Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Du Ewige/r forderst es heraus: / Ich denke an dich, und daran dir zu gefallen. / In der Weise wie du mir gefällst, / unerreichbar und annäherungswürdig / wie nichts Anderes. / Am Morgen und am Abend, / beim Blick in die Weite des Landes, / wenn ich die Berge in der Ferne betrachte / und meine Augen über die Auffaltung der Alpen schweifen, / wenn ich in die Augen meiner Freundin sehe, / die weint um ihren Sohn / und um alles / was in ihrem Leben nicht so wurde, / wie sie es gehofft hatte. //
Komm bitte, / halte dein Versprechen: / Wisch die Tränen ab, / weck die erkaltete Liebe, / lass die Schönheit der Schöpfung / in allen Farben und Zeiten / leuchten und Gerechtigkeit erfahren. / Amen
Kathrin Rehmat, Zürich
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Gott, / der du die ganze Welt umspannst / mit Gerechtigkeit und Liebe: / Wir wissen, dass deine Schöpfung leidet / unter unserem Lebensstil / und oft beklagen wir ehrlichen Herzens / das Elend der Tiere, / die Zerstörung der Wälder / und den Raubbau an der Natur. //
Aber unsere Gewohnheiten / wollen und können wir trotzdem nicht ändern, / und unsere Ansprüche wachsen weiter. / Gott, bei dir / suchen wir Zuflucht und Rat / mit den Widersprüchen in unserem Leben: / Wir wollen nichts Böses / und richten doch so viel Unheil an. //
Lass du uns doch im Licht deiner Wahrheit / Wege finden aus unserem Zwiespalt / und leben und handeln / im Geist deiner Güte / Du Quelle des Lebens, / schaffe uns neu!
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Ach Gott, / bei uns beginnen gerade die Ferien. / Und während ich mit Vorfreude den Urlaubskoffer voll packe / und gespannt in ferne Länder aufbreche, / raffen andere Familien gerade mal das Nötigste zusammen / und fliehen aus ihrer Heimat. //
Während für mich der Blick auf das Meer Freiheit, Erholung und Segen bedeutet, / bringt eben dieses Meer viel zu vielen Menschen den Tod. / Während ich die Auszeit mit meine Lieben um mich herum genieße, / weinen andere um die ihren und die Zeit steht still. //
Es ist, als lägen Welten dazwischen. / Doch es passiert alles gleichzeitig / auf dieser einen Welt. / All das… Jetzt…. Hier… / Ach Gott, / mir sind die Worte ausgegangen. / Aber vielleicht verstehst du, was ich dir sagen will.
Carolin Springer, Leer
Ewiger Herr und Gott! //
Gepriesen sei dein Name. / Es ist der Name eines Erlösers. / Befreie, / dann wird der Mund voll Lachens / und die Zunge voll Rühmens. / Gepriesen sei dein Name. / Es ist der Name eines Richters. / Schaffe Recht allen, / die Unrecht leiden. / Dann werden mit Freuden Ernten, / die mit Tränen säten. //
Erbarme dich unser, Herr, / das bitten wir dich / durch deinen Sohn Jesus Christus. // Amen.
Jürgen Kaiser, Berlin
Ich lobe dich, / Gott, / denn du bist der, / der dieser Welt / und allem anderen / seinen Wert gab. / Du bist der, / der unser erstes etwas schuf. / Du bist der, / dessen Präsens / überall ist, / ob als Vater, / Allmächtiger, / Schöpfer / oder Gedanke. //
Ich staune über deine Taten, / deine Werke. / Du bist der Grund, / weshalb ich es zwitschern höre, / Vögel sehe, / Gras rieche / und das Brot koste. / Ich staune – / Ich staune über dich. / Ich freue mich über jeden Tag, / an dem ich ich bin / und bleiben darf. / Jeden Tag, / an dem ich sehe / wie die Sonne geht / und die Welt in ihrem Schein tränkt. / Wie der Mond aufzieht / zwischen dem Universum / und den funkelnden Sternen. //
Wir danken dir / und loben dich für alles, / das du uns gabst / und geben wirst / in dieser Welt. / Amen
Jugendgruppe der Französischen Kirche zu Berlin
Gott, / wir sehen das Unrecht / um uns herum. / Wir sehen das Unrecht, / das andern geschieht. / Wir sehen das Unrecht, / dass uns widerfährt. / Wir sehen, / wo wir Unrecht getan haben. //
Aber du bist Hoffnung. / Die Hoffnung auf eine andere Welt. / Die Hoffnung auf Recht. / Die Hoffnung auf deinen stärkenden, / heil- machenden Geist. //
Lass uns Abstand gewinnen / von dem was uns beschwert. / Lass uns deine Hoffnung wieder sehen. / Lass uns Erfahrungen machen / mit dir und deinen Zusagen. / Lass uns einen gestärkten Glauben entdecken. / Amen.
Selma Dorn
/ dann Ja dann, fängt der Frieden an / Amen
Kathrin Rehmat
Gott – / Du erwartest so viel von uns. / Aber Felsen sind wir nicht. / Brüchig ist mein Glaube, / anfällig für Zweifel über Zweifel. // Überlässt du die Welt sich selber? / Ich sehe nur Unvernunft und Gewalt. // Warum verlangst du so viel von uns Menschen? // Was auch immer ich für andere tue, / es ist zu wenig. // Warum machst du dem Leiden kein Ende? / So viele verzweifeln, / so viele sterben einen viel zu frühen Tod. // Wie kann ich Hoffnung in deinem Namen verkünden? / Lass mich Menschen finden, / die sich mit mir auf den Weg machen. / Trotz alledem. / AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Gott, / du liebst das Leben, / und versprichst eine Zukunft, / in der deine ganze Schöpfung in Frieden lebt. / Musst du nicht leiden unter den Kriegen, / die an so vielen Orten unserer Erde Leben zerstören? //
Wir dachten und hofften, / nach den Weltkriegen mit ihren Millionen von Toten, / und den zahllosen an Leib und Seele versehrten, / hätten die Menschen gelernt, / dass Krieg deinem Willen widerspricht. //
Nun übt man uns wieder ein, / auf militärische Stärke zu setzen. / Wir sollen wehrhaft werden, / wir sollen die Milliardenausgaben für Rüstung mittragen, / bereit sein, unser Land zu schützen, / die immer zerstörerischer wirken. //
Gott, wir sehen das Leid, / das Kriege anrichten, / an so vielen Orten unserer Erde. / Wir wollen nicht kriegstüchtig werden, / und hören doch ständig Argumente, / warum das alternativlos sei. //
Wir sind verwirrt, Gott, / es fällt uns schwer zu erkennen, / was richtig ist, / um Leben zu schützen. //
Weise du uns den Weg, / der zu Frieden führt, / und der allem, was lebt, / Zukunft ermöglicht.
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Ach, Ewiger, noch so eine Woche.// Ich klebe an Radio und Computer und höre, was sie von "Frieden" und "Schweigen der Waffen" sagen,/ warte mit Hoffen und Bangen auf die nächsten Worte von Diktatoren und Autokraten,/ auch von zwei Männern zum Fürchten in Ländern, auf deren Demokratien ich immer vertraut habe.//
Und Angst und Sterben, Hunger und Vertreibung,/ das Leiden von Geiseln und Gefangenen seit Monaten und Jahren und die Angst ihrer Angehörigen,/ Bomben und Geschosse, der Terror gegen Menschen in Schutzräumen und ohne Schutz gehen immer weiter.//
Und dann an einem Krankenbett, auf dem Blatt von der Gold- und Diamantkonfirmation:/ Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der EWIGE von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. Micha 6, 8//
Ach, würde ich doch auf dich hören und mich an deine Worte halten,/ statt an den Reden dieser Laut-Sprecher zu hängen./ Ich wüsste, was ich zu tun und zu geben hätte:/ das, was andere Menschen, nah oder fern, jetzt dringend brauchen und was in meiner Hand und meinen Möglichkeiten ist. Aber das auch wirklich./ Und demütig sagen, dass am Ende niemand anders wirklich Frieden schaffen wird als du ./ Aber dass du's tun wirst, auch durch Menschen.//
Dazu sag mir immer wieder dein Wort und hilf mir, mich daran zu halten.// Durch Jesus Christus. Amen.
Stefan Maser
Meike Waechter, Berlin
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Annegret Lambers
Catherine MacMillan
Jürgen Kaiser, Berlin
Sylvia Bukowski, Wuppertal
Gott, Vater, Sohn, Heiliger, Geist, //
wenn wir zurückblicken, / ergeht es uns wie der Frau von Lot. / Wir erstarren. / Wir sehen, wie sich Katastrophe auf Katastrophe häuft. / Fliehende und verhungernde Menschen. / Kinder, die zu Waisen werden. / Alte Menschen, die keine Bleibe mehr haben. //
Krankenhäuser, denen die Medizin ausgeht. / Regime, die ihre Bürger ans Messer liefern. / Politiker, die auch keine Lösung wissen. / Die Unverschämtheiten der ganz Mächtigen, / die keine Regeln anerkennen / und über Leichen zu gehen keine Skrupel haben. / Die beflissenen Europäer, / die gute Miene zu bösem Spiel machen, / weil ihre Macht zu begrenzt ist, / um von den wirklich Mächtigen ernst genommen zu werden. / Wir erstarren. Das ist unser Zustand. //
Und wenn wir vorausblicken, / ergeht es uns nicht besser. / Wir bleiben erstarrt. / Ja, mehr noch: / Wir fürchten das Schlimmste. / Nationen rüsten zum letzten Gefecht. / Flugzeugträger sind unterwegs. / Atomsprengköpfe werden gezählt. / Die Apokalypse ins Werk gesetzt. //
Wer – ja, wer nur - kann all den Teufeleien Einhalt gebieten? / Wer – ja, wer nur – kann die Lügengeister entlarven / und sie zum Schweigen bringen? / Wer – ja, wer nur – kann helfen? / All die Elenden überall. / Die Kinder. / Die Frauen. / Die Verletzten. / Die Geiseln. / Die Verschleppten. / Die Gefolterten. / Die Weggesperrten. / Die seelisch Zerrütteten. / Die Millionen, die Angst haben. / All, das Elend, / das zum Himmel schreit. / Wer – ja, wer nur – kann all dem Einhalt gebieten? //
Nur Du kannst das, / Herr, unser Gott. / Du kannst die Teufel dieser Welt zerstreuen / in einem Augenblick. / Du kannst der Hölle gebieten, / dass sie fliehen muss. / Du kannst die Elenden aus dem Staube heben. / Und den Gefangenen sagen, / dass sie frei sein sollen. //
Du wirst dein herrlich Werk vollenden. / Haben wir oft gesungen. / Jetzt aber sind wir erstarrt. / Höre unser Seufzen. / Amen.
Klaus Bröhenhorst
Gott – du unbegreifliches Licht. / Dein Glanz wird gebrochen / in den Farben des Regenbogens. / Wir sind winzige Teilchen davon. // Ich möchte danken / für die Farbe, die du mir verliehen hast. / Scheine du durch meine Dunkelheiten. / Hilf mir zu leuchten. // Und hilf mir zu lernen, / deine Vielfalt in allen Farben / zu sehen und zu würdigen. // AMEN
Gudrun Kuhn, Nürnberg
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Meike Waechter, Berlin
Kathrin Rehmat, Zürich
Annegret Lambers
Sylvia Bukowski, Wuppertal
