Da gingen sie alle weg

Predigt zu Joh. 8, 3–11


"Jesus und die Ehebrecherin" von Rembrandt (Ausschnitt) © Wikimedia/Immanuel Giel (public domain)

Von Gudrun Kuhn

Mit vielen Texten aus der Bibel haben Sie und ich unsere je eigene Erfahrung. Nehmen Sie sich nach dem Lesen ein wenig Zeit, um darüber nachzusinnen. Sie kennen die Geschichte bestimmt gut.

3 Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stell­ten sie in die Mitte 4 und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehe­bruch ergriffen worden. 5 Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu stei­ni­gen. Was sagst du?
[3. Mose 20,10  Wenn jemand die Ehe bricht mit der Frau seines Nächsten, so sollen beide des To­des sterben, Ehebrecher und Ehebrecherin, weil er mit der Frau seines Nächsten die Ehe gebrochen hat.]
6 Das sagten sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. 8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. 9 Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. 10 Jesus aber richtete sich auf und fragte sie: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? 11 Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.

Jesus und die Frauen … mein Lieblingsthema in den 70ern. Wie hatte er es diesen Män­nern mit ihrer doppelten Moral gezeigt! Diesen scheinheiligen Typen, die es fertig brachten, so­­­­­gar das 3. Buch Mose noch frauenfeindlich zu radikalisieren. Dort müssen wenigstens bei­­­­de sterben: Ehebrecherin und Ehebrecher. Aber diese Schriftgelehrten und Pharisäer sind auf einem Auge blind, wenn sie ein Paar in flagranti ergreifen.

Jesus und die Pharisäer … mein zweitliebstes Thema in den 70ern. Pharisäer und Schrift­ge­lehrte – die ähnelten un­se­ren verknöcherten Lehrern und Pfarrern, prüde und lustfeindlich, stets auf Ver­bote und Strafen aus, Ver­fins­te­rer von Jesu heller und reiner Liebeslehre. Das habe ich als junge Frau in der Geschichte ge­le­sen. Was ich damals noch nicht wusste: Der Text fehlt in den Handschriften des Johan­nes­evan­ge­liums bis zum 5. Jh. Und zur Zeit Jesu gab es in der Praxis längst keine Todesstrafen bei Ehe­bruch mehr. Dennoch kursierte diese Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin au­ßer­halb des Evangeliums.

Was da von Jesus erzählt wurde, war auf jeden Fall irritierend. Hatte man Bedenken gegen ein zu freiheitliches Jesus-Bild? Wurde die Geschichte deshalb lange nicht ins Evangelium übernommen? Rettung für eine Ehebrecherin? Resozialisieren statt be­stra­fen? Nein! Das geht gar nicht. Wohin würde sowas führen … Oder hatte man Bedenken gegen eine zu rigorose Moral? In der frühen Kirche bahnte sich eine asketische Richtung an: Sexualität galt als die Ursünde schlechthin. Und die Frauen waren an allem schuld. Wurde die Geschichte deshalb gerade aufgenommen? Rettung für eine Ehebrecherin? Wie für alle Ge­strau­chel­ten? Ja! So befreit das Evangelium!

Was da von Jesus erzählt wird, ist auf jeden Fall irritierend. Ich stelle mir die Szene vor: Jesus, allein mit der bedrängten Frau. Geh hin und sündi­ge hinfort nicht mehr, sagt er. Die geplante Strafaktion der Männer hat er mit demonstrativem Des­interesse quittiert. Mit dem Finger in den Sand geschrieben. Gar nicht aufgeblickt. Jetzt aber spricht er von Sünde. So steht es da: sündigen. Was genau könnte das geheißen haben? Ging es ums Fremd­ge­hen? Um das, was wir auch heute noch mit Ehe­bruch be­zeich­nen. Oder ging es um käuflichen Sex? War die Frau eine Prostituierte?

Sün­digen. Offenbar teilt Jesus das mo­ra­li­sche Urteil der Pharisäer und Schrift­ge­lehr­ten. Das kennt man ja aus den Evan­ge­lien. Seine Ethik ist rigoros. So sagt er bei Lukas (16,18): Wer sich scheidet von seiner Frau und heiratet eine andere, der bricht die Ehe; und wer die von ihrem Mann Geschiedene heiratet, der bricht auch die Ehe. Und so sagt er bei Matthäus (5,28): Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. Die Weisungen Jesu sind radikal. Erst kürzlich haben wir uns abgemüht mit den harten Worten über die Reichen, die es schwer haben am Gottesreich teilzuhaben. Jesu Ethik ist rigoros.

Wie kann man standhalten diesem: Sündige hinfort nicht mehr! Soll ich Ihnen vielleicht als alte Dame die kreative Schönheit erotischer Wünsche ver­mie­sen? Soll ich die Praxis der katholischen Kirche verteidigen, die geschiedene Wieder­ver­hei­ra­­tete ex­kom­­muniziert? Soll ich uns – immerhin ordentliche Kirchensteuerzahler – die Hölle heiß machen, weil wir was auf dem Sparbuch haben oder ein Haus besitzen? Sün­dige hinfort nicht mehr!

Ich kann es verstehen, wenn Redakteure des Johannesevangeliums mit dieser Geschichte ihre Schwierigkeiten hatten. Rettung für eine Ehebrecherin?!  Das kann Jesus nicht gemeint haben! Oder: Heil für alle, auch für eine Ehebrecherin?! Genau das muss Jesus gemeint haben! Ja, was hat ER nun gemeint? Was könnte er gemeint haben? Eine falsche Frage! Richtiger wäre: Was meinen wir, was die Verfasser der Geschichte gemeint haben, dass Jesus gemeint hat … So kommen wir nicht weiter. Darum lasse ich den Text einfach über die Jahrhunderte hinweg direkt zu uns sprechen. Be­geg­net bin ich ihm mit tagesaktuellen Fragen im Kopf.

USA – Supreme Court: Das seit 1973 grundsätzlich geltende Recht auf allgemeine Straffreiheit bei Ab­trei­bung wird außer Kraft gesetzt, selbst nach Vergewaltigungen. Zu Schwan­ger­schafts­ab­brüchen haben wir kein Jesuswort, das man so oder so deuten könnte. Wie auch? In der Antike gab es ohnehin keine Kinderrechte, schon gar nicht für Ungeborene. Weder in der Tora noch in den Apos­telbriefen. Erst im Mittelalter dachte man darüber nach. Theologen über­nah­men vom griechischen Philosophen Aris­toteles eine Fristenlösung. Männliche Föten galten ab dem 40. Tag als beseelt, weibliche nach dem 80. Erst danach war ein Abbruch Mord. Soweit das kirchliche Recht. Die weltlichen Gerichte ließen Abtreibung ohnehin straffrei. Wie sollte man das Vergehen nachweisen?

Jetzt aber, im Jahr 2022, haben die USA eine unumstößliche Richtlinie. Schwangerschafts­abbruch ist in jedem Fall Mord. Es gibt keine Fristenregelung mit Beratungspflicht – wie bei uns. Gott selbst hat durch den Mund des obersten Gerichts ge­spro­chen! So jedenfalls lässt es Donald Trump verlauten – ausgerechnet er. Und seine Gesinnungsgenossen halten schon die Steine in der Hand …

Jesus aber sagt: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein … Nur diesen Satz. Gebückt hat er sich und mit dem Finger auf die Erde geschrieben. Er ignoriert die Pharisäer und Ältesten. Er diskutiert nicht mit ihnen über Gesetze. Auch nicht darüber, ob nun das 3. Buch Mose noch Gültigkeit haben soll. Danach hätten sie ja durchaus das Recht, sogar die Pflicht, Ehebrecherinnen und Ehebrecher zu bestrafen. So wie jetzt in vielen Bundesstaa­ten der USA Frauen nach einer Abtreibung verurteilt werden müssen. Ärztinnen und Ärzte eben­so.

Jesus schreibt mit dem Finger auf die Erde. Da werden die Steine wieder niedergelegt und sie gehen  weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst … Und ich höre sie beim Weggehen darüber diskutieren, ob die alten Vorschriften vielleicht zu eng und streng sind. Ob die Todesstrafe angemessen ist. Ob die Lebensumstände der Betroffenen nicht aufmerksamer berücksichtigt werden müssten. Ob die politisch Verantwortlichen nicht eher raten als strafen sollten. So hätte ich das gerne. Vielleicht gehen sie aber auch im Zorn. Vielleicht urteilen sie ähnlich wie meine republikanisch wählende Kusine aus Amerika. Die weiß sich ohne Sünde: „Ich habe nie verhütet, fünf Kinder großgezogen und niemals abgetrieben“.

Schön für sie. Sie würde Trump wie­der wählen, weil sie gegen eine allgemeine Krankenversicherung ist und für eine Mauer an der Grenze zu Mexiko. Und weil sie Armut und Obdachlosigkeit für selbstverschuldet hält und Reichtum für selbstverdient. Weil gerechtere Sozialgesetze für sie Kommunismus bedeuten und weil sie der Meinung ist, dass man auch ein gewaltsam gezeugtes Kind austragen muss. Mag sein, die Pharisäer und Ältesten sind auch selbstgerecht weggegangen. Und haben Jesus als Aufrührer denunziert.

Der aber ist jetzt – endlich – mit der Frau alleine. Nun  blickt er auf. Ihr in die Augen. Er fragt sie nichts. Er verurteilt sie nicht. Aber er spricht sie auch nicht einfach frei. Jesus bindet die Frau an ihr Gewissen – was auch immer ihre Verfehlung war. Er nimmt sie als Person wahr. Und mahnt sie an die Verantwortung für ihr Handeln. Und gleichzeitig: Jesus entbindet die Frau von einer gnadenlosen Justiz, die nach dem Buchstaben des Ge­set­zes urteilt. Im geschützten Raum spricht er. Niemand von den Ältesten, den juristisch Verantwortlichen, ist mehr da. Zu der Frau alleine spricht er. Als Seelsorger, nicht als Politiker oder Ethiker.

Und wieder schweift mein Blick in unsere Gegenwart. Da gehen die einen in den USA auf die Straße mit dem Schild: „Mein Bauch gehört mir“. Abtreibung muss ohne jede Einschränkung erlaubt sein. Und in ihrer Wut vergessen sie, dass das ungeborene Leben mehr ist als ein Klumpen aus Blut und Schleim. Und da gehen die anderen auf die Straße mit dem Schild „Schwan­ger­­schafts­­abbruch ist Mord“. Abtreibung muss ohne Ausnahme verboten sein. Und in ihrer Wut vergessen sie, dass sie dafür verantwortlich sind, wenn in ihrem Land kinderreiche Familien oder Alleinerziehende immer öfter in ausweglose Situationen geraten.

Und ich stelle mir vor, wie Jesus in beide Richtungen spricht: Sündigt hinfort nicht mehr. Der erste Schritt dahin wäre das Eingeständnis, dass die Wahl zwischen richtig und falsch schwierig ist. Und dass man sich auf der einen wie der anderen Seite irren kann.  Das wussten offensichtlich die Menschen in der globalisierten Welt des römischen Reichs schon, auch im abgelegenen Palästina. Die zwischenmenschlichen Regeln für Sexualität können nicht ein für allemal festgelegt und dann durch Strafaktionen zementiert werden. Darum keine öffentliche Hinrichtung mehr für Ehebrecher und Ehebrecherinnen – trotz Weisung im 3. Buch Mose.

Was als „normal“, als richtig, als gottgefällig gelten soll, muss im offenen gesellschaftlichen Diskurs immer wieder neu durchdacht und vielleicht verändert werden. Im Diskurs auch zwischen ver­schie­denen Kulturen. Zur Zeit Jesu war es der Diskurs zwischen tradierter Tora-Frömmigkeit und griechisch-römischem Denken. Heute ist es der Diskurs zwischen religiösen und nicht-religiösen Menschen. Und innerhalb der Konfessionen und Religionen. Wo dieser Diskurs verweigert wird, wo zwischen Rechtsempfinden und Gesetz ein Riss entstanden ist, wo Prinzipien wichtiger sind als Rücksicht auf die Betroffenen landen wir bei einer reaktionär-biblizistischen oder einer islamistischen Gesetzgebung.

Jesus lässt die Pharisäer und Schriftgelehrten gehen. Über Politik und Justiz streitet er nicht mit ihnen. Genaue Weisungen erteilt er nicht. Sie müssen ihre Entscheidungen selbst treffen und verantworten. Und Jesus lässt auch die Frau gehen. „Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt?“ fragt er. Und sie antwortet: „Niemand, Herr“. – „So verdamme ich dich auch nicht.“ Das Recht ist brüchig. Die Moral scheinheilig. Jetzt geht es nur noch um das Individuum. Um die Frau. Um ihre Zukunft. Um ihre selbst zu verantwortende Moral. Vielleicht auch um ihre Reue. Ihre Bereitschaft, um Verzeihung zu bitten. Ihre Ehrlichkeit, Fehler einzugestehen. Sündige hinfort nicht mehr! Das sagt Jesus. Und das traut er der Frau auch zu. Es bedarf keiner weiteren Worte. Sie hat ihre Würde zurückerhalten.

Hier würde ich gerne enden. Schön und aufbauend ist die Erzählung von der Ehebrecherin. Jede und jeder kann ihre Stelle einnehmen. Nicht ohne Sünde. Dem Verdammungsurteil anderer ausgeliefert. Aber von Gott angeblickt. Und auf einen neuen Weg geschickt. Aber die tagesaktuellen Fragen lassen mich nicht los. Ist eine solche Auslegung nicht gefährlich? Dass keiner und keine ohne Sünde ist. Und dass wir das mit Gott alleine klären können. So ist ein Priester mit dem, was er Schutz­be­foh­lenen angetan hat, nur seinem Beicht­va­ter gegenüber verantwortlich. So kann er vor der staatlichen Gerichtsbarkeit bewahrt wer­den. War das nicht die verhängnisvolle Argumentation der kirchlich Verantwortlichen bei der  Vertuschung von Missbrauchs-Delikten? Hat das nicht zu weiteren und immer weiteren Gräuel­taten der Wiederholungstäter geführt. Sündige hinfort nicht mehr. Mit dieser Mahnung sandten die Bischöfe die straffällig Gewordenen von Gemeinde zu Gemeinde. Und sie sündigten weiter und weiter. Sind vielleicht Geschichten wie die von Jesus und der Ehe­brecherin schuld daran, dass die Kirche sexualisierte Straftaten so lange staatlich ungesühnt ließ?

Das mein erster Einwand. Und der zweite: Die Autorität, zu urteilen oder zu strafen, kann doch nicht davon abhängen, ob der Richter selbst untadelig ist. Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein … Ja, wir wünschen uns Lehrer und Pfarrerinnen und Abgeordnete, die integer leben. Aber die Gültigkeit der Gesetze kann nicht davon abhängen, ob sie von Menschen ausgeführt werden, die selbst „ohne Sünde“ sind. Ja, wir wünschen uns Täterinnen und Täter, die resozialisierbar sind. Aber die Er­mäch­ti­gung, Urteile und Strafen zu verhängen, darf nicht ausbleiben, wenn jemand erklärt, hinfort nicht mehr sündigen zu wollen. Sind vielleicht Geschichten wie die von Jesus und der Ehebrecherin schuld daran, dass Menschen die Autorität des Rechtsstaates nicht anerkennen wollen.

Ich lese noch einmal den Anfang. Was sagst du? fragen die Pharisäer und Ältesten Jesus. Der aber schreibt mit dem Finger auf die Erde. Er äußert sich nicht zu den juristischen Fragen. Und nicht zum Strafvollzug. Er diskutiert nicht über die Aktualität des Gesetzes. Gut ist das! So wünsche ich es mir als Demokratin. Judikative und Legislative und Exekutive gehören in die Verantwortung von Staat und Gesellschaft. Das heißt in die Verantwortung von Menschen. Aber da kann es keine unumstößlichen Gebote aus der religiösen Tradition geben. Da müssen Gesetze frei diskutiert und immer wieder neu durchdacht und eventuell vom Parlament geändert werden. Da darf es keine Vermischung von Religion und Staat geben. Und auch keinen geschützten Raum der Kirche, der der staatlichen Justiz entzogen ist.

Was wir aber – gerade als freie, politische verantwortliche Menschen – alle brauchen, sind lmpulse, die von jenseits der Institutionen kommen. Aus der Philosophie, aus der Kunst, aus der Religion. Seelsorge brauchen wir. Mitmenschen, die uns im Gespräch ernst nehmen. Mitmenschen, die sagen: Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Und Mitmenschen, die sagen: Sündige hinfort nicht mehr. Manchmal gilt uns das eine mehr. Und manchmal das andere. Das zeigt mir der Jesus der Geschichte. Aber auch, dass Seelsorge sich selbst unnötig ma­chen muss. Mit seinen Impulsen schickt er die Pharisäer und Ältesten ihres Wegs. Und die Frau ebenso. Sie müssen ihr Gewissen befragen. Und sie müssen selber handeln. Als Gesetzgebende und Regierende. Als Urteilende und Verurteilte. Als öffentliche Personen. Und in ihrem privaten Leben.

Wie es mit der Ehebrecherin und den Pharisäern und Ältesten weiter ging, wird nicht erzählt. Sie setzt sich bei uns und mit uns fort. Von der Kirche erwarte ich Mahnungen und Er­mu­ti­gun­gen, auch an die Adresse von Le­gis­la­ti­ve, Judikative und Exekutive, aber keine Beeinflussung der Par­la­mente. Ob wir in den komplizierten ethischen Fragen unserer Zeit richtig entschei­den, wissen wir oft nicht. Dass wir vor schwerer Schuld wie vor Selbstgerechtigkeit bewahrt werden, darum bitten wir. Auf Gottes lebendigen Geist können wir vertrauen. Dass wir hinfort einen guten Weg finden, dürfen wir hoffen. So gehen wir weiter.

AMEN


Gudrun Kuhn

Werner-Sylten-Preis für christlich-jüdischen Dialog wird erneut verliehen

Ausschreibung zum 80. Jahrestag der Ermordung am 12. August
Zum 80. Jahrestag der Ermordung von Werner Sylten am 12. August schreibt die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) zum siebten Mal den Werner-Sylten-Preis für christlich-jüdischen Dialog aus.

Quelle: EKMD