'Mit Gott um den Erhalt seiner Schöpfung ringen'

Ein Jahr nach der Flutkatastrophe: Menschen leiden weiter an den Schäden


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Zum Jahrestag des Jahrhunderthochwassers besuchte Bundspräsident Frank-Walter Steinmeier einen ökumenischen Gedenkgottesdient in Nordrheinwestfalen. Die Spuren des Unglücks sind bis heute sichtbar.

Ein Jahr nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen fand in Euskirchen ein ökumenischer Gedenkgottesdienst statt. Zu den Besuchern gehörten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Auch viele Gemeinden beteiligten sich am Gedenken an die Flutopfer. Dietmar Arends, Landessuperintendent der Lippischen Kirchengemeinden, etwa bat darum, zu gemeinsamen Gebeten und Andachten öffentlich einzuladen.

Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirchen im Rheinland, betonte es sei wichtig, sorgsam hinzuhören „auf das, was die Menschen sehr Verschiedenes erfahren haben. Weil die Flutkatastrophe an jedem Ort ein anderes Gesicht hatte“. Gott beseitige mit Naturkatastrophen nicht das Böse in der Welt, wendet sich Latzel mit Blick auf die alttestamentliche Noah-Geschichte gegen religiös motivierte Interpretationen der Flut. Gottes erklärter Wille sei der Erhalt der Schöpfung. „Glauben heißt vielmehr: mit Gott um den Erhalt seiner Schöpfung zu ringen. Und an der Seite aller zu stehen, die von Fluten und Katastrophen betroffen sind.“

Am 14./15. Juli 2022 standen Straßen und Häuser in mehreren Ortschaften in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen unter Wasser. Über 180 Menschen verloren ihr Leben. Die Schäden sind in den betroffenen Gebieten noch sichtbar. Die Menschen leiden weiter unter den Folgen der Katastrophe.


Quellen: EKiR/Lippe

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