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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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6. Dezember 2023 Gott, wir fordern keine Wunder, aber wisse: Wir haben auch nichts dagegen! Es liegt ja so vieles an uns und nicht an dir. Aber trage das Deine dazu bei, dass uns das Wunder gelingt, Gerechtigkeit in der Welt zu säen, damit Friede wächst. Amen
Jürgen Kaiser, Berlin
5. Dezember 2023 Gott, du Heil aller Menschen, / wie gerne möchten wir uns fallen lassen / in den Trost der Weihnachtsbotschaft, / in die Freude an deiner Geburt. / Wie gern möchten wir glauben, / dass du längst den gesandt hast, / der den Elenden Recht spricht, / der den Armen hilft gegen ihre Bedränger, / der der Welt großen Frieden bringt. / Aber immer wieder schreit uns die Erde / ihr Leid entgegen. / Immer wieder nisten sich Zweifel in uns ein / angesichts der Menge ungesühnter Verbrechen. / Gott, sieh unsere Sehnsucht, / heile unsere Zerrissenheit / und lass Gerechtigkeit und Frieden / wachsen in unserer Welt. / Herr, erbarme dich unser. Amen.
RefLit
4. Dezember 2023 Verfolgt bedroht gequält   / An die Wand gestellt  / In die Enge getrieben  / Jeder Fluchtweg besetzt mit Gewalt  / Gott  / Mir bleibt das Lachen  / Ich lache was das Zeug hält  / Das Zeug ist mein Glaube an dich  / Du hältst  / Niemand kein Feind und kein Gewehr  / Kann mir den Weg versperren zu dir  / Du hältst mich  / Amen amen amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
3. Dezember 2023 Ja, komm, du Gerechter / und schaffe Recht denen, / die betrogen werden / um ihr Leben und um ihr Glück. / Komm, unser Helfer, / und richte die auf, / die an sich selbst / und am Leben verzweifeln. / Komm, Friedenskönig, / und weise uns ein / in die Regeln von Schalom. / Vollende, / wozu unsere Kraft nicht reicht / und halte unsere Hoffnung lebendig / auf dich / und auf dein kommendes Reich.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

Advent. / Wir bitten dich, Gott, / komm in unsere Welt. / Und sieh, wohin wir gekommen sind: //
Unsere Hoffnungen sind fast zerbrochen, / denn jede Woche bringt Meldungen, die weh tun: / Löcher in den Haushalten, / ntisemitismus in den Köpfen, / Wahlsiege der Antidemokraten, / Unerreichbares bei den Klimazielen. //
Unsere Adventslichter leuchten, / aber sie leuchten stumpf in diesem Jahr. / Die Lieder erklingen, / aber sie trösten diesmal nicht. / Die Zeit des Wartens wird uns lang. //
Darum: Komm in unsere Welt. / Rette, was zerbrochen ist. / Ermutige, die verzweifelt sind. / Nimm denen die Macht, / die sie missbrauchen. //
Wir bitten dich, Gott, / Lass deine Botschaft lauter, / deine Güte sichtbarer, / und deine Liebe spürbarer werden. //
Sei Du für uns bei denen, / für die niemand ein Licht angezündet hat, / die vergessen sind und am Rande leben. //
Advent. / Wir bitten dich, Gott, / komm in unsere Welt. / Und sieh, wohin wir gekommen sind. / Amen.


AD
1. Dezember 2023

Du Gott des Himmels und der Erde, / zwei Namen hat das kleine Land, / um das wir uns große Sorgen machen: / Israel und Palästina. / Zwei Völkern ist dieses Land heilig - und drei Religionen. / Zwei Rechte prallen aufeinander – / und es fließt Blut, viel zu viel Blut.

Wir leiden mit - und wir bitten dich: / Sei Du bei den Kindern in Gaza / wie auch bei den Kindern in Aschkelon und Tel Aviv. / Lass sie Schutz finden in sicheren Räumen – / und Trost in den Armen ihrer Eltern. / Lass alle, die von Bomben und Raketen getroffen sind, / bald wieder sicher wohnen in ihren Häusern.

Stärke Du alle Menschen im Land, / die fest bleiben wollen im Eintreten für Versöhnung und Verständigung. / die zusammenarbeiten als Juden und Araber / und die noch wissen, dass auch ihre Sprachen / miteinander verwandt sind.

Wir bitten Dich: Spende ihnen nach allen Schrecken / wieder Kraft und neue Fantasie. / Erhalte ihnen die Vision einer Partnerschaft, / unter der eines Tages das ganze Land aufblühen wird.

Und hier bei uns - mögen die hasserfüllt Demonstrierenden / dringend erkennen, dass Synagogen wie Kirchen und Moscheen / Gottes Häuser sind für unsere Geschwister. / Und dass Gewalt in Abgründe führt und am Ende zum Tod.

Wir sind doch alle Menschen, die leben, / und die nach Gottes Willen eine große Familie werden sollen, / die unsere Erde bewohnbar erhält auch für die, / die nach uns kommen. / Großer Gott, wir bitten dich inständig: / Lass uns Frieden finden, dort wie hier: / Shalom. Salaam. Amen.


Nach einem Entwurf von Pastor Christoph Rehbein
30. November 2023 Wo fängt Frieden an? / Wenn der Starke die Kräfte des Schwachen sieht / Wenn der Laute beim Stummen verweilt und begreift was der Stumme meint / Wenn das Leise laut wird, und das Laute still / Wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos und das scheinbar Unwichtige gross / Wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht Geborgenheit, helles Leben verspricht. / Und du zögerst nicht, sondern gehst darauf zu / dann Ja dann, fängt der Frieden an
unbekannter Verfasser
29. November 2023 O du Leben / Du bist mit mir verwirkt / Was von dir in mich hineinwirkt / Will ich empfangen / Will es betrachten / Wirken lassen / Bedenken verändern formen / Um es dann wieder zu entlassen / In deine Wirklichkeit / Ich präge dich mit / So wird mir Sinn geschenkt / Durch dich / Ich danke dir
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
28. November 2023 Gott, du versprichst uns neue Zukunft, / Zukunft, in der alle lachen können, / die heute noch niedergeschlagen sind, / Zukunft, in der alle aufatmen können, / die heute noch gefangen sind in Elend und Angst. / Du versprichst uns Todgeweihten / einen neuen Anfang und neues Leben. / Ach, wenn wir das nur glauben könnten, / wenn wir es wagten, / alles auf diese Hoffnung zu setzen. / Wie anders sähe dann unsere Gegenwart aus! / Die Schleier der Trauer würden schon heute / ein wenig aufreißen. / Die Fesseln der Hoffnungslosigkeit würden von uns abfallen, / wir würden wieder beweglich / und könnten miteinander Schritte versuchen dir entgegen! / Herr, schreib uns deine Verheißungen in unser Herz / und pflanze mit ihnen den nötigen Glauben, / dass wir dich erkennen als Grund und Ziel / unseres ganzen Lebens. Amen.
RefLit
27. November 2023 Großer Gott, / durch Dein Wort riefst Du die Welt ins Dasein. / Dein Wort tröstet uns / Dein Wort schenkt uns Orientierung / Dein Wort wurde Fleisch und wohnt unter uns / zeigt uns Deine Liebe / deckt unsere Schuld auf / lehrt uns Deine Vergebung / und ruft uns auf Deinen Weg der Gerechtigkeit. / Wir danken Dir, / dass Du kein stummer, / unberechenbarer, / willkürlicher Gott bist, / vor dem wir zittern müssten, / weil wir nicht wissen, / was er will / und wie er zu uns steht. / Sende Deinen Geist, / dass wir Dein Wort recht fassen, / es Kraft entfaltet in unserem Leben / und wir es neu zu lieben beginnen, / weil Du selbst in ihm in unser Leben einziehst. / Amen
Jochen Denker, Ronsdorf
26. November 2023

Herr der Zeiten: / Wie denken zurück an Menschen, / die einmal zu unserem Leben gehörten, / und nicht mehr sind. / Die Liebe, die uns immer noch verbindet, / lässt uns schmerzhaft spüren, / wie sehr sie uns fehlen. / Das Unabgeschlossene in der Beziehung zu ihnen / sucht uns oft in Gedanken heim, / und manche von uns / können den Blick nicht lösen / von dem, was einmal war. / Gott, du weißt, / was wir an diesem Tag empfinden / und richtest unseren Blick auf dich: / In deinem Herzen / bewahrst du alle Lebensgeschichten / und versprichst Zukunft / befreit von den Schatten unserer Gegenwart. / Mitten im Dunkel / von Trauer und Schuld / leuchtet das Licht / deines Erbarmens. / Lass es uns sehen / und verbreite es / durch unser Glauben, Hoffen und Lieben. / Komm uns entgegen! / Wir warten auf dich!

Ewiger Gott, / Herr der Zeiten: / Wir denken zurück an die Menschen, / die einmal zu unserem Leben gehörten, / und nun nicht mehr sind. / Die Liebe, die uns immer noch verbindet / lässt uns schmerzhaft spüren, / wie sehr sie uns fehlen. / Das Unabgeschlossene in der Beziehung zu ihnen / sucht uns oft in Gedanken heim, / und manche von uns / können sich nicht lösen / von dem, was einmal gewesen ist.

Gott, / bei dir suchen wir Zuflucht mit unseren Erinnerungen. / Du birgst unsere Toten in deinem ewigen Gedenken, / du hast Trost für die Lebenden. / Durchbrich mit Hoffnung / Trauer und Schwermut / und lehre uns mit Abschieden leben.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

25. November 2023

Ach Gott, / sag, kannst du dir eigentlich alle Namen merken? Hast du sie notiert? Die Namen all derer, die waren, die sind und die noch kommen? / Ich hab manchmal Angst, dass ich Namen vergesse. Vor allem von denen, die schon waren. / Hab Angst, dass mit den Namen auch das Leben vergessen wird, das gelebt wurde - und der Mensch verschwindet, der mal war. / Ach Gott, / ich möchte glauben, dass du dir wirklich jeden Namen merkst. / Auch von denen, die wir nicht kennen, die wir vergessen oder verdrängen. / Ich möchte glauben, dass du dir wirklich jeden Namen merkst - und du denen, die namenlos sterben, einen gibst. / Damit sie bleiben. / Wir bleiben. / Bei dir.


Carolin Springer, Leer
24. November 2023 Herr, wir bitten dich um den Frieden in der Welt, um Vernunft in den Köpfen derer, die im Streit alles Maß verlieren, die keinen Sinn für Menschlichkeit mehr zu haben scheinen. / Nur du, Gott, kannst den Hass überwinden in den Herzen vieler Menschen, die sich dem Krieg und der Gewalt verschrieben haben. Wir bitten dich darum. Tu es. Schaffe Versöhnung, wo es uns Menschen nicht mehr zu gelingen scheint.
Georg Rieger, Nürnberg
23. November 2023

Ewiger Gott. / / Wir danken Dir für den Wechsel und den Rhythmus der Jahreszeiten: / Herbstgewitter über Dächern, Schneegestöber voller Zorn, / Frühjahrssturm im Laub vom Vorjahr, Sommerwind in reifem Korn. / Du hast versprochen, dass das nicht aufhört / bis dass du kommst und alles neu machst.

Wir danken Dir für das Dach über dem Kopf, den Mantel gegen die Kälte, / für Wasser gegen den Durst und Brot gegen den Hunger, / und denken an alle, die der Kälte und dem Regen schutzlos ausgeliefert sind, / an die, denen es an Wasser und Brot mangelt.

Wir haben es für selbstverständlich gehalten,  / dass Konflikte nicht mehr mit todbringenden Waffen ausgetragen werden. / Wir danken dir für die Jahrzehnte,  / in denen wir ohne Angst vor Bombenhagel leben durften / und die Soldaten in den Kasernen und auf Truppenübungsplätzen blieben. / und denken an alle, die dem Krieg ausgeliefert sind.

Wir bitten dich, dass Du deinen Geist ausgießt und dass Du Menschen beauftragst, / die deinen Willen mit liebevoller Autorität zur Welt bringen. / In den Schulen und der Nachbarschaft; auf den Plätzen und Straßen unserer Städte; / in den Parlamenten und Regierungen, / dort wo Hass und Gewalt sich breit machen und die Macht übernommen haben.

Wir bitten dich für dein Volk Israel. / Um deines Namens willen, HERR. / Du wolltest es hüten wie deinen Augapfel. / In aller Demut bitten wir: lass Dich erinnern an deine Zusagen. / / Amen


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
22. November 2023 Lieber Vater im Himmel, / manchmal können wir das nicht, / so offen unsere Schuld eingestehen / und um Vergebung bitten. / Manchmal versuchen wir, / uns aus allem herauszureden, / manchmal verdrehen wir lieber Unrecht in Recht, / als zuzugeben, dass wir etwas falsch gemacht haben. / So rechthaberisch und unbußfertig sind wir! / Deshalb bleibt die alte Schuld an uns haften, / und wir erleben nicht die befreiende Kraft der Vergebung. / Herr, bring uns zur Einsicht, / schärfe unser Gewissen / und gib uns Mut, unser Versagen einzugestehen / und um Verzeihung zu bitten. / Herr, erbarme dich über uns. Amen
RefLit
21. November 2023 Du, Gott, der du unbegreiflich jenseits von Raum und Zeit bist – Dich suchen Menschen der Kirchen in unterschiedlichen Traditionen / Dich suchen Menschen in vielfältigen Religionen auf ihre je eigene Weise / Dich suchen auch Menschen, die ernsthaft an dir zweifeln. / Wir bitten dich: entzieh dich uns nicht!  // Du Gott, dessen Geist lebt und lebendig macht – Wir bitten dich: mach uns zu mutigen Zeitgenossen, die überall in dieser schwierigen Welt in deinen Spuren gehen. AMEN 
Gudrun Kuhn, Nürnberg
20. November 2023 Wir sind es nicht mehr gewohnt Übel auszuhalten / Wir suchen sofort nach Mitteln sie zu lindern oder gar zu vertreiben / Das ist / gut so / Und doch / Im Aushalten liegt auch eine Kraft die uns wachsen lässt / Wir lernen uns kennen / Wir begegnen unserer Wut unserem Kleinmut unserer Ungeduld unserer Angst / Wir flippen aus wir schwitzen wir schimpfen / Wir wehren uns laut und erschrecken im Spiegel ob unserer Fratze / Gott / Hältst du uns aus auch wenn wir ausser uns geraten und kein Lächeln hervorbringen kein schönes Gebet und kein Amen / Halte uns aus wir bitten dich / Die Kraft die wir gewinnen möge uns helfen über die Wut über den Kleinmut über die Angst hinaus auf Frieden hin zu schaffen / Dann wird es eine kreative Wut die uns weiterbringt. / So lernen wir uns selber und die Spannungen in der Welt auszuhalten um sie dann abzubauen / Möge es so sein  / Und du die Kraft darin
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
19. November 2023 Ach Gott, / wir bringen das so schwer zusammen: / Glauben und Leiden, / deine Güte und unbegreiflichen Schmerz. / Wir wünschten, wir wären durch dich gefeit / gegen alles Unglück; / wir könnten dem Zugriff der Verzweiflung entfliehen / durch unser Vertrauen auf dich. / Aber immer wieder erleben wir, / dass uns der Boden wegbricht unter den Füßen, / dass uns Angst überwältigt / und wir keine Ruhe mehr finden / in dem, was uns umtreibt. / Gott, sei du uns Zuflucht / in unserer Verlorenheit; / sei du uns Halt, / wenn unsere Selbstsicherheit uns entgleitet. / Lass deine Nähe spüren / alle, die zerbrochenen Herzens sind. / Warte nicht so lange, / bis du denen aufhilfst, / die ein zerschlagenes Gemüt haben. / Gott, erbarm dich über uns. Amen.
RefLit
Wochenrückblick

18. November 2023

Novembertage: Rückblick, Abschluss, Bilanz.

Viel hat mich beschäftigt und ausgefüllt. Aber war es das, was sollte und was sich lohnt? / Erschrocken war ich von Krieg und unvorstellbarer Gewalt. Aber hat es was geändert in meinem Denken und tun? / Mitleid gehabt, o ja. Aber wirklich leidenden Menschen an die Seite getreten und dortgeblieben? / Müde gewesen und erschöpft. Oder doch nur träge und kalt? / Empört. Aber auch bereit, die Fehler bei mir zu suchen, umzudenken, mich anders zu verhakten?

Was bleibt? Wenig von dem, was da bei mir war. / Aber dass du, mein Herr, sprichst, immer noch sprichst. Das Wort deiner Gerechtigkeit, deines Friedens, deiner Treue. / Und mir sagst: Du kannst auch anders! Amen.


Stefan Maser, Kamp-Lintfort
17. November 2023

Eternal God, in Jesus Christ your light shines in our darkness, bringing  joy to our sorrow and presence to our loneliness. We pray for all who are homesick, missing friends and family. We pray for those who are ill and for those who are grieving a loss. Comfort us during these long nights of winter and lead us into the light of day. 

Ewiger Gott, in Jesus Christus scheint dein Licht in unserer Dunkelheit und bringt unserer Traurigkeit und Gegenwart unserer Einsamkeit Freude. Wir beten für alle, die Heimweh haben, Freunde und Familie vermissen. Wir beten für diejenigen, die krank sind und für diejenigen, die einen Verlust erleiden. Trösten Sie und führen Sie und uns in das Licht des Tages. Amen


Catherine McMillan, Schweiz
16. November 2023

Ach Gott – du im Jenseits meiner Worte
Wasche rein, was ich sagen will,
Leerer Schall ohne Sinn

Demokratie
Menschenwürde
Gerechtigkeit
Völkermord
Kollateralschaden
Terrorismus

Wahrheit

Tausendfach in aller Munde
Tausendfach bedeutungslos
Tausendfach missbraucht
Tausendfach durch unser Tun widerlegt

Wasche rein, was ich sagen will
Komm du Wort des Anfangs
Reden und Tun / Eins bei dir
Ewiges Wort bei Gott

Kommst du irgendwann zu uns?


Gudrun Kuhn, Nürnberg
15. November 2023 Du Lebendige/r siehst mich / - auch wenn es regnet  - / in gutem Licht / und sanfter Frische. / Ermutigst meine grauen Tage, / förderst meine Herbstfreuden / in denen ich der Vergänglichkeit fröne / und ganz im Vertrauen auf das ewige Leben / alles gebe um so gering und nah zu werden, / dass der Schmerz nachlässt.
Kathrin Rehmat, Zürich
14. November 2023

Wo bist du, Gott des Friedens, / in unserer aus den Fugen geratenen Welt, / wo bist du Gott des Erbarmens / wenn Terror an so vielen Orten gefeiert wird, / wo, Gott, bist du, / bei all dem Sterben!

Wir bitten dich, / zeig dich überall da, / wo Menschen nach deiner Hilfe schreien, / stopf denen den Mund, / die deinen Namen für ihre Mordlust missbrauchen, / und erbarme dich derer, / die den Glauben an dich verloren haben, / weil du so fern und gleichgültig scheinst!

Gott, wir klammern uns an dich / mit unseren Ängsten, mit unserer Empörung, / und mit unserer Trauer um so viel zerstörtes Leben: / Wir bitten dich für die Geiseln der Hamas, / bring sie zurück zu ihren Familien und Freunden, / und steh denen bei, / die jetzt um sie bangen. / Schütze die Zivilisten in Gaza, / die die Hamas auch als Geiseln hält. / Stell den bedrohten Kindern in allen Kriegsgebieten / einen Engel zur Seite, / der ihnen Leib und Seele schützt. / Gott stärke alle, / die den Hassparolen widerstehen / und auch jetzt für Frieden und Versöhnung arbeiten.

Gott, wir wissen nicht wohin mit den vielen Sorgen um die Zukunft unserer Erde, / wenn nicht zu dir. / Bewahre uns vor Resignation / Und erhalte uns trotz allem die Zuversicht, / dass du uns nicht aufgibst / obwohl auch du unendlich leidest / an dem Unheil, das wir Menschen anrichten. / Du Gott des Friedens und des Erbarmens, / wir bitten dich: / Zeig dich mit deiner heilenden Kraft / und mach uns zu Verbündeten deines Willens.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
13. November 2023

Retter

Wir warten auf dich / Jesus / Dass du auf einer Wolke herunterkommst  / Um die deinen zu retten / Kommst du / Oder müssen wir auf einen andern warten  / Auf eine Retterin / Lieber Christus  / Ich warte schon lange nicht mehr / Von oben auf einer Wolke / Wo ist denn oben / Ich vernehme den Ruf / Rettet / Er gilt nicht einer Person / Wir Menschen alle / Welche die Erde das Leben die Freiheit lieben / Wir wollen mit vereinten Kräften alles tun  / Um zu retten / Was zu retten ist / Himmel Erde Luft und Meer / Das liebe Leben und seine Zukunft / Amen / 


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
12. November 2023 Herr der Welt, / wie oft haben wir dich um Frieden gebeten, / und es kamen / neue Konflikte, / neue Gewalt. / Wie oft sind wir vor dich getreten / mit unseren Klagen / über das Unrecht / und über die Gier, / die Leben zerstört. / Dennoch geht alles immer so weiter. / Die Tatsachen sprechen unserer Hoffnung Hohn. / Gott, hast du deine Ohren verschlossen? / Lässt du dich nicht mehr bewegen von uns? / Ist dir das Leid deiner Schöpfung gleichgültig geworden? / Oder wie lange müssen wir noch warten, / bis wir endlich sehen / die Zeit der Gnade, / ein Tag des Heils? / Gott, erbarme dich / über uns / und unsere friedlose Erde.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
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