'Vertrauensvoll in die Zukunft'

Amtszeit der 37. Lippischen Landessynode eröffnet

Gottesdienst zur Eröffnung der neuen Landessynode: mit Landessuperintendent Dietmar Arends, Doris Frie, Superintendent Dr. Andreas Lange, Brigitte Kramer, Bischof Dr. Mindaugas Sabutis, Pfarrer Ernst- August Korf, Rev. Prof. Dr. Leepo Modise, Pfarrerin Iris Beverung, Kurator Holger Lahayne, Marianne Ulbrich. V.l.

Mit einem Abendmahlsgottesdienst unter Beteiligung von Gästen aus den weltweiten Partnerkirchen der Lippischen Landeskirche ist die Amtszeit der 37. Lippischen Landessynode am Abend feierlich eröffnet worden.

Michael Keil ist von der Lippischen Landessynode auf der konstituierenden Sitzung im Gildezentrum in Detmold im zweiten Wahlgang mit 34 Stimmen zum Präses (Vorsitzenden) der Landessynode gewählt worden. Keil tritt die Nachfolge von Michael Stadermann an, der zwölf Jahre Präses und seit 1996 Mitglied der Synode war. Der 54-jährige ist Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirchengemeinden Barntrup, Alverdissen und Sonneborn und seit 2008 ordentliches Mitglied der Synode.

Keils Anliegen ist es, die Synode zu stärken, erläuterte er in seiner Ansprache: „Die Veränderungen in unserer Gesellschaft fordern uns heraus und auf, Ideen zu entwickeln und umzusetzen, wie wir die nachwachsenden Generationen mit der Botschaft vom befreienden Gott begeistern können. Als Synodale können wir wichtige Hinweise aus der Praxis geben und Beschlüsse vorbereiten, die der Kirche insgesamt zugutekommen.“ Synodale brächten viele Kompetenzen ein „und ich wünsche mir und möchte dafür sorgen, dass Sie das Pfund, das Sie mitbringen, auch einbringen können.“ So verstehe er das Amt des Präses: „Mit Ihnen und für Sie in dieser Kirche etwas zu ermöglichen, was den Menschen in Lippe gut tut.“

Die Predigt im Eröffnungsgottesdienst im Kirchlichen Zentrum der Stiftung Eben-Ezer in Lemgo hielt Landessuperintendent Dietmar Arends: „Das, liebe Gemeinde, möchte ich mitnehmen in unsere neue Synodalperiode. Nicht wir machen Zukunft. Gott ist unsere Zukunft. Das gibt uns Mut, aufzubrechen, nicht hängenzubleiben in unseren Gedanken an gestern, an vermeintlich bessere Tage. Das kann uns bei allen Herausforderungen, bei allem, was uns auch Sorge machen kann im Blick auf unsere Kirche, vertrauensvoll in die Zukunft gehen lassen.“

Beim Abend der Begegnung begrüßte Landessuperintendent Dietmar Arends die Synodalen, die zum ersten Mal der Landessynode angehören, und richtete einen besonderen Dank an diejenigen, die der Synode nicht mehr angehören werden: „Sie haben Ihre Kraft, Ihre Zeit und Ihre Kompetenzen eingebracht. Es ist nicht selbstverständlich, sich über Gemeindegrenzen hinaus in dieser Weise in der Synode, in Kammern und Ausschüssen zu engagieren.“

Mit langanhaltendem Applaus verabschiedet wurde Michael Stadermann, der zwölf Jahre lang Präses der Synode war, der er seit 1996 angehörte. Dietmar Arends: „Sie haben das Leben unserer Kirche mitgeprägt, haben Verantwortung übernommen mit besonderer Zuverlässigkeit und Treue“.  Mit Leidenschaft und Klarheit habe Stadermann das Amt des Präses ausgefüllt: „Insbesondere liegen Ihnen die Dörfer mit ihren Kirchen und Gemeinden am Herzen. Das haben Sie nicht nur gesagt, sondern immer gelebt“.

Einen besonderen Akzent erhielt die Eröffnung der 37. Amtszeit durch die zahlreichen Gäste aus den Partnerkirchen der Lippischen Landeskirche und durch die Anwesenheit von Prof. Matitjahu Kellig, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold. „Dass Sie am 27. Januar bei uns sind, ist ein wichtiges Zeichen, wir fühlen uns Ihnen sehr verbunden“, so Dietmar Arends, der in seiner Predigt auch auf die Bedeutung des Judentums für den christlichen Glauben eingegangen war. Matitjahu Kellig erinnerte in seiner Ansprache an die Opfer des Nationalsozialismus und rief angesichts von wachsendem Antisemitismus und Rassismus auf: „Ich sehe unsere Demokratie in großer Gefahr, sie ist nicht selbstverständlich. Lassen Sie uns zusammenstehen und die Demokratie verteidigen.“


Quelle: Lippe
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