Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Du liebe Gesundheit / Du hast uns im Griff / Wehe / Du überlässt uns den kranken Tagen voller Unwohlseins / Wir zittern wir sorgen uns / Haben wir dir zu wenig geopfert / Zu wenig verzichtet / Das Falsche gegessen / Zu wenig trainiert //
Du lieber Gott / Wir setzen auf die Gesundheit / Haben Angst sie zu verlieren / Angst vor dem Sterben / So sind wir Kleingläubigen / In unserer Angst gehst du unter / Und wir mit dir //
Ich will aber nicht untergehen / Mit dir will ich im Leben sein / Wo immer es hinführt / Will auch die kranken Tage mit dir sein / Ich halte mich fest an dir / Bleibe bei mir // Amen
Marianne Reifers, Luxor
1 Jahr, / 365 Tage, / 8760 Stunden / Sind vergangen seit dem Tag des Massakers der Hamas / an wehrlosen Frauen, Männern und Kindern, / dem Tag, der alles verändert hat / in Israel und in Gaza. //
1 Jahr, / 365 Tage, / 8760 Stunden / sind die noch lebenden Geiseln gefangen, / in den Häusern ihrer Feinde, / in Tunneln des Terrors, / haben die Sonne nicht gesehen, / keine frische Luft geatmet, / mussten täglich rechnen mit ihrem Tod. / Ihre Familien und Freunde kämpfen für ihre Befreiung, / mit gebrochenem Herzen, / mit unerträglicher Wut / und mit einer verlöschenden Hoffnung. / Gott, vergiss nicht die Qual dieser Menschen / und der anderen, die um die Toten trauern. / Hör ihr Wehklagen. / und erbarme dich. //
1 Jahr, / 365 Tage / 8760 Stunden / bangen die Menschen in Gaza / um ihr Leben / und um das Leben ihrer Liebsten, / fliehen vor den Bomben ihrer Feinde, / verstecken sich vor den Soldaten, / und wissen nicht mehr wohin. / Ihre Häuser sind zerstört, / ihre Träume zerbrochen, / ihr Herz ist voller Trauer und voller Wut. / Gott, du kennst die vielen verlorenen Leben. / Hör auch das Wehklagen in Gaza / und erbarme dich. //
1 Jahr, / 365 Tage, / 8760 Stunden, / ist unser Leben weitergegangen / seit jenem 7.Oktober. / Wir sind verschont / von der täglichen Angst, / von den Albträumen der Nächte, / von dem unsäglichen Schmerz / der Menschen in Israel und in Gaza, / und in unserem Alltag vergessen wir, / was sie niemals vergessen können. / Gott, wir fühlen uns hilflos / angesichts der nicht endenden Gewalt im Nahen Osten, / und fürchten, was daraus noch werden kann. / Gegen alle realistischen Bedrohungen / bitten wir dich, den / lebensmächtigen Gott und Erbarmer / um ein Ende des Hassens, / um ein Ende des Leidens. / Wir bitten dich um das Wunder von Frieden im Nahen Osten. / Wir bitten dich um Schalom für die Welt. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Jürgen Kaiser, Berlin
Gott, du Hüter Israels, / in Psalm 121 heißt es, dass du nicht schlummerst und nicht schläfst. / Das soll ja wohl heißen, dass du aufpasst und nötigenfalls eingreifst. / Gott, kannst du das bitte jetzt tun! / Kannst du die unheilbringende Spirale der Gewalt in Palästina, Israel und dem Libanon unterbrechen! //
Dass sich auf beiden Seiten viel Hass angestaut hat, macht das sicher nicht leicht. / Aber es kann doch nicht sein, dass Kämpfer diejenigen opfern, die sie zu befreien vorgeben. / Und genauso wenig, dass ein Führer eines Landes, um seine Immunität zu retten, Konflikte am Laufen hält und immer neue Fronten eröffnet. //
Gott, wir bitten dich, dass du dem Heiligen Land Frieden bringst, so dass es seinem Namen gerecht wird. / Und damit ist die ganze Gegend gemeint und alle Menschen, die da friedlich wohnen oder wieder wohnen wollen. / Unsere Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat, / heißt es ebenso in Psalm 121. Bitte komm, Gott! / Die vielen leidenden Menschen brauchen deine Hilfe und die Situation braucht einen Ausweg, / den noch niemand kennt, außer dir. //
Amen
Georg Rieger, Nürnberg
Marianne Reifers
Allmächtiger Gott, / wir danken dir für dein Wort. / Es ist gesagt, es ist geschrieben, / es ist gedruckt, als wäre es ewig unveränderlich. / Doch Du bist anders. / Du bist lebendig. / Lass uns das nie vergessen! / Daraus erwächst uns Hoffnung! //
Immer wieder neu eröffnest Du uns Dein Wort. / Immer wieder neu rufst Du uns als Deine Gemeinde zusammen. / Lass uns auf der Suche bleiben, jeden Tag neu. / Lass uns die Gemeinschaft suchen, / im Hören und Sprechen, jeden Tag neu. / Daraus erwächst uns Orientierung und Halt für unser Leben. //
Mit Deinem Wort rufst Du uns auch in den Widerspruch. / Gegen das Unrecht und Leiden dieser Welt, / gegen Fremdenhass und Antisemitismus, / gegen Gewalt und Kriege, / Habgier und Hunger. / Lass uns Deinen Ruf hören und / gib uns Kraft und Mut, / und immer wieder neu die Achtsamkeit / zum genauen Hinhören und Hinsehen, / dass wir einstehen für unseren Nächsten in der Not. //
Und wo wir zu verzweifeln drohen / an der Unabänderlichkeit der Dinge, / an Krankheit und Katastrophen, / an Einsamkeit und / verworrenen Beziehungen, / Unglück und Schmerz. / Da schenke uns Trost / und lass unser Vertrauen nicht sinken, / dass Du uns jeden Tag zu einem neuen Anfang rufst / durch Dein Wort / und durch das Mahl der Versöhnung.
Simon Froben, Bayreuth
Meike Waechter, Berlin
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Georg Rieger, Nürnberg
Jürgen Kaiser, Berlin
Schöpferischer Gott! //
An manchen Tagen scheint die Welt im Chaos zu versinken. / Doch jeden Morgen schaffst Du die Welt neu//
Überall ist Verunsicherung zu spüren: / Unruhe nach den Wahlen in den Landtagen, „unregierbar“. / Auf der Suche nach Wählergunst verlieren Parteien ihre Orientierung. / Die Demokratie und das Miteinander in Respekt und Würde / stehen auf dem Spiel, / im Großen und viel zu oft auch im Kleinen der Nachbarschaft. / Doch jeden Morgen schaffst Du die Welt neu! //
In der Welt regieren an immer mehr Orten / Terror und Vergeltung, / Unterdrückung und Krieg. / Immer mehr Waffen fordern immer mehr Opfer, / fordern immer mehr Vergeltung. / Ein zerstörerischer Kreislauf, / die Konflikte spitzen sich zu, / Gewalt breitet sich aus wie ein Virus. / Doch jeden Morgen schaffst Du die Welt neu! //
Die Zukunft steht in Frage: / Die Sicherheit, der Wohlstand / und sogar Deine gute Schöpfung. / Wie lange können wir noch leben, /als gäbe es nur das Heute und Jetzt? / Ohne uns zu kümmern um die Sintflut, die nach uns kommt? / Ohne Verantwortung zu übernehmen, für unsere Kinder und Enkel? / Doch jeden Morgen schaffst Du die Welt neu! //
Ich will mich aufrichten lassen an Deiner Güte, / jeden Morgen neu. / Und abends ein Dankgebet sprechen / für alles, was Du den Menschen Gutes getan hast / und tust und tun wirst. / So suche ich meinen Frieden mit dem Nächsten und der Welt, / mit mir selbst / und mit Dir. //
Amen!
Simon Froben, Bayreuth
Marianne Reifers
Jochen Denker
Annegret Lambers
Du Lebendige/r siehst mich / - auch wenn es regnet - / in gutem Licht / und sanfter Frische. / Ermutigst meine grauen Tage, / förderst meine Herbstfreuden / in denen ich der Vergänglichkeit fröne /und ganz im Vertrauen auf das ewige Leben / alles gebe um so gering und nah zu werden, / dass der Schmerz nachlässt.
Kathrin Rehmat
Lieber Gott / Die arme Menschen haben nicht genug zum essen, / darum wünsche ich das es mehr Früchte gibt.
Emilia, 9 Jahre
Barmherziger Gott / wir alle leben von deiner Vergebung / und von deiner Großherzigkeit. / Aber wie kleinlich rechnen wir anderen oft vor, / was sie alles falsch gemacht haben! / Wie lange tragen wir ihnen ihre Schuld nach / und sind nicht bereit, / ihnen eine neue Chance zu geben. / Unser Urteil ist oft so endgültig, / und unser Verhalten so unversöhnlich! // Gott, befrei uns von dem Aufrechnen! / Nimm uns die Angst, / durch Nachsicht und Entgegenkommen / das Gesicht zu verlieren, / und lass uns das Glück der Versöhnung mehr schätzen / als das eigene Rechtbehalten. / Erweiche unser hartes Herz / durch dein Erbarmen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Barmherziger Gott, / vor Dir sind alle Menschen gleich, / so unterschiedlich Du sie auch geschaffen hast. / Die hellen und die dunklen Augen, / die leisen und die kräftigen Stimmen, / die starken und die weichen Arme, / die sanften und die harten Gemüter. / Du siehst sie alle mit Gnade an, / Du hast Ihnen Deine Würde verliehen. //
Darum sollen wir einander achten / und Dir darin die Ehre geben. / In Deinen Ebenbildern erkennen wir den Reichtum Deines Schaffens. //
Doch dieser Reichtum verkümmert bei uns zu kleinlichen Unterscheidungen. / Sortiert nach Geschlecht, Alter, Hautfarbe und Sprache / rechtfertigen wir die Überhebung des Eigenen, / geben wir uns selbst die Ehre. //
Barmherziger Gott, / beschäme unsere törichten Anschauungen, / verändere unseren Blick, / weite unser Herz, / zeige uns die neue Welt, die Du schon geschaffen hast. / Amen.
Achim Detmers, Hannover
Meike Waechter, Berlin
Marianne Reifers
Simon Froben, Bayreuth
Georg Rieger, Nürnberg
Catherine McMillan
Gudrun Kuhn
Ach Gott, es ist so kalt. / Ein rauher Wind weht um meine Ohren, / kriecht mir in die Glieder. / Es kam nicht überraschend und doch traf mich mal wieder die Intensität. / So kalt ist es. Ich spüre es. //
Spürst du es auch? / Spürst du die Kälte , die weht aus den Herzen derer, die andere verspotten? / Spürst du die Kälte, mit denen über Menschenleben geredet und entschieden wird? / Spürst die, wie rauh die Hasstiraden durch die Strassen wehen? //
Ehrlich gesagt, wollte ich mich diese Woche gerne einigeln und mir die Decke über den Kopf ziehen. / Aber ich spüre, wie gleichzeitig in mir eine Hitze hochkriecht. / Ein wildes Gemisch aus Trotz, Wut, Liebe und Hoffnung. //
Woher kommt es? / Ist es dein heißer Lebensatem, der mir ins Herz weht? / Ist es ein Hauch von dir, der mich bewegt, / mir Mut macht und mich weiter reden, beten und protestieren lässt? //
Ach Gott, vielleicht braucht die Welt nur einen Hauch von dir.
Carolin Springer
