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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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14. September 2020 Ach Gott –  Unsere Kirchengeschichte ist mit Blut geschrieben. Von Christinnen und Christen erduldet. Von christlichen Herrschern und Klerikern verschuldet. / Unsere Gegenwart ist mit Blut geschrieben. So viel fehlgeleiteter religiöser Fanatismus. So viel Gewalt unter dem Vorwand der Religion. / Und wir? Ratlos – mutlos – gleichgültig ... / Hilf uns, die Hoffnung nicht zu verlieren. Hilf uns, die kleinen Schritte nicht gering zu schätzen. Du hast auch uns berufen und für würdig geachtet, an deiner gerechten Welt mitzuwirken. /  Lass uns nicht müde werden. Die Alten im Vertrauen. Die in der Mitte des Lebens im Handeln. Die Jungen in ihren Visionen. / Sei uns allen nahe mit deinem Geist.  / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
13. September 2020 Gott,  / in deinem Licht entfalten sich Güte,  / Gerechtigkeit und Wahrheit.  / Wir bitten dich:  / Sende dein Licht in unsere Dunkelheit,  / damit deine Güte über unsere Hartherzigkeit  / und deine Wahrheit über die Lüge siegt.  / Dies bitten wir dich durch unseren Herrn Jesus Christus.
RefLit
Wochenrückblick 12. September 2020
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist,   / wir schwanken. Wir sind hin-und hergerissen.  / Wie lange noch Corona? Wird es bald einen Impfstoff geben?  / Oder ist da der Wunsch der Vater des Gedankens?  / Wie schauen in die USA. Wir hören und lesen und verstehen nicht.  / Wie ist das möglich? Ein Blender und Lügner an der Spitze der Weltmacht.  / Oder gehört derlei inzwischen dazu im Westen wie im Osten?  / Wir schauen auf Europa. Wir sehen, wie schwer es ist, zusammen zu bleiben.  / Einst gab es die Versöhnung über den Gräbern. Jetzt gibt es den Kleinkrieg  / der Eigeninteressen. Passen die einfach nicht zusammen: Macht und Vernunft?  / War das schon immer so: in der Antike, im Mittelalter, in der Neuzeit?  / Ist so der Mensch? Müssen wir uns also gar nicht aufregen? Müssten wir vielmehr dankbar sein für kleinste Spuren, Splitterund Mosaiksteinchen von Menschlichkeit und Miteinander?  / Ist nicht mehr zu erwarten?  / Wir erwarten mehr. Und wir fühlen uns verbunden mit denen, die mutig sind. Die auftreten gegen Tyrannei und Gewaltherrschaft und deren Furchtlosigkeit uns beeindruckt. Sei Du bei ihnen.  / Ja, wir erwarten mehr. Und wir spüren zugleich: Es muss ein Wunder geschehen. Geist von Deinem Geist muss die Ungeister vertreiben. Die Kraft Deiner Vorsehung muss auch die zu Werkzeugen des Friedens machen, die das gar nicht wollen. Die Angst muss wieder die Seiten wechseln.  / Erhöre uns. Um Deiner Barmherzigkeit willen. Um der Nachwachsenden willen, aus deren Munde Du Dir Lob bereiten mögest. Darum bitten wir Dich.  / Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Moria - aus aktuellem Anlass

Gott, bitte glaube mir mein Entsetzen über das, was in dem Flüchtlingslager Moria in Griechenland passiert ist. Menschen, die schon eh gezwungen waren, unter schlimmsten Umständen zu leben, haben nun noch ihr letztes Hab und Gut verloren. Und noch immer hilft ihnen niemand. Lass meine Betroffenheit nicht nur vorübergehend und verlogen sein, sondern halte mich an, etwas zu tun.
Gott, bremse mich nicht in meiner Wut über die Art von Politik, die ihre taktischen Schachzüge auf dem Rücken dieser Menschen austrägt und unbarmherzig den Tod von Geflüchteten in Kauf nimmt. Lass mich nicht überdrüssig werden, sondern ermutigend für die, die eine andere Politik durchsetzen wollen.
Gott, sei mir gnädig und lass es mir doch nicht einfach durchgehen, dass ich monatelang andere Themen wichtiger fand und nichts unternommen habe – nicht einmal das wenige, das vielleicht möglich gewesen wäre. Lass mich mutig gegen die Stellung beziehen, die immer noch meinen, dass keine Hilfe nötig wäre.
Gott, mach mich aufrichtig dankbar für die Menschen, die sich seit Jahren um Geflüchtete kümmern – sei es auf Rettungsschiffen, in den Auffanglagern und bei der Integration. Gib ihnen den Mut weiterzumachen und mir die Großzügigkeit, sie wenigstens materiell dabei zu unterstützen.
Gott, mach uns Menschen klar, dass wir füreinander da sein müssen. Mach dem Taktieren ein Ende und ebenso dem Hass und der Hartherzigkeit, von denen überall zu lesen und zu hören ist. Bestärke die Barmherzigkeit und die Menschenfreundlichkeit in uns allen. Wir brauchen dich, wir bitten dich, wir hoffen auf deine Hilfe. Amen.


Georg Rieger, Nürnberg
10. September 2020 Gott, / zu dir muss ich keinen Abstand halten, wenn ich zu dir bete, muss ich keine Maske tragen. Wenn ich dich reden höre, werde ich nicht krank. Du wirst mich nicht anstecken, nicht mit bösen Viren, aber mit guter Hoffnung. Hauch mich an mit deinem Geist, sprich dein Wort, dann bleibt meine Seele gesund und der Leib verschont. / Du bist meine Zuversicht in den Zeiten der Not. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
9. September 2020 Lieber Gott, morgen fängt die Schule wieder an. Ich komme zu einem neuen Lehrer. Bitte hilf mir, daß ich gut auskomme mit ihm. Amen (Verfasser unbekannt)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
8. September 2020 Gott, du Vollender, wenn, dann hast du etwas mit uns und dieser Welt vor. Bitte lass uns das spüren, dass unser Leben einen Sinn hat, dass es eine Gerechtigkeit gibt am Ende aller Tage. Lass uns den Glauben an deine Vollendung nicht als Vertröstung verstehen, sondern als Ansporn!
Georg Rieger, Nürnberg
7. September 2020 O God our Father, deliver us from the foolishness of self-confidence, from all boast­ing and vanity, from pride of energy and false notions of success. Teach us that our springs are not in ourselves but in Thee, that so far from being able to do what we will, we can neither will nor do any good except by Thy grace and with Thy help, that it is when we are weak in ourselves that we are strong in Thee, that Thy power is made perfect in our conscious lack of power that compels us to lay our helplessness on Thy strength. Here we may find our rest and feel, pouring through all our impo­tence, the tides of Thy mighty Spirit, for Thine is the kingdom, the power and glory. Amen.
Robert E. Speer, U.S.A. 1943
6. September 2020

Erhabener Gott, / du liebst die Armen und wohnst im Elend, / da, wo die meisten von uns nicht hingehen, / weil uns die Hässlichkeit der Armut abstößt:  / der Dreck, der Gestank, / die Verrohung des Umgangs. / Wir sehen oft nicht die Tapferkeit derer, / die mit wenigem auskommen müssen. / Wir würdigen nicht, / wie großherzig und hilfsbereit sie trotzdem oft sind, / und ihre Lebensleistung stößt bei uns auf wenig Beachtung. / / Gott, lass du uns nicht verrohen! / Lehre uns, genau hinzusehen / und uns anrühren zu lassen, / von schweren Schicksalen. / Verbinde uns mit den Bedürftigen / in solidarischem Respekt / und in gerechtem Teilen.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
Wochenrückblick

5. September 2020

Gott, du Schöpfer und Bewahrer
der Jahreszeiten!
Der Wechsel des Lichts und der Temperaturen
ist eines Deiner Geheimnisse,
die mich auf Trapp halten.

In diesen Tag wird es herbstlich,
schon bald dunkel,
nachts richtig kalt.
Die Blätter beginnen sich zu verfärben.
Früh ist es manchmal nebelig.

Das wirkt sich auch auf mein Gemüt aus.
Die Stimmung verfinstert sich.
Der Alltag wird zäh.
Ich sehe alles wie durch einen Schleier.

Schlimme Nachrichten
berühren mich noch mehr als sonst.
Die immer dreisteren Versuche,
die Demokratie zu zerstören,
machen mir Angst.
Die Viren und der Herbst
lassen nichts Gutes hoffen.

Gott, ich brauche die Sonnenstrahlen
deiner Liebe in diesen Tagen,
die mir das Herz wärmen
und mich lebensmutig machen.
Nimm mich an die Hand
und lass mich das Nötige tun!
Erhelle meine Gedanken,
so dass ich die guten Dinge sehe.
Tröste mein Gemüt,
du Gott der Jahres- und aller Zeiten!


Georg Rieger, Nürnberg
4. September 2020

Gott, du hast uns geschaffen  / und zu deinem Volk berufen aus allen Teilen der Erde.  / Wir danken dir für die Gemeinschaft,  / die du über alle Grenzen hinweg wachsen lässt:  / Lass sie Frucht bringen für alle Menschen.  / Wir rufen: Herr, erbarme dich.

Gott Abrahams und Saras,  / wir sehnen uns nach Gerechtigkeit.  / Wir Christen und Christinnen,  / Kirchen und Gemeinden in unserem Land  / wollen beitragen zum Leben in unserer Gesellschaft,  / damit wir gerecht miteinander teilen,  / damit es Arbeit, Nahrung, Gesundheit und Wohnung  / für alle gibt.  / Wir bitten dich um deinen Beistand  / und rufen: Herr, erbarme dich. 

Jesus Christus, von Maria geboren, Mensch wie wir,  / wir nennen dich den Fürsten des Friedens.  / Du bist unser Friede und willst Frieden unter den Völkern.  / In deiner Nachfolge wollen wir Frieden halten  / und Frieden stiften in einer zerrissenen Welt.  / Wir rufen: Herr, erbarme dich.

Heiliger Geist, du Mutter der Gläubigen,  / die ganze Schöpfung durchdringt dein Atem.  / Du lehrst uns die Ehrfurcht vor allem Leben,  / rufst uns zur Liebe durch das Evangelium.  / Lass uns nicht länger leben, als käme nach uns die Sintflut.  / Gib uns den Mut, umzukehren zu einer Lebensweise,  / die deine Schöpfung bewahrt und Leben für alle erhält.  / Wir rufen: Herr, erbarme dich.


RefLit
3. September 2020 Gott, segne und behüte deine Welt, deine Menschenkinder, sieh genau hin in jeden dunklen Winkel, auf jede staubige Straße und auch in die neonerleuchteten Zimmer der Krankenhäuser. // Gott, lass dein Angesicht leuchten, lass deine Augen strahlen und funkeln, dass wir dich und einander ebenso anlachen und strahlen. Lass uns Freude schenken. Lass uns Zuversicht ausstrahlen und aufeinander achten während dieser Pandemie. Lass dein Angesicht leuchten und sieh uns mit all unseren Fehlern und Versäumnissen gnädig an. // Gott, erhebe dein Angesicht und erhebe uns aus der Not, aus der Angst, aus der Hoffnungslosigkeit. Schenke deinen Frieden, Frieden in den Wohnungen und Städten, Frieden zwischen Menschen und Völkern. Wir brauchen deinen Frieden dringend, an so vielen unterschiedlichen Orten dieser Welt. // Amen
Meike Waechter, Berlin
2. September 2020 Verständiger Gott!  / Es ist manche Tage unerträglich,  / die Lügen anzuhören,  / die verbreitet werden.  / Über Menschen, die anders sind.  / Über Menschen, die anders denken.  / Wie dem begegnen,   / wenn Argumente nicht mehr zählen?  / Wenn die Wahrheit nicht mehr gilt.  / Oder gibt es noch eine Wahrheit  / hinter dem, was mir wahr erscheint?  / Kannst du mir das entschlüsseln?
Georg Rieger, Nürnberg
1. September 2020 Gott, / überall sind deine Werke. Doch wir sehen sie nicht. Wir starren nur auf unsere Werke. / Öffne unsere Augen für deine Werke. Dass wir all das Gute wahrnehmen, es registrieren, es vermerken, es berichten, es erzählen, es uns merken. Denn es geschieht: So viel Gutes, du wirkst es. Menschen werden gesund, Leute haben Glück, Jung verlieben sich, Alte genießen ihre Tage, Fremde werden heimisch, Heimische werden freundlich. Öffne uns dafür die Augen und für vieles mehr, was du machst. / Öffne den Theologinnen und Theologen und den Kirchenleuten die Augen für die unnötigen Sorgen, die sie sich machen. Es ist ja deine Kirchen, nicht ihre, nicht unsere. Wenn du sie brauchst, wirst du sie erhalten, wenn du sie nicht mehr brauchst, wirst du andere Wege finden, deine Werke zu zeigen. Gib uns allen mehr Gelassenheit und Vertrauen in deine Zusagen.  / Und: allmächtiger und barmherziger Gott, nimm die Plage dieses Virus endlich von uns.  / Tröste die Trauernden, heile die Kranken, erlöse die Sterbenden. Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
31. August 2020

Gebet zu Lied EG 440

Ja, treib aus, o Licht, all Finsternis. So viel Dunkles und Schweres bedrückt uns. / Unrecht ist es, dass Bedürftige viel mehr unter den Folgen der Pandemie leiden müssen als Wohlhabende. Unrecht ist es, dass die reichen Länder über ihren eigenen Sorgen das Leid der Menschen auf der Flucht und das Leid der Menschen in Kriegsgebieten beinahe vergessen haben. Unrecht ist es, dass in der ganzen Welt Minderheiten und Andersdenkende verfolgt werden. / So viel Dunkles und Schweres bedrückt uns. / Wie viele unter uns mag es geben, die von Krankheit oder Existenzsorgen betroffen sind. Und wir wissen es gar nicht oder kümmern uns zu wenig darum. / Wir fühlen uns oft von dir getrennt.   / Wir stehn oft nicht fest im Glauben. Unsere Zuversicht ist oft wie verloschen. / Du musst viele Lichter in uns anzünden.  / AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
30. August 2020 Herr, Gott, unser Vater! Wir wissen wohl, wie es um uns steht,   / und du weißt es noch viel besser.   / Aber da kommen wir und danken dir für die Freiheit, die wir haben, von uns weg   / und auf dich zu sehen, der du Solches für die Welt und auch für uns Alle getan hast.  / Laß uns jetzt aufrichtig reden und hören – damit es dein wahres Wort sei,   / das uns in dieser Stunde regiert, bewegt und erfüllt - damit es uns Alle tröste,  / ermutige und ermahne - damit unser armes Lob auch dir gefallen dürfe!  / Laß das unter uns geschehen, aber auch überall sonst in Stadt und Land,   / in der Nähe und in der Ferne: wo immer Menschen sich heute versammeln,  / um die Verheißung der Auferstehung und des Lebens zu vernehmen und zu ergreifen. Sieh dein Volk in Gnaden an! Amen.
Karl Barth (1886-1968)
Wochenrückblick

29. August 2020

Die Unterbrechung des Alltagstrotts wurde unterbrochen.
Urlaub.
Doch nun laufen wir weiter,
vorsichtig staksend, mutig über Hürden springend
oder einfach nur in Schlangenlinien humpelnd.
Ein Hindernislauf mit ungewissem Kurs und Ziel.

Beängstigend ist auch die Kulisse der Weltpolitik
mit den Drohgebärden machtbesessener Männer.
Das Leben drängt in manchen Augenblicken ins lächerlich Absurde.

Doch ich finde Halt.
Orientierung.
Geborgenheit.
Trost und Ermutigung.
Es ist mehr als Urlaub,
wenn ich zu Dir, Gott, komme,
zu Dir, Gott bete,
auf Dein Wort höre.

Es ist mehr als die Unterbrechung des Alltags
- ob Trott oder Hindernislauf -,
wenn Du Dich mir in Liebe offenbarst,
Glauben in mir weckst
und die Hoffnung auf eine Welt,
in der nichts mehr bedrohlich erscheint
oder lächerlich,
sondern voller Frieden,
für den es sich zu leben lohnt! 
Amen!


Simon Froben, Bayreuth
28. August 2020 Barmherziger Gott, sei du bei denjenigen, die in der Stunde der Not niemanden bei sich haben. Sei du bei den Sterbenden, zu denen keine Angehörigen kommen dürfen. Sei du bei den Trauernden, die niemanden haben, der ihnen Trost schenken kann. Sei du bei den Verzweifelten, die nicht wissen, wie sie die nächsten Tage, Wochen und Monate überleben können. Sei du bei den Menschen, die völlig überfordert sind. Du kennst ihre Not. Lass sie nicht allein.   / Amen 
Meike Waechter, Berlin
27. August 2020 Lieber Vater, wie geht es dir? Mir geht es gut und dir? Ich schreibe nur für dich, Vater, das Gebet gehört euch beiden, Vater und Jesus. Amen. Michael, Oldenburg (2. Kl.)
aus "Was Kinder von Gott erwarten", Autorin Regine Schindler, Verlag Kaufmann
26. August 2020 Du Gott aller Menschen – Verschieden hast du uns geschaffen. Und jede und jeder von uns hat seinen eigenen Platz in deiner Welt. / Wir wollen unsere Verschiedenheit akzeptieren. Wir wollen einander wertschätzen. Wir wollen – so viel wie möglich – gemeinsam tun. Gib uns dazu deinen Segen. / Du Gott aller Menschen – Füreinander hast du uns geschaffen.  Und jede und jeder von uns braucht auch die anderen. / Wir wollen geduldig miteinander sein. Wir wollen Konflikte friedfertig lösen. Wir wollen niemand alleine lassen. Gib uns dazu deinen Segen. / Du Gott aller Menschen – Zerbrechlich hast du uns geschaffen. Wir können nicht alles leisten, was wir uns vornehmen. Wir fürchten uns vor vielem, was uns die Zukunft vielleicht bringt. Wir sind schwach im Glauben, Hoffen und Lieben. Komm zu uns mit deinem Segen.  / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
25. August 2020 Gott, Ewiger!  / Mose hat Dich gesehen. Wir sehen dich nicht. Aber wir hören dich. Deine Weisungen legst Du uns ans Herz.   / Und wenn das Herz hart geworden ist und verschlossen oder ängstlich und blass, wenn es kalt geworden ist und blutleer oder vergiftet und böse - dann, barmherziger, gütiger Gott - dann verzeih uns und gib uns ein neuen Herz, ein besseres, ein weicheres, ein reines, das dir gehört. Amen. 
Jürgen Kaiser, Berlin
24. August 2020

Du freundlicher Gott,  / wir danken dir.  / In aller Not hilft deine Gnade.  / In aller Angst tröstet dein Wort.  / In aller Verzweiflung schenkst du Mut und Zuversicht.

Du starker Gott,  / der du mächtig bist  / über alle Herrscher und Gewalten  / im Himmel und auf Erden,  / wir bitten dich:  / lass uns allein dir vertrauen;  / gib Mut zu Versöhnung und Frieden;  / erleuchte, die in deinem Namen reden.

Du barmherziger Gott,  / der du die Schwachheit kennst,  / den Tod und das Leiden,  / wir bitten dich:  / für die Einsamen und Alten,  / für die Kranken und Sterbenden,  / für die Arbeitslosen und die Hungernden,  / für die Gefangenen,  / für die von Krieg und Katastrophen Bedrohten,  / für diese Erde und alle Kreatur:  / erhalte das Leben,  / errette aus Leiden,  / sei gnädig im Sterben.

Du, ewiger Gott,  / warst vor aller Zeit,  / und du wirst bleiben,  / wenn unsere Namen vergessen sind.  / Dich loben wir.  / Dir danken wir.  / Dich beten wir an:  / den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist,  / Gott jetzt und immerdar  / und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


RefLit
23. August 2020 Unser Vater!   / Viele Menschen interessieren sich leider nicht oder nicht mehr für dich. Die Gottesdienste sind zunehmend schlecht besucht. Vielleicht ist das ein Nebenprodukt unseres Wohlstand und der vielen anderen Alternativen, die sich uns bieten. Dennoch haben die Menschen auch Hunger nach Sinn, nach Angenommensein, nach Halt. Hilf uns als deine Botschafter so zu leben, dass wir genau das ausstrahlen. Hilf uns, unsere Gottesdienste so zu feiern, dass sie einladend wirken und die Menschen dort Antworten finden auf ihre Fragen, Sicherheiten finden in allen Unsicherheiten, Ruhe finden in aller Unruhe. Mögen die Menschen erfahren, dass du unser Hirte bist und uns bei dir nichts mangeln wird.  / Amen
Annegret Lambers, Osterwald
Wochenrückblick

Barmherziger Gott, / aus dem Urlaub zurück - und jetzt? / Wieder dasselbe Spiel? / Monatelang Corona, Masken, Kurzarbeit, Homeoffice und  Homeschooling? / Besorgt schauen wir auf die täglichen Infektionszahlen. / Das zerrt an den Nerven. // 
Der Blick nach vorn spiegelt den Blick zurück. /  Noch einmal durch die Krise, / diesmal vorbereitet, / aber in Herbst- und Wintermode. /
Erschütternd war an vielen Stellen, / was Corona aufgedeckt hat, / wie es um unsere Gesellschaft steht, / wer zuerst bedacht wird und wer zuletzt. //
Barmherziger Gott, / nur durch Deine Gnade  gehen wir voran. / Nur durch Deine Verheißung ertragen wir unseren Zustand. / Darum lass uns nicht länger ins Leere blicken. / Befreie unsere Gebete und Gottesdienste von dieser bleiernen Schwere. / Führe uns heraus aus dieser Corona-Hölle / Amen.


Achim Detmers, Hannover
21. August 2020 Gott, Du Erleuchter unserer Gedanken! Wenn wir uns mit den Problemen dieser Welt befassen, dann gib uns Verständnis. Wir brauchen Menschen, die uns richtig informieren. Und wir brauchen das rechte Maß an Vertrauen und Vorsicht, wenn wir die Nachrichten sortieren und uns ein Bild machen wollen. Wenn wir die Zusammenhänge durchleuchten, dann schenke uns die nötige Selbstkritik. Wir sind nicht an allem schuld, aber es gibt viele Verbindungen zwischen Problemen in fernen Ländern und unserer Lebensweise. Sei uns gnädig und gib uns die Kraft, dass wir uns ändern.
Georg Rieger, Nürnberg
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