Psalm 31: Du wollest mich aus dem Netze ziehen

Estomihi


© Pixabay

Der schlimmste Feind
verbirgt sich manchmal in unserem Innern.
Gnädiger Gott, wir bitten dich:
befrei uns aus seinem Würgegriff.
Lass unsere Seele aufatmen
unter deinem Zuspruch.

2 HERR, auf dich traue ich,
lass mich nimmermehr zuschanden werden, errette mich durch deine Gerechtigkeit!

3 Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest!
4 Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.
5 Du wollest mich aus dem Netze ziehen,
das sie mir heimlich stellten; denn du bist meine Stärke.

6 In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR, du treuer Gott. (Psalm 31,2-6)

Barmherziger Gott,
Nicht nur Feinde von außen bedrohen uns,
der schlimmste Feind
verbirgt sich manchmal in unserem Innern,
flüstert uns Angst ein,
untergräbt unser Selbstbewußtsein,
und verbietet uns die Sehnsucht nach Glück.
Du bist nichts wert,
macht er uns glauben,
du kannst nichts,
du taugst nichts,
du hast kein Recht,
stolz zu sein auf deine Erfolge.
Mit vielen Stimmen
redet er uns unsere Lebensfreude kaputt,
und fromme Sprüche benutzt er gerne,
um unsere Seele niederzuhalten.
Gott, wir sind diesem Feind so wenig gewachsen!
Wir schaffen oft nicht einmal,
ihn zu enttarnen,
geschweige denn,
ihn zu besiegen.
Bis in die Träume verfolgt er uns,
und selbst in Augenblicken des Glücks
gelingt es ihm manchmal,
uns zu überfallen.
Gnädiger Gott, wir bitten dich:
befrei uns aus seinem Würgegriff.
Lass unsere Seele aufatmen
unter deinem Zuspruch.
Denn du sagst doch ja zu uns.
Dir sind wir recht
auch mit unseren Schwächen,
du vergibst uns unsere Schuld,
damit wir leben können
aufrecht und frei.
Gott, stärke uns
durch dein Erbarmen.


Sylvia Bukowski
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