Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Kathrin Rehmat, Zürich
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Meike Waechter, Berlin
Georg Rieger, Nürnberg
Wir glauben / Dass das Leben nicht aus sich selbst entstanden ist sondern aus Gott // Wir glauben / Dass es von Anfang an von Gott geliebt wurde // Wir glauben / Dass es von Gott von Anfang an begleitet wurde // Wir glauben / Dass der Jude Jesus aus Galiläa der Gottesträger auf Erden war und kraftvoll aus Gott gelebt hat sichtbar hörbar und erfahrbar // Sein Leben ist für uns Vorbild / Es ermutigt uns zur Nachfolge in Sorgfalt und Respekt vor allem was lebt // Wir glauben, dass Jesu gewaltsamer Tod am Kreuz für uns der Anfang war in ein neues Leben ohne Machtanspruch / Dank ihm bekommen wir Kraft / uns für den Frieden zu entscheiden und unser Leben für andere einzusetzen / Bis Gott selbst mit dem heiligen Geist zusammen sein Reich einläutet / Zur grossen Erlösung aller Menschen Tiere und Pflanzen // Wir glauben / Dass menschliches Fehlverhalten nicht vermag / Gottes Fürsorge für das Leben zu entmachten // Glaube Hoffnung Liebe sind am Werk / Amen
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Carolin Springer, Leer
Jürgen Kaiser, Berlin
Allgütiger Gott, / manchmal ist es zum Verzweifeln. / Da wird uns alles zu viel. / Wir machen uns Sorgen um uns selbst / um unsere Lieben, / um die Zukunft unserer Welt. // Wir beten und rufen zu Dir. / Wie oft haben wir das getan? / Und Du hüllst Dich in Schweigen. // Beten wir falsch? / Beten wir das Falsche? / Sind wir die Falschen, die zu Dir rufen? // Doch woher nähmen wir das Recht, / mit Dir ins Gericht zu gehen? // Aber ist es doch die Hoffnung, / die Du in unser Herz gegeben hast, / die uns zu Dir rufen lässt! / Es ist doch Dein Wort, / dass uns mehr verheißt / als wir heute sehen! // Wir trauen Deinem Wort mehr / als unserer Erfahrung, / wenn wir zu Dir kommen / und beharrlich bitten, / dass Du erscheinst, / dass Du hilfst, / dass Du unsere Hoffnung ansiehst / und aus dem Funken, / der uns manchmal nur noch bleibt / ein neues Feuer schlägst. // Zu Deiner Ehre soll das geschehen / und zu unserem Heil. // Amen.
Jochen Denker
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Georg Rieger, Nürnberg
Großer, liebevoller Gott, / Danke für deine Liebe, / die uns umgibt wie die Luft zum Atmen. / Danke für alles Gute, / das du uns und deiner ganzen Schöpfung schenkst, / ohne zu fragen, / ob wir es verdient hätten – / seit langer Zeit / und immer, immer wieder –. // Gütiger Gott – / wir hören deinen Auftrag, / dich zu lieben, wie du uns liebst, / und unsere Brüder und Schwestern genauso. / Und wir bekennen, / dass es uns oft nicht gelingt. / Vergib uns, / wo wir diese Liebe schuldig bleiben – / sei es aus Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit, / oder weil uns Angst, Konflikte und Feindschaft im Weg stehen. // Gott, wir bitten dich: / gib uns den Mut, / für all die Brüder und Schwestern / liebevoll da zu sein, / die uns in der Nähe und Ferne / als Geschwister brauchen: / dass wir ihre Bedürfnisse und ihre Not sehen / und das tun, was wir tun können. Und dass wir überwinden können, / was trennt und verletzt. // Wir vertrauen darauf, dass deine Liebe uns dabei hilft. / Amen
Friederike Ursprung
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Stefan Maser, Marburg
Gott, unsere Zuversicht und Stärke, / wir danken dir für die Freiheit, / die du uns schenkst. / Nichts soll uns gefangen nehmen, / nichts soll uns ängstigen. // Lass uns doch so leben, / als hätten wir das wirklich verstanden. / Dass wir mutig werden / in den großen Herausforderungen / und zuversichtlich in den kleinen. // Wir sind deine Menschen, Gott, / wir leben in der Freiheit der Kinder Gottes. / Deine Freiheit soll zu allen Menschen kommen, / zu den Unruhigen und Ängstlichen und Verzagten / und auch zu den Gewalttätigen und den Unterdrückern. //
Gott, du Hilfe in großen Nöten, / wir bitten dich für die Menschen überall auf der Welt, / die leben müssen in Unfreiheit und Zwang, / die unter Krieg und Gewalt leiden, / die auf der Flucht sind. / Gott, wir bitten dich für deine Kirche. / Manchmal haben wir Angst, / dass es gar nicht weitergeht mit ihr. / Die Reformation ist schon so lange her, / und es sieht aus, als könnten wir wieder eine gebrauchen. //
Wir sind die Menschen, die tun können, / was Martin Luther getan hat. / Lass uns die gute Botschaft von deiner Liebe und unserer Freiheit weitersagen. / Lass andere Menschen sehen, / dass es in der Kirche anders zugeht, / dass jeder und jede hier einen Platz hat, / egal, was er oder sie kann. / Hilf uns, glaubwürdig zu leben / und keine Angst zu haben vor dem, was andere über uns sagen. / Amen
Kathrin Oxen, Berlin
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Simon Froben, Bayreuth
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Georg Rieger, Nürnberg
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, //
wir werden pausenlos in Beschlag genommen von Nachrichten und Reportagen. / Sie beanspruchen uns. / Sie gehen uns nach. / Sie beunruhigen uns. / Sie machen uns Angst. / Wir kommen uns vor wie Rädchen in einem riesigen Apparat, / der irgendwohin steuert. / Und wir spüren, wie schwach wir sind. //
Jetzt aber nehmen wir uns Zeit für Dich. / Und schon das empfinden wir als Freiheit. / Schon das gibt uns Hoffnung. / Wir brauchen diese Zeit für Dich. / Wir brauchen sie nicht, / um Dir zu sagen, / was Du schon weißt. / Wir brauchen sie nicht, / um Dir unsere Meinungen, Ideale und Empörungen mitzuteilen. / Wir brauchen diese Zeit für uns selbst. / Um zur Ruhe zu finden vor Dir. / Um auf Dich zu hören. / Um an das zu denken, / wofür wir Dir danken. / Und das ist viel. / Um an die zu denken, / von deren Not wir wissen. / Und die sind viele. //
Warum nur sind wir so eingespannt ins Getriebe dieser Welt? / Warum nur haben die Nachrichten, / die uns erreichen, / ein so großes Echo in unserer Seele? / Warum nur vertrauen wir so wenig auf Deine gute Nachricht? / Gewiss: der kriegslüsterne Putin und der selbstverliebte Trump / können Schlimmes anrichten / und haben es ja auch schon getan. / Aber du kannst noch in dieser Nacht / ihre Seele von ihnen fordern. / Je mehr sie sich wie kleine Götter aufführen, / desto mehr rennen sie in ihr Verderben. //
Warum wissen wir das nicht in unserem Herzen? / Warum lässt uns das nicht gelassen sein? / Was hilft es, dass wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? / Fallen wir wegen der Mächte dieser Welt aus Deiner Hand? / Kann das, was sich auf Erden zum Bösen entwickelt, / unsere ewige Zukunft bestreiten? / Sind wir nicht teuer erkauft? //
In der Nacht zum Sonntag wird erneut die Zeit umgestellt. / Wir erhalten eine Stunde mehr. / Im nächsten Frühjahr wird uns die dann wieder abgezogen. / So werden wir gleich zweimal durcheinandergebracht. / Obwohl das niemand will, / kann sich das noch oft wiederholen. //
Du, Herr, hast auch die Zeit umgestellt. / Ein für alle Mal. / Da muss sich nichts wiederholen / und wird es auch nicht. / Als die Zeit erfüllt war, / bist Du zu uns gekommen / und umfasst nun unser Leben / mit dem Schrei vom Kreuz / und dem Licht des Ostermorgens. / Dafür sind wir Dir von Herzen dankbar. / Und wir fragen uns, / warum wir dennoch so oft furchtsam sind und kleingläubig. / Warum nur? //
Amen.
Klaus Bröhenhorst, Hildesheim
Gott, immer wieder sendest du uns aus, / im Sinne deines Sohnes Jesus Christus zu wirken. / Wir danken dir, / dass wir dabei auf dich vertrauen dürfen, / wie Schafe ihren guten Hirten. / Sei bei uns, auch wenn du uns unter Wölfe schickst - / und hilf uns, zu erkennen, / welche Aufträge du uns anvertraust. // Klug wie die Schlangen sollen wir sein. / Und wir bekennen: / Manchmal halten wir uns selbst für klüger, / als wir sind. / Hilf uns zu erkennen, / was klug ist und was nicht - / und hilf uns, / Möglichkeiten zu erkennen / und kluge Entscheidungen zu treffen. // Gott, verleih uns auch die Aufrichtigkeit der Tauben: / anderen und vor allem uns selbst gegenüber. / Dass wir uns nicht irgendwo herum winden, / dass nicht giftig wirkt, / was wir sagen und tun - / also, dass wir in deinem Geist / und bei deinem Auftrag bleiben. / Amen
Friederike Ursprung
Meike Waechter, Berlin
Barmherziger Gott / Tröster, Berater und Retter in hoffnungslosen Fällen. / Wohin und an wen sonst sollen wir uns wenden? / mit unserer Ratlosigkeit angesichts der Zeitläufte? / Und wie lange willst du noch schweigen? / Und hinnehmen das Geschwätz der Gewalttäter, den Narzissmus der Mächtigen? Oder sind wir taub geworden für dein Reden, blind für dein Handeln? Dann öffne uns Augen und Ohren, bitte! //
Noch ist kein Frieden in Sichtweite in Israel und Palästina, / da braucht es einen Arzt wie dich, / wie sollen die Wunden sonst heilen, / die man sich gegenseitig geschlagen hat? / Kann Liebe den Hass vertreiben und die Gleichgültigkeit? / dann lass es Liebe regnen, aber volle Kanne - bitte! //
Wie lange müssen die Ukrainer noch diese Angriffe auf ihr Land und Leben ertragen? / Woher sonst soll die Hoffnung auf ein Ende dieses Wahns kommen, wenn nicht von dir? / Überlass uns nicht den Mächten, denen wir nicht gewachsen sind, / Die nur Du in die Schranken weisen kannst. Bitte! //
Aber vielleicht wird auch verrückt, wer sich das Leid der ganzen Welt zu Herzen nimmt? / Deshalb legen wir dir das alles vor die Füße... / und bitten um Vergebung, / wenn wir an den Menschen in unserer Nähe vorübergegangen sind, / denen das Leben übel mitspielt oder mitgespielt hat. //
Wir wollen hingehen, anpacken und nicht einfach hinnehmen und wegsehen, / wenn du uns Menschen in den Weg stellst, / die von Depressionen gequält werden, / von unheilbaren Krankheiten, / Menschen, die den Weg zu sich selbst nicht finden, zu ihrer Berufung. / Menschen, die eine Zuflucht benötigen, einen sicheren Ort, / oder einfach nur ein Dach über dem Kopf und ein Lächeln / und etwas Geld für ein Butterbrot und einen heißen Kaffee. //
Damit dein Reich auch unter uns, hier am Ort, in unserer Gemeinde, Gestalt annimmt / werden wir die Aufgaben annehmen, die du uns vor die Füße legst. / Gieß deinen Geist aus, HERR, reiß uns heraus aus Resignation und Verzweiflung, / komm du selbst in unsere Mitte und richte uns auf und aus; / damit dein Wille geschehe, nicht nur im Himmel, sondern schon hier auf Erden. //
Amen
Gerhard von der Heyden, Ronsdorf
Jürgen Kaiser, Berlin
