Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Ewiger Gott – Wir danken dir für den Strom der Tradition, durch den auch wir zum Glauben kommen konnten. / Wir danken dir für die mutigen Glaubenszeugen und Glaubenszeuginnen vor uns. Wir danken dir für unsere Kirche, die für uns Heimat geworden ist. //
Rüste uns aus mit kritischer Vernunft, um zu prüfen, was uns überliefert ist. / Hilf, dass wir nichts leichtfertig über Bord werfen, was Glaubende vor uns als dein Wort erkannt haben und in ihr Leben wirken ließen. / Hilf aber auch, dass wir nicht in blindem Gehorsam alles für wahr halten, was sie als Lehre formuliert haben. //
Ewiger Gott – Du bist unsere Zukunft. / Zeige uns, wie wir deine Kirche immer wieder erneuern können durch waches politisches Urteil, durch rückhaltlosen Einsatz für Gerechtigkeit, durch tätige Liebe. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Allmächtig / Mein Gott / Allmächtig / Ich erschrecke / Die ganze Verantwortung für alles / Liegt auf dir //
Wenn du nur wolltest du könntest das Leid wegzaubern / Die Ungerechtigkeit ins Lot bringen / Allen gerecht werden / Sonne wo Sonne nötig / Regen wo Wasser das Land netzen soll / Krankheit verhindern / Den Tod besiegen aber richtig //
O Gott / Ob so ein Leben Leben wär / Lass ab / Bleib mächtig in der Liebe / Lass uns zusammen Wege finden / Verantwortung teilen / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Gott, es gibt so viel ungestillte Sehnsucht, / Sehnsucht nach Beachtung, nach Anerkennung, nach Liebe, / Sehnsucht nach dir. //
Es gibt so viele unbeantwortete Fragen, / Fragen nach dem Sinn des Lebens / und nach dem Sinn unbegreiflichen Sterbens, / Fragen nach unserer Zukunft, / Fragen nach dir. //
Es gibt so viel Schuld, / Schuld, die wir wissen, / Schuld, die wir verdrängen, / Schuld, die uns verzweifeln lässt, / weil sie uns trennt / von anderen Menschen und von dir. //
Gott, wir bitten dich, / sieh uns an, / sieh hinter die Masken, die wir tragen, / und trenne du dich nicht von uns. / Amen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Großer Gott! // Wir suchen Wahrheit / und werden doch immer wieder verstrickt in / Wahrheiten und Halbwahrheiten / Glaubenssätze und ideologische Kämpfe / Meinungen und Belanglosigkeiten. // Wir sehnen uns nach Trost / und werden doch immer öfter / konfrontiert mit / Lügen und Hetze, / Populismus und Propaganda, / Diffamierungen und Hass. // Wir wollen dem Frieden nachjagen / und befinden uns doch mitten in Kriegen um / Geld und Macht, / Glaube und Kultur, / Territorien und Menschenleben. // Lass uns, Gott, in alledem / nicht verzweifeln, / nicht verwirrt werden und nicht entmutigt. / Gib uns Kraft, / immer wieder neu Orientierung zu finden an Deinem Wort, / an der Hoffnung und der Orientierung, / die es für unser Leben und unser Zusammenleben gibt. // Amen!
Simon Froben, Bayreuth
Du, Gott, / wir preisen und loben dich / und danken dir. / Wir danken dir für das Leben, / dass du uns schenkst. / Wir danken dir für das Wort, / das du zu uns sprichst. / Wir danken dir für die Freude / und die Kinder, / für die Sonne und das Lachen. //
Du, Gott, / hilf und erhöre uns, / wir bringen vor dich unsere Not. / Wir leiden an Unrecht, / Ungerechtigkeit und Gewalt / in der Welt. / Wir leiden / unter der Einsamkeit, / der Trauer und der Angst. / Wir leiden / unter der Unsicherheit / und unserer Schuld. //
Du, Gott,/ wir sagen danke! / Und wir sagen hilf! / Erbarme dich unser. / Amen
Meike Waechter, Berlin
Kathrin Rehmat, Zürich
Kathrin Rehmat, Zürich
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Gott! / Ein Schutz bist du uns, / wenn andere uns drängen, / ein Schirm, / ein Schild, / eine Burg, / wenn Arges naht, / wenn Schlimmes kommt, / wenn Böses droht. //
Du gibst Acht auf uns, / das kann keiner wie du. / Führe uns nur nicht in Versuchung / und lass nicht zu, / dass andere es tun. //
Und dann, / wenn wir weitergehen müssen, / raus aus der Burg, / wenn wir den Schirm verlassen / und aus deinem Schatten treten müssen, / dann werden uns deine Engel tragen, / wohin du willst. / Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Barmherziger Gott, / du handelst nicht mit uns nach unserer Sünde / sondern überwindest das Böse mit Gutem. / Du vergiltst uns nicht nach unserer Missetat, / sondern schenkst uns einen neuen Anfang. //
Mach uns auch barmherzig miteinander, / nachsichtig mit Fehlern, / geduldig mit Schwächen, / großherzig, einander Schuld zu vergeben. //
Und, Gott, mach uns barmherzig / auch mit uns selber, / dass wir unsere Grenzen erkennen, / und uns nicht ständig überfordern, / dass wir loskommen, / vom dauernden Grübeln über unsere Mängel / und fremde Hilfe annehmen können. / dass wir unser Glück genießen, / Gelungenes feiern / und uns freuen an unserem Leben. / Gott, unser Vater, erbarme dich.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Großer Gott! // Wenn Milliarden Dollar für Hilfsgüter / für die Ärmsten der Welt / eingespart werden, / damit die Reichsten ihre Gier durch Steuersenkungen befriedigen, / dann hoffe ich auf Deine Gerechtigkeit. // Wenn Menschen, / die der Verfolgung und dem Krieg entkommen konnten, / von ihrer Familie getrennt bleiben müssen / und andere ohne Rechtsverfahren schon an den Grenzen zurückgewiesen werden, / dann hoffe ich auf Deine Barmherzigkeit. //
Wenn hunderte Drohnen Nacht für Nacht / scheinbar wahllos Städte angreifen, / Wohnhäuser, Schulen, Krankenhäuser, / um Menschen zu verletzen und zu töten, / dann hoffe ich auf Deine Menschlichkeit. // Wenn wieder ein Tag anbricht, / an dem ich leidlich gesund / und ohne größere Sorgen / durch mein friedliches Leben gehen kann, / dann lass das Feuer meiner Hoffnung nicht verglühen, / sondern nähre es in der Bereitschaft, / für Deine Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Menschlichkeit / selbst einzustehen. / Amen!
Simon Froben, Bayreuth
Catherine MacMillan
Annegret Lambers
Du Ewige/r forderst es heraus: / Ich denke an dich, und daran dir zu gefallen. / In der Weise wie du mir gefällst, / unerreichbar und annäherungswürdig / wie nichts Anderes. / Am Morgen und am Abend, / beim Blick in die Weite des Landes, / wenn ich die Berge in der Ferne betrachte / und meine Augen über die Auffaltung der Alpen schweifen, / wenn ich in die Augen meiner Freundin sehe, / die weint um ihren Sohn / und um alles / was in ihrem Leben nicht so wurde, / wie sie es gehofft hatte. //
Komm bitte, / halte dein Versprechen: / Wisch die Tränen ab, / weck die erkaltete Liebe, / lass die Schönheit der Schöpfung / in allen Farben und Zeiten / leuchten und Gerechtigkeit erfahren. / Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Gott, / der du die ganze Welt umspannst / mit Gerechtigkeit und Liebe: / Wir wissen, dass deine Schöpfung leidet / unter unserem Lebensstil / und oft beklagen wir ehrlichen Herzens / das Elend der Tiere, / die Zerstörung der Wälder / und den Raubbau an der Natur. //
Aber unsere Gewohnheiten / wollen und können wir trotzdem nicht ändern, / und unsere Ansprüche wachsen weiter. / Gott, bei dir / suchen wir Zuflucht und Rat / mit den Widersprüchen in unserem Leben: / Wir wollen nichts Böses / und richten doch so viel Unheil an. //
Lass du uns doch im Licht deiner Wahrheit / Wege finden aus unserem Zwiespalt / und leben und handeln / im Geist deiner Güte / Du Quelle des Lebens, / schaffe uns neu!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Ach Gott, / bei uns beginnen gerade die Ferien. / Und während ich mit Vorfreude den Urlaubskoffer voll packe / und gespannt in ferne Länder aufbreche, / raffen andere Familien gerade mal das Nötigste zusammen / und fliehen aus ihrer Heimat. //
Während für mich der Blick auf das Meer Freiheit, Erholung und Segen bedeutet, / bringt eben dieses Meer viel zu vielen Menschen den Tod. / Während ich die Auszeit mit meine Lieben um mich herum genieße, / weinen andere um die ihren und die Zeit steht still. //
Es ist, als lägen Welten dazwischen. / Doch es passiert alles gleichzeitig / auf dieser einen Welt. / All das… Jetzt…. Hier… / Ach Gott, / mir sind die Worte ausgegangen. / Aber vielleicht verstehst du, was ich dir sagen will.
Carolin Springer, Leer
Ewiger Herr und Gott! //
Gepriesen sei dein Name. / Es ist der Name eines Erlösers. / Befreie, / dann wird der Mund voll Lachens / und die Zunge voll Rühmens. / Gepriesen sei dein Name. / Es ist der Name eines Richters. / Schaffe Recht allen, / die Unrecht leiden. / Dann werden mit Freuden Ernten, / die mit Tränen säten. //
Erbarme dich unser, Herr, / das bitten wir dich / durch deinen Sohn Jesus Christus. // Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Ich lobe dich, / Gott, / denn du bist der, / der dieser Welt / und allem anderen / seinen Wert gab. / Du bist der, / der unser erstes etwas schuf. / Du bist der, / dessen Präsens / überall ist, / ob als Vater, / Allmächtiger, / Schöpfer / oder Gedanke. //
Ich staune über deine Taten, / deine Werke. / Du bist der Grund, / weshalb ich es zwitschern höre, / Vögel sehe, / Gras rieche / und das Brot koste. / Ich staune – / Ich staune über dich. / Ich freue mich über jeden Tag, / an dem ich ich bin / und bleiben darf. / Jeden Tag, / an dem ich sehe / wie die Sonne geht / und die Welt in ihrem Schein tränkt. / Wie der Mond aufzieht / zwischen dem Universum / und den funkelnden Sternen. //
Wir danken dir / und loben dich für alles, / das du uns gabst / und geben wirst / in dieser Welt. / Amen
Jugendgruppe der Französischen Kirche zu Berlin
Gott, / wir sehen das Unrecht / um uns herum. / Wir sehen das Unrecht, / das andern geschieht. / Wir sehen das Unrecht, / dass uns widerfährt. / Wir sehen, / wo wir Unrecht getan haben. //
Aber du bist Hoffnung. / Die Hoffnung auf eine andere Welt. / Die Hoffnung auf Recht. / Die Hoffnung auf deinen stärkenden, / heil- machenden Geist. //
Lass uns Abstand gewinnen / von dem was uns beschwert. / Lass uns deine Hoffnung wieder sehen. / Lass uns Erfahrungen machen / mit dir und deinen Zusagen. / Lass uns einen gestärkten Glauben entdecken. / Amen.
Selma Dorn
/ dann Ja dann, fängt der Frieden an / Amen
Kathrin Rehmat
Gott – / Du erwartest so viel von uns. / Aber Felsen sind wir nicht. / Brüchig ist mein Glaube, / anfällig für Zweifel über Zweifel. // Überlässt du die Welt sich selber? / Ich sehe nur Unvernunft und Gewalt. // Warum verlangst du so viel von uns Menschen? // Was auch immer ich für andere tue, / es ist zu wenig. // Warum machst du dem Leiden kein Ende? / So viele verzweifeln, / so viele sterben einen viel zu frühen Tod. // Wie kann ich Hoffnung in deinem Namen verkünden? / Lass mich Menschen finden, / die sich mit mir auf den Weg machen. / Trotz alledem. / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
