Hoffnung trotz Krieg

Lippische Landeskirche stärkt diakonische Arbeit in Transkarpatien


Die Besuchsgruppe aus verschiedenen europäischen Kirchen zusammen mit dem Bischof der Reformierten Kirche in Transkarpatien, Sándor Zán Fábián (2 vl.), Bökemeier 6.v.l. © Lippe

Bei einem internationalen Treffen wurde deutlich: Besonders die Förderung von Menschen mit Behinderungen braucht dringend weitere Unterstützung.

Dieter Bökemeier, Landespfarrer für Diakonie, Ökumene und Migration der Lippischen Landeskirche, nahm in Berehove im Westen der Ukraine an einem internationalen Runden Tisch mit Vertretenden reformierter Kirchen und Hilfswerke teil.

Gastgeberin war die Reformierte Kirche in Transkarpatien, der heute noch rund 50.000 Mitglieder angehören. Trotz des Krieges unterstützt sie Einheimische und Binnengeflüchtete mit zahlreichen diakonischen Angeboten, darunter Senioreneinrichtungen, eine Notunterkunft und eine Sozialbäckerei.

Im Mittelpunkt des Treffens standen zwei Tageseinrichtungen für rund 80 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit kognitiven Einschränkungen. Das von der Kirche aufgebaute Förderangebot ist finanziell akut gefährdet. Die Lippische Landeskirche ruft deshalb dazu auf, diese Arbeit mit Spenden zu unterstützen (siehe unten).

Bei einem Besuch im Stadtzentrum wurde die Nähe des Krieges deutlich: Mehr als 100 Gedenktafeln erinnern an gefallene Soldaten aus der Region. „Und trotzdem verlieren die Menschen ihre Hoffnung und ihren Mut nicht, auch wenn es manchmal sichtlich schwerfällt“, sagt Dieter Bökemeier. Internationale Unterstützung bleibe dafür unverzichtbar.