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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

© Pixabay

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6. Oktober 2022 Unser Vater! / Wir wollen glauben, aber das ist nicht leicht. / Wir wollen vertrauen, das aber fällt uns unglaublich schwer. / Wir möchten im Glauben zuversichtliche Schritte gehen,  / aber unsere Beine sind manchmal bleischwer. / Ob es an dem „WIR“ liegt? WIR wollen, WIR möchten… / Hilf uns, uns beschenken zu lassen. Nicht WIR, sondern DU! / DU schenkst und DU gibst umsonst! / DU gehst so wunderbar behutsam auch mit unserem Unglauben, mit unserem Unvermögen und mit unserem Zweifel um – fast zärtlich. / Danke. Wir stehen leer vor dir und bitten dich: Fülle du uns neu! / Amen
Annegret Lambers, Osterwald
5. Oktober 2022 Barmherziger Gott, / von deiner Güte leben wir. / Dein Segen lässt unsere Arbeit gelingen. / Doch oft sehen wir nur unsere eigenen Anstrengungen, / denken, wir müssten alles selber in den Griff kriegen, / und schreiben unsere Erfolge uns nur selber zu. / Unser Leben steht unter einem unseligen Leistungsdruck. / Oft fühlen wir uns überfordert – / und sind es auch! / Wenn wir uns dann fragen: / »Wofür das alles?«,  / dann fallen wir in eine große Leere. / Ja, es ist umsonst, / dass wir früh aufstehen / und hernach lange sitzen / und unser Brot mit Sorgen essen. / Es ist umsonst, / wenn du uns nicht das Ziel weist, / wenn du unserem Leben nicht seinen Sinn gibst. / Erbarme dich, Vater, über uns. Amen.
RefLit
4. Oktober 2022 Wie ein guter Vater oder wie eine gute Mutter / stehst Du hinter mir  / und schenkst mir Halt. / Ermutigst mich / aus zu atmen / aus zu sprechen / aus zu tragen und aus zu stehen / wohin du mich mit deiner Verheissung ziehst.
Kathrin Rehmat, Zürich
3. Oktober 2022 Gott, Du Erleuchter unserer Gedanken! Wenn wir uns mit den Problemen dieser Welt befassen, dann gib uns Verständnis. Wir brauchen Menschen, die uns richtig informieren. Und wir brauchen das rechte Maß an Vertrauen und Vorsicht, wenn wir die Nachrichten sortieren und uns ein Bild machen wollen. Wenn wir die Zusammenhänge durchleuchten, dann schenke uns die nötige Selbstkritik. Wir sind nicht an allem schuld, aber es gibt viele Verbindungen zwischen Problemen in fernen Ländern und unserer Lebensweise. Sei uns gnädig und gib uns die Kraft, dass wir uns ändern. 
Georg Rieger, Nürnberg
2. Oktober 2022

Freund, entreisse mich dem allen, / Was nicht in dein Reich gehört; / Lass mich zu der Freistatt wallen, / Wo mich kein Geräusche stört!


Liederschatz 1816,4
Wochenrückblick

1. Oktober 2022

Da ist sie wieder.  / Die Zeit, in der alles abfällt.  / Zumindest von den Bäumen. / Gott, ich wünschte, auch für unsere Seelen wäre es die Zeit, in der alles abfällt. / Wie erleichternd wäre es, wir könnten die Angst vor dem Winter abwerfen. / Wie befreiend wäre es, die Sorge vor der Kälte in Haus, Herz, Gesellschaft würde einfach davon geweht. / Kannst du nicht ein wenig an uns rütteln?


Carolin Springer, Leer
30. September 2022

Unbegreiflicher Gott, um deines Sohnes Jesus Christus willen bist Du auch für uns Vater und Mutter im Himmel. Danke Herr, für Nahrung und Wohnung, für Menschen, die uns lieb haben, für all den Segen von Dir, der uns oft so selbstverständlich entgegenkommt. Wir möchten so gerne nach deinem Willen leben und schaffen es doch nicht. Öffne uns für dein leises Reden im Alltag und schaff uns Zeiten, in den wir zu deinen Füßen sitzen und dir zuhören. Dein heiliger Geist wird uns leiten, dass wir heute auf deinen Wegen gehen. Das, was uns hindert legen wir bei Dir ab. Die Last, die wir kaum noch tragen können und das, wo wir keinen Weg mehr sehen. Teile das Meer vor unseren Füßen, Herr, und gib uns Kraft und Mut aufzubrechen. Amen.


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
29. September 2022

Wir verstehen vieles nicht

Gott / Wir verstehen uns selber nicht / Reaktionen unserer Kinder verstehen wir nicht / Wir verstehen unsere Mitmenschen nicht / Wir missverstehen dich / Wir machen aus dir so etwas wie Künstliche Intelligenz / Die das regeln soll was wir nicht verstehen / Du bist aber nicht künstlich / Du bist keine Erfindung die das Leben erleichtern soll / Du bist des Lebens Kern  / Du bist der Liebe Kern / Du wärmst uns und stärkst uns für Taten / In welchen du dich erkennst / So erkennen wir uns selbst / Und erfahren / Dass du bist


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
28. September 2022

Lord Jesus, you told great stories / they helped people make sense of their lives / they revealed God in Ordinary things / they encouraged and changed people.

Make us more ready to share our stories / give us words where we are tongue-tied / confidence to know our stories matter / tact to know the right place to tell them. / Also, most importantly, make us ready to listen.


The Iona Community
27. September 2022 Du Lebendige/r siehst mich / - auch wenn es regnet  - / in gutem Licht / und sanfter Frische. / Ermutigst meine grauen Tage, / förderst meine Herbstfreuden / in denen ich der Vergänglichkeit fröne / und ganz im Vertrauen auf das ewige Leben / alles gebe um so gering und nah zu werden, / dass der Schmerz nachlässt.
Kathrin Rehmat, Zürich
26. September 2022 Gott, / Da bin ich und habe bei mir, was mich beschäftigt, ein Sammelsurium an Gedanken, ein Chaos an Gefühlen und auch Leere und Nichts. / Da ist das Leben und der Tod, da sind die Engel und Gewalten, da ist das, was gerade jetzt ist, und das, was werden wird, da ist ganz Hohes und auch sehr Tiefes und viel zu viel Flaches. Alles, was mich trennen könnte von dir. Aber das soll es nicht.  / Darum: Nimm all das und mach ein bisschen Trost daraus - wenigstens für die Tage dieser Woche - und Hoffnung, die ein bisschen länger reicht. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
25. September 2022

Mein Friedefürst, vermähle dich / Mit meinen innern Sinnen; / Beherrsche mehr als königlich / Mein sämtliches Beginnen! / So werd’ ich dir je mehr vereint, / Je mehr dein Licht ins Herze scheint.


Liederschatz 1813,6
Wochenrückblick

24. September 2022

Die Woche einer Beerdigung, wie es vielleicht nie eine gab. Was für Leben im Dienst durch den Wandel der Zeiten! Was für eine Achtung, was für eine Anteilnahme weltweit!/ Andere Tote und Begrabene in derselben Woche, gestorben nach ihrem Leben mit und für andere, wie viele durch Hunger, Krieg und Gewalt,/ in engen Grenzen, nur im eigenen Kreis wahrgenommen oder ganz unbeachtet geblieben. // Gott, Quell und treuer Grund meines Lebens, lehre mich bedenken, dass auch ich sterben muss. Aber bis dahin lass mich dankbar leben mit meinen Möglichkeiten und Grenzen, dem Profil, Gesicht, Charakter und Zuschnitt, mit denen du mein Leben kostbar, unverwechselbar und einmalig gemacht hast. / Und hilf mir, zu dienen und nützlich zu sein, so wie du´s für mich gemeint hast. // Das bitte ich durch Jesus Christus. Amen.


Stefan Maser, Kamp-Lintfort
23. September 2022 Du Gott der Fülle, / warum lassen wir uns immer wieder / so sehr von anderen Menschen beeindrucken, / warum machen wir uns abhängig / von ihrem Einfluss / und versuchen um jeden Preis, / ihnen zu imponieren! / Wir könnten doch wissen, / wie wenig beständig / der Erfolg unserer Gefallsucht ist, / und sollten uns lieber an dich halten. / Du bist verlässlich, / Du verleihst uns Ansehen / trotz unserer Mängel, / und lässt uns nicht fallen, / wenn wir dich enttäuschen. /  / Gott, mach uns los / von falschen Idolen. / Stärke unser Selbstbewusstsein / und gründe uns / allein in dir.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
22. September 2022 Guten Morgen lieber Vater im Himmel. Ein neuer Tag liegt vor uns, ein Geschenk von Dir an uns. Gleich greifen wieder die Ängste, Sorgen und Zweifel nach uns. Und lenken unseren Blick ab von Dir. Ich will ernst nehmen, was dieser Tag von mir fordert, aber Du bist größer als alles, was mir den Weg zu Dir verstellen will. Komm mit deinem Geist, der mich lehrt den herrenlosen Mächten und Gewalten den Gehorsam zu verweigern, der meinem Kleinglauben aufhilft und den Blick für das öffnet, was dem Leben dient. Und Dir die Ehre gibt. Amen 
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
21. September 2022

Aufrecht

Freie Menschen gehen aufrecht  / Gedemütigte taumeln den Blick nach innen gerichtet als möchten sie verschwinden / Du gingst aufrecht auf dieser Erde mit offenen Sinnen auf Menschen zu / Du liessest dich ansprechen als Rabbi Jesus  / Du hast viele angesprochen / Du hast gebückten Frauen zum aufrechten Gang verholfen mit Wirkung bis in die Gegenwart / Wir Buckligen und Gedemütigten alle wir danken dir / Wir wollen einander aufrichten aufrecht begegnen / Wir wollen niemanden demütigen und kein Leben entwürdigen / Wir alle die wir uns auf dieser Erde bewegen lernen Rücksicht, weil wir Rücksicht erfahren / Wir schauen uns an und ahnen was dich ausmacht / Gott / 


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
20. September 2022

Gott – du immer gleich / Fels und Burg und Hort / Zuversicht unserer Vorfahren / lass uns nicht einknicken / nimm uns an der Hand / stell uns auf sicheren Boden.

Gott – du immer anders / Wolke und Feuer und Brausen / Zuversicht unserer Vorfahren / lass uns nicht erstarren / zwinge uns umzukehren / führe uns ins Unbekannte.

Gott – du alles in allem / wir haben so viel zu bewältigen / wir brauchen deinen Geist, / der uns sehend macht.

Nimm uns und anderen die Schuppen von den Augen. / Zeige uns und anderen die Möglichkeiten einer Kehrtwende. / Schenke uns Menschen, die uns bei der Verwandlung helfen. / Gib uns die Zuversicht, anderen eine Verwandlung zuzutrauen.

Im Vertrauen auf dich / sind wir bereit zwiefach aufzubrechen / aus der Aufgeregtheit in die Besonnenheit / aus der Bequemlichkeit ins Ungewisse. / AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
19. September 2022 Gott, wir bitten dich für alle Kinder, / dass sie ohne Angst aufwachsen, / dass sie Vertrauen finden, / dass Friede ihre Zukunft sei. / Wir bitten besonders für die Kinder, / die Opfer der Erwachsenen sind: / für die Kindersoldaten, / für die von Landminen verletzten, / für die Kinder in den Elendsvierteln, / für die Kinder auf der Flucht, / und auch für die misshandelten und verstörten Kinder / in unserem Land: / Lass Licht, o Gott, in dieses Dunkel fallen, / lass uns Patinnen und Paten dieser Kinder sein / und keine Ruhe geben, / bis Friede und Gerechtigkeit einkehren.
RefLit
18. September 2022

Ich hab’ es an mir wahrgenommen, / Zu deiner Stunde ist’s geschehn; / Da bin ich meinem Feind entkommen, / Da hab ich in dein Licht gesehn; / Da ward als köstliches Geschmeide / Mir angelegt das Heilsgewand, / Und meinem Geist als Kindschaftspfand / Von dir beschert des Geistes Freude.


Liederschatz 1805,3
Wochenrückblick

17. September 2022

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist,  / vorbei der Sommer. / Vorbei die Ferien. / Vorbei das Draußen-Sein im T-Shirt. / Vorbei die Parkplatzsuche ohne Mühe. / Alle wieder da. / Aber alle auch beschwert: / Was wird demnächst ein Brot kosten? / Und bei wem wird es zu kaufen sein? / Wie warm wird es in den Wohnungen sein? / Und wie sollen es die über den Winter schaffen, / bei denen es immer schon knapp war? / Wir spüren, dass die fetten Jahre vorbei sind und / dass die mageren kommen. / Und dass es ungeheuer schwierig ist, diesen mageren / Jahren mit Wirklichkeitssinn zu begegnen. / Da schauen wir lieber nach England. / Denen dort geht es nicht besser. Aber sie hatten / die Queen. Und jetzt haben sie einen neuen König. / So etwas hält zusammen. / Was hält uns zusammen? / Gib Wirklichkeitssinn, der in der Ehrfurcht vor Dir gegründet ist. / Werde vielen groß als weiter Raum und feste Burg, / als Halt in Not und als Gebot der Stunde. / Und bleibe bei uns in den mageren Jahren. / Damit auch die einst vorbei sind. / Amen.


Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
16. September 2022

Gott – deine Treue ist alle Morgen frisch und neu / aber wir haben Angst vor wieder aufflammender Gewalt: / einen heißen Herbst künden uns die Demokratiefeinde an.

Zahlreiche sind unzugänglich für Argumente / Manche sind voller Hass gegen Andersdenkende / Die meisten sind ohne Bereitschaft zu Kompromissen / Viele sind für unabhängige Informationen nicht erreichbar  / Einige sind ohne Scheu vor Unrecht.

Gott – deine Treue ist alle Morgen frisch und neu / aber wir fürchten uns vor  Veränderung und Verzicht: / einen verlustreichen Winter künden uns die Regierenden an.

Zahlreiche finden sich nicht zurecht im Wirrwarr der Ratschläge / Manche wissen nicht, wie sie ihre Existenz sichern können / Die meisten klammern sich an verlorene Gewissheiten / Viele sind in Sorge um die Menschen im Krieg / Einige ziehen sich in ihre Ängste zurück.

Gott – mach uns frisch und neu.  / Gib der verdorrten Hoffnung wieder Wasser. / Wir haben es dringend nötig. /  / AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
15. September 2022 Hass / Erbricht sich unter dem Deckel / Durchbricht alle Dämme / Von Hass überspült  / Musst du gegen den Untergang schwimmen / Kannst kaum atmen / Lässt nur dich gelten / Verfluchst den Tag deiner Geburt / Vätermütter  / Vergebt euren Kindern wenn sie Hass versprühen / Wissen sie denn was sie tun / Gottmutter / Zieh den giftigen Stachel / Lass Tränen fliessen / Hass abfliessen  / Erkennen was zum Vorschein kommt / Ein Würmlein / Ein Schluchzen / Die Kränkung / Ein Haschen nach Liebe / Lass heilen / Gott
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
14. September 2022

Erhabener Gott, / du liebst die Armen und wohnst im Elend, / da, wo die meisten von uns nicht hingehen, / weil uns die Hässlichkeit der Armut abstößt: / der Dreck, der Gestank, / die Verrohung des Umgangs. / Wir sehen oft nicht die Tapferkeit derer, / die mit wenigem auskommen müssen. / Wir würdigen nicht, / wie großherzig und hilfsbereit sie trotzdem oft sind, / und ihre Lebensleistung stößt bei uns auf wenig Beachtung.

Gott, lass du uns nicht verrohen! / Lehre uns, genau hinzusehen / und uns anrühren zu lassen, / von schweren Schicksalen. / Verbinde uns mit den Bedürftigen / in solidarischem Respekt / und in gerechtem Teilen.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
13. September 2022 Gott, Ewiger! / Mose hat Dich gesehen. Wir sehen dich nicht. Aber wir hören dich. Deine Weisungen legst Du uns ans Herz. / Und wenn das Herz hart geworden ist und verschlossen oder ängstlich und blass, wenn es kalt geworden ist und blutleer oder vergiftet und böse - dann, barmherziger, gütiger Gott - dann verzeih uns und gib uns ein neuen Herz, ein besseres, ein weicheres, ein reines, das dir gehört. Amen. / 
Jürgen Kaiser, Berlin
12. September 2022

Ich will keine großen Worte machen, Herr. / Es ist wahr, dass ich oft vergesse, dass du da bist. / Es ist wahr, dass ich dich oft erst dann anrufe, wenn es schon fast zu spät ist. / Es ist wahr, dass ich nicht immer verstehe, warum du untätig bist, / wenn alles in Bewegung ist in der Welt und in meinem Leben.

Aber du bist da, / und das ist es, was wichtig ist. / Nichts könnte dich von hier losreißen, / nichts könnte uns dir entreißen, / nichts könnte dir die Welt entwinden.

Du bist da, Herr. / Mehr als mein Glaube oder meine Angst oder meine Torheit.


Christoph Landré, Berlin
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