Aktuelle Termine


UEK: 200 Jahre Union zwischen lutherischen und reformierten Kirchen
Veranstaltungen in den Jahren 2017, 2018 und 2021
Im Jahr 2017 wird nicht nur 500 Jahre Reformation, sondern auch 200 Jahre Unionen zwischen lutherischen und reformierten Kirchen gefeiert.


Mit Kindern nach Goldenstedt und Jugendlichen nach Kroatien
Freizeiten und Bildungsmaßnahmen für 2018 im Überblick
Die Evangelisch-reformierte Kirche hat ihr Freizeitprogramm für das Jahr 2018 veröffentlicht. In dem Programmheft finden sich mehr als 50 Freizeiten und Seminare für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.




Der Reformierte Schleiermacher - Symposion anlässlich seines 250. Geburtstages
16. und 17. November 2018, Schleiermacherhaus (Halle)
Eine Kooperation
der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland
und der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität, der Internationalen Schleiermacher-Gesellschaft, dem Reformierten Kirchenkreis und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie


Geldericus Crumminga - Die Bücherwelt eines Emder Juristen
Johannes a Lasco Bibliothek, 23. August 2018 bis 31. Januar 2019


Dazwischen. 200 Jahre evangelische Kirchenkreise in Westfalen
24. September bis 30. November 2018, Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld
Ausstellung: 200 Jahre evangelische Kirchenkreise in Westfalen


Reformationsfeiertag und Judentum
30. Oktober 2018, Nordhorn
Die Evangelisch-reformierte Kirche will sich am Reformationstag 2018 mit dem Verhältnis zwischen Christen und Juden beschäftigen.


Ich vermisse SuSi

Mittwochskolumne von Paul Oppenheim

© Pixabay

Die Katze meiner Frau hieß Susi. Sie wurde vor vielen Jahren vom Bäckerwagen überfahren. Noch heute vermisst meine Frau ihre Susi. In unserer Kirchengemeinde gab es einen Gottesdienst für Konfirmanden und ihre Eltern, samstags um sieben, abgekürzt „SUSI“. Der wurde nicht gut besucht und wird auch kaum vermisst. Was ich aber vermisse, ist subjektive Sicherheit im öffentlichen Raum, offizielle Abkürzung 'SuSi'.

Das subjektive Sicherheitsempfinden von Menschen im Öffentlichen Raum, auf Straßen, in Parks aber besonders im öffentlichen Nahverkehr ist ein oft diskutiertes Thema. Es beschäftigt Forschungsinstitute und Ministerien, es wird an Universitäten erforscht, allerdings ergeben die Umfragen widersprüchliche Ergebnisse, je nachdem wer fragt und wie gefragt wird.

In Deutschland gibt es einen gravierenden Gegensatz zwischen (hoher) objektiver Sicherheit und (niedrigem) subjektivem Sicherheitsempfinden. Obwohl immer mehr Menschen sagen, dass sie sich bedroht und unsicher fühlen, lässt sich kein entsprechender Anstieg der Verbrechen und Gewaltdelikte nachweisen. Der Bundesinnenminister kann sogar mit einer Verbesserung der Kriminalitätsstatistik aufwarten.

Mich stimmt es traurig, dass in jedem Kaufhaus und am Eingang vieler Läden jetzt Sicherheitsleute stehen. Ist das nicht ein Zeichen zunehmender Unsicherheit? Auch die vielen Videokameras erhöhen nicht mein Sicherheitsempfinden. Sie erinnern mich vielmehr daran, dass ich das potentielle Opfer eines Angriffs oder Raubs werden könnte.

In der Diskussion wird nach mehr Polizeipräsenz gerufen. Tatsächlich fühlt man sich sicherer, wenn man auch nachts und in abgelegenen Straßen Polizeistreifen sieht. In manchen Städten setzt das Ordnungsamt jetzt uniformierte „Aufpasser“ als Polizeiersatz ein, aber diese Fokussierung auf die Personalstärke der Polizei ist eine einseitige Betrachtungsweise. Tatsächlich sind es verschiedene Faktoren, die in den letzten Jahren zum schwinden des Sicherheitsempfindens beigetragen haben.

Seit Jahren sparen die Kommunen zum Beispiel an der Straßenbeleuchtung. Gerade für ältere Menschen ist die Funzelbeleuchtung deutscher Städte ungenügend. Die Wege durch Parks und sogar beliebte Jogging- und Fahrradstrecken sind düster und oft ganz und gar unbeleuchtet. In den Unterführungen sind Lichter häufig defekt. Gut beleuchtete Straßen und Wege durch Parks wären ein wichtiger Beitrag zur subjektiven Sicherheit.

Besonders schlimm steht es um die subjektive Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr. Das belegen entsprechende Studien. Nachts alleine auf einem S-Bahnhof zu stehen, ist eine Mutprobe, die man niemandem wünscht. Auch an dunklen Bushaltestellen und in leeren U-Bahnstationen will niemand warten. Gerade Frauen und ältere Menschen meiden solche Situationen. Die Verkehrsbetriebe haben überall Personal eingespart und Menschen durch Automaten, Rufsäulen und Kameras ersetzt, die kein Sicherheitsempfinden vermitteln. Auf den Zügen ist es um Personalpräsenz auch schlecht bestellt und nicht jede und jeder möchte eine Heldin oder ein Held sein.

Nicht nur Innenminister und Polizei haben auf Kosten der subjektiven Sicherheit gespart, auch die Deutsche Bahn, Verkehrsbetriebe und Kommunen haben auf Kosten des allgemeinen Sicherheitsempfindens ihre Kassen saniert und zum wachsenden Gefühl der Unsicherheit im öffentlichen Raum beigetragen. Es ist an der Zeit, hier umzudenken. SuSi wird vermisst!

Paul Oppenheim

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