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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

© Pixabay

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21. August 2023

"Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. / Seid aber klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben!" Mt 10,16

Gott, immer wieder sendest du uns aus, im Sinne deines Sohnes Jesus Christus zu wirken.

Wir danken dir, dass wir dabei auf dich vertrauen dürfen, wie Schafe ihren guten Hirten. Sei bei uns, auch wenn du uns unter Wölfe schickst - und hilf uns, zu erkennen, welche Aufträge du uns anvertraust.

Klug wie die Schlangen sollen wir sein. Und wir bekennen: Manchmal halten wir uns selbst für klüger, als wir sind. Hilf uns zu erkennen, was klug ist und was nicht - und hilf uns, Möglichkeiten zu erkennen und kluge Entscheidungen zu treffen.

Gott, verleih uns auch die Aufrichtigkeit der Tauben: anderen und vor allem uns selbst gegenüber. Dass wir uns nicht irgendwo herum winden, dass nicht giftig wirkt, was wir sagen und tun - also, dass wir in deinem Geist und bei deinem Auftrag bleiben.


Friederike Ursprung, Leipzig
20. August 2023

Heiliger Gott, / Wir haben viel Grund, / deinen Namen zu loben. / Auf dich ist Verlass. / Du bleibst uns treu. / Vieles andere ist ins Wanken geraten: / Menschen haben uns enttäuscht, / Werte haben sich geändert / und wir stehen oft so unter Druck, / dass wir schon mit Angst aufwachen.

Gott, du weißt, / wie verunsichert wir im Innersten sind, / an wie vielen Verletzungen wir leiden / und wie viel Scham und Wut / wir hinter Masken von Coolness verbergen. / Behüte uns vor allem, / was uns krank macht. / Hilf uns, wenn wir zu zerbrechen drohen. / Sei uns gnädig / und leite uns mit deiner Güte / durch unser wechselhaftes Leben.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

19. August 2023

Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, 

was ist nur los mit uns, dass wir ein so seltsames Land sind?

Warum dauert Vernünftiges so lange, wenn es denn überhaupt gewollt wird?

Woher kommt die allseitige Bedenkenträgerei?

Warum braucht selbst das, was dringend ist, so viel Zeit? 

Warum werden – sobald irgendetwas passiert: der Angriff auf einen Politiker,  zum Beispiel – abstrakte Werte beschworen: Demokratie, etwa?

Wo doch jedem  Menschen, der außerhalb der Parlamente sein Geld verdient, klar ist: Dieses  Beschwören nützt nichts und nährt nur den Verdacht:

Vom Alltagsärger haben die,  die uns regieren, keinen Schimmer. Schlimm, dass es so mit uns steht. 

Wir sind nicht in Form. Und das: wo man hinschaut. Im Endspiel der Frauen-WM  stehen England und Spanien.D eutschland schied in der Vorrunde aus. Nicht clever genug.

Gewiss: Alltagsfreude gibt es auch. Aber fast nur noch im Privaten. Was die große Öffentlichkeit angeht, nehmen die Sorgen zu.D er Einfluss Russlands in  Afrika wächst. Donald Trump scheint nicht zu bremsen. Von Lukaschenko bis zu Assad muss einem angst und bange werden.

Man müsste sich einmischen. Aber ohne Mut und ohne funktionierendes Flugzeug geht das nicht.

Nein, uns bleibt nicht nur Galgenhumor. Uns bleibt das Flehen zu Dir. Und das tun wir. 

Wir flehen zu Dir. Um unserer selbst und der nachwachsenden Generationen willen. 

Sieh, was so sehr lähmt: Das Sich-Verstecken im Formalen, das Nicht-mehr-Unterscheiden-Können von wichtig und unwichtig, der Verlust von Selbstverständlichkeiten des Anstands. Dass der  Ehrliche der Dumme ist.

Gib uns Menschen, die wie das Kind im Märchen von des Kaisers neuen Kleider,  die Wahrheit erkennen und aussprechen. Gib eine gedeihliche Zukunft. Gib eine Umkehr zum Leben. Zu Dir.

Wir bitten Dich. Amen.


Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
18. August 2023 Guten Morgen lieber Vater im Himmel. Ein neuer Tag liegt vor uns, ein Geschenk von Dir an uns. Gleich greifen wieder die Ängste, Sorgen und Zweifel nach uns. Und lenken unseren Blick ab von Dir. Ich will ernst nehmen, was dieser Tag von mir fordert, aber Du bist größer als alles, was mir den Weg zu Dir verstellen will. Komm mit deinem Geist, der mich lehrt den herrenlosen Mächten und Gewalten den Gehorsam zu verweigern, der meinem Kleinglauben aufhilft und den Blick für das öffnet, was dem Leben dient. Und Dir die Ehre gibt. Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
17. August 2023 Gott, du Quelle meiner Freude! / Ich bin manchmal so deprimiert. / Misanthropisch nennt sich das / glaube ich, / wenn mir alle Menschen / um mich herum auf die Nerven gehen. / Wenn ich in allem, was ich sehe, / Rücksichtslosigkeit, / Respektlosigkeit / und Lieblosigkeit erkenne. / Wer bin ich selbst in solchen Momenten? / Und wie schaffe ich es, an anderen Tagen unbeschwert zu sein? / Danke auch für diese Momente / und dass du sie wenige sein lässt. / Wahrscheinlich sind sie / für mein seelisches Gleichgewicht wichtig.
Georg Rieger, Nürnberg
16. August 2023 Du, mein Freund Gott. Ich danke dir für alle Menschen und Tiere dieser Welt. Mache sie glücklich. Bitte schenke ihnen eine gute Ernte. Ich bitte dich um Regen und Sonne. Mache, daß es allen Tieren und Menschen gut geht. Amen
Simone, Simmersdorf
aus: Regine Schindler "Was Kinder von Gott erwarten"
15. August 2023 Ewiger Gott // höre uns / wenn wir singen und wenn wir verstummen / wenn unser Herz erfüllt ist von Dankbarkeit und wenn wir in Verbitterung zu fallen drohen / höre uns / wenn wir beten und wenn wir schweigen / höre uns / wenn wir das Dasein loben und dir danken und wenn uns der Lobpreis im Halse stecken bleibt, weil unser Leben zum Verzweifeln ist // Ewiger Gott // höre uns … AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
14. August 2023 Barmherziger Gott, / dein Wort tut uns gut, / doch wir vergessen zu schnell. / Du sagst uns, dass du uns liebst, / aber wir denken viel mehr an die, / die uns nicht mögen. / Du machst uns Mut, nicht zu verzweifeln / an dem, was wir falsch machen. / Aber wir verbohren uns oft in unsere Fehler / und glauben denen mehr, / die sagen, wir seien nichts wert. / Du hast jeden von uns gewollt. / Aber wir fürchten manchmal, / dass unser Leben gar keinen Sinn habe, / weil wir nicht merken, / dass wir irgend jemandem wichtig sind. / Guter Gott, höre nicht auf, / mit uns zu reden. / Richte uns auf mit deinem guten Wort / aus unseren selbstquälerischen Gedanken, / aus unserer Traurigkeit und aus unserer Schuld. Amen
RefLit
13. August 2023

Barmherziger und gerechter Gott, / Liebhaber des Lebens, / Täglich hören wir / von Krieg und Gewalt, / täglich sehen wir / Bilder von Hunger und Zerstörung, / und immer wieder erschüttern uns Terroranschläge. / Wir sehnen uns nach Hoffnungszeichen. / Wir brauchen Menschen, / die uns stärken in dem Vertrauen, / dass unsere Welt veränderbar ist.

Deshalb danken wir dir für alle, / die sich für Versöhnung einsetzen, / die verfeindete Menschen zusammenführen / und ihnen helfen, / mit den erlittenen Wunden zu leben, / ohne Rache zu nehmen, / ohne in Feindschaft zu verharren. / Lass sie nicht müde werden durch Rückschläge. / Ermutige sie durch dein Wort / und durch wirksame Unterstützung.

Wir danken dir für alle, / die sich um Recht und Gerechtigkeit mühen, / die für die sprechen, / deren Stimme nicht zählt / im Kampf um Macht und um Profit. / Lass sie standhaft bleiben / gegen Einschüchterung und Verleumdung, / und bestätige sie / durch Erfolge in ihrer Arbeit.

Gott, wir danken dir für alle, / die die Demokratie verteidigen, / die Korruption aufdecken, / Unrecht anprangern / und einschreiten, / wenn Menschen ausgegrenzt werden, / weil sie anders denken, anders leben oder anders lieben. / Erhalte ihnen ihre Wachsamkeit / und schenk ihnen einen langen Atem.

Gott, es gibt viele Menschen, / die sich nicht lähmen lassen / von den täglichen Schreckensmeldungen, / Männer und Frauen, die empfindsam sind / für das Leid anderer Menschen / und für das Seufzen der Kreatur. / Sie stehen mit ihrem Leben ein / für deine Verheißung von Schalom. / Sie verbreiten Hoffnung / und sie machen Mut zum handeln. / Wir möchten zu ihnen gehören, / und bitten wir dich / um die Kraft dazu.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

12. August 2023

Gott, wie sollen wir damit umgehen, dass es wieder "normal" wird, Menschengruppen verächtlich zu machen? Diese Woche waren es im Sommerinterview "die Behinderten", letzte Woche im Hörsaal "die Jugendlichen". Täglich wird gegen "die Ausländer" gehetzt und eine Politik gemacht, der das Leben von Fliehenden nicht viel wert ist. Müssen wir wirklich keine Angst haben, dass solche Meinungen wieder mehrheitsfähig werden und der Wert eines Lebens unterschiedlich beurteilt wird?

Gott, wie sollen wir dieser Täter-Opfer-Umkehr umgehen, die uns ständig begegnet: Da wollen Menschen eigentlich nur ihre verächtlichen Meinungen unwidersprochen hinausposaunen, aber sie behaupten, ihnen würde das Wort verboten. Was hilft gegen diesen giftigen Trick? Müssen wir für die Wut Verständnis haben, die hinter solchen Verdrehungen steckt?

Gott, wie sollen wir mit den Lügen umgehen, die immer ungenierter erzählt werden – einzig und alleine um Stimmung zu machen. Das war während Corona schon schlimm, macht aber jetzt, wenn es um das Klima geht, jede vernünftige Diskussion um die wichtigsten Schritte kaputt. Wie kann es sein, dass nicht einmal mehr bei den Themen, bei denen es um aller Zukunft und die unserer Nachkommen geht, die Vernunft und die Ehrlichkeit die Oberhand behalten?

Gott, wie sollen wir mit der Resignation umgehen, die sich zunehmend breit macht? Woher sollen wir die Kraft nehmen, wenn nicht von dir? Woher sollen Veränderungen kommen, wenn nicht mit deiner Unterstützung?

Regiere uns Gott! Schenke uns Vernunft, Geduld, Ideen, Kraft und Mut! Amen


Georg Rieger, Nürnberg
11. August 2023 Gott der grenzenlosen Liebe, / in deinem Namen und in deiner Kraft will ich heute Mauern abtragen, / Stein für Stein, Vorurteil für Vorurteil. / Ich bekenne dir, dass ich deine Liebe oft vergessen habe, / dass ich mit meinen Mitmenschen kleinlich war und für sie höhere Massstäbe gesetzt habe als für mich selbst. / Dass ich voreilig ein Urteil über sie gefällt habe. / Du bist aber da bei mir, um mich in der Liebe anzuleiten, auch heute. / Öffne mich für dich. Amen.
Catherine McMillan, Schweiz
10. August 2023 Du bist ein Gott, der mich ansieht, sagt Hagar, als sie einsam in der Wüste sitzt. Wenn unsere Mittel erschöpft sind, kommst Du und versorgst uns erst mal mit dem notwendigen. Und dann wendest Du die Not und aus deiner Kraft fließt uns Lebenskraft zu, dein Geist lässt uns aufatmen und aufstehen. Zu neuem Aufbruch auf deine Wegen, die du uns weisen wirst. Über Stock und Stein, aber auch durch blühende Wiesen vorbei an murmelnden Bächen. Lobe den HERRN, meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat. Amen.
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
9. August 2023 Ein heller Morgen voller Sorgen folgt der gemütlichen Nacht ... / Wie schaffe ich nur all die Termine? Wirst Du mir auch wie früher den Propheten die richtigen Worte in den Mund legen, wenn ich denen gegenüber steh, die mich bedrohen? / Heiliger dreieiniger Gott, mögen Deine Weisheit, Dein Schutz und Deine Güte uns hier auf Erden nie verlassen.
Kathrin Rehmat, Zürich
8. August 2023 Gott, Ewiger, / aus den Träumen der Nacht komme ich zu dir und will sehen, ob du nicht bessere Träume für mich hast. Enttäusche mich nicht. / Tue heute an mir und an vielen anderen, was du kannst und versprochen hast: / Trockne Tränen, heile Wunden, mache Münder voll Lachens. Lass die Saat deines Wortes aufgehen und gib uns Freude zur Ernte, Trost zur Nahrung, Hoffnung zur Stärkung. / Amen
Jürgen Kaiser, Berlin
7. August 2023 Verständiger Gott! / Es ist manche Tage unerträglich, / die Lügen anzuhören, / die verbreitet werden. / Über Menschen, die anders sind. / Über Menschen, die anders denken. / Wie dem begegnen, / wenn Argumente nicht mehr zählen? / Wenn die Wahrheit nicht mehr gilt. / Oder gibt es noch eine Wahrheit / hinter dem, was mir wahr erscheint? / Kannst du mir das entschlüsseln?
Georg Rieger, Nürnberg
6. August 2023

Gott, Geber aller Gaben, / du hast uns reich gemacht / an Erfahrungen und Möglichkeiten, / an Beziehungen und auch an Besitz. / Wir möchten anderen Anteil geben / an dem, was wir haben und was wir können, / aber wir sind oft ratlos, / auf welche Weise. / Wir haben Sorge, / dass unser Geld / nicht bei den Richtigen ankommt. / Wir wollen wir niemanden / mit unserer Hilfe beschämen, / nicht lästig fallen / mit klugem Rat. 

Bewahre uns davor, / uns aus übertriebener Vorsicht / lieber aus allem herauszuhalten. / Gib uns Weisheit, / richtig zu entscheiden / und unseren Reichtum / sinnvoll zu teilen.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

5. August 2023

Gütiger Gott!

Aus dem siebten Tag rufe ich zu Dir:
Reiß mich aus meiner Gewöhnung!
Lass mich Empörung spüren
über Unrecht und Unfrieden,
über Ausbeutung und Egoismus
und über "Freiheit", die keine Verantwortung mehr kennt.

Gib mir die Kraft und die Weisheit,
mit meiner Empörung umzugehen
zur Gerechtigkeit
zum Frieden
zum Miteinander.

Öffne mich für das Eigentliche:
Trost und Dankbarkeit,
Anteilnahme und Vertrauen,
Hoffnung und Liebe
so dass ich mit Mut und Freude
in den neuen Tag gehen kann.

Amen!


Simon Froben, Bayreuth
4. August 2023

Gott, / Warum bist du eigentlich in den entscheidenden Momenten so weit weg? / Warum fühle ich mich dir so fern?

Das ist unfair. / Du hast versprochen, da zu sein. / Vor allem wenn es hapert.

Lass mich nicht allein. / Ich will ja auf dich vertrauen. / Ich versuche es.  / So wie der Beter des Psalms 42.

Aber komm mir doch auch ein Stück entgegen. / Amen.


Selma Dorn, Stuttgart
3. August 2023 Blüten, blaue Glöckchen, leuchtende Tagsterne / silberne Härchen auf allen Blättern / und Mohnblumen in Weizenfeldern, / ganze Streifen mit Tausenden. / Am Wegrand, kleine gelbe, weisse, orangene, rosarote Blumenwiesen, / dazu grüne Gräschen, Kringel, Blättchen / in so unendlich vielen Formen, Düften und Farben. / Was willst Du damit sagen? Dass wir die Lilien im Feld sehen sollen, / wie schön sie sind. Können Menschen Deine Sprache verstehen? Konnte es König Salomo? Ich möchte es lernen und auch wenn ich es vielleicht nicht lernen kann: es wenigstens ahnen oder erinnern. Und mich richtig sorgen. Nicht zu wenig – nicht zu viel. Amen / 
Kathrin Rehmat, Zürich
2. August 2023 Herr, wir breiten Alles vor dir aus: unsere Sorgen,  dass du für uns sorgest - unsere Angst, damit du sie stillest - unsere Hoffnungen und Wünsche damit geschehe, was nicht unser, aber dein gute; Wille ist - unsere Sünden, dass du sie vergebest – unsere Gedanken und Begierden, dass du sie reinigest - unser ganzes Leben in dieser Zeit,  / dass du es der Auferstehung alles Fleisches und dem ewigen Leben entgegenführest.
Karl Barth (1886-1968)
1. August 2023 Du lieber, liebender Gott – Du holst kleingläubige und furchtsame Menschen in deinen Dienst / Nimm auch uns an // Zeig uns den richtigen Weg zwischen Nachlässigkeit und Überforderung / Hol uns heraus aus Minderwertigkeitsgefühlen und Versagensängsten /Mach uns zu zuversichtlichen Christenmenschen // Vieles verstellt uns den Weg zu dir / Wir sind entsetzt und erschüttert über Krieg und Gewalt / Wir sind gefangen in eigenen Sorgen oder Krankheiten / Wir haben Angst um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder // Bleib bei uns Herr / Verlass uns nicht, wenn wir dich verlassen / Zeige uns den Platz, an dem du uns an deinem Reich mitarbeiten lassen willst / Stärke uns den Glauben. AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
31. Juli 2023

Demut

Zu tausenden schlüpfen die Termiten / Nach dem grossen Regen / Nach der grossen Dürre / Emsig bauen sie ihre Türme / Um dann Futter zu werden für viele / Die sie lustvoll verspeisen / Ohne sie gäbe es kein Leben in der Savanne / Durch sie werden andere satt und vermehren sich / Und werden ihrerseits wieder Futter im Lebenslauf / Wie ich es betrachte: / Es ist ein grausamer Automatismus des Lebens / Oder es ist das pulsierende Grundmuster / Wir leben alle von anderen / Wer gibt sich hin für andere / Die Anfrage kommt vom Leben selbst / Aus Demut wird Mut / 


Marianne Reifers, Luxor, Egypt
30. Juli 2023

Du freundlicher Gott, / wir danken dir. / In aller Not hilft deine Gnade. / In aller Angst tröstet dein Wort. / In aller Verzweiflung schenkst du Mut und Zuversicht.

Du starker Gott, / der du mächtig bist / über alle Herrscher und Gewalten / im Himmel und auf Erden, / wir bitten dich: / lass uns allein dir vertrauen; / gib Mut zu Versöhnung und Frieden; / erleuchte, die in deinem Namen reden.

Du barmherziger Gott, / der du die Schwachheit kennst, / den Tod und das Leiden, / wir bitten dich: / für die Einsamen und Alten, / für die Kranken und Sterbenden, / für die Arbeitslosen und die Hungernden, / für die Gefangenen, / für die von Krieg und Katastrophen Bedrohten, / für diese Erde und alle Kreatur: / erhalte das Leben, / errette aus Leiden, / sei gnädig im Sterben.

Du, ewiger Gott, / warst vor aller Zeit, / und du wirst bleiben, / wenn unsere Namen vergessen sind. / Dich loben wir. / Dir danken wir. / Dich beten wir an: / den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, / Gott jetzt und immerdar / und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen


RefLit
Wochenrückblick

29. Juli 2023
Barmherziger Gott, / wir erschrecken beim Lesen der Worte aus Micha 3: / Die ›Mächtigen aus dem Haus Israel‹ sollten das Recht kennen, lesen wir da. / In der Zeit des Propheten haben sie Dein Volk aber bedrängt und das Recht missachtet (V. 1-4) / Und auch die Berufstheologen haben Dein Volk nur in die Irre geleitet. / Darum hast Du sie ins Dunkle geführt und sie mit Schweigen gestraft (v. 5-7). / Nur Micha war mit prophetischer Kraft erfüllt, in ihm hast Du das Recht wieder stark gemacht und Israel seine Vergehen aufgezeigt (V. 8). //
Auch in unseren Tagen führst Du in Israel Menschen gegen die Missachtung des Rechts auf die Straße. / Hilft, dass ihre Stimme nicht vergeblich erklingt. / Hilf, dass die Botschaft des Micha (V. 9-12) wieder gehört wird. / Denn es steht so viel auf dem Spiel: der Frieden im Land und der zerbrechliche Frieden im Nahen Osten. / Amen


AD
28. Juli 2023

Barmherziger Gott, / Du hast uns erlaubt und geboten, / mit allem zu Dir zu kommen, / was uns auf dem Herzen liegt.

Wir spüren, dass unsere Welt im Umbruch ist. / Wir wissen nicht, wohin sie treibt. / Viele machen sich Sorgen, / dass Mitmenschlichkeit und Toleranz auf dem Rückzug sind. / Der Ton in den Diskussionen verschärft sich / eine Atmosphäre von Wut und Angst macht sich breit. / Wir können darin Deinen Geist nicht mehr erkennen, / der zur Wahrheit führt / und doch ein Geist der Versöhnung und Liebe bleibt.

Wir brauchen Dich, gnädiger Gott. / Schon immer war das so, / aber es gibt Zeiten, / in denen wir uns noch mehr danach sehnen, / dass Du uns und unsere Welt zurechtbringst.

Wir beten für die Verfolgten dieser Welt. / Für unsere Geschwister, / die das Bekenntnis zu Jesus Christus / Freiheit und manchmal sogar das Leben kostet. / Wir reden von dem Kreuz, das wir auf uns nehmen, / wenn wir Dir folgen. / Sie tragen die echten Kreuze! / Wir bitten Dich / um Kraft und Trost und Gnade für sie.

Wir beten für die Heimatlosen. / Für die, deren Hoffnung in seeuntüchtigen Booten / im Meer versinkt. / Für die Kinder, / deren Augen schon sehen mussten, / was keine Seele erträgt. / Schütze, heile und berge sie. /  / Wir beten für die Kranken und Schwachen / um Hilfe, Kraft und Geborgenheit.

Wir beten für Deine Kirche / und alle, die in ihr Verantwortung tragen / um Glaubensmut, Demut und Deinen Geist. / Amen


Jochen Denker, Ronsdorf
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