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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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17. Oktober 2023 So will ich diesen Tag bestehen: / nicht über die Schrecklichkeiten der Nachrichten jammern, sondern den kleinen Wink für meinen persönlichen Einsatz finden / mich nicht überfordern lassen, sondern tun, was ich kann / Provokationen nicht erwidern, sondern vernünftig dagegen halten / einen guten Rat und Hilfe annehmen / nicht auf Freundlichkeit warten, sondern Freundlichkeit ausstrahlen / der Liebe eine Chance geben / das Vertrauen zu dir nicht verlieren / Hilf mir dazu, o Gott.
Gudrun Kuhn, Nürnberg
16. Oktober 2023 Der Friede ist lahm geschossen / Ein Aufschrei durch die Völker / Es ist wieder erlaubt zu schiessen / Erlaubt zu töten / Ausgeblutet liegt der Friede im Staub / Ausgelacht stehen alle, die an ihn geglaubt haben / Wie naiv wir waren wie naiv wir sind / Gott wie naiv / Wie naiv du bist / Hast du geglaubt / Wirklich geglaubt / Dass das Opfer deines Sohnes den Frieden bringen würde / Was jetzt gilt / Aufrüsten / Waffen her Panzer her Drohnen her / Soldaten Kinder werdet Soldaten / Lernt schiessen / O Friede o Gott / Die Trauer um dich tut so weh / So weh wie nichts  / Sonst / Sei nicht umsonst gewesen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
15. Oktober 2023

Gnädiger Gott, / wir danken dir für die Erfahrungen / von Vergebung und neuem Anfang. / Oft tun wir uns schwer, / auch nur uns selbst einzugestehen, / dass wir schuldig geworden sind. / Jeder Riss in unserem Selbstbild / macht uns unsicher, / und wir haben Angst, / dass wir durch Fehler und Versagen / in fremden Augen wertlos werden. / Wir schämen uns manchmal auch vor uns selbst!

Wie gut tut es da, / wenn wir erleben, / dass wir nicht festgenagelt werden / auf unsere Schuld, / nicht verachtet / für unser Scheitern. / Wie gut tut es, / vertrauen zu dürfen: / Du bist ein Gott, / der vergibt!


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

14. Oktober 2023

Ach Gott, ich hänge gerade so dazwischen.  / Zwischen Kranksein und immer länger werdender To-do-Liste, / zwischen Das-muss-noch-geschafft-werden und Urlaubsvorfreude. / Ich hänge dazwischen. Auch emotional. Freue mich über den Duft von gebrannten Mandeln und Kinderlachen beim Jahrmarkt und dann sind da die Bilder von Krieg und Elend, die mir zu Herzen gehen. / Ich hänge dazwischen, Gott, bin verkündigungsmüde und gleichzeitig will ich deine Hoffnung hinausschreien. / Ich hänge dazwischen.  / Sag, Gott, bist du auch dort zu finden, in all meinem Dazwischen? Vielleicht kannst du mich festhalten, damit es mich nicht zerreißt?! / 


Carolin Springer, Leer
13. Oktober 2023 Gott, deine Liebe, unsere Liebe – wie weit reicht sie? Bleibt sie bis zum Ende? Und welches Ende? Bleib da, wenn Menschen uns verlassen, bleib bei uns bis zum Ende und noch darüber hinaus. Amen
Jürgen Kaiser, Berlin
12. Oktober 2023

Wahrheit

Die sonnige Wahrheit lässt sich leicht aussprechen / Die dunkle kommt nur schwer über die Lippen / Es gibt beschämende Wahrheiten Halbwahrheiten verdrängte befreiende historische schmerzvolle Wahrheiten / Gibt es die Wahrheit  / Die Bibel ist eine Bibliothek voller Geschichten  / Der Wahrheit auf der Spur / Der Koran will die Wahrheit offenbaren / Das ägyptische Totenbuch schifft sich ein in den Fluss der Unterwelt / Das ist spannend / Ob es die Wahrheit ist / Wir Menschen machen uns viel vor wir belügen uns oft / Um unser Leben erträglicher zu machen / Bei dir Gott versorgen wir die Wahrheit mit all ihren Facetten / Da kann sie warten bis wir ihr gewachsen sind / Wir sind aber froh wenn du unser verzwicktes Leben gütig betrachtest / Unserer nackten Wahrheit ein Fell umlegst / Uns ein Beispiel gibst wie wir uns auf die Spur kommen  / Wie wir einander auf die Spur kommen / Indem du uns verzeihst / O Gott / Mach es uns leicht und wir wollen es einander nicht so schwer machen


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
11. Oktober 2023 Gott, / du hast die Menschen so geschaffen, / dass sie aufeinander angewiesen sind. / Wir bitten dich: / Zeige uns, wo andere Menschen / unser Wissen und unsere Fähigkeit brauchen, / und gib uns die Demut, annehmen zu können, / was andere für uns tun. / Das bitten wir dich durch Jesus Christus deinen Sohn und unseren Herrn.
RefLit
10. Oktober 2023 Gott, wir suchen nach dem Glück – wohlwissend, dass wir das große Glück nicht finden werden, / Danke für die vielen schönen Momente und dass Du uns gelassen machst im Umgang mit der Zerbrechlichkeit des Glücks. / 
Georg Rieger, Nürnberg
9. Oktober 2023

Gelobt sei der Name des Herrn bis in Ewigkeit. (Ps 113)

Dein Name, Gott, sei gepriesen, der du oben im Himmel thronst und nicht nur zu uns in die Tiefe schaust. / Du thronst oben in den Himmeln und kommst sogar selbst hinab zu uns auf Erden. / Du wendest dich uns zu, uns den geknickten und gebrochenen Menschen, / den Geringen und Armen, / den Irrenden und Zweifelnden, / den Fragenden und Suchenden. / Dafür danken wir und bitten dich, / hilf uns, dir und damit dem Leben zu vertrauen, damit wir weitergehen können jeden Tag Schritt für Schritt. Amen / 


Meike Waechter, Berlin
8. Oktober 2023 Gott, / wie leicht ist es, / von Liebe zu reden, / und wie schwer, / sie zu praktizieren: / friedlich mit Nahestehenden zu leben, / mit Ungeschickten Geduld zu bewahren, / Fremde in ihrer Eigenart zu achten, / niemand zu beneiden um Glück und Erfolg. /  / Nimm weg, / was der Liebe entgegensteht. / Weite unser Herz für andere Menschen / und lass aus Beteuerungen von Nächstenliebe / liebevollen Umgang wachsen.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

7. Oktober 2023

Noch ein paar Tage ERNTEDANK gefeiert. Weil's noch nicht alle gehabt hatten, in allen Dorfkirchen, Heimen und Häusern. Und weil's doch so schön ist mit den bunten Gaben und dem Lied:  / Drum dankt ihm, dankt! Herr meines Lebens, ernteDANKBAR lass mich nun weitergehen, vergnügt, erlöst, befreit durch die Schönheit, Grosszügigkeit und Fülle deiner Gaben. Dass aus dem Blick auf Steppdecke und Weißbrot hier im Ferienhaus schnelle Hilfe wird für die Mitarbeiterinnen der evangelischen Gemeinden in Armenien, zu denen jetzt so viele erste Zuflucht nehmen.  / Aus Gespräch und Wortgenuss eine Idee für die Nachbarin aus der Ukraine, die kaum noch spricht, vor allem nicht das mühsam erlernte Deutsch, das von ihr verlangt wird. Wo kann sie fruchtbar wirken ohne diese schreckliche Sprache? / Und über den vielen Farben deiner Gaben: Wie viel mehr "geht" doch als das wenige, das ich in meiner Enge oft allein für möglich halte.  / Einfach nur dankbar will ich sein, denn so viel konnte ich ernten, empfangen und einfahren. Mach du mich ERNTEDANKBAR. Ein Stück von deiner neuen Welt soll's sein, beginnend in dieser Welt, der du so wunderbar die Treue hältst.  / Durch Jesus Christus, Amen. /


Stefan Maser, Kamp-Lintfort
6. Oktober 2023 Gott ich denke an Menschen, die benachteiligt werden. Die schlecht bezahlte Arbeit ohne geregelte Freizeit machen müssen. Die von Klimakatastrophen betroffen sind. Die von Krieg betroffen sind oder die ihre Kinder nicht in die Schulen schicken können. Schenke ihnen Kraft und Hoffnung, tröste sie in ihrer Verzweiflung und Schwäche und ermutige mich, dass ich grosszügig, klar und aufrecht dafür einstehe, dass alle Menschen entsprechende Rechte zu ihren Pflichten bekommen. Damit Hunger und Durst, Angst und Not nachlassen, damit wir den Namen Mensch so tragen lernen, dass niemand von deinen Gütern abgeschnitten wird und wir miteinander, heute und dort, wo wir sind, teilen lernen, was unser Leben gut und möglich macht. Du hast es gut gemacht. Hilf mir, dass ich das meine beitrage. Amen 
Kathrin Rehmat, Zürich
5. Oktober 2023

Zuversicht

Am Anfang eines Tages / Ich habe einen Tag vor mir / Mit Blick in den Kalender / Stunden sind besetzt von aussen / Von innen von mir / Die Pflicht ruft / Pausen / Ich bitte dich  / Komm fülle diese Zeit mit deinem Geist / Besonders die besetzte / Breite dich aus  / Lass mich und die um mich dich spüren / Dass du wirkst und unseren Unmut in Mut wandelst / Wir werden Berge versetzen / Wüsten bepflanzen / Ein Komma neu setzen den Punkt ausradieren / Gib uns Zuversicht / Jeden Tag neu


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
4. Oktober 2023 Ein Dach, das schützt / Eine Treppe, die trägt / Eine Tür, die sich öffnet / Ein Tisch, der gedeckt ist / Ein Bett, das Ruhe gibt / Eine Hand, die hält / Ein Mensch, der dich liebt / Gott / Der dir Wohnung gibt und Leben / Dich, Gott, zu erfahren, / Deinen Zuspruch zu hören / und darin den Trost und den Segen zu erkennen, / mit dem Du unser Leben begleitest, / darum sind wir hier. / Amen
(Gebet nach Wilhelm Bruners)
Simon Froben, Bayreuth
3. Oktober 2023 Gott, wir sehnen uns danach, / dass du Recht schaffst in unserer Welt, / deren Ungerechtigkeit zum Himmel schreit. / Wir fühlen uns oft so ohnmächtig / gegenüber all dem Furchtbaren, / von dem wir hören. / Gott, wir ersehnen deine Gerechtigkeit / und fürchten doch auch dein Gericht. / Denn du lässt dich nicht täuschen / durch die schönen Fassaden, / hinter denen wir uns so oft verbergen. / Du lässt dich nicht beschwichtigen / von der gängigen Ausrede, / wir könnten schließlich nichts machen. / Du weißt, was wir anderen Menschen schuldig bleiben / und wieviel Böses auch von uns ausgeht. / Barmherziger Gott, sei uns ein gnädiger Richter / und hilf uns, entschieden und tapfer zu werden / im Tun deines Willens. Amen.
RefLit
2. Oktober 2023 Lieber Gott, du weißt, ich bin oft böse. / Ich sage nicht die Wahrheit, aber vergib mir, bitte! / Ich kann dir gar nicht sagen, wie froh ich bin. Ich habe das tägliche Brot und habe ein Bett usw. / Es gibt auch Kinder, die haben es nicht so gut wie ich. Ich danke dir dafür. / Amen.
Andres, Karlsbad
aus: Regine Schindler "Was Kinder von Gott erwarten"
1. Oktober 2023

Gnädiger Gott, / manche biblischen Worte / sind zu groß, / um sie für uns nachzusprechen. / Unser Glaube droht oft zu zerbrechen / an der Macht der Tatsachen, / viele Probleme durchschauen wir nicht / und ratlos stehen wir oft / vor dem Ausmaß von Gewalt und Leid. / Wir gehören zu dieser Welt, / wir lieben sie trotz ihrer Schrecken / und sehnen uns nicht weg von ihr.

Gott, im Geist deines Sohnes / lass uns dem Bösen widerstehen / und unsere Welt zum Gutem verändern.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

30. September 2023

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist,  / unser Herz stockt. Zuviel des Schreckens und der Trostlosigkeit. Das Klima ist nicht mehr zu retten. Sagen Experten. Aber wir erheben unser Herz zu Dir. Du weißt Weg / allerwegen. Darauf vertrauen wir. /

Unsere Seele wird klein und immer kleiner. Zuviel böse Nachrichten. Zuviel Auf-der-Stelle-Treten. Zu vieles, für das uns die Worte fehlen. Morde unter Kindern.  Die Gewaltschwelle sinkt. Der Kanzler spricht ein Machtwort. Wladimir Klitschko spricht im Fernsehen. Und das Wort Kindergrundsicherung verspricht mehr, als es halten kann.

Wir schweigen vor Dir. Lass unsere Seele wieder groß werden in der Hoffnung auf Dich. / Unser Geist ist verwirrt. Wir trauen den Worten nicht. Den Worthülsen. Den Wortschablonen. / Den Statistiken. Den Gutachten. Den Urteilen. Die Wirklichkeit ist so ganz anders. Parlamente können irren. Ebenso Kirchen. Kein Wunder, dass so viele dem Staat den Rücken kehren. Und den Kirchen auch.

Gib uns Deinen Geist. Auf dass er uns in die Wahrheit führt, die frei macht.  / Merkwürdig, wie viel an Lähmung über Volk und Land liegt. Merkwürdig: diese Unruhe und das stete Alarmiertsein. Merkwürdig: das Misstrauen ganz gewiss zu kurz zu kommen und ganz gewiss ungerecht behandelt zu werden. / Waren die Glücksversprechen zu hoch, zu weit, zu breit? / Du bist unser Glück. Lass uns das weitersagen. Und Dich preisen.

Amen.


Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
29. September 2023

Herausfordern

Unser aller Gott / Du bist die Zielscheibe / Sie schiessen auf dich um dich herauszufordern / Sie sind enttäuscht, dass du dich so ruhig verhältst / Weil wir doch alle beunruhigt sind / Die Grundfesten der Erde wanken Dörfer verschwinden samt Menschen und Tieren / Tornados legen flach was Menschen gebaut haben und was die Natur wachsen liess / Ein Sterben ein Untergehen in allen Himmelsrichtungen / Der Himmel schweigt / Unser aller Gott / Zielscheibe des Zorns / Wir müssen dich nicht verteidigen / Wir vertrauen darauf, dass du dich selbst entäusserst / Heraustrittst und handelst / Auf deine Weise / Jetzt beginnt der Glaube zu pochen  / Das Herz unserer Verbindung mit dir / Wir vertrauen wir haben Angst wir hoffen / Wir wollen durchhalten / Gib uns Kraft


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
28. September 2023

Herr, / eine weitere Woche ist vergangen, / in der die Welt uns in Atem gehalten hat: / die vielen Eindrücke aus der Stadt oder unserer Umgebung; / die unterschiedlichen Gedanken, / ob in einem Gewirr von Stimmen oder allein und zurückgezogen.

Jetzt bin ich hier und kann Luft holen, / kann meine Gedanken bündeln, / kann zu mir kommen. / Bei dir bleibt die Zeit für einen Augenblick stehen. / Begleite mich auch in diesem zeitlosen Augenblick.

Amen.


Selma Dorn, Stuttgart
27. September 2023 Gott des Lebens und des Friedens, / du versorgst uns mit allem, was wir zum Leben brauchen. / Wir bitten dich: / Befreie uns davon, dass wir Geld, Reichtum und Macht verehren, / damit du allein unser Gott bist / und wir uns nicht selbst zugrunde richten. / Dies bitten wir dich, weil du möchtest, dass wir zu dir beten. / Du, Gott, regierst. Du, Gott, befreist. / Du, Gott, bist unsere Stärke. Du lebst von Ewigkeit zu Ewigkeit.
RefLit
26. September 2023

Gott – so unendlich fern
Wir vermissen dich sehr / in unserem kläglichen Glaubensleben / in unserer von Kriegen und Ungerechtigkeit gepeinigten Welt.

Gott – so unendlich notwendig
Wir brauchen dich sehr / für die Verbitterten und Depressiven / für die Chancenlosen und Angstgeplagten / für die, die an der Welt zu verzweifeln drohen / für uns alle …

Gott – Zuversicht unserer Mütter und Väter im Glauben
Lass uns nicht aufhören, Unglück zu beklagen und Unrecht anzuklagen. / Lass uns nicht aufhören, die Spuren Jesu in der heillosen Gegenwart zu suchen. / Lass uns nicht aufhören, auf Seine heilvolle Zukunft zu hoffen. / AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
25. September 2023

Unbegreiflicher Gott, Schöpfer und Vollender, / Vater und Mutter im Himmel / mit Liebe und voller Erbarmen siehst du uns und unsere Existenz an; als Erlöste und Befreite, als Menschen, die Dir gehören stehen wir vor dir.

Und fragen Dich, was wir tun können / in dieser unerlösten Welt; in unserer Gesellschaft, die verlernt hat das Gespräch zu suchen, / in der jede und jeder nur noch das eigene sucht und sieht, / ein einziger Schrei nach Anerkennung und der Sehnsucht danach irgendwo dazu zu gehören.

Wir wären so gerne die Menschen, die dem Baum gleichen zwischen den Wasserbächen, / möchten Leuchtturm sein, in Nacht und Wind, für jedes Boot und sind doch selber nur ein Schiff in Not. Erbarm dich HERR und führe uns aus dem Nachdenken ins Handeln.

Der Krieg in der Ukraine ist zum Alltag geworden; / und verschlingt doch weiter so viel Leben, soviel Hoffnung, so viele Ressourcen. / Wie lange willst Du noch tatenlos zu sehen? / Oder bist Du schon längst wirksam, im Stillen, verborgenen?

Erbarm dich HERR.


Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
24. September 2023 Wir sind oft gefangen in der Vorstellung, alle müssten so sein wie wir, so vernünftig, so emotional, so rücksichtsvoll, so motiviert. Lass uns immer wieder begreifen, dass Andere das Recht haben anders zu sein. Mach uns geduldig miteinander, lass uns die Schwächen anderer ertragen und unsere eigenen eingestehen. Mach uns aufmerksam aufeinander, damit wir mitbekommen, wie es den Anderen geht.
Georg Rieger, Nürnberg
Wochenrückblick

23. September 2023

Ich komme nicht mehr klar, Gott! / Immer mehr Menschen sprechen offen ihre Verachtung für Andere aus. Es gibt immer weniger Scheu, Verschwörungserzählungen zum Beispiel über Juden zu verbreiten. Von Geflüchteten wird gesprochen, als wäre deren Leben nichts wert. Die sich für Minderheiten einsetzen, werden verächtlich gemacht und mit Hass zugeschüttet. Ins Gefängnis kommen die, die sich für die Zukunft der Menschheit engagieren. / Soll das aus irgendeinem Grund so sein? Wo führt es hin? / Ist es berechtigt, dass mir diese Dinge Angst machen? Oder sollte ich zuversichtlich sein? / Ich bin einfach ratlos und manchmal verzweifelt. / Dich bitte ich, dass du mich an die Hand nimmst und mich da hindurchführst, mir die Augen öffnest und das Gute zeigst. Das gibt es auch in der von dir geschaffenen Welt. Und dafür danke ich dir. / Amen.


Georg Rieger, Nürnberg
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