Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Allgütiger Gott, / manchmal ist es zum Verzweifeln. / Da wird uns alles zu viel. / Wir machen uns Sorgen um uns selbst / um unsere Lieben, / um die Zukunft unserer Welt. // Wir beten und rufen zu Dir. / Wie oft haben wir das getan? / Und Du hüllst Dich in Schweigen. // Beten wir falsch? / Beten wir das Falsche? / Sind wir die Falschen, die zu Dir rufen? // Doch woher nähmen wir das Recht, / mit Dir ins Gericht zu gehen? // Aber ist es doch die Hoffnung, / die Du in unser Herz gegeben hast, / die uns zu Dir rufen lässt! / Es ist doch Dein Wort, / dass uns mehr verheißt / als wir heute sehen! // Wir trauen Deinem Wort mehr / als unserer Erfahrung, / wenn wir zu Dir kommen / und beharrlich bitten, / dass Du erscheinst, / dass Du hilfst, / dass Du unsere Hoffnung ansiehst / und aus dem Funken, / der uns manchmal nur noch bleibt / ein neues Feuer schlägst. // Zu Deiner Ehre soll das geschehen / und zu unserem Heil. // Amen.
Jochen Denker
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, wir sind auf der Suche nach Hoffnung.
Jeden Tag hören wir und schauen wir
nach Zeichen, die etwas Gutes verheißen,
dass irgendwo Frieden wächst
und Menschen achtsam miteinander umgehen.
Wir freuen uns über kleine positive Ereignisse,
die in unserem Leben passieren
und wünschen uns mehr davon –
nicht nur für uns, sondern für alle Menschen,
damit sie Hoffnung haben
und anderen Hoffnung gaben.
Gott, wir sind auf der Suche nach Zuversicht.
Jeden Tag hoffen wir aufs neue,
dass sich etwas zum Guten verändert,
dass jemand etwas Vernünftiges sagt
und dass das alle gut finden
und dass es umgesetzt wird.
Und dass dann alle etwas davon haben
und es allen ein bisschen besser geht
und es niemand den anderen neidet,
dass es ihnen auch besser geht.
Gott, wir sind auf der Suche nach Vertrauen.
Zum Glück finden wir es oft auch.
Vielen Menschen schenken wir unser Vertrauen
und stecken es auch weg,
wenn wir mal enttäuscht werden.
Aber um uns herum gibt es so viel Misstrauen
und Vorbehalte bis hin zu unverhohlenem Rassismus und Hass.
Gott, wir wünschen uns dein Vertrauen.
Für uns und für alle, die meinen,
niemand mehr vertrauen zu können,
oder die Selbstvertrauen mit Egoismus verwechseln.
Gott, wir wünschen uns deine Liebe,
ja ganz massiv wünschen wir uns die,
damit sich grundlegend etwas ändert.
Georg Rieger, Nürnberg
Wohin sollen wir gehen / mit unserer Angst / mit unserer Erschütterung / mit unserem Zorn / mit unserer Hilflosigkeit? // Du hast Wege des ewigen Lebens, / Jesus ist sie gegangen. // Seine Regeln sind klar: / Hungrige sättigen, / Kranke pflegen, / Fremden Zuflucht gewähren, / Fragenden zuhören, / Alleingelassene nicht übersehen, / Enttäuschten eine Perspektive schaffen, / für das Gemeinwohl sorgen. // Sei mit deinem Geist unter uns / damit wir in Jesu Sinn tun, / was nötig ist. // Sei uns nahe, / wenn wir am Verzweifeln sind, / weil unsere Ideen und Kräfte / schwach sind, / weil gerechter Friede / an so vielen Orten der Welt / unerreichbar scheint. // Reiß uns aus der Resignation / du Geist des Neuanfangs. // AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Georg Rieger, Nürnberg
Wir wollen glauben, aber das ist nicht leicht. / Wir wollen vertrauen, das aber fällt uns unglaublich schwer. / Wir möchten im Glauben zuversichtliche Schritte gehen, / aber unsere Beine sind manchmal bleischwer. / Ob es an dem „WIR“ liegt? WIR wollen, WIR möchten… // Hilf uns, uns beschenken zu lassen. Nicht WIR, sondern DU! / DU schenkst und DU gibst umsonst! / DU gehst so wunderbar behutsam auch mit unserem Unglauben, / mit unserem Unvermögen und mit unserem Zweifel um – / fast zärtlich. / Danke. Wir stehen leer vor dir und bitten dich: / Fülle du uns neu! / Amen
Annegret Lambers
Kathrin Rehmat, Zürich
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Barmherziger Gott! // Wir bitten Dich in diesen Stunden / um Freiheit für die Geiseln, / um Nahrung für die Menschen in Gaza. // Wir bitten Dich in diesen Tagen und Wochen / um Sicherheit und Frieden für die Menschen in Israel und Gaza. // Wir bitten Dich in den kommenden Monaten und Jahren, / dass die Menschen Gedanken und Wege der Versöhnung / und des Miteinanders finden / und die Wunden und Leib und Seele Linderung erfahren können. // Amen!
Simon Froben, Bayreuth
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Carolin Springer
Georg Rieger, Nürnberg
Gott, Liebhaber des Lebens, / Richter über alle, die Leben zerstören, / wir erinnern uns heute mit der jüdischen Gemeinschaft / in Israel und aller Welt an das, / was am 7. Oktober geschehen ist. // Für die meisten von uns ist dieser Tag nach zwei Jahren / ein gewöhnlicher Alltag geworden. Viele neue Gräueltaten bewegen uns heute. // Du, Gott, hast nichts vergessen. / Nicht das Blut der Gemordeten, / nicht die Schreie der Gejagten und Vergewaltigten, / nicht das Weinen der Kinder, / nicht die Angst der Entführten. / Du weißt, der Schrecken dieses Tages / war ein tiefer Einschnitt in jüdisches Leben, / und der Schmerz Ist noch lang nicht vorbei. //
Das Massaker der Hamas hat unfassbares Leid über Israel gebracht, / hat alte Vernichtungsängste geweckt, / hat bei vielen aber auch / zu glühendem Hass und Vergeltungswünschen geführt. // Wir bitten dich für die Familien und Freunde der Ermordeten, / dass sie geduldigen Beistand finden in ihrer Trauer. / Wir bitten dich für die an Leib und Seele Verwundeten, / dass sie zurückfinden ins Leben. / Wir bitten dich für alle, / die um das Schicksal der verbliebenen Geiseln bangen, / dass sie sie bald in die Arme schließen können. //
Gott, wir bitten dich auch für die, / deren Herz kalt geworden ist durch das Gemetzel, / die kein Mitleid empfinden für das Elend, / das dieser Tag über ganz Gaza gebracht hat, / die nur noch auf dessen Vernichtung aus sind. / Wehre dem tödlichen Gift des Hasses, / und der grenzenlosen Zerstörung. // Wir bitten dich für die jüdische Gemeinschaft in aller Welt, / die immer mehr Ablehnung und Ausgrenzung erfährt, / und sich oft nicht mehr sicher fühlt an ihren Wohnorten. / Stell ihr Menschen an die Seite, / die Verständnis haben für ihre Ängste, / und eine klare Haltung zeigen gegen alle Formen / von Judenfeindschaft und Israelhass. //
Gott, halte deine Hand über Israel: / es ist doch dein Volk! / lass es nicht allein in seinem Schmerz, / und lass nicht zu, / dass es im Strudel unaufhörlicher Gewalt untergeht. / Segne alle Friedensstifter / und schaffe Schalom für Israel, für Palästina / und für unsere ganze zerrissene Welt. // Amen
Sylvia Bukowski
AMEN
Gudrun Kuhn
Gott, du bist grösser / als unser Sorgen und Verstehen, / darum anvertrauen wir dir, / was war, / und bitten dich für das, was kommt, / rüste uns / mit deinem Wort / für alles, was wir zu bestehen haben / durch Jesus Christus. / Amen.
Walter Wickihalder
Barmherziger Gott, / wir bitten Dich: Halte öfter Rolltreppen an, / wenn Mächtige ausgebremst werden müssen. / Schalte öfter Teleprompter ab, / wenn Mächtige zur Demütigung anderer ausholen. / Lass mehr Menschen ihre Abos kündigen, / wenn dadurch ehrlose Konzerne zur Besinnung kommen können. / Lass uns mehr Staatschefs vor Gericht sehen, / wenn sie ihre Macht missbraucht haben. //
Barmherziger Gott, / es ist nicht leicht, in dieser Welt zu leben, / in der wir so selten Genugtuung verspüren in unserem Schmerz / und in unserer Sorge für den Fortbestand einer solidarischen Welt. / Es ist nicht leicht für Werte zu leben, / die in unserem Umfeld bekämpft werden. / Lass uns umso mehr zu Dienern und Anwälten der Mühseligen und Beladenen werden. / Lass unsere Kirchenleitungen nicht Herren der Gemeinden sein, / sondern Vorbilder in der Demut und der Bodenhaftung. //
Lass uns in allem Leiden darauf vertrauen, / dass Du für uns sorgst. / Schenke Du Trost und Hoffnung für die, die trauern, / für die, die keine Zukunft mehr sehen für sich und ihre Familien. / Öffne unsere Augen für die Unterdrückten. / Erfülle uns mit Mitleid für die Not der Fremden, / der Geflohenen und Einwanderer. / Lass uns nicht zu sehr vertrauen auf die Machthaber, / die kommen und nur ungerne wieder gehen. / Lass uns stattdessen vertrauen auf den, der auferstanden ist von den Toten, / auf den gekommenen und kommenden Herrn und Hirten Deiner Gemeinde. //
Amen.
Achim Detmers, Hannover
Gott, / wir danken dir, / dass du uns sättigst / an Leib und Seele. / Richte unsere Augen / auf deine Barmherzigkeit. // Wir klagen dir / den großen Hunger auf unserer Erde, / den wir mit verschulden / durch unseren Lebensstil. / Richte unsere Augen / auf deine Gerechtigkeit. // Wir warten / gemeinsam mit allen Geschöpfen, / dass du Himmel und Erde endlich erneuerst, / und Frieden wächst / auf unserer Welt. // Richte unsere Augen / auf dein Kommen. / Amen
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Jürgen Kaiser, Berlin
Kathrin Oxen, Berlin
Georg Rieger, Nürnberg
Gott, du Schöpfer allen Lebens, / Wir wissen, dass sich eines Tages die Starken den Schwachen anschließen werden, / Ein Licht wird auf die dunklen Quadrate scheinen, / Die Vorhänge werden geöffnet. // Wir bitten Sie: / Lasst uns diejenigen sehen, die noch im Dunkeln sind, / steck uns an mit deinem Feuer der Liebe, / dass unsere Wärme auch andere wärmt. //
Lassen Sie uns sehen, was Sie geschaffen haben, / der Mond und die Sterne, die uns von deinem Licht erzählen, / die Jahreszeiten, die uns an unsere begrenzte Lebenszeit erinnern, / und die Menschen vertrauen Sie uns an. // Wir bitten dich: entzünde dein Licht in uns –
/ das Licht deiner Freundlichkeit und Güte. //
Achim Detmers, Hannover
Carolin Springer, Leer
Kathrin Rehmat, Zürich
