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Gebet

Tagesaktuelles Gebet

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10. September 2018

Wir brauchen in allem, was wir tun, das richtige Maß. Darum bitten wir dich: / Wenn wir dich bitten, Herr, und zu dir beten, dann schenke uns das richtige Maß zwischen dem, was heute nötig ist und dem was wir uns am Ende aller Tage von dir erhoffen. Wir glauben, dass du allem einen Sinn gibst und müssen doch in der Ungewissheit leben. Wir brauchen im Alltag deine ganz konkrete Hilfe und wir bitten dich für die die es noch viel nötiger haben als wir.


Georg Rieger, Nürnberg
9. September 2018

Barmherziger Gott, / wir sehnen uns danach, / sorglos zu leben / und kommen doch meist / nicht von unseren Sorgen los. / Sie verderben die Tage, / rauben den Schlaf, / und oft verstellen sie uns / den Blick für das Gute, / das uns umgibt. / Manche von uns / sind fast süchtig nach Problemen, / können nicht leben, / ohne zu jammern, / spüren sich selbst / nur noch im Klagen. / / Gott, befrei uns aus dem Bann / negativer Gedanken. / Mach uns bereit, / Hilfe zu suchen, / und lass sie uns finden / bei anderen Menschen / und bei dir.


Sylvia Bukowski, Wuppertal
8. September 2018

Lieber Heiland, vergib uns, daß wir so manche Gnadenmittel, die du uns schon dargereicht hast, / übel angewandt und noch so wenig Frucht gebracht haben von all der Saat, / die in unsere Herzen ist, ausgesät worden. O werde nicht müde mit Erbarmen, / habe noch Geduld mit uns, und laß deine Huld und Gnade uns auch heute gegenwärtig sein. In Hoffnung deines Segens versammeln wir uns äußerlich vor dir; / so sammle denn auch unser aller Herzen in dir, daß wir nicht mit abgewandten und zerstreuten Sinnen und Gedanken dasitzen, sondern mit herzlicher Begierde auf dein Wort / Acht haben, es in einem feinen und guten Herzen bewahren, / und Frucht bringen mögen in Geduld. Erhöre unser Seufzen zur Verherrlichung deines heiligen Namens. Amen.


Gerhard Tersteegen (1697-1769)
7. September 2018

Himmlischer Vater,  / wir bitten dich: / strahle mit deinem hellen Schein über die Menschen, die wir lieb haben, / und über die Menschen, die uns zu tragen geben. / Dein sind wir im Licht und im Dunkel. / Du segnest unsern Ausgang und Eingang in Ewigkeit. Amen.


Selma Dorn, Leipzig
6. September 2018

Du, Gott, der du unbegreiflich jenseits von Raum und Zeit bist – Dich ehren Menschen der verschiedenen Kirchen in unterschiedlichen Traditionen. / Dich ehren Menschen der vielfältigen Religionen auf ihre je eigene Weise. / Dich ehren auch Menschen, die ernsthaft und ehrlich an dir zweifeln. / Wir bitten dich: entzieh dich uns nicht. // Du Gott, der du dich in Jesus Christus erkennbar gemacht hast – Auf dich vertrauten unsere Mütter und Väter im Glauben. / Zu dir hin möchten wir gerne unsere Kinder und Enkel führen. / Auf dich hoffen auch viele, die sich schwer tun mit der Bibel und der Kirche. / Wir bitten dich: geh uns nicht verloren. // Du Gott, dessen Geist lebt und lebendig macht – Auf dein Wirken hoffen wir auch heute, wo Glaube nicht mehr selbstverständlich ist. / Ohne dein Wirken ist die Welt ihrem selbstzerstörerischen Unwesen ausgeliefert. / Nur mit deiner Hilfe können wir uns für Gerechtigkeit in der Welt einsetzen. // Wir bitten dich: mache uns zu mutigen Zeuginnen und Zeugen. AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
5. September 2018

Gott, wir danken dir, dass du uns wunderbar gemacht hast. Du hast uns Leib und Seele gegeben unsere Sinne und unseren Verstand und füllst unser Leben mit einem großen Reichtum an Erfahrung. Erhalte uns die Fähigkeit, über das Leben zu staunen. Und lass unsere Dankbarkeit zum Anstoß werden für unser Mitgefühl und unser Engagement.


Georg Rieger, Nürnberg
4. September 2018

zu Psalm 146

Gott, / warum lassen wir uns immer wieder / so sehr von Menschen beeindrucken, / warum versuchen wir um jeden Preis, / ihnen möglichst zu gefallen / und machen uns abhängig / von ihrer trügerischen Macht! / Wir könnten es doch besser wissen, / könnten die Nichtigkeit ihres Ruhms durchschauen / und uns lieber festmachen an dir! / Denn du gibst uns unvergängliche Würde, / du machst uns wichtig trotz unserer Begrenztheit, / du hast Großes mit uns vor: / die ganze Welt willst mit uns verändern / und ihr ein menschlicheres Antlitz geben. / Gott, mach uns los / aus unseren verkehrten Abhängigkeiten. / Gründe uns / allein in dir.

 


Sylvia Bukowski, Wuppertal
3. September 2018

Barmherziger Gott! / Du wartest auf mein Gebet. Ich falte die Hände, ich schließe die Augen und oft passiert nichts. Kein Wort dringt aus meiner Seele auf zu dir. Nur ein Schweigen. / Dann warte ich auf deine Stimme in mir, die mir die Worte gibt. So gib mir die Worte, mit denen ich zu dir beten soll. Sprich du selbst mir geistlich Armen das Gebet zu dir. Lehre mich beten, durch Jesus, deinen Sohn. Amen.  


Jürgen Kaiser, Berlin
2. September 2018

Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Wenn ich die hasserfüllten Gesichter im Fernsehen sehe, packt mich Entsetzen. Wenn ich die menschenfeindlichen Parolen höre, verfolgt mich Angst. Wenn ich die Hetzaufrufe im Internet lese, fürchte ich mich vor der Zukunft. Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. AMEN


Gudrun Kuhn, Nürnberg
1. September 2018

Herr, unser Gott! Du hast uns verheißen und angewiesen, / daß wir fröhlich sein dürfen in unserer Arbeit, weil du alles wohl gemacht hast, weil du uns / alle unsere Sünden vergibst, weil du uns an dem Tage aller Tage krönen willst / mit Gnade und Barmherzigkeit. So laß uns leben von diesem deinem Wort! / Wir haben keinen anderen Trost. Dein Wort aber ist unser ewiger Trost. / Lehre du uns, daß wir uns immer mehr an ihm allein genügen lassen!


Karl Barth (1886-1968)
31. August 2018

Gott des Himmels und der Erde, / öffne den Himmel, öffne dich, öffne uns und verbinde uns mit dir. / Lass uns erkennen, wie wir von dir erkannt werden. Hilf uns, uns so anzunehmen, wie wir sind, mit all unseren Schwächen und Unzulänglichkeiten. Lass uns mit deiner Hilfe leben, aus unseren Fehlern lernen, Versöhnung wagen und immer wieder neu beginnen. Amen


Meike Waechter, Berlin
30. August 2018

Gott, bewahre uns vor Überheblichkeit und davor, allzu sehr in den Kategorien der Macht zu denken. Lass uns erkennen, dass vor dir alle Menschen gleich sind, gleich, ob sie in ihrem Leben Großes vollbringen oder nur ein ‚normales‘ Leben führen. Richte unser aller Handeln nach diesem liebevollen Menschenbild aus.


Georg Rieger, Nürnberg
29. August 2018

Du unser Gott, / wir kommen zu dir, um neu zu empfangen, / was du für uns getan hast und noch immer tust. / Wir kommen zu dir, um neu zu hören, / wie du uns zum Leben führst, / hin zu deinem Tag, / an dem alle Dunkelheit vergangen ist. / Wir danken dir, dass wir bis jetzt von deiner Treue leben durften. / Deine Liebe hat uns nicht aufgegeben. / Du hast uns geführt und begleitet / trotz unserer Trägheit, unserer Angst und unserem Misstrauen. / Aus aller Müdigkeit hast du uns aufgerichtet / und zu neuen Schritten befreit. / Wir bitten dich: / Nimm uns heute morgen so an, wie wir sind: / Menschen, die es dir nicht leicht machen / und die sich oft selbst im Wege stehen. / Hilf uns durch deinen Geist, / zu dir zu finden. Amen.


RefLit
28. August 2018

Jesus, Freund der Armen. Gott sei Dank bist Du geboren. / Dein Leben im Gespräch zu bedenken, befreit zu mehr Menschlichkeit. / Lass nicht zu, dass wir wie Maschinen werden. Hilf uns die enormen Verstrickungen lösen. / Nimm die Angst weg. Schenke uns ein Selbstbewusstsein, das Andere leben lässt. / Damit wir durch einander neu verstehen lernen, zusammen die Eine Welt zu bewohnen. / Gib uns auch Mut zu streiten. Fair und offen – im Vertrauen, dass Du hilfst, / dort wo wir nicht weiterkommen.


Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
27. August 2018

Großer Gott, / durch Dein Wort riefst Du die Welt ins Dasein. / Dein Wort tröstet uns / Dein Wort schenkt uns Orientierung / Dein Wort wurde Fleisch und wohnt unter uns / zeigt uns Deine Liebe / deckt unsere Schuld auf / lehrt uns Deine Vergebung / und ruft uns auf Deinen Weg der Gerechtigkeit. /  Wir danken Dir, / dass Du kein stummer, / unberechenbarer, / willkürlicher Gott bist, / vor dem wir zittern müssten, / weil wir nicht wissen, / was er will / und wie er zu uns steht. /  Sende Deinen Geist, / dass wir Dein Wort recht fassen, / es Kraft entfaltet in unserem Leben / und wir es neu zu lieben beginnen, / weil Du selbst in ihm in unser Leben einziehst. / Amen


Jochen Denker, Ronsdorf
26. August 2018

Barmherziger Gott, / wir vergleichen uns oft mit anderen / und haben Angst, / selbst zu kurz zu kommen. / Wir brauchen immer mehr von allem, / und kennen kaum noch ein Genug. / Nur selten gelingt es uns, / unseren Geiz zu überwinden, / und spontan großzügig zu sein. / / Barmherziger Gott, / du sparst nicht mit Erbarmen. / Befrei uns mit Liebe / aus der ständigen Sorge / um uns selbst. / Fülle unsere ängstliche Seele / reichlich mit Vertrauen zu dir, / und öffne uns Herz und Hand / für die, die uns brauchen. 


Sylvia Bukowski, Wuppertal
25. August 2018

Wir sehen heute die traurige Zerstreuung deiner Kirche, und es will uns scheinen, / als drohe nichts als Untergang. / Da lehre uns, allmächtiger Gott, auf deine alte Kirche zu schauen, / die in gleicher Bedrängnis war. Lehre uns aber auch / den Blick auf deine Verheißungen zu richten, die du uns auch heute schenkst. / Gib, daß wir warten in Geduld, bis deine Kirche aus dem Dunkel des Todes aufersteht. Gib, daß wir an deiner Hilfe uns genügen lassen, auch dann, / wenn unser Fleisch sie als zu schwach empfindet, bis es endlich offenbar wird, / daß unser Warten nicht vergeblich war: / wenn wir nach der Zeit des Glaubens und Wartens den Lohn empfangen / in deinem himmlischen Reich, durch Christus, unsern Herrn.  


Johannes Calvin (1509-1564)
24. August 2018

Shining God / even the darkness is not dark to you / shine in our darkness, light of our lives / / When we walk in the grey gloom of confusion / when pain drains all the colour out of live / when we are paralysed by the darkness of fear / shine in our darkness. 


The Iona Community
23. August 2018

Gott / Du siehst mich. Wie gern ich das glauben möchte. Ich spüre es nicht immer. Wie sehr ich Dich erkennen, Dich sehen möchte - besonders im Ebenbild, das Du in Menschen gelegt hast. Es gelingt nicht immer. Selig sein ohne zu sehen, das ist kein einfacher Weg. Ich übe. Viele üben. Es ist schön - / Es gibt Momente, da spüre ich deinen Blick. Manchmal sehe ich wie Du mich mit den Augen der Nächsten siehst. Es ist nach innen und nach aussen interessant zu schauen. Du weisst das. Möge es heute gelingen. 


Kathrin Rehmat, Biel, Schweiz
22. August 2018

zu Psalm 147

Gott, / lange bist du verborgen gewesen / deinem Volk, / hast nicht geheilt seine zerbrochenen Herzen / und seine Wunden nicht verbunden. / Aber dann endlich / hast du wieder ein Zeichen gegeben / für deine Treue, / hast den Überlebenden / eine Heimstatt geschaffen / in dem Land der Verheißung, / und hast den heimatlosen Seelen der Verfolgten / einen Ort der Zuflucht geschenkt. / / Gott, / lange ist uns verborgen gewesen, / wieviel es auch für uns bedeutet, / dass du Israel treu bist. / und deine Verheißungen nicht vergißt. / Wir haben dich für uns beansprucht, / und deinem Volk keinen Raum gegeben / in unserem Glauben, Hoffen und Lieben. / Und immer noch tun wir uns schwer damit, / deine Barmherzigkeit / mit unseren jüdischen Geschwistern zu teilen. / / Gott, / vergib uns die Mißachtung deiner Treue. / Von ihr lebt Israel. / Von ihr leben auch wir. 


Sylvia Bukowski, Wuppertal
21. August 2018

Gott, wir sehen das Unrecht um uns herum. Wir sehen das Unrecht, dass andern geschieht. Wir sehen das Unrecht, dass uns widerfährt. Wir sehen, wo wir unrecht getan haben. Aber du bist Hoffnung. Die Hoffnung auf eine andere Welt. Die Hoffnung auf Recht. Die Hoffnung auf deinen stärkenden, heil- machenden Geist. / Lass uns Abstand gewinnen von dem was uns beschwert. Lass uns deine Hoffnung wieder sehen. / Lass uns Erfahrungen machen mit dir und deinen Zusagen. Lass uns einen gestärkten Glauben entdecken. Amen.  


Selma Dorn, Leipzig
20. August 2018

Gott, / du kannst Neues schaffen. / Wir bitten dich: / Lass uns Veränderungen wollen, die du willst. / Öffne unsere Ohren, damit wir hören, was du uns sagst; / öffne unsere Augen, damit wir sehen, wo wir gebraucht werden; / rühre unsere Lippen an, damit wir dich frei bekennen / und in dein Lob einstimmen. 


RefLit
19. August 2018

Barmherziger Gott, / zu jedem Leben gehören Brüche: / gescheiterte Pläne, / enttäuschte Hoffnungen, / verratene Liebe. / Manchmal bleibt uns nicht viel übrig / von unserer Lebenslust, / und dem Elan, / noch einmal etwas neu zu beginnen. / Auch dir, Gott, / können wir oft nicht / ungebrochen vertrauen. / Unser Glaube, / du könntest alles zum Guten wenden, / ist bisweilen fast ganz erloschen. / Gott, heile, was uns beschädigt hat, / fülle unseren Mangel an Zuversicht auf / und lass unser Lebenslicht / neu aufleuchten / im Glanz deiner Liebe. 


Sylvia Bukowski, Wuppertal
18. August 2018

Was sind wir Menschen vor dir? / Wie viel Einbildung, Härte und Lüge ist in unseren Gedanken, / Worten und Taten! Und darum hier und auf der ganzen Erde wie viel Verirrung und Verwirrung, / wie viel Leid und Not! Aber über dem Allen ist dein väterliches Herz offen für uns und bleibt deine Hand stark, uns zu halten, / zu führen, zu befreien. Du vergissest und verstößest keinen von uns. Du bist uns Allen nahe. / Du rufst nach uns Allen. Amen. 


Karl Barth (1886-1968)
17. August 2018

Ewiger und gütiger Gott! / Du rufst uns zu dir. In deiner Nähe, im Hören deines Wortes, in Reichweite deiner Weisung, im Raum deiner segnenden Hand sollen wir leben. / Hör nicht auf, uns zu rufen, bis wir endlich kommen. / Du hast uns erwählt mit deinem Volk Israel durch Jesus Christus. Bewahre uns, deine Erwählung zu verspielen. Hilf, ihrer würdig zu werden. Amen.  


Jürgen Kaiser, Berlin
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