Wie der Gottesdienst wieder Menschen erreicht

ErK: Susanne Bei der Wieden ruft zur Diskussion auf


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Die reformierte Kirche ringt um die Zukunft des Gottesdienstes. Zwischen sinkenden Zahlen und neuen Ideen wächst der Druck, Gottesdienste spürbar zu verändern.

Kirchenpräsidentin Susanne Bei der Wieden ruft zu einer ehrlichen Diskussion über die Zukunft der Gottesdienste auf. Zwar gelte der Sonntagsgottesdienst traditionell als „Zentrum christlicher Gemeinde“, doch dieser Anspruch zeige sich vielerorts immer weniger – sowohl bei den Besucherzahlen als auch bei „Lebendigkeit und Qualität“. Häufig werde diese Entwicklung jedoch nicht offen thematisiert.

Viele Gemeinden hielten an bisherigen Formen fest, obwohl oft nur noch eine kleiner und älter werdender Kreis teilnehme. Ohne Veränderungen drohe das gottesdienstliche Leben langfristig zu verschwinden, warnte Bei der Wieden, auch wenn viele Menschen Gottesdienste weiterhin als „positiv und bewegend“ erleben.

Nun sollen neue Konzepte entwickelt werden: etwa gemeinsame Gottesdienste, stärkere regionale Zusammenarbeit, mehr populare Kirchenmusik sowie neue liturgische Formen. Ziel ist es, Gottesdienste wieder als Orte erfahrbarer Gemeinschaft und persönlicher Stärkung zu gestalten.


Quelle: Lippe