Aktuelle Termine


Geldericus Crumminga - Die Bücherwelt eines Emder Juristen
Johannes a Lasco Bibliothek, 23. August 2018 bis 31. Januar 2019


Auftakt zur Gebetswoche: Gerechtigkeit, Gerechtigkeit - ihr sollst du nachjagen
22. Januar, Aachen
Ökumenischer Gottesdienst mit Bischof Dieser und Präses Rekowski


Vorbereitung auf den Weltgebetstag
15., 17., 22. Januar 2019, Lippische Landeskirche


Gewaltfreie Initiativen für den Frieden: lokal, global, radikal
22.-23. Januar 2019, Arnoldshain
Studientag in Arnoldshain fragt nach gewaltfreien
Initiativen für den Frieden.


Schweizer! Ausländer! Hetzer! Friedestörer! Ausstellung zum Karl-Barth-Jahr 2019
2.-24. Januar 2019, Leer
Im Jahr 2019 erinnern die evangelischen Kirchen an einen der wichtigten Theologen des vergangenen Jahrhunderts: Am 10. Dezember 1968 - vor 50 Jahren - starb der Schweizer Theologe. Vor 100 Jahren, im Jahr 1919, veröffentliche er seinen wegweisenden Kommentar zum Römerbrief.


Gemeinsames Zeugnis für die Gerechtigkeit
24. Januar 2019, Berlin
Zentraler Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen in Berlin – Ehrung von Metropolit Augoustinos für sein ökumenisches Lebenswerk


Resonanz und Widerspruch - Karl Barth und die Pfalz
25.+26. Januar 2019, in Landau, Butenschoen-Haus
Jahrestagung des Vereins für pfälzische Kirchengeschichte


inferno - Ausstellung mit Skulpturen (Rosa Brunner) und Fotografien (Georg Rieger)
6. bis 27. Januar, Nürnberg
Die Exponate beziehen sich auf den Brand der St. Martha Kirche.


Lippische Landessynode
27.-28. Januar 2019, Detmold


Besuch der Karl Barth-Ausstellung
29. Januar 2019 - Universitätsbibliothek Basel, 17.30 Uhr
Führung von Dr. Matthias Gockel, Schönbeinstraße 18-20


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Doppelte Solidarität mit Juden und Palästinensern

Präses Annette Kurschus in St. Reinoldi / Westfälischer Thementag Israel-Palästina

© EKvW

Wenn es um die Solidarität mit den Menschen in Israel und Palästina geht, gibt es für Präses Annette Kurschus kein Entweder-oder, sondern nur ein Sowohl-als-auch.

„Als Kirche nehmen wir das Leid der Menschen in Israel und Palästina wahr, das in der letzten Zeit eher zugenommen als abgenommen hat. Wir wollen uns der Verhärtung der Fronten entgegen stellen und suchen daher das Gespräch mit Israelis und Palästinensern; wir fördern Versöhnungsinitiativen auf beiden Seiten der Mauer.“

Das sagte die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) auf dem Westfälischen Thementag Israel-Palästina am Freitagabend (30.11.) in der Dortmunder St. Reinoldi-Kirche.

Die westfälische Landeskirche, so Kurschus, stehe ebenso wie die Mehrheit der evangelischen Kirchen und Einrichtungen in Deutschland hinter der Positionsbestimmung der Evangelischen Mittelostkommission (EMOK). Darin heißt es: „Nur Recht und Gerechtigkeit können die Grundlage eines Friedens sein, der beiden Völkern ein Leben in Freiheit und Sicherheit ermöglicht. Die Achtung geltender Menschen- und Völkerrechtsnormen ist die Grundlage jeder gelingenden Friedenslösung.“

Diese „doppelte Solidarität“ mit der jüdischen und der palästinensischen Bevölkerung, so Kurschus, sei aber nur sinnvoll, wenn sie zugleich als „kritische Solidarität“ verstanden werde. Kritische Aspekte dürften nicht ausgeklammert werden. So zum Beispiel die Frage nach dem Siedlungsbau in der Westbank, dem Verlauf der Mauer oder der Verhältnismäßigkeit israelischer Reaktionen auf palästinensische Provokationen. Aber auch die Frage nach dem Engagement der palästinensischen Regierung für den Aufbau einer Zivilgesellschaft auf der Basis einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung oder der konsequenten Abgrenzung von Gruppierungen, die das Existenzrecht Israels immer noch ablehnen.

Für die tiefe Verbundenheit evangelischer Christinnen und Christen mit Israel und Palästina nannte Präses Kurschus vier Gründe: Die zahlreichen geografischen Orte von Nazareth über Jerusalem und Bethlehem bis nach Jericho, die fest im christlichen Glauben verwurzelt seien. Die besondere – auch in der westfälischen Kirchenordnung verankerte – Verbundenheit mit dem heutigen Judentum. Die schuldhafte Verstrickung der evangelischen Kirche in die Shoa, also die Zerstörung jüdischen Lebens während der Zeit des Nationalsozialismus, und die daraus erwachsene besondere Verantwortung. Und die ökumenische Verbundenheit mit christlichen Kirchen in der Region, vor allem der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELCJHL).


Quelle: Evangelische Kirche von Westfalen
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