Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Jürgen Kaiser, Berlin
Allgütiger Gott, / manchmal ist es zum Verzweifeln. / Da wird uns alles zu viel. / Wir machen uns Sorgen um uns selbst / um unsere Lieben, / um die Zukunft unserer Welt. // Wir beten und rufen zu Dir. / Wie oft haben wir das getan? / Und Du hüllst Dich in Schweigen. // Beten wir falsch? / Beten wir das Falsche? / Sind wir die Falschen, die zu Dir rufen? // Doch woher nähmen wir das Recht, / mit Dir ins Gericht zu gehen? // Aber ist es doch die Hoffnung, / die Du in unser Herz gegeben hast, / die uns zu Dir rufen lässt! / Es ist doch Dein Wort, / dass uns mehr verheißt / als wir heute sehen! // Wir trauen Deinem Wort mehr / als unserer Erfahrung, / wenn wir zu Dir kommen / und beharrlich bitten, / dass Du erscheinst, / dass Du hilfst, / dass Du unsere Hoffnung ansiehst / und aus dem Funken, / der uns manchmal nur noch bleibt / ein neues Feuer schlägst. // Zu Deiner Ehre soll das geschehen / und zu unserem Heil. // Amen.
Jochen Denker
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Georg Rieger, Nürnberg
Großer, liebevoller Gott, / Danke für deine Liebe, / die uns umgibt wie die Luft zum Atmen. / Danke für alles Gute, / das du uns und deiner ganzen Schöpfung schenkst, / ohne zu fragen, / ob wir es verdient hätten – / seit langer Zeit / und immer, immer wieder –. // Gütiger Gott – / wir hören deinen Auftrag, / dich zu lieben, wie du uns liebst, / und unsere Brüder und Schwestern genauso. / Und wir bekennen, / dass es uns oft nicht gelingt. / Vergib uns, / wo wir diese Liebe schuldig bleiben – / sei es aus Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit, / oder weil uns Angst, Konflikte und Feindschaft im Weg stehen. // Gott, wir bitten dich: / gib uns den Mut, / für all die Brüder und Schwestern / liebevoll da zu sein, / die uns in der Nähe und Ferne / als Geschwister brauchen: / dass wir ihre Bedürfnisse und ihre Not sehen / und das tun, was wir tun können. Und dass wir überwinden können, / was trennt und verletzt. // Wir vertrauen darauf, dass deine Liebe uns dabei hilft. / Amen
Friederike Ursprung
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Stefan Maser, Marburg
Gott, unsere Zuversicht und Stärke, / wir danken dir für die Freiheit, / die du uns schenkst. / Nichts soll uns gefangen nehmen, / nichts soll uns ängstigen. // Lass uns doch so leben, / als hätten wir das wirklich verstanden. / Dass wir mutig werden / in den großen Herausforderungen / und zuversichtlich in den kleinen. // Wir sind deine Menschen, Gott, / wir leben in der Freiheit der Kinder Gottes. / Deine Freiheit soll zu allen Menschen kommen, / zu den Unruhigen und Ängstlichen und Verzagten / und auch zu den Gewalttätigen und den Unterdrückern. //
Gott, du Hilfe in großen Nöten, / wir bitten dich für die Menschen überall auf der Welt, / die leben müssen in Unfreiheit und Zwang, / die unter Krieg und Gewalt leiden, / die auf der Flucht sind. / Gott, wir bitten dich für deine Kirche. / Manchmal haben wir Angst, / dass es gar nicht weitergeht mit ihr. / Die Reformation ist schon so lange her, / und es sieht aus, als könnten wir wieder eine gebrauchen. //
Wir sind die Menschen, die tun können, / was Martin Luther getan hat. / Lass uns die gute Botschaft von deiner Liebe und unserer Freiheit weitersagen. / Lass andere Menschen sehen, / dass es in der Kirche anders zugeht, / dass jeder und jede hier einen Platz hat, / egal, was er oder sie kann. / Hilf uns, glaubwürdig zu leben / und keine Angst zu haben vor dem, was andere über uns sagen. / Amen
Kathrin Oxen, Berlin
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Simon Froben, Bayreuth
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Georg Rieger, Nürnberg
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, //
wir werden pausenlos in Beschlag genommen von Nachrichten und Reportagen. / Sie beanspruchen uns. / Sie gehen uns nach. / Sie beunruhigen uns. / Sie machen uns Angst. / Wir kommen uns vor wie Rädchen in einem riesigen Apparat, / der irgendwohin steuert. / Und wir spüren, wie schwach wir sind. //
Jetzt aber nehmen wir uns Zeit für Dich. / Und schon das empfinden wir als Freiheit. / Schon das gibt uns Hoffnung. / Wir brauchen diese Zeit für Dich. / Wir brauchen sie nicht, / um Dir zu sagen, / was Du schon weißt. / Wir brauchen sie nicht, / um Dir unsere Meinungen, Ideale und Empörungen mitzuteilen. / Wir brauchen diese Zeit für uns selbst. / Um zur Ruhe zu finden vor Dir. / Um auf Dich zu hören. / Um an das zu denken, / wofür wir Dir danken. / Und das ist viel. / Um an die zu denken, / von deren Not wir wissen. / Und die sind viele. //
Warum nur sind wir so eingespannt ins Getriebe dieser Welt? / Warum nur haben die Nachrichten, / die uns erreichen, / ein so großes Echo in unserer Seele? / Warum nur vertrauen wir so wenig auf Deine gute Nachricht? / Gewiss: der kriegslüsterne Putin und der selbstverliebte Trump / können Schlimmes anrichten / und haben es ja auch schon getan. / Aber du kannst noch in dieser Nacht / ihre Seele von ihnen fordern. / Je mehr sie sich wie kleine Götter aufführen, / desto mehr rennen sie in ihr Verderben. //
Warum wissen wir das nicht in unserem Herzen? / Warum lässt uns das nicht gelassen sein? / Was hilft es, dass wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? / Fallen wir wegen der Mächte dieser Welt aus Deiner Hand? / Kann das, was sich auf Erden zum Bösen entwickelt, / unsere ewige Zukunft bestreiten? / Sind wir nicht teuer erkauft? //
In der Nacht zum Sonntag wird erneut die Zeit umgestellt. / Wir erhalten eine Stunde mehr. / Im nächsten Frühjahr wird uns die dann wieder abgezogen. / So werden wir gleich zweimal durcheinandergebracht. / Obwohl das niemand will, / kann sich das noch oft wiederholen. //
Du, Herr, hast auch die Zeit umgestellt. / Ein für alle Mal. / Da muss sich nichts wiederholen / und wird es auch nicht. / Als die Zeit erfüllt war, / bist Du zu uns gekommen / und umfasst nun unser Leben / mit dem Schrei vom Kreuz / und dem Licht des Ostermorgens. / Dafür sind wir Dir von Herzen dankbar. / Und wir fragen uns, / warum wir dennoch so oft furchtsam sind und kleingläubig. / Warum nur? //
Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Gott, immer wieder sendest du uns aus, / im Sinne deines Sohnes Jesus Christus zu wirken. / Wir danken dir, / dass wir dabei auf dich vertrauen dürfen, / wie Schafe ihren guten Hirten. / Sei bei uns, auch wenn du uns unter Wölfe schickst - / und hilf uns, zu erkennen, / welche Aufträge du uns anvertraust. // Klug wie die Schlangen sollen wir sein. / Und wir bekennen: / Manchmal halten wir uns selbst für klüger, / als wir sind. / Hilf uns zu erkennen, / was klug ist und was nicht - / und hilf uns, / Möglichkeiten zu erkennen / und kluge Entscheidungen zu treffen. // Gott, verleih uns auch die Aufrichtigkeit der Tauben: / anderen und vor allem uns selbst gegenüber. / Dass wir uns nicht irgendwo herum winden, / dass nicht giftig wirkt, / was wir sagen und tun - / also, dass wir in deinem Geist / und bei deinem Auftrag bleiben. / Amen
Friederike Ursprung
Meike Waechter, Berlin
Barmherziger Gott / Tröster, Berater und Retter in hoffnungslosen Fällen. / Wohin und an wen sonst sollen wir uns wenden? / mit unserer Ratlosigkeit angesichts der Zeitläufte? / Und wie lange willst du noch schweigen? / Und hinnehmen das Geschwätz der Gewalttäter, den Narzissmus der Mächtigen? Oder sind wir taub geworden für dein Reden, blind für dein Handeln? Dann öffne uns Augen und Ohren, bitte! //
Noch ist kein Frieden in Sichtweite in Israel und Palästina, / da braucht es einen Arzt wie dich, / wie sollen die Wunden sonst heilen, / die man sich gegenseitig geschlagen hat? / Kann Liebe den Hass vertreiben und die Gleichgültigkeit? / dann lass es Liebe regnen, aber volle Kanne - bitte! //
Wie lange müssen die Ukrainer noch diese Angriffe auf ihr Land und Leben ertragen? / Woher sonst soll die Hoffnung auf ein Ende dieses Wahns kommen, wenn nicht von dir? / Überlass uns nicht den Mächten, denen wir nicht gewachsen sind, / Die nur Du in die Schranken weisen kannst. Bitte! //
Aber vielleicht wird auch verrückt, wer sich das Leid der ganzen Welt zu Herzen nimmt? / Deshalb legen wir dir das alles vor die Füße... / und bitten um Vergebung, / wenn wir an den Menschen in unserer Nähe vorübergegangen sind, / denen das Leben übel mitspielt oder mitgespielt hat. //
Wir wollen hingehen, anpacken und nicht einfach hinnehmen und wegsehen, / wenn du uns Menschen in den Weg stellst, / die von Depressionen gequält werden, / von unheilbaren Krankheiten, / Menschen, die den Weg zu sich selbst nicht finden, zu ihrer Berufung. / Menschen, die eine Zuflucht benötigen, einen sicheren Ort, / oder einfach nur ein Dach über dem Kopf und ein Lächeln / und etwas Geld für ein Butterbrot und einen heißen Kaffee. //
Damit dein Reich auch unter uns, hier am Ort, in unserer Gemeinde, Gestalt annimmt / werden wir die Aufgaben annehmen, die du uns vor die Füße legst. / Gieß deinen Geist aus, HERR, reiß uns heraus aus Resignation und Verzweiflung, / komm du selbst in unsere Mitte und richte uns auf und aus; / damit dein Wille geschehe, nicht nur im Himmel, sondern schon hier auf Erden. //
Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Jürgen Kaiser, Berlin
Allgütiger Gott, / manchmal ist es zum Verzweifeln. / Da wird uns alles zu viel. / Wir machen uns Sorgen um uns selbst / um unsere Lieben, / um die Zukunft unserer Welt. // Wir beten und rufen zu Dir. / Wie oft haben wir das getan? / Und Du hüllst Dich in Schweigen. // Beten wir falsch? / Beten wir das Falsche? / Sind wir die Falschen, die zu Dir rufen? // Doch woher nähmen wir das Recht, / mit Dir ins Gericht zu gehen? // Aber ist es doch die Hoffnung, / die Du in unser Herz gegeben hast, / die uns zu Dir rufen lässt! / Es ist doch Dein Wort, / dass uns mehr verheißt / als wir heute sehen! // Wir trauen Deinem Wort mehr / als unserer Erfahrung, / wenn wir zu Dir kommen / und beharrlich bitten, / dass Du erscheinst, / dass Du hilfst, / dass Du unsere Hoffnung ansiehst / und aus dem Funken, / der uns manchmal nur noch bleibt / ein neues Feuer schlägst. // Zu Deiner Ehre soll das geschehen / und zu unserem Heil. // Amen.
Jochen Denker
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, wir sind auf der Suche nach Hoffnung.
Jeden Tag hören wir und schauen wir
nach Zeichen, die etwas Gutes verheißen,
dass irgendwo Frieden wächst
und Menschen achtsam miteinander umgehen.
Wir freuen uns über kleine positive Ereignisse,
die in unserem Leben passieren
und wünschen uns mehr davon –
nicht nur für uns, sondern für alle Menschen,
damit sie Hoffnung haben
und anderen Hoffnung gaben.
Gott, wir sind auf der Suche nach Zuversicht.
Jeden Tag hoffen wir aufs neue,
dass sich etwas zum Guten verändert,
dass jemand etwas Vernünftiges sagt
und dass das alle gut finden
und dass es umgesetzt wird.
Und dass dann alle etwas davon haben
und es allen ein bisschen besser geht
und es niemand den anderen neidet,
dass es ihnen auch besser geht.
Gott, wir sind auf der Suche nach Vertrauen.
Zum Glück finden wir es oft auch.
Vielen Menschen schenken wir unser Vertrauen
und stecken es auch weg,
wenn wir mal enttäuscht werden.
Aber um uns herum gibt es so viel Misstrauen
und Vorbehalte bis hin zu unverhohlenem Rassismus und Hass.
Gott, wir wünschen uns dein Vertrauen.
Für uns und für alle, die meinen,
niemand mehr vertrauen zu können,
oder die Selbstvertrauen mit Egoismus verwechseln.
Gott, wir wünschen uns deine Liebe,
ja ganz massiv wünschen wir uns die,
damit sich grundlegend etwas ändert.
Georg Rieger, Nürnberg
Wohin sollen wir gehen / mit unserer Angst / mit unserer Erschütterung / mit unserem Zorn / mit unserer Hilflosigkeit? // Du hast Wege des ewigen Lebens, / Jesus ist sie gegangen. // Seine Regeln sind klar: / Hungrige sättigen, / Kranke pflegen, / Fremden Zuflucht gewähren, / Fragenden zuhören, / Alleingelassene nicht übersehen, / Enttäuschten eine Perspektive schaffen, / für das Gemeinwohl sorgen. // Sei mit deinem Geist unter uns / damit wir in Jesu Sinn tun, / was nötig ist. // Sei uns nahe, / wenn wir am Verzweifeln sind, / weil unsere Ideen und Kräfte / schwach sind, / weil gerechter Friede / an so vielen Orten der Welt / unerreichbar scheint. // Reiß uns aus der Resignation / du Geist des Neuanfangs. // AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Georg Rieger, Nürnberg
Wir wollen glauben, aber das ist nicht leicht. / Wir wollen vertrauen, das aber fällt uns unglaublich schwer. / Wir möchten im Glauben zuversichtliche Schritte gehen, / aber unsere Beine sind manchmal bleischwer. / Ob es an dem „WIR“ liegt? WIR wollen, WIR möchten… // Hilf uns, uns beschenken zu lassen. Nicht WIR, sondern DU! / DU schenkst und DU gibst umsonst! / DU gehst so wunderbar behutsam auch mit unserem Unglauben, / mit unserem Unvermögen und mit unserem Zweifel um – / fast zärtlich. / Danke. Wir stehen leer vor dir und bitten dich: / Fülle du uns neu! / Amen
Annegret Lambers
Kathrin Rehmat, Zürich
