Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Gott, / der Schrecken hat uns eingeholt. / Mitten in der Hauptstadt des Vergnügens, / der funkelnden Lichter und des Vergnügens, / schießt ein Mann vom Fenster eines Hotels / mit Sturmgewehren auf die Besucher einer Musikveranstaltung, / als führe er Krieg gegen Menschen, die er nicht einmal kennt. / / Es sei kein terroristischer Anschlag – / erklären die zuständigen Experten. / Aber was kann mir mehr Schrecken verursachen / als einer, der als unauffälliger Nachbar gelebt hat, / scheinbar einer von uns, / nicht verblendet von politischem oder religiösem Wahn, / der Waffen über Waffen angehäuft hat, / um zu töten? / / Ich höre die Zahl von 30 000 Toten im Jahr in den USA / Durch den Gebrauch von Schusswaffen. / Es sei ein Vielfaches der Toten, die in kriegerischen Missionen sterben. / Angeblich über 300 Millionen Waffen dort, / wieviele in Europa? / / „Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen“ / So singen wir in diesen Tagen von der Kraft, / die Du zum Leben gibst. / Von Deinem Wort, das uns stark macht. / / Erfülle Du uns mit Kraft, / lass uns auf Dich vertrauen. / Lass uns das Leben suchen.
Albrecht Thiel, Castrop-Rauxel
Barmherziger Gott, / Du hast uns erlaubt und geboten, / mit allem zu Dir zu kommen, / was uns auf dem Herzen liegt. / / Wir spüren, dass unsere Welt im Umbruch ist. / Wir wissen nicht, wohin sie treibt. / Viele machen sich Sorgen, / dass Mitmenschlichkeit und Toleranz auf dem Rückzug sind. / Der Ton in den Diskussionen verschärft sich / eine Atmosphäre von Wut und Angst macht sich breit. / Wir können darin Deinen Geist nicht mehr erkennen, / der zur Wahrheit führt / und doch ein Geist der Versöhnung und Liebe bleibt. / / Wir brauchen Dich, gnädiger Gott. / Schon immer war das so, / aber es gibt Zeiten, / in denen wir uns noch mehr danach sehnen, / dass Du uns und unsere Welt zurechtbringst. / / Wir beten für die Verfolgten dieser Welt. / Für unsere Geschwister, / die das Bekenntnis zu Jesus Christus / Freiheit und manchmal sogar das Leben kostet. / Wir reden von dem Kreuz, das wir auf uns nehmen, / wenn wir Dir folgen. / Sie tragen die echten Kreuze! / Wir bitten Dich / um Kraft und Trost und Gnade für sie. / / Wir beten für die Heimatlosen. / Für die, deren Hoffnung in seeuntüchtigen Booten / im Meer versinkt. / Für die Kinder, / deren Augen schon sehen mussten, / was keine Seele erträgt. / Schütze, heile und berge sie. / / Wir beten für die Kranken und Schwachen / um Hilfe, Kraft und Geborgenheit. / / Wir beten für Deine Kirche / und alle, die in ihr Verantwortung tragen / um Glaubensmut, Demut und Deinen Geist. / / Amen
Jochen Denker, Ronsdorf
God of our life, whose presence sustains us in every circumstance, / As the sound of gunfire again echoes over another American city, / we seek the grounding power of your love and compassion. / As death rained down from above in the dark of night, / We pray this day for the Sun of Righteousness to arise with healing in its wings, / and rain mercy, grace and peace upon our broken people. / So many have been lost: brothers and sisters, neighbors and friends / gathered in the unity of music, scattered by evil and hatred. / We pray for solace for all who loved them. / We pray for those who have been spared and those whose lives are changed forever / that they may find healing, sustenance, and strength in the hard days to come. / We give thanks for first responders: / who ran toward gunfire, rather than away / who dropped everything to save the wounded and comfort survivors / We pray for doctors and nurses and mental health providers / who repair what has been broken / who to try to bring healing and hope / in the face of the unchecked principalities and powers of violence . / We ask for sustaining courage for those who are suffering and traumatized. / We cry, how long, O Lord? / But the same words echo back, again and again / as if the question comes to us from You— how long, how long, how long… / In the wake of an event that should be impossible to contemplate / but which has become all too common in our experience, / open our eyes, break our hearts, / and turn our hands to the movements of your Spirit, / that our anger and sorrow may unite in service to build a reign of peace, / where the lion and the lamb may dwell together, / and terror no longer holds sway over our common life. / In the name of Christ, our healer and our Light, we pray, Amen.
Laurie Kraus, Louisville, Kentucky, USA
Guter und gerechter Gott, wir danken dir für die Freiheit, die du uns schenkst: die Freiheit im Denken, das uns von falschen Urteilen befreit und uns die Augen und Ohren öffnet; die Freiheit im Handeln, für das du uns Mut schenkst, damit wir Grenzen überwinden und Schritte auf Menschen zugehen können.
Georg Rieger, Nürnberg
1.000 Schuss Munition und 23 Waffen / in der 32. Etage lauert das Waffengesetz in seiner Freiheit / unten wird den Menschen die Freiheit genommen / in den Himmel zu schauen / Gebete gegen Kugeln / gestern ein unfairer Kampf.
»Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.« / zitiert der Präsident / Jetzt muss die Bibel ran / Du, Gott, sollst jetzt trösten / jetzt darfst Du nahe sein / mit präsidialer Erlaubnis / als bräuchte es dafür ein Bibelzitat / als würden Dir nicht schon beim ersten Schuss / die aus den Mündungen erstickten Gebete entgegenschlagen.
Oh Gott, wie kriegen wir die Bilder aus unseren Köpfen? / Wie können wir wieder in den Himmel schauen?
Tödlicher als die Kugeln sind die Beteuerungen der Waffenlobbyisten / das alles habe mit ihrer Arbeit nicht zu tun / Sei auch ihnen nahe / schleudere ihnen die Gebete der Zerbrochenen entgegen / vertreibe sie aus den Etagen ihrer eingerichteten Freiheit / damit die Menschen wieder in den Himmel schauen können. Amen
AD
Du Lebendige/r siehst mich / auch wenn es regnet - / in gutem Licht / und sanfter Frische. / Ermutigst meine grauen Tage, / förderst meine Herbstfreuden / in denen ich der Vergänglichkeit fröne / und ganz im Vertrauen auf das ewige Leben / alles gebe um so gering und nah zu werden, / dass der Schmerz nachlässt.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
...Alle Kreatur spürt deine Güte, / alles, was atmet, alles, was das Licht sucht. / Auch die Dunkelheit hast du geschaffen, / um uns wohl zu tun. / Tag und Nacht dienen dir / und allen, die du geschaffen hast. / Allem, was ist, / gibst du Anfang und Ende. / Alles, was lebt, / behütest du mit deiner Fürsorge. / Du lässt uns alle Dinge zum Guten dienen. / Wir erfahren deine Weisheit und Güte. / / Darum danken wir dir: / für das Werk unserer Tage und für die Ruhe unserer Nächte; / für all das, was du an uns geheilt hast / und was du unter uns wieder zusammenbringst. / Deinem Wort trauen wir, / auf deine Güte hoffen wir. / Sei unter uns mit deinem Geist / und segne unser Hören und Reden / Singen und Beten. Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Du nährst die Erde, / sättigst ihren Durst mit frischem Regen / und den Hunger mit der Natur im Zusammenspiel, / das wir lebenslang lernen. / Bewahren und bebauen lehre uns – / so, dass die Angst nachlässt, / die Angst im Schubladendenken zu ersticken, / Egoismus und Gier mit Lebensgrundlagen verwechseln / und den Kosmos für die nach uns so beschädigen, dass sie nicht mehr so schön und gut und glücklich werden können wie wir in Europa nach 1950 geborenen. Verschenk du - um Himmels willen auf der Erde - diese Zukunft, die mit Blick auf die Welt ihr zuhause bei Dir findet weiter und bitte nicht nur in Europa. Nicht nur in diesem oder jenem Sprachraum. Nicht nur in dieser oder jener Religion.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
Guter und gerechter Gott, wir danken dir für die Freiheit, die du uns schenkst: die Freiheit im Denken, das uns von falschen Urteilen befreit und uns die Augen und Ohren öffnet; die Freiheit im Handeln, für das du uns Mut schenkst, damit wir Grenzen überwinden und Schritte auf Menschen zugehen können.
Georg Rieger, Nürnberg
Du Ewige/r forderst es heraus: ich denke an dich, und daran dir zu gefallen. / In der Weise wie du mir gefällst, unerreichbar und annäherungswürdig wie nichts Anderes. Am Morgen und am Abend, beim Blick in die Weite des Landes, wenn ich die Berge in der Ferne betrachte und meine Augen über die Auffaltung der Alpen schweifen, wenn ich in die Augen meiner Freundin sehe, die weint um ihren Sohn und um alles was in ihrem Leben nicht so wurde, wie sie es gehofft hatte. Komm bitte, halte dein Versprechen: wisch die Tränen ab, weck die erkaltete Liebe, lass die Schönheit der Schöpfung in allen Farben und Zeiten leuchten und Gerechtigkeit erfahren.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
Gott der grenzenlosen Liebe, / in deinem Namen und in deiner Kraft will ich heute Mauern abtragen, / Stein für Stein, Vorurteil für Vorurteil. / Ich bekenne dir, dass ich deine Liebe oft vergessen habe, / dass ich mit meinen Mitmenschen kleinlich war und für sie höhere Massstäbe gesetzt habe als für mich selbst. / Dass ich voreilig ein Urteil über sie gefällt habe. / Du bist aber da bei mir, um mich in der Liebe anzuleiten, auch heute. / Öffne mich für dich. / / Amen.
Catherine McMillan, Dübendorf, Schweiz
Barmherziger Gott, / von deiner Güte leben wir. / Dein Segen lässt unsere Arbeit gelingen. / Aber oft bilden wir uns ein / wir müssten alles alleine schaffen, / und alles selbst in den Griff bekommen. / Wir stehen manchmal so stark unter Druck, / dass wir zu zerbrechen drohen, / und wenn wir zur Ruhe kommen, / fühlen wir uns ausgebrannt und leer. / Auf die Frage: »Wofür das alles?«, / wissen wir oft keine Antwort, / sondern fallen in ein tiefes Loch. / Ja, es ist umsonst, / dass wir früh aufstehen / und hernach lange sitzen / und unser Brot mit Sorgen essen. / Es ist umsonst, / wenn wir nicht unsere Grenzen erkennen / und auf deinen Segen trauen. / Gott mach du uns des Sinns unseres Lebens gewiss.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott des Himmels und der Erde, / Öffne den Himmel und schau hinunter in unsere Tiefe bis in unsere Abgründe. / Du siehst unser Leiden und unsere Schmerzen. / Du erbarmst dich der Geringen und Verachteten, der Einsamen und Kranken, der Schuldigen und Gescheiterten. Du erbarmst dich unser. / Gott des Himmels und der Erde, wir danken dir, dass du mit uns bist, uns behütest, wohin wir auch gehen und uns nicht verlässt. Amen
Meike Wächter, Berlin
Gott, wir versuchen in anderen Kategorien zu denken und den Begriff der Nation neu zu deuten. Hinter den Grenzen unseres Landes wohnen doch nicht Menschen, die uns fremd bleiben müssen oder die weniger würdig und wert sind?! Doch wie setzen wir diesen guten Willen um? Wie bewahren wir dennoch Sicherheit und dürfen uns als Volk fühlen? / Gib uns gute Ideen, wie wir Deinem Willen zur Nächstenliebe gerecht werden können und uns dennoch nicht selbst verlieren. Beschütze uns als Nation genauso wie als Gemeinschaft aller Menschen weltweit. Wir brauchen Deine Liebe so und so, damit wir gut miteinander umgehen.
Georg Rieger, Nürnberg
Wie ein guter Vater stehst Du hinter mir und schenkst mir Halt. / Ermutigst mich / aus zu atmen / aus zu sprechen / aus zu tragen und aus zu stehen / wohin du mich mit deiner Verheissung ziehst.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
Barmherziger Gott, / wir sehen, was in unserer Welt geschieht / und drohen alle Hoffnung zu verlieren. / Wir bekommen mit, wieviel Lug und Trug herrscht, / wieviel Verantwortungslosigkeit und Kälte / und unsere Hoffnung schwindet, dass es besser werden wird. / Wir kommen zu Dir, / sehen uns selber ehrlich an / und sehen wenig, was uns Hoffnung macht. / Du bist der Gott der Hoffnung, / Du verlierst die Hoffnung mit uns nicht / und hast in der Auferweckung Jesu Christi / den Grund für eine lebendige Hoffnung gelegt – / für jeden von uns und für Deine Erde. / Wir wollen hören, was Du erhoffst / Und weil Du es erhoffst, / darauf vertrauen, / dass diese Hoffnung nicht trügt / und Du wahrmachst, was Du versprichst. / Sende Deinen Geist. / Erwecke unser Singen, Beten, Reden und Hören, / dass sie zu einer Saat werden, / aus der eine lebendige Hoffnung wächst, / die uns verändert. / Amen.
Jochen Denker, Ronsdorf
Gott, bei Elia warst Du nicht im Erdbeben. / In México wohl auch nicht, hoffe ich. / Doch wo warst Du? / / Meine Freunde standen Höllenängste aus. / Ihr kleinen Zwillinge waren gerade im Kindergarten. / Es ist ihnen nichts passiert, danke. / Aber den Kindern im Trümmerhaufen ihrer Schule? / Wo warst Du? / / Meine Freunde mussten evakuiert werden. / Putz war von der Decke gefallen. / Es ist ihnen nichts passiert, danke. / Aber anderen in eingestürzten Häusern? / Wo warst Du? / / Andere Freunde müssen im Freien übernachten. / Das Nachbarhaus muss gesprengt werden. / Es ist ihnen nichts passiert, danke. / Aber anderen in einsturzgefährdeten Wohnungen? / Wo wirst Du sein? / / Gott, bei Elia warst Du im Hauch eines Windes. / Wo auch immer Du warst in den Minuten der Hölle: / Sei jetzt bei denen, die Angst haben, bitte! / / Amen.
Matthias Krieg, Zürich
Light / / Shining God / even the darkness is not dark to you / shine in our darkness, light of our lives / / When we walk in the grey gloom of confusion / when pain drains all the colour out of live / when we are paralysed by the darkness of fear / shine in our darkness
The Iona Community
Wir waren alle so enttäuscht – / nichts und niemand nahm uns zur Kenntnis. / Übersehen und ausgeblendet, unsichtbar gemacht / und verschwiegen, so feierten wir Dich. Ist das recht? / Du bist schwer in die Schatten der Zeit geraten. / Wie holen wir dich da wieder raus? Damit Du uns befreist und zu neuen Ufern führst? / Hilf uns, loszulassen, was uns lähmt. Decke auf, wo wir nicht Dich mit uns verwechseln. / Lass nicht zu, dass Du instrumentalisiert wirst. Heile die Welt und fang bei uns Menschen an.
Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
Gott, / warum lassen wir uns immer wieder / so sehr von Menschen beeindrucken, / warum versuchen wir um jeden Preis, / ihnen möglichst zu gefallen / und machen uns abhängig / von ihrer trügerischen Macht! / Wir könnten es doch besser wissen, / könnten die Nichtigkeit ihres Ruhms durchschauen / und uns lieber festmachen an dir! / Denn du gibst uns unvergängliche Würde, / du machst uns wichtig trotz unserer Begrenztheit, / du hast Großes mit uns vor: / die ganze Welt willst mit uns verändern / und ihr ein menschlicheres Antlitz geben. / Gott, mach uns los / aus unseren verkehrten Abhängigkeiten. / Gründe uns / allein in dir.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Barmherziger Gott, / täglich erweist du uns viel Gutes. / Lass uns dessen gewahr werden / und so leben, dass wir anderen gut tun.
RefLit
Du Gott der Fülle, / warum lassen wir uns immer wieder / so sehr von anderen Menschen beeindrucken, / warum machen wir uns abhängig / von ihrem Einfluss / und versuchen um jeden Preis, / ihnen zu imponieren! / Wir könnten doch wissen, / wie wenig beständig / der Erfolg unserer Gefallsucht ist, / und sollten uns lieber an dich halten. / Du bist verlässlich, / Du verleihst uns Ansehen / trotz unserer Mängel, / und lässt uns nicht fallen, / wenn wir dich enttäuschen. / / Gott, mach uns los / von falschen Idolen. / Stärke unser Selbstbewusstsein / und gründe uns / allein in dir.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Lass uns annehmen, was wir nicht loswerden können. Gott, wir fühlen uns oft schuldig für Dinge, die wir getan haben. Gib uns die Möglichkeit, das eine oder andere wieder gut zu machen. Vergib uns, was wir nicht wieder gut machen können und unterstütze uns, wenn wir unser Leben ändern wollen.
Georg Rieger, Nürnberg
God of the spirit of kindness, / in the glory of earth and sea and stars, / in the kaleidoscope of colour and shade and shapeliness, / in the patterns of humour and tenderness and touch, / we celebrate your generosity. / / Forgive us when we forget the gift in our every breath, / the care that sustains our every moment, / that grace that can transform our every day. / / Set us free from the prison of grudging hearts, / mean desires, / resentful spirits, / give us the courage to act with justice and generosity, / and draw us into love that does not calculate / or keep scores.
The Iona Community
Du überraschender Gott // Lass mein suchendes Herz Freude finden / in dieser schönen Sommerszeit // Ich steh mir selber im Weg / bau du eine Brücke // Mein Alltag blockiert mich / bau du eine Brücke // Meine Mitmenschen entfernen sich / bau du eine Brücke // Mein Sommer geht bald zu Ende / schenke du mir einen guten Herbst // AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
