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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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23. Oktober 2019

Du Herr, Jesus Christus, unser Bruder, du lädst uns ein, an deiner Seite zu sitzen, dir zuzuhören, mit dir zu sprechen, egal woher wir kommen oder wer wir sind. Du bist offen für uns Mühselige und Beladene, für Sünder und Gescheiterte. Du schaust uns an voller Liebe und Respekt. Du lädst uns ein, deine Geschwister zu sein. / Lass uns nach rechts und links sehen, zu unseren Brüdern und Schwestern aus anderen Kirchen, Kulturen und Konfessionen. Du sollst unser Vorbild im Umgang miteinander sein, dass auch wir lieben und einander annehmen und respektvoll begegnen.


Meike Waechter, Berlin
22. Oktober 2019

Lieber Gott, Hund und Katze, Hahn und Huhn, die ganze Welt hast du erschaffen. Ich kann dich zwar nicht sehen, aber danken kann ich dir trotzdem. Claudine, Heisdorf (8 J.)


aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
21. Oktober 2019

Gott, Hüter alles Lebendigen, / vor dir liegt offen, was auf unserer Welt geschieht – / im Großen und im Kleinen. / Du siehst die Tränen all derer, die leiden, / du kennst die Wut aller, die unterdrückt werden, / und keine Gemeinheit bleibt dir verborgen. / Nur manches von dem, was vorgeht, / erfahren wir aus unseren Medien, / aber schon das ist oft mehr, / als wir verarbeiten oder ertragen können. / Die Fülle der Schreckensmeldungen / droht uns resignieren zu lassen / im Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden. / Wir ahnen, wie willkürlich die Auswahl / der Berichterstattung sein kann / und wieviel Manipulation und Machtausübung / damit möglich ist. / Gott, lass uns trotz allem nicht müde werden, / uns über das Weltgeschehen zu informieren. / Lass uns erkennen, wo wir gefordert sind / mit eigenem Einsatz und mit unserem Gebet. / Herr, erbarme dich über uns. Amen.


RefLit
20. Oktober 2019

Our tribute of praise can never match the wondrous measure of thy mercy. Our lips can never express the depth of gratitude which our hearts feel. In thy providence we have been kept, of thy bounty we have partaken, and under the shadow of thy wings our souls have learned to rejoice. Thus far thou hast brought us along the pilgrim-ways of life. Goodness and mercy have followed us all our days. By green pastures we have been led. In the dark valley we have not walked alone. Our comfort has been in thy rod and thy staff. We thank thee that we are made to be dependent, that none of us can live to himself. But most of all we thank thee that thou art dependable, naming us one by one, marking our several needs, and supplying all that we require, and more, out of treasure stores of eternal mercy. Hear us, O God, as our hearts at their best, and their humblest, ascribe unto thee the glory that belongeth to thy name. Thus in praise of thee we find our steadfast, unfrightened hope in thee. Amen. 


James A. Jones, Virginia 1967
19. Oktober 2019

Gott, Schöpfer, / Danke. / Danke für Sonne und Regen. / Danke für den Weizen und die Kartoffeln. / Danke für die Möhren und den Kohl. / Danke für die roten Äpfel und die leuchtenden Birnen, / Danke für die Kirschen und die Zwetschgen. // Segne die Bauern und die Bäcker. / Segne die Metzger und die Köche. / Segne die Erntehelfer aus Polen und die Schlachthofarbeiter aus Rumänien. / Segne die Verkäuferinnen bei Lidl und bei Aldi, / Segne die Aushilfen bei McDonald und BurgerKing. // Gott, Erbarmer, / Danke. 


Jürgen Kaiser, Berlin
Wochenrückblick

19. Oktober 2019

Barmherziger Gott, / unser Leben verliert seinen Rhythmus: // Nicht Ebbe und Flut, / nicht Schlafen und Wachen, / nicht Werden und Vergehen, / nicht Beten und Arbeiten / bestimmt unsere Zeit. // Der Schlag der Nachrichten, / der Takt von Twitter und breaking news / flutet unsere Displays. // Syrien, Brexit, Trump - / wider und wieder. / Es gibt kein Entrinnen. // Unsere Aufmerksamkeit / wird abgezogen und aufgesaugt. / Abgestumpft quittieren wir den digitalen Hass, / werden blind für die Not derer, / die jede Nachricht trifft wie ein Schlag ins Gesicht. // Barmherziger Gott, / richte unsere aus dem Takt geratenen Uhren, / halte ihren Lauf an, / gib einen neuen Takt vor, / den Rhythmus der Stille vor dem Aufbruch in eine neue Zeit. // Amen


Achim Detmers, Hannover
18. Oktober 2019

Wir sehen in der Nähe und in der Ferne so viel, was uns traurig und verzagt, / wohl auch zornig oder gleichgültig machen möchte. / Aber bei dir ist die Ordnung, der Friede, die Freiheit, die Freude in Vollkommenheit. / Wir erheben unsere Herzen - nein, erhebe du unsere Herzen zu dir! / Dir, der du der Vater, der Sohn und Heilige Geist bist, sei die Ehre: wie gestern, so heute, wie heute, so morgen und so in Ewigkeit. Amen.


Karl Barth (1886-1968)
17. Oktober 2019

Barmherziger Gott. Du bist auf der Suche nach uns, willst uns aufrichten und in deine Arme nehmen. Ich lasse mich Dir HERR. Du meinst es gut mit mir. Meine Angst und meine Sorgen um die Zukunft lasse ich Dir. Du sorgst für mich. Ich will schweigen und geduldig warten bis ich deine Stimme höre, die mir den Weg ins Leben weist. Nimm von mir, was mich lähmt, vertreib die Stimmen, die mich von dir ablenken. Ich bin bereit aufzustehen und aufzubrechen, wenn Du sagst: steh auf, nimm dein Bett und geh. Amen.


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
16. Oktober 2019

Barmherziger Gott / wir alle leben von deiner Vergebung / und von deiner Großherzigkeit. / Aber wie kleinlich rechnen wir anderen oft vor, / was sie alles falsch gemacht haben! / Wie lange tragen wir ihnen ihre Schuld nach / und sind nicht bereit, / ihnen eine neue Chance zu geben. / Unser Urteil ist oft so endgültig, / und unser Verhalten so unversöhnlich! / / Gott, befrei uns von dem Aufrechnen! / Nimm uns die Angst, / durch Nachsicht und Entgegenkommen / das Gesicht zu verlieren, / und lass uns das Glück der Versöhnung mehr schätzen / als das eigene Rechtbehalten. / Erweiche unser hartes Herz / durch dein Erbarmen.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
15. Oktober 2019

Lieber Got / Ich möchte das unsere Katze Diva wider lebt. / Fabia, 9 Jahre


Kinder aus dem kirchlichen Unterricht im 3. Schuljahr, Weisslingen, Schweiz
14. Oktober 2019

aus aktuellem Anlass

Allmächtiger Gott! / So stehen wir vor Dir: / Mit Fassungslosigkeit über die Gewalt in Halle, / mit Sorge wegen der Invasion in Nordsyrien, / mit den Bildern einer Welt, die in Trümmer zu zerfallen droht. / So stehen wir vor Dir: / Inmitten der Sackgassen und Aufbrüche / auch unserer eigenen Lebenstage. / Inmitten schmerzender Mittelmäßigkeiten, / und bequemer Zufriedenheiten / mit Sorgen, die uns viel zu oft / des Nachts den Schlaf rauben // anstatt uns am Tag aufzurütteln. // Aus den Höhen und Tiefen, // aus all unserer Angst und unserer gespielten Selbstgewissheit  / lass uns nun zur Ruhe kommen. / Erwecke unser Ohr, / dass wir hören, / was Du selbst uns zu sagen hast. / Ermutige uns zum Glauben, / der wirkliche Kraft und echten Trost schenkt / und uns in wagemutiger Hoffnung und wahrer Liebe / zu lebendigen Zeugen deiner Herrschaft macht. // Lass uns auf die Kraft der Umkehr / und des neuen Anfangs vertrauen / in unserem Leben, / in dieser Welt / für diese Welt. / Amen!


Simon Froben, Bayreuth
14. Oktober 2019

Gott der Liebe und des Friedens! / Wir danken dir, / dass du dich unser erbarmst, / dass du nicht nach größerer Kraft, / nach Klugheit und Frömmigkeit fragst, / dass du uns annimmst, so wie wir sind, / und dass wir auch als erwachsene Menschen / deine Kinder sein dürfen. /  / Wir bitten dich für die Kinder in aller Welt, / für die, die hungern, / für die, die einsam und traurig sind, / für die kranken und die, / die unter Krieg und Verfolgung leiden, / wir bitten dich für die Kinder, / die in Heimen leben / oder in der Schule nicht zurechtkommen. / Wir bitten dich für unsere Kinder. / Gib ihnen allen ein Leben, / in dem sie Glück erfahren / und dadurch Hoffnung lernen. / Wir bitten dich für alle, / die für Kinder Verantwortung tragen, / für Eltern, Lehrer und Erzieherinnen, / für Planer und Politikerinnen, / dass sie die Lebenskraft und den Lebensmut / der Kinder nicht zerstören, / sondern ihnen Geborgenheit und Freiheit schenken. / Wir bitten dich für alle, / die überlegen, ob sie ein Kind wollen, / auch für die, die durch ungewollte Schwangerschaft / in Schwierigkeit geraten sind, / dass sie Rat und Hilfe finden in ihrer Not. / Wir bitten dich für uns, / die wir einmal Kinder waren, / dass wir uns unserer Sehnsucht nach Liebe nicht schämen / und aufhören mit der Suche nach Größe und Perfektion. / Stehe denen bei, die sich im Augenblick überfordert fühlen, / und allen, die unter harten Leistungsgesetzen leben müssen. / Gib, dass wir leben mit deiner Freiheit, / sterben in deiner Gnade, / ruhen in deinem Frieden, / auferstehen durch deine Kraft. / Durch deinen Sohn Jesus Christus, unseren Herrn, / welchem mit dir und dem Heiligen Geist / sei Lob und Preis, Ehre und Herrlichkeit / jetzt und immerdar / und von Ewigkeit zu Ewigkeit. 


RefLit
13. Oktober 2019

O God, you who are from generation to generation the Creator of the ends of the earth and all that it contains, we of the continent of Africa bow our heads to you in humble thanks for the work that you have wrought in our lands and communities over the years. / We remember with joy the refuge which your only begotten Son our Sa­vi­our and his earthly parents took to Africa. We rejoice when we remember the journey of the Ethiopian eunuch, and his Christian fellowship with your disciple Philip in the Gaza desert. / It is a wonderful tribute to Africa and all over the world. We can never forget the countless man and women of other lands who spread throughout Africa the gospel news of the saving grace of Christ, and now that same call comes to us to do the same. When we think of these things our gratitude knows no bounds. Amen.


Francis Akanu Ibiam, Nigeria 1989
12. Oktober 2019

Wochenrückblick

Du Ewiger, der seine Menschen Bund und Treue hält, DANKEN wollte ich doch für das endlich gewagte Gespräch über Risse in unserer Gemeinde hinweg, gegen das gar-nicht-mehr-Reden und Abschreiben der anderen aus Hochmut, Bequemlichkeit oder Konfliktscheu, das den anderen in seinen Vorurteilen lässt und bestärkt. Danke, dass wir’s hatten. Danke, dass es gelang. Nur aufschreien und es dir KLAGEN konnte ich bei der Nachricht gleich am nächsten Tag: eine Gemeinde deines Bundes am Großen Versöhnungstag in Todesangst und Schrecken mit einem Mörder vor der Tür. Zwei Morde, Verletzte und Geängstigte aus Hass und verrannter Bosheit, der Mordplan vorbereitet und gediehen durch den Hass von viel mehr als einem. Warum schon wieder, noch immer? Und BITTEN darf und will ich dich: lass uns etwas sein gegen den Hass. Gib Mut und Klarheit zum Einspruch und Widerspruch. Mach uns wachsam und stark gegen die, die anderen Menschen Würde und Dazugehören absprechen. Verwandle die, die in Hass gefangen sind und Gewalttäter werden können. Vergib Versäumtes. Tröste und heile, wie nur du es kannst. Zu allererst aber: verwandle uns! Das bitte ich durch Jesus Christus. Amen 


Stefan Maser, Hoerstgen
11. Oktober 2019

Herr unser Gott! Wir treten noch einmal vor dich mit der herzlichen Bitte, / dich unser anzunehmen, uns also keine Ruhe zu gönnen, bis wir es annehmen, / in dir zur Ruhe zu kommen – gegen uns und für uns zu streiten, / bis dein Friede in unserem Herzen, in unseren Gedanken und Worten, / in unserem Sein und Verkehr untereinander zur Geltung / und zu seinem Rechte kommt. Ohne dich können wir gar nichts, / mit dir und in deinem Dienst werden wir alles können. / Amen.


Karl Barth (1886-1968)
10. Oktober 2019

Gebet aus aktuellem Anlass

Unser G-tt
an diesem Tag verstehen wir, warum im Judentum dein Name nicht ausgesprochen und nicht ausgeschrieben wird: aus Ehrfurcht und um die Distanz zu wahren, die nötig ist, um sich bei dir beklagen zu können.

Zwei Morde sind geschehen und viel Schlimmeres war geplant. Den Juden in Deutschland galt dieser Anschlag und dann auch den Geflüchteten in unserem Land. So gewohnt wir den Hass schon sind, erschrecken wir jetzt, da jemand zur Waffe greift und tut, was Andere mehr oder weniger deutlich fordern.

Danke G-tt, dass wir uns bei dir beklagen dürfen. Das ist nötig, damit wir nicht in der Verzweiflung über das Böse in der Welt stecken bleiben. Lass uns aber aus der Klage und dem Gebet die Kraft mitnehmen, die es braucht, um dem Hass Einhalt zu gebieten.

Das schaffen wir nur mit deiner Hilfe, aber wir schaffen es auch nur, wenn wir deine Botschaft an uns ernstnehmen. Die Liebe und Versöhnung, die wir an unseren christlichen Feiertagen feiern und die von den Juden gestern am Jom Kippur gefeiert wurde, soll uns stärken.

Gib uns den Mut, dass wir uns überall gegen den Hass stellen, wo er uns begegnet. Dass wir uns trauen zu widersprechen, wenn Menschenfreundlichkeit verhöhnt und Menschen als minderwertig und nicht zu uns gehörig bezeichnet werden.

Lass uns für die Opfer beten, die wir nicht kannten, für die wir aber mit Verantwortung tragen. Lass uns auch für den Mörder beten und für die, die es vielleicht noch werden könnten. Du kannst ihnen durch deine Liebe das geben, was wir offensichtlich versäumt haben und ihren Hass verwandeln.

„Umkehr, Gebet und Wohltun wenden das böse Verhängnis ab“, heißt es in einem Gebet aus der Liturgie des Jom Kippur. Wir hoffen auf dich, Gott!


Georg Rieger, Nürnberg
9. Oktober 2019

Gott wir bitten dich: Verwandle unsere Klagen in Reigen, löse unsere Trauergewänder und umgürte uns mit Freude. Rolle die schweren Steine von den Gräbern und bringe Licht in die Finsternis, dass unsere Herzen dir singen und nicht verstummen. Amen


Meike Waechter, Berlin
8. Oktober 2019

Lieber Gott, danke, daß mein Papa eine Arbeitsstelle hat. Ich danke, daß ich gesund bin und mit meiner Schwester spielen kann. Sibylle, Erbach (3. Kl.)


aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
7. Oktober 2019

Gnädiger Gott, wir danken dir, / dass wir deine Güte nicht nur durch Worte erfahren, / sondern schmecken und sehen können / in unserem täglichen Brot / und in Brot und Wein des Abendmahls. / Lass uns daraus Kraft schöpfen, / wenn wir uns aufreiben an den Lasten des Alltags, / wenn der Tag schon am Morgen wie ein Berg vor uns steht / oder wir müde und ausgelaugt sind von dem täglichen Stress. / Gott, mach uns bei jedem Bissen Brot bewusst, / wie bedürftig wir sind. / Brich die Überheblichkeit derer, / die meinen, sie hätten niemanden nötig. / Gib, dass wir uns nicht gegenseitig behindern, / sondern einander beistehen. / Lass uns lernen, einander um Hilfe zu bitten, / ohne uns dafür zu schämen. / Herr, deine Güte ist alle Morgen neu, / und dein Erbarmen hat kein Ende, / darum lass uns jeden Tag aus deiner Hand nehmen – / als Chance zu Umkehr und Erneuerung.


RefLit
6. Oktober 2019

Grant unto us, O God, / the fullness of thy promises; / Where we have been weak, / grant us thy strength; / Where we have been confused, / grant us thy guidance; / Where we have been distraught, / grant us thy comfort; / Where we have been dead, / grant us thy life. / Apart from thee, O Lord, / we are nothing, / In and with thee, we can do all things. / Amen.


United Church of Canada 1969
Wochenrückblick

5.Oktober 2019

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, wir müssen Dir stille halten. Länger als wir das gewöhnlich tun. Länger als uns das gewöhnlich gelingt. / Gib uns diese Stille. Lass uns Dich als Anfang, Mitte und Ziel finden, in Dir aufatmen, von Dir her Mut gewinnen und Weisheit und Prophetie. / 

Wir tragen in uns eine Krankheit zum Tode, die uns weder zu Dir noch zu uns selbst kommen lässt, und die uns anzusprechen, zu begrenzen oder gar auszutreiben nicht gelingt. / Vor 30 Jahren fiel die Mauer. Wie gut, dass ein System, das Angst, Druck und Lüge brauchte, um existieren zu können, zusammenbrach. Und das ohne einen Schuss. Und ohne, dass Menschen sterben mussten. Ein Wunder vor unseren Augen. /

Aber wir sind immer noch nicht ein Volk. Und schon gar nicht sind wir Dein Volk. / Wir wissen, dass es in dieser Welt keine Patentrezepte gibt. Und wir haben Respekt vor den Menschen, die die mühselige Last öffentlicher Verantwortung auf sich nehmen. Wir bitten Dich, dass Du sie in allem, was dem Recht und dem Frieden dient, gesegnet sein lässt. /

Aber wir sehen sie auch oft in Kameras lächeln zusammen mit Machthabern, die mit Angst, Druck und Lüge ihre Herrschaft ausüben. Und wir denken: Darauf kann kein Segen liegen. Das geht über Leichen. Das ist selbstmörderisch. /

Wir haben lange gemeint, dass Europa irgendwie ein Selbstläufer ist – nach all dem Schrecken und dem Wahnsinn des Gegeneinanders. Versöhnung, Partnerschaft, Verlässlichkeit, ja Freundschaft sogar hielten das Tor für eine gemeinsame Zukunft offen.

/ Wir sehen, wie das Tor wieder ins Schloss fällt. Wir fassen das kaum. Aber es ist so. Wie kann man nur sehenden Auges dermaßen in sein Unglück rennen? Woher kommt dieses Schlangengeflüster, das auch in den Parlamenten der Angst, dem Druck und der Lüge Gehör verschafft? /

Ist es Dein Zorn, dass es so mit uns steht? Hängen wir unser Herz nicht genug an Dich? Müssen wir schon wieder sagen: „Wir sind in die Irre gegangen“? / Davor bewahre uns. Uns und die vielen, von denen Du Dir auch in Zukunft Lob zubereiten mögest. / Amen.


Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
4. Oktober 2019

Herr unser Gott! Wenn wir Angst haben, dann laß uns nicht verzweifeln! / Wenn wir enttäuscht sind, dann laß uns nicht bitter werden! / Wenn wir gefallen sind, dann laß uns nicht liegen bleiben! / Wenn es mit unserem Verstehen und mit unseren Kräften zu Ende ist, / dann laß uns nicht umkommen! Nein, dann laß uns deine Nähe und deine Liebe spüren, die du ja gerade denen verheißen hast, deren Herz demütig und zerschlagen ist / und die sich fürchten vor deinem Wort. Zu allen Menschen ist ja dein lieber Sohn / gekommen als zu solchen, die so dran sind. Eben weil wir Alle so dran sind, / ist er im Stall geboren und am Kreuz gestorben. Herr, erwecke uns Alle / und halte uns Alle wach zu dieser Erkenntnis und zu diesem Bekenntnis!


Karl Barth (1886-1968)
3. Oktober 2019

Unbegreiflicher Gott, Du bist für uns Vater und Mutter im Himmel. Wenn wir nicht mehr weiterkönnen, schaffst Du Raum in dem wir ausruhen dürfen. Du schickst deine Engel, die uns versorgen bis wir wieder bei Kräften sind. Öffne uns Augen und Ohren für dein Handeln an uns, wenn wir nur Nebel und Wände sehen. Du hilfst uns wieder auf die Beine. Von Dir kommen Hoffnung und Lebensmut. Du wirst die Türe öffnen, durch die wir zurück ins Leben finden. Amen.


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
2. Oktober 2019

Ach Gott – ich rufe zu dir und weiß nicht, wo du bist / ich klage dir mein Leid und weiß nicht, ob du mich hörst / ich hadere mit dir und weiß nicht, ob es dich gibt. // Manchmal zweifle ich am Sinn meiner Gebete. Aber wie Hiob möchte ich nicht ohne dich leben. // Ach Gott – meine Vorfahren versichern mir / dass sie deine Nähe gerade in schweren Tagen erleben durften / dass du in Jesus unser Leid geteilt hast / dass alle, die in seinen Spuren gehen, anderen beistehen. // Ich will ihrem Zeugnis vertrauen. Denn wie sie möchte ich nicht ohne dich leben. // Darum will ich nicht aufhören / nach dir zu fragen / auf dich zu hoffen / zu dir zu beten. AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
1. Oktober 2019

Lieber Gott, / Danke, dass wir Essen haben und Wasser. / Viele Menschen haben kein Essen und Wasser. / Darum bitte ich dich, den Menschen zu helfen. / Bitte gib ihnen auch zu essen und zu trinken. / Amen. /
Nathalie 9 Jahre


Kinder aus dem kirchlichen Unterricht im 3. Schuljahr, Kanton Graubünden, Schweiz
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