst uns Todgeweihten / einen neuen Anfang und neues Leben. / Ach, wenn wir das nur glauben könnten, / wenn wir es nur wagten, / alles auf diese Hoffnung zu setzen. //

Wenn wir Deinem Wort nur mehr vertrauten / als allem anderen, / was sich den Schein der Allmacht/ und der Unausweichlichkeit gibt. / Wie anders sähe unsere Gegenwart aus!?

Der Schleier der Trauer / wäre schon heute zerrissen, / die Hoffnungslosigkeit, / bekäme Risse. / Wir bitten dich, / vergib uns unsere Trägheit / und unseren Kleinglauben. //

Leg uns das Lied der Erlösten / schon mitten in unserer Unerlöstheit auf die Lippen / Damit der Tod / und alle seine Helfershelfer / es hören / und erschrecken, / weil wir nicht mehr Ihnen gehören, / sondern Dir. //

Schenk uns einen neuen und beständigen Geist, / der uns nahe bei Dir hält, / dem Gott des Lebens / und der uns hören lässt auf deine Stimme, / die uns aus der Todeswirklichkeit herausruft / in das Leben der Kinder Gottes. //

Amen.


Jochen Denker
18. Februar 2025

Herr Jesus Christus, / wir bitten dich für die Hungernden und die Durstigen, / die Fremden und die Unbekleideten, / die Kranken und die Gefangenen. / Wir bitten dich für alle deine geringsten Brüder und Schwestern. //

Lass uns erkennen, / dass sie alle dein Antlitz tragen / und wir dir in ihnen tagtäglich begegnen. //

Gib uns die Kraft, / uns von dir nicht abzuwenden, / sondern das zu tun, was nötig ist. / Amen


Meike Waechter, Berlin
17. Februar 2025

Ich falte die Hände / Einfältig / Zum Kranz / Kein Sieg / Nur Frieden im Innern //

Außen tobt Krieg / Spinnt Lüge / Stirbt Erde //

Du Dreifaltige / Du weise Kraft / Sei Vielfalt / Und im Alter / Die Stirnfalte gelebter Liebe.//

Amen


Marianne Reifers, Egypt
16. Februar 2025

Gott, / wir denken manchmal, / du hast uns verstoßen, / wenn wir sehen, / wie armselig unser kirchliches Leben / bei wachsendem Wohlstand geworden ist. //

Wir können noch eher / mit zänkischen Zungen zurechtkommen / als mit der freundlichen Gleichgültigkeit, / die uns so oft entgegenschlägt. //

Unsere kleinen Zahlen / machen uns manchmal furchtbar mutlos / und nur mit großen Sorgen / blicken wir der Zukunft unserer Gemeinden entgegen. //

Gott, birg uns im Schutz deines Zuspruchs, / wenn die Verzweiflung uns übermannt. / Erfülle uns mit neuem Mut
und neuen Ideen, / um Menschen aus der Gleichgültigkeit / zu dir zu bewegen.

Gott, erbarm dich über uns. / Amen


Sylvia Bukowski, Wuppertal
14. Februar 2025

Herr des Himmels und der Erden. / Du hast am 1. Tag aus einer bodenlosen Leere, / aus pechschwarzem Nichts, / durch dein Wort das Licht vom Dunkel geschieden. //

Aus lebensfeindlichem Chaos / schaffst Du eine rhythmische Ordnung, / die dem Leben dient. / Tag und Nacht / und Frost und Hitze, / Saat und Ernte. //

Sprich auch in meinen Tag: / „Es werde Licht“. / In das Chaos meiner Existenz, / der Beziehungen und Umstände. / Schaff diese rhythmische Ordnung / auch in meinem kleinen Leben. / Zum Segen für mich und meine Lieben, / damit wir von Herzen einstimmen in das Lob, / das die ganze Schöpfung dir singt. //

Amen


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Wochenrückblick

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, / Du bist unsere Hoffnung. Du allein. / Denn uns ist bange. //

Warum nur gerät so vieles aus den Fugen? / Warum nur erreichen uns so viele Nachrichten, / bei denen wir denken: Das darf nicht wahr sein!? //

Ist Dein Zorn über uns entbrannt? / Gibst Du uns dahin? / Aber soll denn die Sünde mächtiger werden / als Deine
Gnade? //

Wir sind entsetzt darüber, was Größenwahn und Menschenverachtung anrichten. / Wir fassen es nicht, dass Wege des Miteinanders
verlassen werden. / Wir befürchten das Schlimmste. //

Oder sind wir gar zu wohlstandsverwöhnt / un übersehen so vieles, für das wir Dir danken sollten? / Verlangen wir zu viel von Menschen, / die doch sterblich sind und fehlbar / und vielfach nichts von Dir wissen? / Wollen wir Dich zum Patron unseres Glücks machen / ohne eigenen Gehorsam? //

Nein, das wollen wir nicht./ Aber wir bitten Dich. Wir bitten Dich um ein festes Herz. / Und dass Du uns stärkst und bewahrst. / Und um mehr Ehrlichkeit bitten wir Dich / inmitten von Lügen und Halbwahrheiten. //

Wo ist die Partei, die einfach mal nichts verspricht, / weil es kaum etwas zu versprechen gibt? / Wo sind die Politiker, die „vielleicht“ sagen: / Vielleicht habe ich Recht. Vielleicht aber auch nicht? / Wo sind die Anständigen, die Brücken bauen? / Und wo sind die, die ein Gespür haben für Gefahren / und die nicht „Frieden, Frieden“ sagen, wenn kein Friede ist? //

Lass uns nicht allein, Herr. / Lass uns nicht den Mächten dieser Welt ausgeliefert sein. / Bewahre uns vor dem Argen. / Um der Elenden willen erbarme Dich. / Um der Elenden willen gib, dass der Trost, Dein eigen zu sein, / österlich da ist in dieser Welt. //

Amen.


Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
13. Februar 2025

Ewiger, / wir preisen dich / mit unsren Gedanken, / wir loben dich / mit unsren Worten, / wir singen dir / mit unsern Versen. //

Auch mit unseren Taten / wollen wir dich loben. / Wenn es aber zählt, / dann sind wir wie gelähmt. //

Löse uns die Hände, / lockere uns die Füße, / damit auch, was wir tun, / dich preist und dem Nächsten guttut. Amen.


Jürgen Kaiser, Berlin
12. Februar 2025

Ich will keine großen Worte machen, Herr. / Es ist wahr, / dass ich oft vergesse, / dass du da bist. / Es ist wahr, / dass ich dich oft erst dann anrufe, / wenn es schon fast zu spät ist. / Es ist wahr, / dass ich nicht immer verstehe, / warum du untätig bist, / wenn alles in Bewegung ist / in der Welt / und in meinem Leben. //

Aber du bist da, / und das ist es, was wichtig ist. / Nichts könnte dich von hier losreißen, / nichts könnte uns dir entreißen, / nichts könnte dir die Welt entwinden. //

Du bist da, Herr. / Mehr als mein Glaube / oder meine Angst / oder meine Torheit / ist es das, was zählt. / Amen.


Christoph Landré
11. Februar 2025

Du, / heiliger, / gerechter, / langmütiger, / huldreicher, / treuer und / geduldiger Gott. //

Vergiss uns nicht. / Tröste uns. / Lass uns bei Dir geborgen sein. / Schenke uns Ruhe. //

Du führst uns aus der Gefangenschaft heraus. / Deine Güte reicht so weit wie der Himmel. / Du weisst, was wir brauchen. / Du bist grösser als unser Herz. / Gibst hoffnungslosen Hoffnung. / Bist Sündern und Sünderinnen gnädig. //

Dein Erbarmen rettet uns / aus dem Tod ins Leben. / Amen


Kathrin Rehmat, Zürich
10. Februar 2025

Gott, du Quelle meiner Freude! / Ich bin manchmal so deprimiert. / Misanthropisch nennt sich das / glaube ich, / wenn mir alle Menschen / um mich herum auf die Nerven gehen. //

Wenn ich in allem, was ich sehe, / Rücksichtslosigkeit, / Respektlosigkeit / und Lieblosigkeit erkenne. / Wer bin ich selbst in solchen Momenten? / Und wie schaffe ich es, an anderen Tagen / unbeschwert zu sein? //

Danke auch für diese Momente / und dass du sie wenige sein lässt. / Wahrscheinlich sind sie / für mein seelisches Gleichgewicht
wichtig. // Amen


Georg Rieger, Nürnberg
9. Februar 2025

Gott, wir danken dir / für den Reichtum an Trost und Orientierung, / der sich uns aus deinem Wort erschließt. //

Hilf, dass wir mit Freuden lernen, / deinen Willen zu verstehen, / und die Erfahrungen zu nutzen, / die vor uns Menschen mit dir machen konnten. //

Bewahre uns davor, / biblische Sätze als Waffe zu missbrauchen, / mit der wir einschüchtern und verletzen. //

Dein Heiliger Geist leite uns / im Lesen, im Begreifen und im Bezeugen / deiner Geschichte mit unserer Welt. / Amen


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Gott, wie können wir in diesen Tagen die Zuversicht behalten? Alles wird immer verrückter. Lügen sind die neue Wahrheit. Rassistische Sprüche normal. Gefahren, die es nicht gibt, werden beschworen. Demokratische Regeln scheinen plötzlich nicht mehr wichtig. 

Gott, wir können nur die Zuversicht behalten, wenn du uns an die Hand nimmst. Nehmen wir unsere momentanen Zustände zu wichtig? Sollten wir gelassen bleiben? Oder sind wir eigentlich noch viel zu leise und brauchen mehr Motivation und Mut zum Widerstand?

Gott, wir bitten dich um die je beste Lösung. Denn die eine wird es nicht geben. Lass uns trotz allem dankbar bleiben für das, was du uns mit auf den Weg gibst. Und lass uns dann herausfinden, was das je Beste ist (oder jedenfalls etwas Gutes), was wir tun können. Das wird so unterschiedlich sein, wie wir sind. Aber es kommt von dir – und das macht uns zuversichtlich. Amen.


Georg Rieger, Nürnberg
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