Die Taufe als Zeichen des Bundes

Die Taufe in der Sicht einer Bundestheologie

Zwinglis Deutung der Taufe als "Zeichen des Bundes" fand auch Eingang in den Heidelberger Katechismus und ist somit ein noch heute im reformierten Konfirmandenunterricht gelehrtes Taufverständnis.

Zwingli betrachtet auf seinem Weg zu einer Bundestheologie die Taufe als Zeichen des Bundes zwischen Gott und Mensch, analog zur Beschneidung. Dieses Zeichen verpflichtet zum Leben nach den Geboten. Zwingli spricht auch vom "Pflichtzeichen" des Bundes. Die Taufe wird allein aus Gnade verliehen. Keinerlei Vorleistung des Täuflings ist notwendig. Aber einmal vollzogen verpflichtet das Zeichen des Bundes, den Willen Gottes zu beachten.

Der Heidelberger Katechismus nennt die Taufe "göttliches Pfand" und "Wahrzeichen" für das geistliche Abwaschen der Sünden. Die Taufe als "Zeichen des Bundes" wird verglichen mit der Beschneidung im Alten Testament. Wie durch die Beschneidung Juden sich von Nicht-Juden unterscheiden, ist die Taufe quasi ein Erkennungszeichen für Kinder, die in die christliche Kirche eingefügt werden, gegenüber "den Kindern der Ungläubigen" (Heidelberger Katechismus Frage 73 und 74).


Barbara Schenck

Werner-Sylten-Preis für christlich-jüdischen Dialog wird erneut verliehen

Ausschreibung zum 80. Jahrestag der Ermordung am 12. August
Zum 80. Jahrestag der Ermordung von Werner Sylten am 12. August schreibt die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) zum siebten Mal den Werner-Sylten-Preis für christlich-jüdischen Dialog aus.

Quelle: EKMD