16. Januar 2026
Herr Jesus Christus, / wir bitten dich für die Hungernden und die Durstigen, / die Fremden und die Unbekleideten, / die Kranken und die Gefangenen. / Wir bitten dich für alle deine geringsten Brüder und Schwestern. // Lass uns erkennen, / dass sie alle dein Antlitz tragen / und wir dir in ihnen tagtäglich begegnen. // Gib uns die Kraft, / uns von dir nicht abzuwenden, / sondern das zu tun, was nötig ist. // Amen
Meike Waechter, Berlin
15. Januar 2026
Gott, / immer wieder sendest du uns aus, / im Sinne deines Sohnes Jesus Christus zu wirken. // Wir danken dir, dass wir dabei, / auf dich vertrauen dürfen, / wie Schafe ihren guten Hirten. / Sei bei uns, auch wenn du uns unter Wölfe schickst - / und hilf uns, zu erkennen, / welche Aufträge du uns anvertraust. // Klug wie die Schlangen sollen wir sein. / Und wir bekennen: / Manchmal halten wir uns selbst für klüger, als wir sind. / Hilf uns zu erkennen, / was klug ist und was nicht - / und hilf uns, Möglichkeiten zu erkennen / und kluge Entscheidungen zu treffen. // Gott, verleih uns auch die Aufrichtigkeit der Tauben: / anderen und vor allem uns selbst gegenüber. / Dass wir uns nicht irgendwo herum winden, / dass nicht giftig wirkt, was wir sagen und tun - / also, dass wir in deinem Geist und bei deinem Auftrag bleiben. // Amen
Jochen Denker
14. Januar 2026
Dein ist die Zeit / O Gott / Was vergangen lebt in dir / Und ordnet sich neu // Was weh tat verebbt und ordnet sich unter / Was böse war muss verblassen / Was gut tat vermehrt die Freude und nährt den Boden / Für die Gegenwart. // Wir Menschen stehen da / und sehnen uns mit dir / Nach Zukunft. // Wir planen wir entwerfen wir lernen aus dem Alten für morgen / Es wird alles neu werden es wird vieles anders werden / Du wirst einmal sagen was gut war / Siehe es war sehr gut oder es war nicht gut // Dann richte du Gott alles zum Guten / Damit das Leben in seiner Schönheit und Kraft vor dir aufersteht / Zum Guten. // Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
13. Januar 2026
Guter Vater, / es tut so gut, / sich im Gebet alles von der Seele reden zu dürfen. // Manchmal aber bleibt das ungute Gefühl, / dass das Gebet an der Zimmerdecke hängen bleibt, / weil sich scheinbar nichts an der Situation ändert, / weil wir dich nicht spüren. // Hilf uns, auch in solchen Situationen / an dich dranzubleiben – / oder anders formuliert: // Bleibe du in solchen Situationen an uns dran / und dann lass uns spüren und wissen, / dass die Zimmerdecke für dich keine Grenze darstellt. // Du bist da – / auch unter der Zimmerdecke. / Amen
Annegret Lambers
12. Januar 2026
Gott, / es ist nicht immer einfach das Leben zu meistern. / Häufig geraten wir an Grenzen. / Unsere Eigenen, / aber auch Grenzen, / die von außen um uns gesetzt werden. // Hilf uns, Wege zu finden, / damit wir uns nicht im Kreis bewegen. // Amen.
Selma Dorn
11. Januar 2026
Gott der grenzenlosen Liebe, / in deinem Namen und in deiner Kraft will ich heute Mauern abtragen, / Stein für Stein, Vorurteil für Vorurteil. / Ich bekenne dir, dass ich deine Liebe oft vergessen habe, / dass ich mit meinen Mitmenschen kleinlich war und für sie höhere Massstäbe gesetzt habe als für mich selbst. / Dass ich voreilig ein Urteil über sie gefällt habe. / Du bist aber da bei mir, um mich in der Liebe anzuleiten, auch heute. / Öffne mich für dich. / Amen.
Catherine MacMillan
Wochenrückblick
Gott, du weißt um die Ungerechtigkeiten – / auch die, die wir gar nicht sehen. / Gib uns das richtige Verständnis von deiner Gerechtigkeit, / die mehr ist als man mit Geld ausgleichen kann. / Lass uns die Welt mit anderen Augen sehen, / als eine Gemeinschaft und nicht als konkurrierende Länder und Kulturen. / Amen
Georg Rieger, Nürnberg
9. Januar 2026
Ewiger, / wir preisen dich mit unsren Gedanken, / wir loben dich mit unsren Worten, / wir singen dir mit unsern Versen. // Auch mit unseren Taten / wollen wir dich loben. / Wenn es aber zählt, / dann sind wir wie gelähmt. // Löse uns die Hände, / lockere uns die Füße, / damit auch, was wir tun, / dich preist und dem Nächsten guttut. / Amen.
Jürgen Kaiser
8. Januar 2026
Gott, du weißt um die Ungerechtigkeiten – / auch die, die wir gar nicht sehen. / Gib uns das richtige Verständnis von deiner Gerechtigkeit, / die mehr ist als man mit Geld ausgleichen kann. // Lass uns die Welt mit anderen Augen sehen, / als eine Gemeinschaft / und nicht als konkurrierende Länder und Kulturen. // Amen
Georg Rieger
7. Januar 2026
Ach mein herzliebes Jesulein“ – / jetzt sind alle wieder gegangen: / die Hirten und die Weisen aus dem Morgenland. / Und auch ich kann nicht an der Krippe stehenbleiben. / Ich muss mit dir erwachsen werden. / Hilf mir, mutig in deinen Spuren zu gehen. / Hilf mir, / meinen Glauben nicht im Gemüt zu feiern, / sondern zu leben. // AMEN
Gudrun Kuhn
6. Januar 2026
Gott, / wir möchten so gern geborgen bleiben / im Trost der Botschaft von Jesu Geburt. / Wir möchten gern glauben, / dass du mit ihm längst den gesandt hast, / der den Elenden Recht spricht, / der den Armen hilft gegen ihre Bedränger, / und der der Welt großen Frieden bringt. // Aber immer wieder schreit uns die Erde / ihr Leid entgegen, / auf viele Fragen wissen wir keine Antwort / und die Menge ungesühnter Verbrechen / stürzt uns in Zweifel. // Gott, sieh unsere Sehnsucht, / nach festerem Glauben, / heile unsere Zerrissenheit / und lass Gerechtigkeit und Frieden / aufblühen und wachsen in unserer Welt. / Herr, erbarm dich über uns.
Sylvia Bukowski
5. Januar 2026
Gütiger Gott, / wir danken dir für dein Wort und dein Evangelium / und wir bitten dich, / dass es immer wieder aufs Neue / zu einer Kraft wird, / die selig macht. / Nach diesem Vertrauen sehnen wir uns, / wenn das Leben unseren Glauben erschüttert. // Amen
Meike Waechter, Berlin
4. Januar 2026
Du, / heiliger, / gerechter, / langmütiger, / huldreicher, / treuer / und geduldiger Gott. // Vergiss uns nicht. / Tröste uns. / Lass uns bei Dir geborgen sein. / Schenke uns Ruhe. / Du führst uns aus der Gefangenschaft heraus. / Deine Güte reicht so weit wie der Himmel. / Du weisst, was wir brauchen. // Du bist grösser als unser Herz. / Gibst hoffnungslosen Hoffnung. / Bist Sündern und Sünderinnen gnädig. / Dein Erbarmen rettet uns / aus dem Tod ins Leben. // Amen
Kathrin Rehmat
Wochenrückblick
„Siehe, ich mache alles neu!“ Was für ein großes Versprechen!
Es kann so nicht weitergehen./ Nicht mit Kriegen und Unrecht./ Nicht mit Ungerechtigkeit und Ungleichheit./ Nicht mit Not und Leid./ Nicht mit Ausbeutung und Zerstörung.
Die Welt steht am Abgrund, / so kann es nicht weitergehen.
Gott, wir klammern uns an dein Wort./ Mach neu, was zerstört ist. / Richte auf, was zerbrochen liegt. / Schenke Frieden, wo Gewalt herrscht, / Gerechtigkeit, wo Menschen leiden, / und Hoffnung, wo Verzweiflung wächst.
Beginne mit uns. / Erneuere unser Denken und Handeln, / lass deinen Neuanfang sichtbar werden
in dieser Welt. / Amen.
Simon Froben
2. Januar 2026
Gott, du Schöpfer allen Lebens, / Wir wissen, dass sich eines Tages die Starken den Schwachen anschließen werden, / Ein Licht wird auf die dunklen Quadrate scheinen, / Die Vorhänge werden geöffnet. // Wir bitten Sie: / Lasst uns diejenigen sehen, die noch im Dunkeln sind, / steck uns an mit deinem Feuer der Liebe, / dass unsere Wärme auch andere wärmt. // Lassen Sie uns sehen, was Sie geschaffen haben, / der Mond und die Sterne, die uns von deinem Licht erzählen, / die Jahreszeiten, die uns an unsere begrenzte Lebenszeit erinnern, / und die Menschen vertrauen Sie uns an. // Wir bitten dich: entzünde dein Licht in uns – / das Licht deiner Freundlichkeit und Güte. // Amen
Achim Detmers, Hannover
1. Januar 2026
Gott der Tage der Nächte der Jahre / Wir zählen wir rechnen wir rechnen ab / 365 Tage und Nächte vom Jahr 2025 / Sie sind dahin / Sie gehören uns nicht mehr / Wir überlassen sie dir / Mit all ihrem Guten und ihrem Schmerz / Es ist der Bodensatz gelebten Lebens // Vielleicht kannst du ihn wiederverwerten / Aus unserem Chaos Neues gestalten / Vielleicht einen Neuen Stern werden lassen / aus unserem Staub. // Wir sind Menschen / Die Tage entgleiten uns / Wir können gar nicht viel angesichts der anstehenden Probleme. / Doch wenn du uns brauchen kannst // Wir werden unser Mögliches tun / und dir beistehen / solange wir atmen. / Versprochen / Wir sind und bleiben die deinen. // Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
31. Dezember 2025
Guter Gott, unsere Zeit steht in deinen Händen. / Wieder ist ein Jahr vergangen. / Wir bringen vor dich, was es uns gebracht hat: / Unsere schönen Erlebnisse, / das Glück, das du uns geschenkt hast, / gelungene Begegnungen, / neue Freunde, / alte Weggefährten, / neugeborene Kinder / und was immer unser Herz frohgemacht hat. //
Wir bringen dir auch unsere Traurigkeit, / den Schmerz über das Sterben lieber Menschen, / die Angst vor dem was kommt / und die Unsicherheit, ob wir damit zurechtkommen werden, / auch den Zweifel, ob du denn wirklich alles in deiner Hand hast. //
Wir bringen dir unser Versagen und unsere Schuld, / die vielen Gelegenheiten Gutes zu tun, / die wir ungenutzt gelassen haben. //
Wem sollten wir unseren Dank bringen / und wem unsere Klage – / wenn nicht dir, dem Herrn aller Herren / und Vater von uns allen / der täglich seine Hand nach uns ausstreckt, / um uns zu tragen, zu heben und zu erretten. / Amen
Jochen Denker
30. Dezember 2025
Gott, du willst nicht, / dass es auf immer finster bleibt auf dieser Erde. / Darum wohnst du im Dunkel und machst es hell. / Darauf wollen wir vertrauen. / Gib uns die Kraft dazu! // Lass uns Ausschau halten nach dem Tag, / an dem du alles in allem sein wirst, / alle Tränen getrocknet / und alles Leid überwunden ist - / den Tag deines kommenden Reiches. // Amen
Stephan Schaar
29. Dezember 2025
Gott / Ein heller Morgen voller Sorgen folgt der gemütlichen Nacht ... / Wie schaffe ich nur all die Termine? / Wirst Du mir auch wie früher den Propheten / die richtigen Worte in den Mund legen, / wenn ich denen gegenüber steh, / die mich bedrohen? // Heiliger dreieiniger Gott, / mögen Deine Weisheit, Dein Schutz und Deine Güte / uns hier auf Erden nie verlassen. / Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
28. Dezember 2025
Gott – du bist bei uns. / Nicht nur an den hohen Festtagen. / Auch dann, wenn mit gedämpften schwachen Stimmen gesungen wird. / An allen Tagen. / Den hellen und den dunklen. // Wir wünschen uns so sehr, dies nicht zu vergessen, / wenn die Christbäume wieder abgeleert werden. / Lass uns untereinander im Gespräch bleiben / und uns gegenseitig helfen, den Glauben nicht zu verlieren. / Amen
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Wochenrückblick
Barmherziger Gott, / das Neue Jahr ist nun nicht mehr weit. / Die Jahresrückblicke prasseln auf uns herein. / Sie bohren sich tief in unsere offenen Wunden, / die König Goldfinger und seine Schergen geschlagen haben. / Angeschlagen ist nun auch er selbst: / gesundheitlich und moralisch schon längst, / erste Gefolgsleute wenden sich angewidert ab. / Wie ein getroffene Löwe schlägt er um sich, / greift nach Grönland und zielt auf Venezuela. / Er droht den Aufrechten mit Tod, / in seiner Weihnachtsansprache verspritzt er Gift und Galle. //
Wird es da nicht Zeit, / seinen Abgang vorzubereiten? / Haben nicht alle jetzt genügend gelernt, / was es heißt, / einen Clown an die Macht zu wählen? / Einen Clown, der Unterhaltungswert hat wie keiner sonst, / aber um welchen Preis? / Alles kann er mit in den Abgrund ziehen, / aus dem er selbst gekrochen kam. //
Wäre es nicht Zeit, / den selbsternannten ›Friedefürsten‹ in den ungeschwärzten Spiegel schauen zu lassen bis ans Ende seiner Tage? / Welche Enthüllungen braucht es noch, / um zu erkennen, / dass dieser Wundermann, Gold-Held, Ewig-Regent und Friedefürst kein Heilsbringer und Erlöser ist? / Haben wir zu Weihnachten nicht wieder vor Augen geführt bekommen, / dass der Gerechte und Retter demütig auf einem Esel geritten kommt (Sach 9,9)? / Dass uns ein Kind geboren ist, / und auf seiner Schulter die Herrschaft ruht? / Und nur er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst (Jes 9,5)?
Barmherziger Gott, / lass diese Botschaft nicht zu schnell verhallen in den ersten Tagen des Neuen Jahres, / wenn wir an Epiphanias des 6. Januar 2021 gedenken. / Amen.
Achim Detmers, Hannover
26. Dezember 2025
Gott, / wir möchten uns dir öffnen. / Wir sehnen uns danach, / dass du in unser Leben trittst / und Vieles anders wird bei uns. // Sende uns deinen Heiligen Geist, / damit wir das rechte Maß finden / für Ruhe und Aktion, / für Reden und Stille / und für die Zeit, / die wir brauchen für uns und für dich. // Amen
Georg Rieger, Nürnberg
25. Dezember 2025
Kind / Dreimal süßes Kind / In was bedrängten Nöten bricht dein Geburtstag ein / Die Nöte wachsen in den Himmel / Wir reden davon und beklagen uns / Was tun wir // Wir erkennen, dass wir uns hilflos fühlen / Ohnmächtig / Entwaffnet / Wir erschrecken ob der Drohungen der hoch gerüsteten Mächte // Oh Friedefürst / Lach uns aus deinen Windeln an / Dass mein bestürztes Herz / Das nichts als seufzen kann / Kind / Dir singe auch ein Freudenlied // Oh Kind / Mein Wunsch gelinge / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
24. Dezember 2025
Gebet zur Heiligen Nacht
Gott, es ist still geworden / in den Straßen, auf den Plätzen, im Land… / Hinter uns liegt das Treiben der letzten Tage und Stunden / vor uns liegt das Wunder: Deine Menschwerdung. //
Gott, es ist still geworden. / Wir tauchen ein in deinen Frieden. / Und bitten Dich: Lass uns jetzt ganz bei dir sein, / zu dieser Stunde, / in dieser Nacht, die heilig ist. //
Gott, es ist still geworden, / wir kommen zur Ruhe. / Gedanken fließen, / auch manche Träne, / für die, die wir heute besonders vermissen. //
Du aber bist da. / Das ist genug. / Amen.
Claudia Kurrelvink
23. Dezember 2025
Lieber Vater im Himmel, / Dir nahe zu sein, ist gut. / Deine Nähe suchen wir / heute Morgen. // Sich von Dir sagen zu lassen, / wer Du bist und wie Du zu uns stehst, ist gut. / Auf Deine Stimme wollen wir hören / heute Morgen. // Unsere Wege sind oft dunkel / und wir wissen nicht weiter – / dass Dein Licht uns das Dunkel erhellt erbitten wir / heute Morgen. //
Du bist der Gott allen Trostes / ihn suchen und erhoffen wir / heute Morgen. // Aus deiner Hand empfangen wir alles Gute, / um Dir dafür zu danken / und dich zu loben sind wir hier / heute Morgen. // Lass Dir unser Lob gefallen! / Amen
Jochen Denker