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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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8. Oktober 2018

Du lebensspendender Gott! / Aus deiner Hand nehmen wir diesen Tag. / Du hast ihn für uns gemacht. / Auch wir sind von deiner Hand gemacht, / und alle Welt ist das Werk deiner Hände. / Aus deiner Hand nehmen wir, / was dein Reichtum uns gibt. / Deine Gabe ist die Fülle des Lebens. / Alles, was im Schatten ruht, / was im Licht atmet, / dankt dir vom Anbeginn der Welt an / bis zu dem Ende, das du gesetzt hast. / Du heilst, was zerbrochen ist, / du richtest, was aus dem Lot geraten ist. / Darum stehen auch wir heute morgen vor dir. / Mit Worten und Gedanken / sagen wir dir Dank für alles, / was uns gestützt hat, was unseren Rücken gestärkt / und unseren Blick wieder erhoben hat. / Doch unsere Worte reichen nicht aus, / um mit uns selbst und vor dir ins Reine zu kommen. / Zu viel ist ungeordnet, / zu vieles ist uns entgangen / oder wir haben es wieder vergessen. / Wie sollten wir auch alles beim Namen nennen können, / was uns wie ein Schatten umgibt? / Du siehst das alles. Du kennst es. / Ja, wir machen dir Mühe. / Viele Stimmen erheben sich in uns gegen deine Verheißung. / Heute, an dem Tag, den du gemacht hast, / wollen wir dir auch mit unserer Schwäche die Ehre geben. / Richte nun unsere Herzen auf, / damit dein Wort in uns lebendig wird. / Gott, gib uns deinen Geist. Amen.


RefLit
7. Oktober 2018

Du, unser Heiland, / wir wünschen uns / vor allem Gesundheit, / fürchten Unfälle, / möchten nie angewiesen sein / auf fremde Hilfe. / Aber du zeigst uns / an vielen kranken Menschen, / dass das Leben seinen Wert nicht verliert, / wenn nicht mehr alles möglich ist, / und dass die Seele stark sein kann / auch in einem schwachen Körper. / / Gott, heile uns von falschen Maßstäben / für gelingendes Leben. / Hilf uns, / deiner Güte zu trauen / und die Zerbrechlichkeit unseres Lebens / getrost anzunehmen. / Lass uns einander ergänzen / und gute Weggefährten sein / in deiner Nachfolge.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
6. Oktober 2018

Herr, mein Gott, wenn ich gleich ein armes und elendes Geschöpf bin, so stehe ich doch durch die Gnade in deinem Bunde. / Und ich darf, ich will zu dir kommen, für dein Volk. / Du hast mich, obgleich ich so unwürdig bin, zum schwachen / Werkzeug gemacht, ihm Gutes zu tun und dir zu dienen; / und viele haben mich überschätzt, wogegen andere wieder meinen Tod wünschen und sich darüber freuen; / Herr, wie du auch immer es mit mir machen willst, /  fahre fort sie zu segnen. / Schenke ihnen Festigkeit im Urteil, Einmütigkeit und gegenseitige Liebe; /  fahre fort mit ihrer Befreiung und mit dem Werk deiner Reformation, / und erhöhe den Namen Christi / in der Welt. Lehre die, die zu viel auf deine Werkzeuge sehen, / sich mehr auf dich zu verlassen. / Vergib denen, die so gern / auf dem Staub eines armen Wurmes herumtreten, /  denn auch sie sind deine Kinder. Vergib dieses törichte Gebet, / um Jesu Christi willen, und schenke uns eine gute Nacht, / wenn es dein Wille ist. Amen.


Oliver Cromwell (1955-1658)
5. Oktober 2018

Gott, wir sehnen uns danach, / dass du Recht schaffst in unserer Welt, / deren Ungerechtigkeit zum Himmel schreit. / Wir fühlen uns oft so ohnmächtig / gegenüber all dem Furchtbaren, / von dem wir hören. / Gott, wir ersehnen deine Gerechtigkeit / und fürchten doch auch dein Gericht. / Denn du lässt dich nicht täuschen / durch die schönen Fassaden, / hinter denen wir uns so oft verbergen. / Du lässt dich nicht beschwichtigen / von der gängigen Ausrede, / wir könnten schließlich nichts machen. / Du weißt, was wir anderen Menschen schuldig bleiben / und wieviel Böses auch von uns ausgeht. / Barmherziger Gott, sei uns ein gnädiger Richter / und hilf uns, entschieden und tapfer zu werden / im Tun deines Willens. Amen.


RefLit
4. Oktober 2018

Verständiger Gott! / Es ist manche Tage unerträglich, / die Lügen anzuhören, / die verbreitet werden. / Über Menschen, die anders sind. / Über Menschen, die anders denken. / Wie dem begegnen, / wenn Argumente nicht mehr zählen? / Wenn die Wahrheit nicht mehr gilt. / Oder gibt es noch eine Wahrheit / hinter dem, was mir wahr erscheint? / Kannst du mir das entschlüsseln?


Georg Rieger, Nürnberg
3. Oktober 2018

Gelobt sei der Name des Herrn bis in Ewigkeit. (Ps 113)//
Dein Name, Gott, sei gepriesen, der du oben im Himmel thronst und nicht nur zu uns in die Tiefe schaust. // Du thronst oben in den Himmeln und kommst sogar selbst hinab zu uns auf Erden. // Du wendest dich uns zu, uns den geknickten und gebrochenen Menschen, / den Geringen und Armen, / den Irrenden und Zweifelnden, / den Fragenden und Suchenden.// Dafür danken wir und bitten dich,/ hilf uns, dir und damit dem Leben zu vertrauen, damit wir weitergehen können jeden Tag Schritt für Schritt. Amen


Meike Waechter, Berlin
2. Oktober 2018

Gott, / du hast uns Gebote gegeben, / die unser Leben schützen. / Wir bitten dich: / Gib uns Achtsamkeit für andere, / damit unser Glaube Frucht bringt. / Nimm uns mit in deine Arbeit am Heil der Welt. / Durch Jesus Christus, deinen Sohn, / der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und Leben schenkt allezeit. 


RefLit
1. Oktober 2018

Gott, du guter Hirte! / Du suchst mich, wenn ich mich verirrt habe. Du suchst mich, wenn ich mich entfernt habe von dir. Viel mehr, als ich dich suche, suchst du mich. / Und: Du findest mich. Ich gehe nicht verloren. / Ich bitte dich: Suche weiter! Suche mich hier und heute, und morgen und in fernen Zeiten. Ich will mich von dir finden lassen, wo immer ich bin. / Und: Nimm mich mit auf der Suche nach den Verlorenen. Amen.


Jürgen Kaiser, Berlin
30. September 2018

Gnädiger Gott, / wir kennen dein Gebot, / jedem Menschen mit Liebe zu begegnen. / Wir möchten es auch gern erfüllen, / aber scheitern doch immer wieder / an unserer Scheu, / auf andere zuzugehen, / und uns einzulassen / auf deren Eigenart. / Wir vergessen / oder wir trauen uns nicht, / unsere Wertschätzung auszusprechen. / Manchmal sehen wir in anderen / auch nur eine Bedrohung / für unseren Selbstwert / und für unsere Identität. / Gott, nimm uns die Ängste, / die uns daran hindern, / unser Herz für andere zu öffnen, / und sättige unseren Hunger nach Liebe!


Sylvia Bukowski, Wuppertal
29. September 2018

Wir leben von deinem Wort. / Wir hätten ohne sein Licht keinen Boden unter den Füßen. / Wir sind darauf angewiesen, daß du wieder und wieder mit uns redest. / Wir vertrauen darauf, daß du das tun willst und wirst, / wie du es bisher getan hast. Amen.


Karl Barth (1886-1968)
28. September 2018

Gott, es gibt so viele Menschen, die auf ein Wunder hoffen, auf Heilung, darauf, dass alles anders wird, dass sie die Zeit zurückstellen können, um Dinge ungeschehen zu machen. // Gott, hilf uns und sei bei uns, auch wenn keine Wunder geschehen. Es soll uns Wunder genug sein, dass du für uns da bist und dein Angesicht leuchten lässt über uns. Amen


Meike Waechter, Berlin
27. September 2018

Du lieber liebender Gott. Lass mich heute die Glücksmomente des Tages bewahren, die in meinem Alltag aufblitzen. Lass mich dankbar sein für die Menschen um mich. Lass mich nicht für selbstverständlich halten, wie gut es mir geht. Gib mir ein dankbares und hilfsbereites Herz. AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
26. September 2018

zu Psalm 25

Gott, / wir alle leben von deiner Vergebung / und von deiner Großherzigkeit. / Aber wie kleinlich rechnen wir anderen oft auf, / was sie alles falsch gemacht haben! / Und wie lange tragen wir ihnen ihre Schuld nach / und sind nicht bereit, / ihnen eine neue Chance zu geben. / Unsere Urteile sind oft so grausam, / und unser Verhalten so unversöhnlich! / Gott, ändere uns / um deiner großen Barmherzigkeit willen! / Nimm uns die Angst, / durch Nachsicht und Entgegenkommen / unser Gesicht zu verlieren, / und lass uns mehr als unsere Prinzipien / das Glück der Versöhnung schätzen lernen.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
25. September 2018

Abendgebet

Herr, wir danken dir am Abend, / dass wir unter deinem Schutz diesen Tag vollendet haben, / dass du uns Kraft gegeben hast zu unserer Arbeit, zu unserer Geduld, zu unserer Feier, zu unserer Kreativität, zu unserem Miteinander. / Wir danken dir, dass du immer bei uns bist und uns in allem und durch alles hindurch trägst. Amen. 


Selma Dorn, Leipzig
24. September 2018

Gott, / du hast deinem Volk Israel / Verheißung und Gebot gegeben. / Wir bitten dich: / Lass dein Wort auch heute bewirken, / dass wir Vertrauen gewinnen und uns auf dich verlassen.


RefLit
23. September 2018

Gnädiger Gott, / manche biblischen Worte scheinen viel zu hoch gegriffen / angesichts der Probleme, / vor denen wir persönlich und politisch stehen. / Wir durchschauen so Vieles nicht, / sind ratlos, was wir machen sollen, / sehen oft keinen Ausweg mehr. / Die Welt, wie sie ist, / ist voller Widerspruch / zu deiner Gerechtigkeit, / und zu deinem Erbarmen. / Da ist es leicht, / Zweifel zu bekommen / an deiner Macht / und dem Glauben / nichts mehr zuzutrauen. / Aber wir möchten nicht unseren Halt verlieren / und die Hoffnung aufgeben, / dass sich Vieles zum Guten wenden lässt. / Stärke unser Vertrauen zu dir / und verwandle alle Verzagtheit / in eine streitbare Nachfolge deines Sohnes. /


Sylvia Bukowski, Wuppertal
22. September 2018

Was könnte ich Wichtigeres, was dir Wohlgefälligeres flehen, als: / Heilige mich und heilige meine Brüder alle in deiner Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit. Verbreite immer mehr unter uns Licht und Leben, / Erkenntnis und Tugend, Wahrheit und Gottseligkeit, / daß unser Volk dein Volk, / unser Vaterland ein Schauplatz deiner Güte, / und unser ein Jeder ein gesundes, lebendiges Glied an deinem Leibe werde. / Mehre das Gute, vertilge das Böse an uns! / Laß uns deinen Segen zuteil werden. Gib einem Jeden, was er bedarf. / Wende gnädig alles von uns ab, was nicht zu unserm Heile dient, / und was hingegen dazu dient, das laß uns von Herzen willkommen sein. / Erleichtere jedem seine Bürde durch deinen allmächtigen Beistand. / Sei jedem nahe mit deiner Huld. Laß die Frucht dieser Bettagsfeier an mir und an allen meinen Brüdern unverkennbar werden, / daß dein Name geheiligt werde, dein Reich komme, dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. Amen.


Nikolaus von Zinzendorf (1700-1760)
21. September 2018

zu Psalm 68

Gott, / wir sind oft schnell dabei, / über alles zu stöhnen, / was uns schwerfällt, / was uns gegen den Strich geht, / oder was uns lästig ist. / Wo es wirklich nötig ist, / da hilf uns bitte, / unsere Lasten zu tragen. / Aber du weißt auch, / wie gern wir unsere Wehwehchen pflegen, / und darüber ganz vergessen, / wer es wirklich schwerhat im Leben, / wer wirklich feststeckt / in einem Labyrinth von Problemen, / wer deine Hilfe noch mehr braucht als wir. / Gott, bewahr uns vor zu großem Selbstmitleid. / Reiß uns aus unserer Lethargie / und stärke uns, / anderen tragen zu helfen / an der Last ihres Alltags.

 


Sylvia Bukowski, Wuppertal
20. September 2018

Du, Lebendige/r bist beziehungsreich. Dein Mut Gott und Mensch zu vereinen ist unvergleichlich. Die Spannungen zwischen armen und reichen Menschen sind aber nicht nur schön oder kreativ. Arme hoffen auf Dich und Reiche fürchten Dich. Würde, wenn wir auf das Leben mehr geben würden als auf das Haben, der Friede wachsen? Danke, dass Du Reichen Mut machst ihre Habe los zu lassen. Gelobt bist du für deine Kraft Reichtum in Solidarität zu verwandeln. Amen


Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
19. September 2018

Gelobt sei dein Name, Herr, vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang, / der du in der Höhe thronst und mit Langmut und Geduld auf uns siehst, / der du die Hochmütigen zurechtrückst und die Geringen aufrichtest, / sieh mir meinen Ungehorsam nach, vergib mir meine Trägheit. Amen. 


Jürgen Kaiser, Berlin
18. September 2018

Wir danken Dir für den Wohlstand, in dem wir in diesem Land leben dürfen. Lass uns aber die Menschen nicht vergessen, die hier neben und unter uns in Armut leben. Wir sehnen uns nach Gerechtigkeit und sind doch hilflos dabei, sie zu verwirklichen. Schenke uns Ideen, Kraft und Fantasie, Dinge zu tun, die unsere Gesellschaft gerechter machen.


Georg Rieger, Nürnberg
17. September 2018

Ewiger Gott – Wir danken dir für den Strom der Tradition, durch den auch wir zum Glauben kommen konnten. / Wir danken dir für die mutigen Glaubenszeugen und Glaubenszeuginnen vor uns. Wir danken dir für unsere Kirche, die für uns Heimat geworden ist. // Rüste uns aus mit kritischer Vernunft, um zu prüfen, was uns überliefert ist. / Hilf, dass wir nichts leichtfertig über Bord werfen, was Glaubende vor uns als dein Wort erkannt haben und in ihr Leben wirken ließen. / Hilf aber auch, dass wir nicht in blindem Gehorsam alles für wahr halten, was sie als Lehre formuliert haben. // Ewiger Gott – Du bist unsere Zukunft. / Zeige uns, wie wir deine Kirche immer wieder erneuern können durch waches politisches Urteil, durch rückhaltlosen Einsatz für Gerechtigkeit, durch tätige Liebe. AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
16. September 2018

Du Gott des Lebens, / dein Wort ruft aus dem Tod, / löst alle Erstarrung, / dringt durch die Mauern, / die unsere Leere verbergen. / Was hindert uns, / dir zu vertrauen / und auszubrechen / aus alten Bahnen, / die zu nichts führen? / Wir haben Angst vor Veränderung. / Wir ersehnen Neues, / und zugleich fürchten wir es. / Lieber bleiben wir im vertrauten Elend, / als Schritte zu wagen ins Ungewisse. / Gott, wir sind oft zu feige, / uns von dir bewegen zu lassen / und die Fülle zu finden, / die Du versprichst! / Aber hör du nicht auf, / uns anzusprechen, / erfrische uns mit deinem Geist, / und vertreibe unsere Lebensangst / durch deine Nähe.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
15. September 2018

Vor dich möchten wir die uns bekannten und unbekannten Sorgen, Bedürfnisse und Nöte aller Menschen bringen: / die der christlichen Gemeinde hier und in allen Ländern - die der verantwortlichen / Mitredenden, Beratenden, Regierenden und Entscheidenden im Osten und Westen - die der hier und dort Erniedrigten und Unterdrückten - die aller Armen, / Kranken und Alten, aller Verkümmerten, aller Verzagten und Verwirrten - die der ganzen Welt, die sich nach Recht, Freiheit und Frieden sehnt. Laß viele, alle, und so auch uns erfahren, daß wir in der Hand deiner allmächtigen Gnade sind, / die endlich und zuletzt allem Unrecht und Elend ein Ende setzen wird, um einen neuen Himmel und eine neue Erde zu schaffen, in der Gerechtigkeit wohnen wird! / Ehre sei dir, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist: wie du warst im Anfang und bist und sein wirst, jetzt und in Ewigkeit! Amen.


Karl Barth (1886-1968)
14. September 2018

Herr, wir bitten dich / wenn unsere Alltag wieder beginnt: / sei bei uns, lass uns deine Gegenwart immer wieder spüren, / damit wir nicht nur in der Gemeinde, sondern auch darüber hinaus dich immer wieder erkennen können. / Verwandle in Segen, was uns und beschwert und Angst macht. Amen.


Selma Dorn, Leipzig
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